02.09.2017

Pflegeheim-Bauprojekte, Monatsbericht August 2017

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T!ckermeldungen zum Thema: Betreiber von Pflegeheimen

 


22.09.2017

AWO Altenpflegeheim Penzlin steht Wechsel bevor

Nachdem die vom Kreisverband Müritz (BB) betriebene Pflegeeinrichtung zuletzt durch permanente Negativschlagzeilen von sich reden machte, scheint jetzt ein Eigentumswechsel unmittelbar bevorzustehen. Bereits im Mai hatte der Kreisvorstand grünes Licht für Verkaufsverhandlungen gegeben. Unbestätigten Meldungen zufolge soll der AWO-Landesverband die Einrichtung übernehmen. Der betreibt bereits an über 50 Standorten Heime, Seniorenwohnanlagen und Tagespflegeeinrichtungen im Land Brandenburg. An der Existenz des Müritzer Heimes - fast voll ausgelastet - soll jedenfalls nicht gerüttelt werden.

Im Zuge der laufenden staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen wegen illegaler Berechnung von Investitionskostenzuschüßen (siehe unsere Meldung vom Juli) schmiß zwischenzeitlich die 3.Geschäftsführerin innerhalb eines Jahres hin. Aktuell führt ein Unternehmensberater kommissarisch die Geschäfte. Zudem verursachten die horrenden Zahlungen in 6stelliger Höhe, die sich der frühere Vorstand und Geschäftsführer gegenseitig zugesprochen hatten, tiefrote Zahlen in der Bilanz.

ID 2631


04.09.2017

 

Aus Kursana Domizil Nienhagen wird Seniorenzentrum Nienhagen

Zum 1.Oktober wird die Peiner QualiVita AG die derzeit von den Kursana Residenzen betriebene Nienhagener Pflegeeinrichtung im Landkreis Celle übernehmen und unter neuem Namen weiterbetreiben. Das Haus bietet 65 Pflegeplätze (49 Einzelzimmer) und war zuletzt zu rund 85% belegt.

Nach der kürzlichen Eröffnung am Standort Edemissen bietet QualiVita an derzeit 7 Standorten gut 400 Pflegeplätze. Die unternehmensweite Gesamtauslastung betrug zuletzt rund 88% (ohne Neueröffnungen 2016 und 2017). Insgesamt 250 Pflegeplätze an 3 Standorten in NRW und Niedersachsen sowie eine Seniorenwohnanlage sollen demnächst hinzukommen.

ID -1578297101Bet

 

Freikirchliches Diakoniewerk Bethel: Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen eingestellt

Die Ermittlungen gegen den Vorstand Karl Behle wegen des Verdachts auf Untreue und Betrug wurden eingestellt, wie jetzt der Evangelische Pressedienst berichtete. Anlaß waren Meldungen, nach denen der genannte Vorstand sich selbst ein Jahressalär von € 700.000.- und Pensionsansprüche in Millionenhöhe hat auszahlen lassen (siehe unsere Meldung vom Juli). Einen Verdacht auf strafbare Handlungen sieht die Behörde nicht.

Dessen ungeachtet droht der Ausschluß des Diakoniewerks Bethel - nicht zu verwechseln mit den Bodelschwinghschen Stftungen Bethel - aus dem regionalen Diakoniewerk. Bis Ende August hatte Karl Behle Zeit, Stellung zu den finanziellen Strukturen und der Aufsichtsstrukturen „seiner“ Diakonie zu nehmen. Bis zum 29.August lag - so der EPD - noch nichts vor. Im September will die Diakonie über den Verbleib des Diakoniewerks Bethel im Dachverband entscheiden.

ID 1380395864Bet

 


01.09.2017

 

AWO-Bezirksverband setzt auf Quartiersprojekte

Mit rund 70 vollstationären Pflegeeinrichtungen ist der "AWO-Bezirksverband Westliches Westfalen" einer der großen Anbieter von Pflegeleistungen im Bundesland NRW. Im Kreis Siegen-Wittgenstein soll mit dem Ausbau des bestehenden Pflegeheims Nähe Bad Laasphe jetzt das 14. Quartiersprojekt entwickelt werden.

Neben einem millionenschweren Ausbau der vorhandenen Pflegeplätze inklusive Einbau einer eigenen Großküche soll ein  ehemalige Soldatenheim umgebaut werden und künftig barrierefreie Wohnungen für Senioren und Behinderte, Tages- und ambulante Pflege sowie ein öffentlich zugängliches Cafe mit Arbeitsplätzen für Behinderte erhalten. Ein eigens eingestellter Quartiersmanager soll die Vernetzung innerhalb des Quartiers voranbringen. Der Veranwortliche im Bezirksverband sieht ein "funktionierendes Netzwerk" als Voraussetzung, den Herausforderungen einer alternden Gesellschaft zu begegnen.

Viele Details sind noch offen, so wird noch über Wohngemeinschaften für Behinderte nachgedacht. Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung soll bis Jahresende Klarheit darüber bringen, ob ein (Teil-) Verkauf nach dem WE-Gesetz erfolgen wird. Sollte die Projektentwicklung planmäßig verlaufen, könnte um das Jahr 2020 mit dem Bau begonnen werden. Vom angedachten Ersatzbau für das unter holprigen Umständen geschlossene Fritz-Heinrich Seniorenzentrum in Bad Laasphe ist hingegen keine Rede mehr. Dort wird die AWO, zum Ärger vieler Lokalpolitiker, künftig wohl nur noch mit Seniorenwohnungen präsent sein.

ID 7183, 8364, 8654

 

Betreiber Charleston  gibt Pflegeheim auf

Die Charleston GmbH hat ihren Mietvertrag für ihre kleinste Einrichtung in Biberach/Riß  zum 1.September aufgelöst, die zuletzt 24 Senioren (25 Pflegeplätze) kamen überwiegend in umliegenden Pflegeheimen des Betreibers unter. Als Grund gibt Charleston „geänderte rechtliche Rahmenbedingungen hinsichtlich baulicher Anforderungen“ an. In Baden-Württemberg sind künftig 100% Einzelzimmer vorgeschrieben, nach marktd!alog-Informationen gibt es im Lindenpark bisher lediglich ein Einzelzimmer.

Das Pflegeheim wird künftig  unter Regie der „Deutschen Fachpflege Gruppe“, einem Zusammenschluß von etwa 17 Unternehmen mit Schwerpunkt außerklinischer Intensiv- und Beatmungspflege, weiterbetrieben. Stationär hält die Gruppe ein lediglich Kinderhaus vor. Nach Umbau soll der Lindenpark künftig 13 Plätze für Intensivpatienten in Wohngemeinschaften vorhalten, die ambulante Betreuung dürfte das Biberacher Mitgliedsunternehmen der Fachpflegegruppe, die „AKIP GmbH“, innehaben.

