09.08.2019

Neu: Pflegeimmobilien-Bauprojekte im Juli 2019

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T!ckermeldungen zum Thema: Betreiber von Pflegeheimen



Penzberg: NOVITA geht

(21.08.2019) Im schon länger andauernden Rechtsstreit um das NOVITA Pflegezentrum der Stadt Penzberg (Kreis Weilheim-Schongau, BY) kam es zu einer überraschenden außergerichtlichen Einigung zwischen dem jetzigen Betreiber "NOVITA Leben im Alter GmbH"und dem Münchner AWO-Bezirksverband Oberbayern als künftigem Betreiber. Den hatte die der AWO nahestehenden  Thomas-Wimmer-Stiftung (TWS) als Immobilieneigentümer stets als Betreiber gewollt (wir berichteten). Zum 1.Oktober 2019 wird die AWO den Heimbetrieb gegen eine nicht näher bezifferte Ausgleichszahlung an NOVITA übernehmen, NOVITA verläßt nach exakt einem Jahr Betriebsträgerschaft die Einrichtung.

Im Verbund mit der Münchner WOB-Immobilien wollte NOVITA einen Ersatzbau für das veraltete, 1926 eröffnete Penzberger Pflegeheim vorantreiben, die Stiftung hingegen will den Bestandsbau modernisieren. Das muß bis 2022 geschehen, bis dahin gilt eine mit der Heimaufsicht vereinbarte verlängerte Umbaufrist. Die Umbaufrist dürfte die eigentliche Triebfeder der außergerichtlichen Einigung sein, da deren Einhaltung bei noch länger andauerenden Prozeßen immer unwahrscheinlicher geworden wäre.

Die TWS plant nun ein, die Modernisierung zügig anzugehen. Die Kapazität des Hauses soll geringfügig erhöht, die Bestandszimmer modernisiert, am Ende eine 75%ige Einzelzimmerquote erreicht werden.  ID 8790


Betreiberwechsel steht bevor

(19.08.2019) Das traditionsreiche Cusanus-Stift in Bernkastel-Kues (Kreis Bernkastel-Wittlich,RP) kehrt zu seinen Ursprüngen zurück. Voraussichtlich ab Oktober wird die Stiftung, Eigentümer der Immobilie, die Pflegeeinrichtung wieder selbst betreiben und dem bisherigen Betreiber, der cusanus-trägergesellschaft trier (ctt) nach einem Vierteljahrhundert Betriebsträgerschaft ihres Namensgebers zu "berauben".

Die Pflegeeinrichtung, seit 450 Jahren in Betrieb, dürfte eines der ältesten Pflegeheime Europas sein. Ein Grund für Bundespräsident Steinmeier, dem Haus im September zusammen mit dem diplomatischen Chor einen Besuch abzustatten. ID 7216


Haus am Westengarten soll wiedereröffnen

(17.08.2019) Das Ihringer (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald, BW) Pflegeheim soll gegen Jahresende wiedereröffnen. Seit 2 Monaten steht das erst vor 5 Jahren neu eröffnete Pflegeheim leer. Grund ist ein tiefgreifendes Zerwürfnis zwischen dem Saarländischen Schwesternverband (SSV), der  die Betriebsträgerschaft nach Insolvenz des vorherigen Betreibers übernommen hatte und dem Eigentümer, einem Lahrer Architekten, bekannt für seine farbenfrohen Pflegeimmobilien.

Der SSV beendete den Pachtvertrag und zog aus. Seit dieser Zeit sucht der Eigentümer einen neuen Betreiber. Der scheint jetzt gefunden, Namen werden nicht genannt. Lahrs Bürgermeister Eckerle kündigte vorsorglich eine Initiative für ein weiteren Heimbau an, sollte sich die Ankündigung des Eigentümers eine weiteres Mal als Luftnummer erweisen. Er sieht sich in Verantwortung gegenüber Ihringens Senioren, es gibt kein weiteres Pflegeheim in der die knapp 6000 Einwohner zählenden Gemeinde.

Das Haus am Westengarten verfügt über 60 Pflegeplätze (von denen zuletzt 49 belegt waren) und 14 Seniorenwohnungen, für den 2014 eröffneten Neubau sollen € 7,6 mio. aufgewendet worden sein. ID 2807


Kommunale Altenpflege in Darmstadt-Dieburg kopflos

(17.08.2019) Nach der vor 3 Tagen gescheiterterten Vorstandswahl bleibt der kommunale Zweckverband Senio des Kreises Darmstadt-Dieburg (HE) weiterhin handlungsunfähig. Mit der Angelegenheit dürfte sich jetzt die Kommunalaufsicht befassen. Im Kreistag soll ein Antrag der Ampelkoalition kursieren, den Verband aufzulösen, Landrat Schellhaas favorisiert einen kommunalen Gesundheitskonzern.