ID 905, 1476686209Bet

 


16.08.2017

 

Auch Vitanas an Hedgefonds verkauft

Einen deutlich größeren Umfang hat der Kauf des amerikanischen Hedgefonds Oaktree auf dem deutschen Pflegemarkt. Zuvor war nur der Verkauf der Vitanas-Tochter "Pflege & Wohnen" - Hamburg durchgesickert. Wie die Vitanas Holding jetzt mitteilte, wurden von Oaktree auch Mehrheitsanteile an der Vitanas Holding übernommen. Damit sind bundesweit rund weitere 5000 Pflegeplätze von dem Deal betroffen.

Vitanas wurde 1969 vom damaligen Regierenden Bürgermeister Berlins, Heinrich Albertz, für den Berliner Pflegemarkt initiiert und 2006 privatisiert. Heute betreibt das Unternehmen in 11 Bundesländern ( BB-1, BE-9, das 10. Heim wurde in diesem Jahr geschlossen, BY-3, HE-4, MV-5, NI-2, RP-1, SH-6, SN-3, ST-2, TH-1) Senioren-, Fachpflege- und Integrationseinrichtungen mit rund 5000 Betten, die (im Seniorenpflegebereich) unternehmensweit zuletzt zu rund 88% ausgelastet waren (ohne Neueröffnungen seit 2016). 11 Pflegeheime wurden in den letzten 10 Jahren eröffnet, die mittlere Betriebsdauer aller Pflegeeinrichtungen liegt bei rund 23 Jahren, die durchschnittliche Einzelzimmerquote beträgt rund 62%. Mindestens 5 Neu- sowie 1 Ersatzbau sind derzeit geplant oder bereits im Bau.

Das privat equity-Unternehmen Oaktree rangiert auf Platz 48 der 300 weltweit größten Unternehmen dieser Branche. Angeführt wird die Liste von der Carlyle Group, hierzulande noch-Eigentümer der Alloheim Seniorenresidenzen.

Bekannt wurde Oaktree 2011 durch die Übernahme der Bremer Belugawerft, die später in Insolvenz ging. Im Umgang mit den  (früheren) Eigentümern/Geschäftspartnern ist Oaktree nicht eben zimperlich: in mehreren Fällen wurde versucht, mittels Betrugsvorwürfen auch an deren Privatvermögen heranzukommen.

ID 645508245Bet, 92Bet


04.08.2017

AGAPLESION gAG: glänzende Zahlen zum Geburtstag

2002 wurde der christliche Gesundheitskonzern in Frankfurt/M. aus der Taufe gehoben. Zum 15.Geburtstag beschenkt sich das Unternehmen in seinem aktuellen "Geschäftsbericht 2016/2017" mit guten Ergebnissen selbst: die Umsatzerlöse stiegen um rund 9% auf € 1,113 mrd. (Vorjahr: 1,024 mrd.), der Konzernüberschuß konnte mit € 30 mio. mehr als verdoppelt werden (Vorjahr € 14 mio.). Die gAG gehört zu den "Big Five" kirchlicher Trägergesellschaften.

Der Löwenanteil entfällt dabei auf die 21 Krankenhäuser des Unternehmens, mit € 124 mio. (Vorjahr € 113 mio.) steuert der Geschäftsbereich "Pflege & Wohnen", in dem die außerklinische Dauerpflege und (Senioren-)Wohnanlagen zusammengefasst sind, etwa 10% zum Ergebnis bei. Das "Pflegen & Wohnen" erfolgt wesentlich durch rund 2800 Dauerpflegeplätze und 1200 Wohnungen, auf 10 Bundesländer verteilt. Die Pflegeplätze waren nach marktd!alog-Informationen zuletzt unternehmensweit zu gut 91 % belegt. Dazu dürfte die vergleichsweise moderne Bausubstanz der Heime beigetragen haben: fast die Hälfte wurden in den vergangen Jahren ersetzt bzw.  neu gebaut, im Mittel sind über 70 % der Zimmer Einzelzimmer. Auch für das erst im April 2017 übernommene Berliner Pflegeheim der Heilsarmee liegen bereits Modernisierungpläne in der Schublade.

Das AGAPLESION-Erfolgsmodell läßt sich im Wesentlichen auf 3 Elemente zurückführen: 1.Die Gewinne bleiben im Unternehmen und stärken so die finanzielle Basis, 2. die integrativen Strukturen, die den Altbetreibern das operative vor-Ort-Geschäft weitgehend überläßt und 3.der Verbundgedanke. Das Wachstum des Unternehmens muß nicht erkauft werden: Betreiber, die unter das AGAPLESION-Dach schlüpfen möchten, werden werden mit AGAPLESION-Aktien bezahlt, eine (teure) Finanzierung entfällt. Als Aktionäre haben sie so auch Sitz- und Stimmrechte im Gesamtunternehmen,  per 2016 sind 19 evangelische Einrichtungen die Anteilseigner. Mit knapp 37% ist die Frankfurter Bethanien-Diakonissenstiftung der größte Einzelaktionär.

Schließlich der Verbundgedanke: die gAG konzentriert sich auf`s „Backend“: der Unternehmensbereich "Zentralen Dienste"  umfasst alleine 15 Abteilungen. Von Steuern/Recht über IT bis zum Einkauf und einer eigenen Ausbildungsstätte werden die  regionalen Akteure unterstützt und gestärkt. Diverse Unternehmenstöchter, etwa im Bereich Catering und Reinigung flankieren das Ganze. Nahe Frankfurt wird seit 2015 zusammen mit der Fiege-Unternehmensgruppe ein eigenes, über 4000qm großes, Logistiklager mit etwa 2500 Artikeln betrieben und Kliniken und Pflegeheime nach einem ausgeklügelten Logistikkonzept versorgt. Mit den eingelagerten Vorräten käme das Unternehmen 42 Tage aus.

In 2016 investierte die gAG knapp € 140 mio. Für 2017 dürften Steigerungen zu erwarten sein, schließlich ist die Digitalisierung jetzt ganz oben auf der Unternehmens-Agenda angesiedelt.

ID 1329564933Bet

 

Caritas Altenhilfeträger im Emsland gründen neue Pflege-GmbH

Eine stationäre Pflegeeinrichtung - bisher von der Kirchengemeinde getragen - und der Caritas-Pflegedienst Unterems schließen sich zur St. Nikolaus Stift Caritas Pflege GmbH (i.Gr.) zusammen. Die Geschäftsführer beider Einrichtungen bilden auch die Geschäftsführung der neuen GmbH. Beide Unternehmen kooperieren bereits seit über einem Jahr, mit der kürzlichen Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrages  jetzt erhält die Kooperation ab 1.Januar 2018 auch die passende rechtliche und organisatorische Struktur. Ziel des Zusammenschlußes ist die Bündelung der Ressourcen, insbesondere auch im Bereich der Pflegefachkraftsicherung.

Das Pflegeheim bietet 48 Pflegeplätze, die ambulanten Leistungen erstrecken sich über den Pflegedienst in Tagespflegeangeboten Seniorenwohnungen und einer Demenz-WG. Das neue Unternehmen beschäftigt rund 170 Mitarbeiter, sowohl für diese als auch die Heimbewohner soll sich nichts an den bestehenden Verträgen ändern.

ID 9285 S


28.07.2017

 

Donau-Ries Kliniken und Seniorenheime: Bonus für die Mitarbeiter

Das gemeinsame Kommunalunternehmen (gKU) des Landkreises Donau-Ries (BY) freut sich nach längerer Durststrecke über schwarze Zahlen in 2016, von erwirtschafteten € 2,2 mio. kann der bestehende Verlustvortrag um rund 1 mio. € zurückgeführt werden. Zwar schreiben nicht alle Unternehmensteile schwarze Zahlen, die Mitarbeiter werden dennoch alle mit einem Tag Sonderurlaub (berechneter Gegenwert € 200.000) belohnt.

Neben 3 Kliniken betreibt der Kreis unter dem gKU-Dach 4 Seniorenheime mit knapp 350 Betten, die zuletzt zu rund 98% ausgelastet waren. Vermutlich wäre die Gewinnzone schon früher erreicht worden, wäre nicht 2014 eine Seniorenwohnanlage mit 31 Wohnungen für satte 7 mio. € gebaut worden, ursprünglich waren € 4 mio. veranschlagt.

ID 1389451275Bet

 


21.07.2017

 

REGIOMED zufrieden mit Jahresergebnis 2016

Mit einem Jahresabschluß von € 4,1 mio. blickt der Klinik- und Heimbetreiber zufrieden auf`s abgelaufene Geschäftsjahr zurück. Neben 7 Seniorenpflegeheimen ( 2x in BY, 5 x TH, unternehmensweite Auslastung rund 88%) werden 2  Heime für psychisch Kranke; 5 Kliniken und 14 MVZ`en  betrieben; hinzu kommt jeweils ein Tagespflege -und Seniorenwohnangebot.

ID  1304686821Bet

 

AWO-Müritz erneut im Gerede

Der Kreisverband Müritz (MV) kommt nicht aus den Schlagzeilen: Untreuevorwürfe gegen das früheres Leitungspersonal, eine neu eingestellte Geschäftsführerein wurde geschasst und nun sollen von den Heimbewohnern der Penzliner Einrichtung illegal Investitionskostenzuschüße vereinnahmt worden sein, voninsgesamt € 1,7 mio. ist die Rede. Hintergrund ist ein Investitionskostenzuschuß von knapp € 500.000.-, den das Land für den Bau der 1993 eröffneten Einrichtung beigesteuert hatte. Bis 2007 durften Investitionszulagen erhoben werden, tatsächlich wurden bis mindestens 2016 monatlich geschätzt rund € 15.000 von den Bewohnern vereinnahmt. Sozialministerium und Staatsanwaltschaft bestätigen eine aktuelle Überprüfung.

Pikant: Die AWO-Kreisverbandsvorsitzende Dagmar Kaselitz ist hauptberuflich Integrationsbeauftragte mit Sitz im Sozialministerium, also genau jener Behörde, die den Vorwürfen nachgehen soll.

Der Kreisverband betreibt 4 Dauerpflegeeinrichtrungen mit zusammen 250 Betten im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

ID 1494014998Bet


15.07.2017

 

Alloheim-Seniorenresidenzen vor Verkauf ?

Nach noch unbestätigten Meldungen bereitet die amerikanischen Private-Equity-Gesellschaft Carlyle Group, die Muttergesellschaft Alloheims, den Verkauf ihrer deutschen Pflegeheimtochter vor. Sie sei - so die Meldung - mit amerikanischen Investmentbanken, darunter JP Morgan - im Gespräch, um den Verkauf vorzubereiten. Weder Carlyle noch JP Morgan wollten die Meldung bestätigen, dementierten sie aber auch nicht.

Alloheim gehört zu den größten privaten Pflegeheimketten Deutschlands. Nach eigenen Angaben werden mit knapp 15.000 Mitarbeitern 155 Pflegeeinrichtungen, 27 Anlagen des Betreuten Wohnens und 13 ambulanten Pflegediensten betrieben. 2015 soll das Unternehmen knapp € 300 mio. Umsatz und ein Ergebnis von knapp € 33 mio. (Ebitda) erzielt haben. Die Gesellschaft ist zuletzt durch zahlreiche Übernahmen - etwa die AGO-, Procon-, Senator-, Senterra - Seniorenzentren stark gewachsen.

ID 2097985991Bet

 

Diakonien im Rhein-Kreis Neuss wollen fusionieren

Für die Stadt Neuss und den Rhein-Kreis Neuss gibt es jeweils eigenständige diakonische Träger. Ab 2019 soll sich das ändern: beide Träger wollen zu einem Anbieter verschmelzen. Ein Abbau von Leistungen sei, so Vorstand Havers, nicht geplant, es werde auch kein einziger der rund 1000 Mitarbeiter entlassen. Die angebotenen Leistungen ergänzten sich im Gegenteil: die Neusser sind stark in der Psychiatrie- und Behindertenarbeit, die Kreisdiakonie in der Alten- und Jugendhilfe. Die fusionierte Diakonie soll in Neuss ihren Sitz haben.

In der Altenhilfe bieten beide Träger in 6 Einrichtungen gut 400 Pflegeplätze an. Bis voraussichtlich 2019 werden mindestens 50 Plätze hinzukommen. Aktuell liegt ihr Marktanteil im vollstationären Bereich kreisweit bei rund 11 %. Die Caritas liegt im Vergleich bei gut 16%. In Sachen neue Einzelzimmer-quote haben sie diakonischen Träger ihre Hausaufgaben im Übrigen (fast) vollständig gemacht, hier hat die Caritas noch Nachholbedarf.

ID 343916082Bet, 1418807522Bet


14.07.2017

Katharinenhof übernimmt drei Pflegeheime in Hamburg

3 vollstationäre Pflegeheime mit gut 300 Betten betreibt der eigentlich auf ambulante Pflegeleistungen spezialisierte Dienstleister. Nach Übernahme dieser Einrichtungen durch die Deutsche Wohnen-Tochter Katharinenhof ist der Exkurs in die stationäre Pflege wohl beendet.

Für die Katharinenhof GmbH markiert die Übernahme die Präsenz in einem 2.westdeutschen Bundesland nach Niedersachsen. Alle anderen Pflegeheime - insgesamt 17 mit gut 1600 Betten (und fast 500 Seniorenwohnungen) - befinden sich in Berlin und Ostdeutschland.