Träger des Zweckverbandes ist der Landkreis sowie knapp 10 Kommunen aus dem Kreisgebiet. Seine Aufgabe ist die Gewährleistung der Infrastruktur, mit dem Alltagsgeschäft ist die 100%-Tochter Seniorendienstleistungs gGmbH Gersprenz betraut, deren Schwerpunkt der Betrieb von vier Pflegeheimen mit knapp 250 Betten ist.Mit einer Gesamtauslastung von annähernd 98% läuft es rund im Pflegebereich.

Die Probleme resultieren aus dem Bau von zwei externen Seniorenwohnanlagen. Fehlplanungen und Baupfusch führten zu rund € 3 mio. an Mehrbelastung, gleichzeitig stehen bis zu einem Drittel der insgesamt rund 70 Wohnungen leer. Verspätete Eröffnungen, nicht fertiggestellte Außenanlagen und ein abgebrochener Balkon sind wenig werbewirksam. Erste Mieter sind inzwischen wieder ausgezogen, ihnen war es zuviel, sich Tag für Tag auch mit Rollatoren einen Weg durch Schlamm und Bauschutt zu bahnen. ID 107Bet


Weitere Träger stellen ambulante Pflegeleistungen zur Disposition

(16.08.2019) Nach Niedersachsen und NRW stellen nun auch in Bayern und Hessen freigemeinnützige Träger die Zukunft ihrer ambulanten Pflegeangebote in Frage. In Viernheim (HE) schlägt der Arbeitskreis Altenhilfe (darin vertreten u.a. AWO, Caritas, Johanniter) im Sozialausschuß Alarm, mit dem vorhandenen Personal könne die notwendige Pflege nicht mehr "vollumfänglich geleistet werden". Etwa 250 Pflegebedürftige werden von den Mitgliedern des Arbeitskreises ambulant in der Region betreut.

Die Diakonie Schweinfurt kündigt die Einstellung ihres ambulanten Pflegedienstes in Bad Kissingen zum 31.August an. Hintergrund sind fehlende Fachkräfte. 2 Jahre habe man vergeblich gesucht, u.a. großflächig plakatiert, so Tanja Back, die verantwortliche Geschäftsbereichsleiterin. Die Situation habe sich jüngst durch unerwartete Kündigungen verschärft.

Andere Pflegeangebote der Diakonie werden unverändert fortgeführt oder sogar ausgebaut, vor wenigen Wochen erst wurde eine neue Tagespflege in Schwebheim eröffnet. In der Altenhilfe halten die Schweinfurter 5 Dauerpflegeeinrichtungen mit gut 400 Pflegeplätzen im Stadt- und Landkreis Schweinfurt sowie Bad Kissingen vor, die ambulanten Dienste betreuten insgesamt bisher gut 700 pflegebedürftige Senioren, davon etwa 60 in Bad Kissingen.   ID 1334240283Bet


Diakonie Kork droht mit Nichteröffnung neuer Heime

(15.08.2019) In wenigen Wochen tritt die neue Landesheimbauverordnung für Baden-Württemberg in Kraft. Um dem Rechnung zu tragen, baute die Diakonie Kork, überwiegend in der Behindertenhilfe aktiv, zwei neue Einrichtungen in Ichenheim und Altenheim (Ortenaukreis, BW), wodurch sich die Zahl der Wohngruppen von 40 auf 44 erhöht, in deren Folge auch mehr Betreuungspersonal benötigt wird. Den Persobalbedarf beziffert die Diakonie auf 21 weitere Stellen, das Landratsamt will hingegen nur 5 mit einem Volumen von € 327.000 bewilligen. Die Diakonie begründet ihren berechneten Personalschlüssel mit dem hohen Hilfebedarf ihrer Bewohner und erstellte einem fiktiven Dienstplan. Die Behörde weigert sich, auf dieser Grundlage Verhandlungen zu führen und verweist darauf, daß für die beiden Neubauten keine von der Heimaufsicht vorgeschriebene Mindestpersonalmenge gäbe.