Die Deutsche Wohnen Tochter agiert durchaus erfolgreich mit eigenem Markenkern: die unternehmensweite Asulastung in der Dauerpflege lag nach marktd!alog-Informationen zuletzt bei fast 97%.

ID 1329663437, -2080667162Bet

 

Bayernstift wird von der Charleston Holding übernommen

Die bayerischen Partnerunternehmen Sontowski und Mauss-Bau verkaufen ihre gemeinsame Tochter BayernStift an die Füssener Charleston Holding. Der Unternehmensname soll fortgeführt werden. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Das Kartellamt hat dem jetzt zugestimmt. Derzeit betreibt BayernStift 13 Pflegeheime in Bayern, hinzu kommen 2 Neubauten (sowie ein Ersatzbau).

Die beiden Bauunternehmen wollen sich mit ihrem Gemeinschaftsunternehmen BayernCare künftig auf die Entwicklung von Seniorenwohnzentren konzentrieren, dazu gehören lt. Unternehmensmitteilungsind auch Pflegeheime, die noch nicht den künftig geltenden bayerischen Betriebsvorgaben entsprechen. Auch für das BayernStift (unter Charleston-Regie) wird BayernCare künftig Pflegeimmobilien entwickeln, es wurde eine langfristige Kooperation vereinbart. 3-5 neue Anlagen sind pro Jahr vorgesehen.

Die Charleston Holding betreibt aktuell 24 Pflegezentren in Baden-Württemberg, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Kern des Portfolios bilden die Pflegeheime der Senovum- und ProSenium-Heime, die 2015 übernommen wurden.

Die Anfang der 1990er Jahre aus einem Immobilienunternehmen hervorgegangene Gesellschaft gehört zu einem in Luxemburg angesiedelten Fondsvehikel, hinter dem die schwedische EQT-Gruppe steht.

Standortkarte

ID 540338685Bet, 1476686209Bet,

 

Capital Bay gewinnt Curata als neuen Betreiber

für Dresdner Pflegeheim. Die 2011 zum Pflegeheim umgebaute Einrichtung bietet auf 2600 qm 75 Pflegeplätze.

Der Investor will künftig weitere Pflegeimmobilien erwerben und strebt dazu mit Curata eine "strategische Partnerschaft" an.

ID 907913038Bet

 

Dorea erwirbt Senioren- und Fachpflegeeinrichtung in Köln

Die 2001 eröffnete Einrichtung hält 88 Pflegebetten (zuletzt zu rund 98% belegt) sowie 27 Seniorenwohnungen vor. Sie soll künftig auch von Dorea betrieben werden.

ID 9166


Haus Inselfrieden heißt jetzt " To Huus Nördernee"

Das Pflegeheim auf Norderney, wegen gravierender Pflegemängel und nachfolgender Insolvenz der damaligen Betreiberin unrühmlich bekanntgeworden, hat sich umbenannt. Die  jetzt von Sander Pflege betriebene Einrichtung konnte wieder Fachkräfte einstellen und damit mehr Pflegebedürftige aufnehmen, was 2016 voraussichtlich zu einer schwarzen Null in der Bilanz führen dürfte. Durch die Umbennung soll diese Entwicklung auch nach außen deutlich werden.

ID 8197

 

Wenn "nehmen" seeliger denn "geben" ist - das Diakoniewerk Bethel

Das Diakoniewerk Bethel ist mit 13 Klinik- und Pflegeeinrichtungen, rund 1700 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von gut € 75 mio. einer der größten freikirchlichen Betreiber im Land. An der Spitze der gGmbH steht Karl Behle, dem jetzt ein fast 50seitiger Untersuchungsbericht des Bundes der evangelisch-freikirchlichen Gemeinden (BEFG) eine sehr individuelle Sichtweise diakonischer Arbeit bescheinigt. Durch Tricksereien soll er das Unternehmen faktisch in seinen Privatbesitz gebracht haben, wie das Recherchenetzwerk CORRECTIV jetzt berichtete.

Details

ID 1380395864Bet

 

Projektentwickler kauft Seniorenheim

in Süderhastedt (Kreis Dithmarschen). Der plant, diie kleine Einrichtung (42 Betten) mit rund € 0,5 mio. zu modernisieren.

ID 6129


03.07.2017

Saarländischer Schwesternverband wächst zweistellig

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 meldet das Unternehmen einen Umsatzzuwachs von 14% auf knapp 120 mio. Euro. In Zukunft soll kräftig investiert werden: in der kommenden Dekade sollen rund 100 mio. Euro in ein breit angelegtes Investitionsprogramm fließen.

Der Heimbetreiber aus dem saarländischen Ottweiler ist vor allem in der Altenhilfe aktiv, in 5 Bundesländern werden knapp 25 Seniorenheime mit annähernd 2400 Betten vorgehalten, mindestens weitere 10 Objekte sind in Planung oder bereits im Bau.

ID -1611188639Bet

 


30.06.2017

 

Darmstädter Wohnstift vor Betreiberwechsel

Rund 300 Menschen haben in der Darmstädter (HE) Einrichtung ihr zuhause, mehrheitlich in Seniorenwohnungen. Das sind die Leidtragenden, nachdem ein häßlicher Streit zwischen Betreiber und Eigentümer publik geworden ist. Die Schließungsdrohung des Betreibers verursachte jedenfalls gehörige Unruhe unter den Bewohnern.

Festzustehen scheint, daß sich der Eigentümer, ein regionales Energieunternehmen, einen neuen Mieter/Betreiber suchen muß.

ID 2256

 

Betreiberwechsel in Hasbergen

Die erst 2005 in Anwesenheit des damaligen Bundespräsidenten eröffnete Pflegeeinrichtung im Kreis Osnabrück wird zum 1.Juli 2017 von der Bremer Convivo-Gruppe übernommen. Das Haus hält 130 Pflegeplätze vor und war zuletzt zu 97% belegt. Der bisherige Geschäftsführer begründet den Schritt mit "fehlender Perspektive", da die Politik die privat betriebenen Pflegeheime nicht mehr fördere.

ID 9154

 


13.06.2017

 

Hamburger Senat will Planrecht für "Pflege & Wohnen"- Standorte ändern

Die Bezirke wurden angewiesen, kurzfristig keine Bauanträge zu genehmigen, die einem weiteren Betrieb als Pflegeeinrichtung zuwiderlaufen. Betroffen sind 6 Einrichtungen, die planungsrechtlich noch nicht entsprechend abgesichert waren. Diese müssen vertraglich mindestens 20 Jahre als Pflegeeinrichtung weitergeführt werden, nach 10 Jahren dürfen maximal 4 Einrichtungen innerhalb der Stadt verlegt werden, sofern diese zustimmt.

Hintergrund ist der angekündigte Verkauf von Pflege & Wohnen an einen Hedgefonds.

ID 92Bet

 

Caritasverband Regensburg übernimmt Trägerschaft

für das wirtschaftlich angeschlagene Pflegeheim in Hemau (Kreis Regensburg). Mit der Einstellung der neuen Heim- und Pflegedienstleiterin Carolin Gallenberg endet die Interimsleitung des BRK, dem der Trägerverein Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit zollt. Der vom bisherigen Trägerverein geforderte Lohnverzicht des Heimpersonals steht - trotz Ablehnung durch das Personal - nach wie vor im Raum, die Caritas kündigt eine Prüfung für jeden einzelnen Arbeitsvertrag an und verweist darauf, daß eine befristete Lohnabsenkung ein "legitimes Instrument der Arbeitsrechtlichen Kommission beim Caritasverband" sei. Die Einrichtung kommt damit zumindest finanziell wieder in ruhigeres Fahrwasser.

ID 8792


12.06.2017

Betreiber Curata auf neuem Kurs

2016 wurden die Anteile der Curata Care Holding GmbH von der deutlich kleineren Betreiberorganisation Bethke übernommen. Nach einer  Meldung des Branchendienstes CareInvest übernimmt Dieter Wopen, dem früheren Vorstand der Marseille-Kliniken, das Geschäft von Bethke. Erklärtes Ziel sei es, die derzeit 20 Curata-Standorte durch Erwerb und Neubau mehr als zu verdoppeln. In der Region Hannover sowie in Remscheid entstehen bereits Neubauten.

Bei seinen Expansionsplänen wird Wopen unterstützt von der vergleichweise jungen Berliner Capital Bay GmbH mit dem Schwerpunkt Immobilien-Investment.

ID 907913038Bet


09.06.2017

DOREA-Familie wächst um 6 weitere Pflegeheime

Der Berliner Heimbetreiber setzt seine Expansionspläne weiter um: Nach Übernahme der Betreiber Agitalis (2015), Meritus (2016),  der Margarethenhofgruppe zu Jahresanfang sind jetzt alle 4 niedersächsischen Pflegeheime der procuritas sowie eine weitere im Bundesland NRW zur "Dorea-Familie" gestoßen; ferner ein kleines Demenzpflegeheim eines insolventen privaten Einzelbetreibers im niedersächsischen Edemissen.

Damit gehören jetzt 37 Pflegeeinrichtungen - davon 34 Altenheime - direkt oder über Unternehmenstöchter zur Gruppe. Die Dorea-Häuser  konzentrieren sich in den Regionen Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen, vereinzelt gibt es weitere Einrichtungen in Bayern, Hessen und dem Saarland. Bei seinen Expansionsbestrebungen untertstützt - zumindest in der Anfangszeit - wird Dorea durch das auf der Kanalinsel Jersey ansässige Private Equity Unternehmen Quadriga Capital, das bereits in den Verkaufsprozeß des Klinikbetreibers Ameos involviert war.

Zur procuritas-GmbH gehören jetzt noch 8 Pflegeeinrichtungen in NRW und Rheinland-Pfalz, dazu kommt ein Heimneubau in Duisburg.

ID 1331994893Bet, 1464960950Bet


01.06.2017

 

Vitanas steht vor Verkauf der Hamburger Tochter "Pflege & Wohnen"

Die Berliner Vitanas bestätigt Meldungen, nach denen Tochtergesellschaft "Pflege & Wohnen Hamburg GmbH" verkauft werden soll. Käufer könnte der amerikanische Investor "Oaktree Capital Management L.P" mit Sitz in Los Angeles sein. Die Verhandlungen seien fortgeschritten, uneins sei man sich noch über eine Aufteilung des Unternehmens in einen Pflege- und Immobilienbereich.

Vor rund 10 Jahren wurde das damals kommunale Pflegeunternehmen vom Hamburger Senat an Vitanas für rund € 65 mio. mit der Maßgabe verkauft, daß diese frühestens nach 10 Jahren weiterveräußert werden dürfen. Diese Frist ist jetzt verstrichen. Oaktree, ein Hedgefonds (umgangssprachlich: "Heuschrecke") ist Kennern nicht unbekannt: vor 7 Jahren wurde die Bremer Beluga-Werft von Oaktree erworben und ging danach in die Insolvenz.

Pflege & Wohnen ist die unangefochtene Nummer 1 im Hamburger Pflegemarkt und betreibt 14 stationäre Pflegeeinrichtungen an 13 Standorten. Der Marktanteil der rund 2600 Betten (Auslastung zuletzt 89%) beträgt knapp 15 % des Hamburger Pflegemarktes. Die Immobilien sind bis zu 34 Jahre alt, 6 wurden in den letzten 10 Jahren eröffnet. Die aufsummierte Einzelzimmerquote lag zuletzt bei knapp 50%. Pflege & Wohnen ist zudem Anbieter zahlreicher Wohnanlagen und Einrichtungen der Behinderten- und Obdachlosenhilfe.

Sollte die Transaktion zustande kommen, könnten unruhige Zeiten auf Hamburgs Pflegebedürftige und auch die Kommunalpolitik zukommen - die damalige Privatisierung der Hamburger Pflegeheime war nicht unumstritten.

ID 92Bet

 

AURISCARE verkündet Expansionspläne

Der Berliner Heimbetreiber kündet eine „Reihe Neubauvorhaben“ an und macht mit einem Neubau im brandenburgischen Bernau  (bei Berlin) gleich Nägel mit Köpfen: in 151 Einzelzimmern sollen insbesondere Demenzpatienten künftig nach „typischen AURISCARE-Standards“ betreut werden. Bisher betreibt das Unternehmen 2 Pflegeheime, 2001 und 2006 eröffnet (insgesamt 223 Plätze, letzte Belegung 99%) im bayerischen Kreis Fürth und im niedersächsischen Wilhelmshaven.

ID 9096, 1485528261Bet

 

Esslingens Stadtkämmerer ist zufrieden

Der städtische Eigenbetrieb präsentierte jetzt mit dem Jahresergebnis 2016 einen nahezu ausgeglichenen Haushalt: den Einnahmen von € 14,1 mio. stehen Ausgaben von € 14,4 mio. gegenüber, mit rund € 10 mio. sind die Personalausgaben der größte Brocken. Damit tragen sich die Einrichtungen selbst - keine Selbstverständlichkeit unter kommunal betriebenen Pflegeheimen mit ihren vergleichsweise überdurchschnittlichen Gehältern.

In (noch) 4 Dauerpflegeeinrichtungen werden 325 Senioren gepflegt, davon insgesamt 40 noch in Doppelzimmern. Die Auslastung liegt nach marktd!alog-Informationen bei rd.95% (ohne Neueröffnung 2016). Hinzu kommen 2 Angebote des "Betreuten Wohnens" und 3 Tagespflegeeinrichtungen.  Noch in diesem Jahr soll ein neues Pflegeheim in Oberesslingen eröffnet werden.