Die Diakonie befürchtet eine Insolvenz der Neubauten, da sie das zusätzliche Personal selbst finanzieren müßte.  Diakonievorsitzender Frank erklärte nun, daß die neuen Heime unter diesen Umständen erst gar nicht in Betrieb gehen könnten.


Landkreis greift REGIOMED unter die Arme

(15.08.2019) Der in fnanziellen Schwierigkeiten steckende bayerisch-thüringsche Klinikverbund kann mit finanzieller Unterstützung des Landkreises Hildburghausen (TH) rechnen. Der Kreistag fasste jetzt einen entsprechenden Grundsatzbeschluß. Konkrete Zahlen wurden nicht beschlossen, da der Jahresabschluss 2018 abgewartet werden soll, der für Mitte September angekündigt ist. Im Juli informierte REGIOMED über einen zu erwartenden Verlust von € 22 mio. in 2018 und voraussichtlich knapp € 15 mio. in 2019.

Der als GmbH verfasste 2008 gegründete  Klinikverbund, mit zuletzt rund 550 Betten auch in der Alten- und Behindertenpflege aktiv, wird von den Landkreisen Hildburghausen, Sonneberg (TH), Lichtenfels und dem Krankenhausverband Coburg (BY) getragen. Mit diversen Übernahmen, u.a. der Pflegeheime der Coburger Schwesternschaft, einer insolventen Reha-Klinik und möglicher Untreue eines der REGIOMED-Geschäftsführer, die Gegenstand staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen sind, ist der Verbund in Schieflage geraten. Mehrere Bauprojekte - auch in der Altenpflege - sind daraufhin ins Stocken geraten. Der Aufsichtsrat betonte, daß die medizinische Versorgung der Region "nicht gefährdet" sei. ID 1304686821Bet


Paul-Gerhard-Werk auf Expansionskurs

(12.08.2019) Trotz geplatzter Fusion mit dem Diakoniewerk Kork setzt der Offenburger Träger unverändert auf Expansion. Mit der neuen Vorständin Silke Boschert verdoppelt er dafür seine Leitungspersonal. Zuvor war Boschert Leiterin des Fachbereichs Gesundheits- und Altenhilfe beim Caritasverband Kinzigtal.

In 2019 hat der Träger mit einem Neubau und zwei Heimübernahmen in Baden-Baden - außerhalb seines bisherigen Aktionsradius - seine vollstationären Kapazitäten mit gut 550 Pflegeplätzen nahezu verdoppelt. ID -667692801

Tertianum-Gruppe wird verkauft

(09.08.2019) Wie Swiss Prime Site (SPS) - eines der großen schweizerischen börsennotierten Immobilienunternehmen - mitteilt, soll ihr Tochterunternehmen Tertianum im kommenden Jahr verkauft werden. Tertianum ist auch in Deutschland aktiv.

Tertianum wurde 1982 gegründet, 2013 von SPS gekauft und ist in der Schweiz mit rund 4000 Pflegebetten ein gewichtiges Unternehmen. Die deutsche Tochtergesellschaft betreibt von Berlin aus 3 Seniorenresidenzen im gehobenen Segment in Berlin, München und Konstanz, es werden insgesamt knapp 300 Seniorenwohnungen mit vollstationärem Pflegeangebot für knapp 70 Personen angeboten. ID 1486825446Bet


DRK Kreisverbände in Südniedersachsen fusionieren

(08.08.2019) Ihre rückwirkende Fusion zum 1.Januar 2019 haben die beiden DRK-Kreisverbände Göttingen-Northeim und Einbeck bekanntgegeben. Die Fusion erfolge, um die "Verwaltung schlanker" zu machen und dadurch Kosten einzusparen, so Geschäftsführer Gerlach. Beide Verbände haben etwa 700 Mitarbeiter, für 2019 wird mit einem Gesamtumsatz von etwa € 28 mio. gerechnet.

In der Altenhilfe bietet der Zusammenschluß knapp 200 Dauerpflegeplätze (zu 98% ausgelastet) in zwei Einrichtungen im Kreis Northeim sowie der Grafschaft Bentheim (NI), desweiteren teilstationäre und ambulante Pflegeangebote. ID 1565540314Bet


DOREA übernahm Cura Sana Pflegeheim in Hessen

(07.08.2019) DOREA übernahm den Betrieb des bisher von CURA SANA betriebenen Pflegeheim Herbstein (Kreis Vogelsberg, HE). Die von der Schwetlick Bauträger GmbH errichtete und 2016 eröffnete Einrichtung verfügt über 60 Pflegeappartements, die nach dem WEG veräußert worden waren. Das anfänglich gut ausgelastete Haus hat aufgrund fehlender Fachkräfte mit sinkenden Belegungszahlen zu kämpfen.