ID 1336473017Bet


28.05.2017

 

 

Es knirscht im SeniVita-Gebälk

Die schlechten Nachrichten wollen nicht enden: Nach den Holprigkeiten bei der Rückzahlung der laufenden Wandelanleihe, dem gescheiterten Bauvorhaben in Grettstadt (zumindest an vorgesehener Stelle), den Unruhen in den Einrichtungen in Emmering, Gernlinden und Maisach durch Schließung der Hauswirtschaften erließ nun die Heimaufsicht einen Aufnahmestopp und weitere Auflagen für die Pflegeeinrichtung Gräfenberg, in der noch vollstationäre Leistungen angeboten werden.

Anlaß waren Beschwerden, der die Aufsichtsbehörde bei einer anlassbezogenen Begehung am 18.Mai nachging. Ursache war eben jene Schließung der Hauswirtschaft, die gekündigten Hauswirtschaftsmitarbeiter meldeten sich danach geschlossen krank. Die Folge: es wurde weder gekocht, geputzt noch Wäsche gewaschen. Ein Angehöriger sprach vom "völligen Zusammenbruch" der hauswirtschaftlichen Versorgung". Einrichtungs- und Pflegedienstleitung und Pflegepersonal mußten Essensausgabe und Spüldienst übernehmen.

Für die erforderliche Pflege der 59 vollstationär betreuten Bewohner stand dadurch nicht mehr ausreichend Personal zur Verfügung. Die Auflage der Heimaufsicht ordnete eine "unverzüglich Abstellung" der vorgefundenen Mängel an, die Umsetzung soll "engmaschig" überwacht werden.

ID 8443, -37573697Bet

 


18.05.2017

 

Ameos übernimmt die Röpersberggruppe

Der schweizerische Gesundheitskonzern Ameos, im Norden und Osten Deutschlands prominent vertreten mit über 70 Einrichtungen, darunter 8 vollstationären Pflegeheimen, übernimmt die Ratzeburger Röpersberggruppe. Auch diese bietet - in deutlich kleinerem Maßstab - ein breites Portfolio aus Akut- und Rehabilitationsmedizin, eine Seniorenpflegeeinrichtung mit voll belegten 112 Dauerpflegeplätzen, Pflegehotel, Tagespflegen, Therapie- und Wellnesszentren, Seniorenwohnungen und ambulantem Pflegedienst. Die Übernahme erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamtes.

ID 1700739239Bet, -1923963025Bet

 

Alloheim Senioren-Residenzen übernimmt die Senterra AG

vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörde rückwirkend zum 1.Januar 2017. Der im hessischen Lich ansässige Betreiber hält nach marktd!alog-Informationen 1191 vollstationäre Betten in 12 Pflegeheimen (BE 1, BW 3, BY 2, HE 1, NW 3, RP 1, SN 1) vor, hinzu kommen meist eingestreute Kurzzeit- und Tagespflegeplätze und ein ambulanter Pflegedienst in Hamm (NW). Die unternehmensweite Gesamtauslastung betrug zuletzt gut 91%. Die Einrichtungen wurden überwiegend in den 00er Jahren in Betrieb genommen.

ID -1558897226Bet, 2097985991Bet

 

Regiomed übernimmt die Einrichtungen der Schwesternschaft Coburg endgültig

Mit der jetzt erfolgten Zustimmung aller Gesellschafter und Aufsichtsräte des fränkisch-thüringischen Klinikverbundes Regiomed ist die Übernahme der insolventen Schwesternschaft Coburg endgültig in trockenen Tüchern. Darunter befinden sich die Berufsfachschulen sowie  ein Seniorenwohn- und ein Seniorenpflegezentrum. Regiomed baut damit seine Präsenz auf 9 Wohn-/Pflegeeinrichtungen, darunter 7 der vollstationären Seniorenpflege, mit gut 500 Pflegebetten aus.

ID 1304686821Bet


12.05.2017

 

„Deutsche Wohnen AG“ meldet starkes Ergebnis

im 1.Quartal 2017. Im Segment Pflege und Betreutes Wohnen betrug der Ergebnisbeitrag € 12,5 mio. (Vorjahr € 4,6 mio.).

2016 hatte die Deutsche Wohnen in der bisher größten Einzeltransaktion auf dem Pflegemarkt ein Pflegeheimportfolio mit 28 Objekten und einem Gesamtvolumen von gut € 420 mio. erworben. Diese Zukäufe, Jahresmiete etwa € 27,3 mio.,  seien „zwischenzeitlich vollständig integriert“. Darüber hinaus ist das Unternehmen mehrheitlich an der „Katharinenhof Betriebs-GmbH„ beteiligt, die bundesweit 20 Wohn- und Pflegeeinrichtungen betreibt. Deren Auslastung betrage „seit Jahren überdurchschnittliche 97%“, so die AG. Die kürzlich erfolgte Grundsteinlegung einer neuen Pflegeeinrichtung in Mittelsachsen könnte nach längerem Stillstand eine höhere Expansionsorientierung in Ostdeutschland, dem hauptsächlichen Operationsgebiet des Katharinenhofs, andeuten.

ID -2080667162Bet, 1794VeU

 

SeniVita schließt Hauswirtschaftssparte

Die "SeniVita Sozial gGmbH", Betreiberin der zur Unternehmensgruppe gehörenden Pflegeeinrichtungen mit ambulanter Betreuung, schließt die Hauswirtschaftssparte mit ca.160 Arbeitsplätzen. Mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft ver.di wurde eine Einigung erzielt, wie das Unternehmen jetzt mitteilte. Einigen soll eine Umschulung zu Pflegefach-und Hilfskräften angeboten werden. Die bisherige Form der Hauswirtschaft "entspreche nicht mehr den betrieblichen Erfordernissen", heißt es in der Unternehmensmitteilung. Es werden Einsparungen i.H. € 2,5 mio./jährlich erwartet, die bereits im 2.Halbjahr 2017 erste Ergebnisse zeitigen sollen.

ID -37573697Bet


04.05.2017

AWO-Müritz verkauft Penzliner Pflegeheim

Die AWO will ihr Pflegeheim in Penzlin (Kreis Mecklenburgische Seenplatte, MV) versilbern. Die 1993 eröffnete Einrichtung verfügt über 49 fast komplett belegte Pflegebetten. Die Zukunft des Hauses scheint nicht gefährdet, ein Betreiberwechsel kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Hintergrund ist ein finanzieller Engpaß, ausgelöst durch horrende Gehälter zweier inzwischen ausgeschiedener Führungspersonen der AWO, in dessen Zusammenhang sogar die Staatsanwaltschaft tätig wurde.

ID 9036


28.04.2017

 

DRK Baden-Baden bereitet Rückzug vor

Ähnlich einem Optimisten, dessen Glas halbvoll statt halbleer ist, beschreibt der DRK-Kreisverband Baden-Baden seinen Rückzug aus der stationären Altenpflege mit "Um- und Aufbruch...Weichenstellung für die Zukunft". Pessimisten würden es wohl eher als Vermeidung einer Insolvenz definieren.

Es geht um die künftig geltenden Betriebsvorgaben in Baden-Württemberg. Eine Anpassung der beiden vom DRK betriebenen Pflegeeinrichtungen mit gesamt 74 Pflegeplätzen und verbundenen 139 Seniorenwohnungen kann sich der Verband nicht leisten - deshalb sollen sie einem neuen Eigentümer und Betreiber zugeführt werden.

Bereits im bevorstehenden Mai soll für die erste DRK-Pflegeeinrichtung samt Wohnanlage Vollzug gemeldet werden.

ID 1464516512Bet, 1433581886Bet, 8138, 9025


21.04.2017

 

Christoffel-Blindenmission will Pflegeheim aufgeben

Weltweit engagiert sich der eingetragene Verein für Blinde und sehbehinderte Menschen. Im oberbergischen Nürmbrecht betreibt er ein Pflegeheim auch für nicht sehbehinderte Senioren mit 92 Betten.

Das will der Verein möglichst noch dieses Jahr abgeben und sucht per Markterkundungsverfahren einen Käufer und Nachfolgebetreiber. Der soll die Traditionen und Werte des Hauses fortführen. Geschäftsführer Peter Schießl sieht die Pflegeeinrichtung „hervorragend geführt“ und in einer „sicheren und stabilen wirtschaftlichen Situation“. ID 8987 

 

Christliches Jugenddorf beendet Ausflug in die Seniorenpflege

Rund 50 unterschiedliche Angebote hält der eingetragene Verein in Rheinland-Pfalz für junge Menschen vor. Und ein Seniorenpflegeheim. Doch Fachkräfte hierfür sind dünn gesät, die 69-Betteneinrichtung konnte zuletzt nur mit 52 Senioren belegt werden, mutiert damit zum Verlustgeschäft.

Das soll geändert werden, der CJD sucht einen neuen Betreiber. Die Kommune - der die Immobilie gehört - bedauert den Rückzug. Mit dem CJD geht der sechste Betreiber seit Eröffnung des Seniorenpflegeheims 1994. ID 3783


31.03.2017

Kamp-Lintfort: Caritas sorgt sich um die Altenpflege

Daher lud sie Poilitiker nach Kamp-Lintfort ein, um sich auszutauschen. Angesprochen wurde der Stellenwert stationärer Altenpflege sowie der Fachkraftmangel. Die Vorstellung, die Altenpflege mit ambulanten Diensten und Nachbarschaftshilfen bewältigen zu können,bezeichnete die Vertreterin des Caritasvorstandes Moers-Xanten als "blauäugig".

Staatssekretärin Hoffmann-Badache bestätigt administrative Fehler, weil viele Träger noch keinen Bescheid darüber hätten, welche Kosten sie zu berechnen haben. "Wir haben die Komplexität der Materie unterschätzt", so die Staatssekretärin.

Die Verdoppelung der Abschreibungsdauer auf 50 Jahre und die 80%ige Einzelzimmerquote sind nach Meinung des Vertreters des Caritasvorstandes Geldern-Kevelaer nicht geeignet, neue Pflegeheime zu bauen bzw. umzubauen. In Kamp-Lintfort würden die Pflegeplätze jetzt schon knapp, im Seniorenzentrum St.Josef gäbe es eine Warteliste von 70 Pflegebedürftigen.

 

Betreiberwechsel bei Pflegeeinrichtungen Sohland

Zwei stationäre Seniorenpflegeheime, Betreutes Wohnen und ein ambulanter Pflegedienst gehören zum Portfolio des im sächsischen Landkreis Bautzen beheimateten Unternehmensmit Joachim Pecenka an der Spitze. Vor 15 Jahren hatte er das erste private Seniorenheim Sachsens gegründet. Ab Mai will der inzwischen 70jährige in den Ruhestand treten. Ein Nachfolgeunternehmen steht auch schon fest-nur  die Zustimmung dessen Aufsichtsgremiums steht noch aus.

ID 1441019886Bet

 


24.03.2017

 

Caritas-Mannheim stellt Weichen in Richtung Zukunft

Unter anderem zehn vollstationäre Pflegeeinrichtungen (davon 8 in der Seniorenpflege) betreibt der kirchliche Träger in und um Mannheim,  bietet damit knapp 800 Pflegebedürftigen eine Heimat. Doch die Hälfte dieser Häuser ist modernisierungsbedürftig, was sich auch in der bescheidenen unternehmensweiten Auslastung von zuletzt rund 70% niederschlägt. € 30-35 mio. sollen daher in den nächsten 3 Jahren in Baumaßnahmen fließen. Auch personell wird aufgerüstet: aus dem bisherigen Führungsduo wurde - zumindest temporär - ein Trio.

ID 5229, 7396, 7714, 8894


16.03.2017

Alloheim Ludwigsburg in „Stabilisierungsphase“

So zumindest sieht es der Landesleiter des Verbandes der Ersatzkassen (VDEK). Wie berichtet, wurde dem Haus letztes Jahr wegen diverser Mängel von der Heimaufsicht ein Aufnahmestopp auferlegt. Im Ergebnis von seither weiteren 3 Kontrollbesuchen wurden deutliche Verbesserungen für die Bewohner konstatiert, die errechnete Pflegenote für den Bereich „Pflege“ stieg von 3,2 im Sommer 2016 auf jetzt 1,3. Gleichwohl gelte der Aufnahmestopp unverändert fort, die Kontrollfrequenz bleibe erhöht. Ob es einen Zusammenhang zwischen den aufgedeckten Pflegemängel und dem ungeklärten Tod einer Heimbewohnerin gibt, ist weiterhin Gegenstand staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen.

ID 8482

 


10.03.2017

 

NRW: Kplus-Verbund fühlt sich ausgegrenzt

Um den künftig geltenden Gesetzesvorgaben Rechnung zu tragen, hat die kirchliche Betreiberkooperation ihre Hausaufgaben gemacht: Pläne und Finanzierung eines geplanten Ersatzbaus stehen, der Bauantrag ist genehmigt. Nur die Zustimmung der Bezirksregierung steht aus. Entsprechend der neuen Regelung will die nur 80 Plätze zulassen. Auf rund 10% der bisher angebotenen Pflegeplätze kann der Betreiber notgedrungen verzichten, die Einhaltung der Obergrenze von 80 Plätzen bedeutete aber  eine jährliche Mindereinnahme von rund € 4 mio. Ob der Ersatzbau daher rechtzeitig zum Inkrafttreten der künftig geltenden Vorgaben fertig wird, ist ungewiß.