Nach Meldung von DOREA sei die Übernahme weiterer CURA SANA-Einrichtungen bereits vereinbart. Zuletzt bot CURA SANA in 14 Dauerpflegeeinrichtungen in Hessen und Rheinland-Pfalz knapp 1000 Pflegebetten. ID 8218, -1777368007Bet


Betreiberwechsel in "Alloheim Stiftungsresidenz Marcusallee"

(06.08.2019) Die vor gut einem Jahr mit einem Aufnahmestopp belegte Residenz in Bremen wird ab dem kommenden September von der Specht & Tegeler GmbH betrieben, der Aufnahmestopp dürfte damit passé sein. Zuletzt waren nur noch knapp die Hälfte der 121 Dauerpflegeplätze belegt. Die Einrichtung wird umbenannt in Parkresidenz Bremen. Die 2010 eröffnete Immobilie gehört inzwischen einer Tochtergesellschaft des Schweizer Versicherungskonzerns Swiss Life. ID 2923


Heimbetreiber Charleston verkauft

(01.08.2019) Die schwedische Fondsgesellschaft EQT (Infrastructure II-Fonds) hat den von ihr 2014 gegründeten Pflegeheimbetreiber CHARLESTON an die italienische KOS-Gruppe verkauft.  20 der 46 von Charleston genutzten Pflegeimmobilen wurden desweiteren an die französische Groupe Primonial verkauft, die ihre Präsenz auf dem deutschen Pflegemarkt damit deutlich ausbaut. Die Transaktion steht unter Genehmigungsvorbehalt durch das Kartellamt.

Die KOS-Gruppe mit Sitz in Mailand - der dritte aus Italien stammende Heimbetreiber in Deutschland -  ist eine private Betreiberorganisation, die nach eigenen Angaben in Italien 2 Krankenhäuser betreibt sowie 86 Pflegeeinrichtungen mit rund 4500 Betten für Senioren. Die auch in Großbritannien und Indien aktive Gruppe generierte zuletzt gut € 540 mio. Umsatz.

Die 2014 von EQT gegründete CHARLESTON-Holding ist im Rahmen einer "Buy and Build"-Strategie deutlich gewachsen, wobei das "Buy" eindeutig dominierte. Die letzte große Neuerwerbung war 2017 die Übernahme der BayernStift-Pflegeheime. Aktuell versorgt die Holding in 46 Dauerpflegeeinrichtungen in 7 Bundesländern gut 3600 Pflegebedürftige, die unternehmensweite Auslastung lag damit bei knapp 89% (ohne Neueröffnung 2018). Ferner betreut CHARLESTON rund 500 Seniorenwohnungen, die ambulanten Pflegedienste versorgten zuletzt gut 400 Pflegebedürftige. ID 1476686209Bet, 1858VeU, 1954VeU.

Fränkische Diakonien fusionieren

(27.07.2019) Der Altenhilfebereich des Diakonievereins Münchberg und die Diakonie Hochfranken wollen am 1.Januar kommenden Jahres zusammengehen. Dazu wird der Diakonieverein Münchberg der 5.Gesellschafter der Hochfranken. Die Immobilien bleiben im Besitz der bisherigen Eigentümer. Beide Träger kooperieren bereits seit 10 Jahren. Durch den Zusammenschluß sollen "die Kräfte...gebündelt (und) die ... Versorgung ausgebaut" werden, so Dekan Lechner, Verwaltungsratsvorsitzender des Diakonievereins Münchberg.

In der Altenhilfe bietet die Diakonie Hochfranken bisher 9 vollstationäre Einrichtungen mit rund 720 Pflegeplätzen, eine Seniorenwohnanlage sowie die ambulante Versorgung von knapp 300 Pflegebedürftigen; der Diakonieverein 1 Pflegeeinrichtung mit rund 45 Pflegeplätzen, eine Seniorenwohnanlage sowie die ambulante Betreuung von gut 450 Pflegebedürftigen. Alle Angebote werden im Stadt- und Landkreis Hof erbracht. ID 11054, -1857732466Bet


"Stiftung kreuznacher diakonie" vor harten Einschnitten

(22.07.2019) Nach Feststellung des Jahresergebnisses von 2018 mit einem Defizit von € 10,2 mio. steht der kirchliche Träger vor gravierenden Einschnitten. "Leistungen, für die wir keine kostendeckende Erlöse erhalten, können wir nicht mehr anbieten", so Finanzvorstand Rippel. Zum negativen Ergebnis haben insbesondere die Geschäftsfelder Krankenhäuser und Hospize beigetragen, aber auch die Senioren- sowie Kinder- und Jugendhilfe verzeichnen negative Ergebnisse. Für den Träger, der vor 130 Jahren gegründet wurde, arbeiten fast 7.000 Mitarbeiter.

In der Altenhilfe werden in 12 Dauerpflegeeinrichtungen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland über 900 Dauerpflegeplätze vorgehalten, die unternehmensweit zu 95% ausgelastet waren. In jüngerer Vergangenheit hat die Diakonie viel in die Modernisierung ihrer Einrichtungen investiert, die Pflegeheime sind im Mittel erst seit 24 Jahren in Betrieb und verfügen über eine Einzelzimmerquote von fast 80%. Vor einem halben Jahr erfolgte der Spatenstich für den Ersatzbau eines der verbliebenen älteren Häuser, dem 1986 eröffneten  Neunkirchner Karl Ferdinand-Haus.

Erste Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage wurden bereits eingeleitet, der Vorstand personell aufgestockt. Zentrale Aufgaben werden im neu gegründeten Service Center gebündelt. Im August sollen bei einer Klausurtagung weitere Schitte  besprochen, spätestens im Dezember dem Kuratorium ein Maßnahmepaket vorgelegt werden mit dem Ziel, "Kosten und Erlöse wieder in Balance zu bringen". ID 655840762Bet


Hannoveraner Pflegezentrum steht unter Beobachtung durch die Heimaufsicht

(15.07.2019) Das Seniorenzentrum in der Südstadt steht wegen "mangelnder Organisation der Arbeitsabläufe" unter Beobachtung durch die Heimaufsicht, 2 gefährdete Bewohner wurden durch die Behörde kurzfristig in andere Einrichtungen verlegt. Zuletzt wurden 96 Pflegebedürftige in der Einrichtung versorgt. Anlaß waren mehrere Beschwerden durch Heimbewohner und Angehörige.

Der Betreiber räumt "Probleme" ein, an deren Beseitigung mit Hochdruck gearbeitet werde. Betreiber ist medi terra, die diese und 5 weitere Pflegeeinrichtungen mit gesamt knapp 700 Pflegeplätzen 2017 vom DRK-Landesverband Niedersachsen übernommen hatte. ID 9680


Insolventes Pflegeheim findet neuen Investor

(15.07.2019) Das insolvente Pflegeheim Haus der Heimat im niedersächsischen Hann.Münden (Kreis Göttingen) wurde bereits zum 1.Juli von der Hans-Joachim Schneider Heimbetreuungsgesellschaft übernommen und wird unter dem Namen Psychiatrisches Pflegezentrum Werrablick weitergeführt. Das Insolvenzverfahren dürfte daher demnächst eingestellt werden. Die Betriebsgesellschaft plant zudem, das Haus zu modernisieren und die Kapazität fast zu verdoppeln. Die Gesellschaft betreibt bereits ein psychiatrisches Pflegeheim im Kreis Goslar, sowie weitere 7 Seniorenheime mit knapp 600 Pflegeplätzen im südlichen Niedersachsen.

Das vormalige Haus der Heimat ging 2018 in Insolvenz, nachdem die Heimaufsicht wegen gravierender Pflegemängel einen Aufnahmestopp verfügt und die Hausbank daraufhin  die Kreditlinie nicht verlängert hatte. Gleiches geschah zuvor der zweiten Pflegeeinrichtung der Betreiberin auf Norderney (Haus Inselfrieden, heute To Huus Nördernee), das inzwischen von der Sander Pflege übernommen wurde. ID 8202, 1564031677Bet


DRK übernimmt Altenheim der Helios-Klinik

(14.07.2019) Ab dem kommenden August wird das Duisburger Altenheim an der ehemaligen St. Vincenz Klinik von Helios an den Betreiber DRK-Pflegedienste Düsseldorf übergeben. Für die zuletzt knapp 70 Heimbewohner soll sich ebensowenig etwa san der bestehenden Vertragsverhältnissen etwas ändern wie für die Mitarbeiter, alle Verträge sollen unverändert übernommen werden.