ID 1658

 


10.02.2017

 

Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach ist stolz auf das Erreichte

Die städtische Tochter-GmbH zieht Bilanz und präsentiert den Wirtschaftsplan 2017. Danach betrug der Umsatz der 5 Tochtergesellschaften mit gut 900 Beschäftigten im vergangenen Jahr rund € 35 mio. Im laufenden Jahr 2017 soll die Altenheimtochter ein Überschuß von knapp € 60.000.- erzielen. In den vergangenen 14 Jahren seien rund € 35 mio. in die Modernisierung bzw. Ersatzbauten der 7 Pflegeheime geflossen. Noch diesen Monat ist die Eröffnung eines Ersatzbaus vorgesehen.

Nach marktd!alog-Informationen werden von der Holding im Stadtgebiet insgesamt 618 vollstationäre Pflegeplätze (davon 569 Einzelzimmer) vorgehalten, von denen zuletzt 613 belegt waren. Hinzu kommen 2 Tagespflegestationen, 12 Seniorenwohnungen und ein ambulanter Pflegedienst.

 

ID -1682546435Bet


01.02.2017

 

Sozialwerk der "Armen Brüder" droht weiterer Millionenverlust

Millionen konnte die katholische Ordensgemeinschaft, in der Senioren- und Wohnunslosenhilfe aktiv, von Spendern einsammeln. Doch das war den Verantwortlichen nicht genug, daher legten sie über € 7 mio. beim wundersamen Geldvermehrer Infinus an, doch deren Schneeballsystem geriet ins Stocken und dann pleite, Tausende Anleger verloren ihr Geld, auch die "Armen" Brüder.

Jetzt wurden sie vom Infinus-Insolvenzverwalter auf Rückzahlung weiterer € 5,5 mio. verklagt. Begründung: Infinus hatte einen Kredit der Armen Brüder in dieser Höhe zurückgezahlt, allerdings zu einem Zeitpunkt, zu dem sie eigentlich bereits insolvent war. Daher reichte der Insolvenzverwalter Klage ein. Deren Erfolgsaussichten scheinen indes eher gering zu sein, so der Tenor nach dem Prozeßauftakt am 31.Januar.

Das Sozialwerk betreibt in der Altenhilfe das Düsseldorfer Johannes-Höver-Haus mit rund 190 - fast voll belegten - Pflegebetten. Die bei Infinus verspekulierten Beträge sollten auch zur Modernisierung des 1985 eröffneten Pflegeheims verwendet werden.

ID 8807


20.01.2017

 

Klinikum Fulda gibt den Betrieb von Seniorenpflegeheimen auf

Die in 2016 bekanntgewordenen Pläne des Fuldaer Klinikums, seine beiden Pflegeheime abzugeben, haben mit der Übernahme der Pflegeeinrichtungen durch das örtliche DRK ihren Abschluß gefunden. Übertragen wurde  die Betreibergesellschaft, an den Eigentumsverhältnissen der Immobilen (Kommune und eine regionale Holding) ändert sich nichts.

Die beiden Pflegeheime bieten in der nordhessischen Metropole insgesamt 220 Pflegebetten, die zuletzt zu gut 95% (Kreisdurchschnitt: 86,7 %, Stand Mai 2016) belegt waren. Während die größere der beiden Pflegeeinrichtungen durch einen Ersatzneubau 2011 den aktuellen Standards entspricht (etwa durch 100% Einzelzimmer), ist die zweite Einrichtung, deren Gebäudesubstanz teilweise bis ins Jahr 1730 zurückreicht, ein Sanierungsfall. und dem Vernehmen nach auch Auslöser für die Entscheidung des Klinikums, aus dem Heimbetrieb auszusteigen.

Das DRK-Fulda, nach eigenem Bekunden „expansionsorientiert“, weitet durch die Übernahmen seine Aktivitäten deutlich aus. Mit jetzt 5 vollstationären Pflegeheimen und knapp 400 Pflegebetten hält es im Landkreis Fulda einen Marktanteil von gut 14% im vollstationären Bereich und verringert den Abstand zum örtlichen Marktführer (rund 650 Betten) beträchtlich.

ID 1092Bet

 


13.01.2017

 

DOREA-Familie bekommt Zuwachs

DOREA setzt seine Expansion mit der Übernahme der Margarethenhof-Pflegeeinrichtungen fort. Die Margarethenhof GmbH ist mit 13 Pflegeheimen, davon 10 für die Seniorenpflege, in Bayern (2), Hessen(6), Niedersachen(2), NRW (2)und im Saarland(1) aktiv. Hinzu kommen über 320 Wohnungen des "Betreuten Wohnens" und ein ambulanter Pflegedienst.

Die gut 950 Pflegebetten im Seniorenbereich waren nach marktd!alog-Informationen zuletzt zu etwa 78% belegt.Die Kartellbehörde muß den Verkauf noch absegnen.

ID 1424377815Bet


09.01.2017

 

Düsseldorfer Sana-Pflegeheime vom DRK gekauft

Die bereits berichtete Übernahme der beiden Sana-Pflegeheime in Düsseldorf wurde jetzt vollzogen. Das am Gallberg liegende Seniorenzentrum mit 2 Pflegebereichen (136 und 61 Pflegebetten) sowie das in Benrath liegende Haus mit 84 Pflegebetten wurde vom DRK gekauft und künftig auch betrieben.

Klarheit herrscht jetzt auch über die Zukunft des Hauses am Gallberg, das in der jetzigen Form nicht mehr betriebsfähig ist. Ein Projektentwickler stemmt einen Ersatzbau, auch das Grundstück steht fest. Bis Mitte 2018 soll die neue Immobilie mit einem größeren Pflegeplatzangebot im geschlossenen Bereich - dem einzigen in Düsseldorf - stehen.

ID 1868,1967

 


06.01.2017

 

Evangelische Perthes-Stiftung hält

seit 1. Januar mit 51% die Mehrheit an den "Ev.Pflegedienste im Kirchenkreis Hamm". Diese betreiben das örtliche Amalie-Sieveking-Haus (64 Pflegeplätze und 39 Seniorenwohnungen), ferner 4 Sozialstationen mit ambulanten Pflegediensten. Bisher hielt die Perthes-Stiftung 9 % der Anteile. Abgetreten wurden die Anteile von den Valeo-Kliniken GmbH, die sich mehr auf ihr Kerngeschäft konzentrieren möchten.

ID -568097044Bet

 

"Barnimpark" zurück in der DRK-Familie

Vor 10 Jahren wurde das DRK-Pflegeheim im brandenburgischen Barnim wegen eines Insolvenzverfahrens vom Buckower Bildungsverein per Mietvertrag übernommen, seit Jahresanfang wird die Pflegeeinrichtung wieder vom örtlichen DRK-Verband betrieben. Dank der von beiden Seiten betont guten Zusammenarbeit ändere sich für Bewohner und Pflegekräfte praktisch nichts, nur die Heimleitung wechselte "aus eigenem Wunsch".

ID 4769