Mit der Entscheidung will sich HELIOS auf seine Kernkompetenz in der akutmedizinischen Versorgung konzentrieren. Das DRK-Düsseldorf ist mit der Übernahme nunmehr in zwei Duisburger Einrichtungen präsent, insgesamt betreut es in Düsseldorf und Duisburg 8 Dauerpflegeeinrichtungen mit insgesamt gut 800 Plätzen. ID 2156


AWO-Kreisverband Müritz muß Leistungen reduzieren

(12.07.2019) Dem AWO-Kreisverband kommen zunehmend Fachpflegekräfte abhanden, die zum DRK gewechselt sind. Mutmaßlich aufgrund besserer Bezahlung. 15 Intensivpflegeplätze mußten bereits abgebaut werden, das 2017 eröffnete Pflegeheim in Röbeln (Kreis Mecklenburgische Seenplatte, MV) kann nicht mehr ausgelastet werden. Zuletzt war das Haus mit 70 Pflegeplätzten nur noch zu rund 55% belegt, entsprechend hapert es bei der Refinanzierung der Investitionssumme von rund € 8,4 mio.

2017 flogen Machenschaften von zwei Führungspersonen der AWO auf, die sich gegenseitig Millionenbeträge zuschusterten. In Folge geriet der Kreisverband in Schieflage, mußte eine Pflegeeinrichtung an eine andere AWO-Organisation  abgeben (siehe auch untenstehende Meldung vom 23.März). Rund 200 Pflegeplätze in drei Einrichtungen werden derzeit noch vorgehalten. ID 9036


Weiterer Kooperationspartner für SeniVita

(08.07.2019) In Kooperation mit der Münchner FeroMedik, einem Spezialanbieter für außerklinische Intensivpflege und Heimbeatmung, erweitert SeniVita das Angebotsspektrum um Wohngemeinschaften für Intensivpflege und Demenzkranke. So wurde im Haus Maisach (Kreis Fürstenfeldbruck, BY) zum 1.Juli ein entsprechender Mietvertrag mit FeroMedik unterschrieben, ab August soll nach kleineren Umbauarbeiten das Angebot mit 12 Plätzen genutzt werden können, dem Anfang 2020 weitere 12 Plätze für Demenzkranke folgen sollen. Das Haus seit damit "voll belegt". Das von der Unternehmenstochter elvivion betriebene Haus wurde 2013 neu eröffnet und bot bisher 59 betreute Wohnungen sowie 50 Tagespflegeplätze. FeroMenik betreibt bereits 4 Wohngemeinschaften für Intensivpflege in Bayern.

Vergangenes Jahr ist SeniVita bereits Koopertionen mit dem BRK-Kreisverband Bayreuth eingegangen, dem im Februar 2019 die Übergabe des Pflegebetriebes im Haus St.Martin (Kreis Erlangen-Höchstadt) an den Home-Care Spezialisten apocare folgte. ID 8110

 


 

Aufnahmestopp in Pflegeheim Niederoderwitz

(29.06.2019) Die Heimaufsicht des Landkreises Görlitz (SN) verfügte jetzt einen Aufnahmestopp für das Senioren- und Pflegeheim Niederoderwitz in Oderwitz. Grund sind offenbar Personalquerelen, in deren Folge der Pflegedienstleitung fristlos gekündigt wurde. Die 1987 eröffnete Einrichtung hält etwa 219 Pflegeplätze vor und war zuletzt mit 178 Pflegebedürftigen belegt. (ID 8857)


CONVIVO übernahm Pflegeheim in Neumünster

(25.06.2019) Die in Bremen ansässige CONVIVO hat bereits zum 1.Juni das Neumünsteraner (SH) Seniorencentrum Haus am Jungfernstieg übernommen und in Seniorenhaus am Jungfernstieg umbenannt. Die 1992 eröffnete Einrichtung hielt zuletzt 67 Pflegebetten vor (33 Einzelzimmer) und war zu knapp 70% belegt. ID 5934


Caritas-Trägergesellschaft mit neuem Eigentümer

(24.06.2019) Die Caritas-Trägergesellschaft-West (ctw) mit Sitz in Düren hat mit der Kölner Josephs-Gesellschaft (JG) einen neuen Eigentümer. Damit wurde der bereits im März geschlossene Kaufvertrag vollzogen. Die ctw betreibt 5 Krankenhäuser und 2 Pflegeheime in Düren und Baesweiter (NW) mit rund 170 Dauerpflegeplätzen, die mit der Übernahme "weiterentwickelt und zukunftsgerecht aufgestellt" werden sollen, heißt es in einer gemeinsemen Pressemitteilung der ctw und JG. Für die Integration der ctw-Einrichtungen - insbesondere der Krankenhäuser -  in die JG-Struktur werden mehrere Jahre veranschlagt.

Die Josephs-Gesellschaft, die zum Kölner Diözesan-Caritasverband gehört, betreibt drei Seniorenheime in NRW und Hessen (Geldern, Neuwied, Dillenburg) mit rund 260 Dauerpflegeplätzen sowie 3 Kliniken . ID 1363624794Bet, 1482097073Bet.


Krumme Geschäfte bei der AWO-Frankfurt ?

(24.06.2019) Bis Jahresanfang betrieb die AWO-Südhessen 2 Flüchtlingsunterkünfte für die Stadt Frankfurt/Main, darunter das umgewidmete und lange defizitäre Bürgermeister-Menzer-Seniorenheim. Zum Leistungsumfang der Flüchtlingsbetreuung gehörten die Sicherheit, wofür die AWO eigens eine Tochterfirma AWO-Protect gGmbH gründete, die Speisenversorgung und ein Sportprogramm.

Differenzen zwischen abgerechneten und erbrachten Leistungen führten zum Streit zwischen der Stadt und AWO, das Vertragsverhältnis wurde beendet. So sei für die Speisenversorgung ein Caterer beauftragt worden, die eingesparte Differenz zwischen deren und den mit der Stadt vereinbarten Kosten wollte die AWO behalten. Das Sportprogramm hat nach Recherchen der Lokalpresse nicht oder nicht im abgerechneten Umfang stattgefunden. AWO-Geschäftsführer Richter bestreitet die Vorwürfe und kündigte seinen Rückzug an, neuer Geschäftsführer sollte der AWO-Protect-Geschäftsführer Roth werden. Inzwischen kündigt Richter den Rückzug vom Rückzug an.

Die AWO-Südhessen betreibt über die von ihr verwaltete Johanna-Kirchner-Stiftung drei und in Hessen mit Tochtergesellschaften weitere 20 Dauerpflegeeinrichtungen mit fast 2400 Pflegebetten. ID 1725318764Bet.

Schwarzwald-Wohnstift schließt Pflegebereich

(21.06.2019) Das Schwarzwald-Wohnstift in Haslach (Kreis Ortenau, BW) will seinen Dauerpflegebereich mit 40 Plätzen schließen. Grund ist die ab September geltende neue Bauverordnung. Die baulichen Anpassungen sind entweder nicht möglich oder unwirtschaftlich.

Mit ähnlicher Begründung hat vergangenen Oktober bereits das Haus Auerhahn im benachbarten Kreis Freudenstadt den Betrieb eingestellt, Ende August wird das MEDIAN Haus St. Georg in Nordrach (Ortenaukreis) mit bisher 97 Pflegeplätzen schließen. Für 41 Bewohner von St.Georg konnte bisher kein Ersatzplatz gefunden werden. "Wir haben in Baden-Württemberg nichts mehr gefunden und werden nun über die Landesgrenzen gehen müssen" läßt sich eine Heimmitarbeiterin in der Lokalpresse zitieren. ID 9028


Haus St.Franziskus braucht neuen Betreiber

(14.06.2019) Das Brachter (Kreis Viersen, NW) Haus St.Franziskus benötigt ab Juli 2020 einen neuen Betreiber, die Augustinus-Gruppe verlängert ihren 5jährigen Vertrag nicht. 2015 haben die St.Augustinum-Kliniken einen befristeten Managementvertrag mit dem Eigentümer geschlossen, einer 100%igen Tochtergesellschaft der Stadt Brüggen.

Grund ist der vorzeitige Ruhestand der Regionalleiterin, zuständig für neun Pflegeeinrichtungen. Zudem wolle man sich "ganz auf unsere 65 Standorte" konzentrieren, so der Geschäftsführer Markus Richter.

Die Einrichtung wurde 1975 nach Umbau eines früheren Krankenhauses eröffnet und versorgte zuletzt 98 Pflegebedürftige. Ab 2020 soll das Haus für knapp 5 mio. Euro modernisiert werden, um die neue Einzelzimmervorgabe zu erfüllen . ID 1286

 


Gemeinsamer Außenauftritt: Johannesstift Diakonie

(11.06.2019) Die 2017 fusionierte Paul Gerhardt Diakonie und das Evangelische Johannesstift treten unter dem neuen Namen Johannesstift Diakonie auf, ein neues Logo soll den christlichen Grundgedanken als gemeinsamen Nenner der beiden Unternehmen zum Ausdruck bringen. Zudem soll der neue Außenauftritt vor allem für die rund 8500 Mitarbeiter "identitätsstiftend" wirken. Nach Unternehmkensmitteilung soll das neue Markendesign unter dem Leitspruch "Gutes tun. Jeden Tag" Herkunft mit Zukunft verbinden.

Die Johannesstift Diakonie wirkt als Management-Holding vor allem strategisch, Marken- und Rechtsformen der Unternehmenstöchter bleien unverändert erhalten.

Im Pflegebereich sind die Unternehmen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen aktiv und halten kumuliert gut 1.800 Pflegebetten und 600 Seniorenwohnungen vor, ihre ambulanten Pflegedienste  versorgen fast 1.000 Menschen. ID 1516553163Bet, 408557080Bet


Aus HELIOS wird VAMED

(03.06.2019) Die im vergangenen Jahr begonnenen Umstrukturierungen sind abgeschlossen, der zu Fresenius gehörende HELIOS-Konzern firmiert neu als VAMED AG, zu der die VAMED Gesundheit Deutschland Holding gehört. Ziel der neuen Struktur ist die Bündelung der REHA- und Pflegekompetenzen in einem Unternehmensteil, der schlankere Prozesse, einheitliche Standards und ein optimiertes QM-System zum Ziel hat.

Der Konzern beschäftigt insgesamt rund 7600 Mitarbeiter, die hauptsächlich in 17 Reha-und Akutkliniken und MVZ èn tätig sind. In der Dauerpflege ist der Konzern mit 9 Einrichtungen, darunter zwei Fachpflegeeinrichtungen, in 5 Bundesländern aktiv und versorgt rund 750 Pflegebedürftige, hinzu kommen Seniorenwohnungen und ein Pflegedienst. ID 1358862300Bet


CURATA verstärkt Expansionsteam

(27.05.2019) Die Berliner Betreiberorganisation CURATA Senioreneinrichtungen gewinnt Andreas Sielemann als zweiten Geschäftsführer für Akquisitionen. Er unterstützt den im Herbst 2018 in die Geschäftsführung nachgerückten Thomas Mohr.

Sielemann kommt von der Hamburger IMMAC und war dort als Head of Transactions tätig. CURATA unterfüttert damit seinen  Expansionskurs auch personell. 2017 gab der Betreiber als Zielmarke den Betrieb von 5000 Pflegebetten aus. Derzeit sind es gut 2.100 in 6 Bundesländern. CURATA ist Teil der Michael Bethke-Gruppe, mit dem ebenfalls in Berlin ansässigen Investor Capital Bay verbindet CURATA eine strategische Partnerschaft. ID 907913038

Alexianer steigen ein

(21.05.2019) Die Münsteraner Alexianer wollen sich am insolventen Klinikbetreiber Katharina Kasper ViaSalus mit (vorerst) 10 % beteiligen und die Gläubiger vollständig ausbezahlen. Dadurch könnte das im Januar begonnene Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung bereits Ende Juli beendet werden. Eine "Rekordzeit", wie der eingesetzte Sachwalter anmerkte.

Die beiden Klinikbetreiber sind auch in der Altenpflege aktiv. Via Salus war durch defizitäre Klinikstandorte in die Bredouille geraten. ID 1342192893Bet, 1813532476Bet


Brandschutz-Schock in Lübeck

(12.05.2019) Anfang März verkündete die Chefetage der SeniorInnenEinrichtungen der Hansestadt Lübeck noch ihre "Vision 2030", mit der die ewigen Defizite des städtischen Heimbetreibers angegangen werden soillten. Jetzt holt eine Brandverhütungsschau in einer der Einrichtungen die Visionäre auf den Boden der nackten Tatsachen zurück.€ 700.000 müßen umgehend investiert werden, um eine Zwangsschließung dieser Einrichtung zu verhindern, u.a.sei eine neue Brandmeldeanlage erforderlich.Da dafür kein Geld vorhanden ist soll - wie üblich - der Stadtsäckel herhalten.

Der städtische Seniorenbeirat fürchtet, daß mit diesem Ergebnis in einer Einrichtung nur die Spitze eines Eisbergs sichtbar werde und fordert Neubauten. Es mache "keinen Sinn, bis 2030 in unüberschaubare Sanierungen zu investieren". Sozialsenator Schindler verkündet hingegen, daß man sich vom "vorgesehenen Zeitplan nicht abbringen" lasse. Die acht derzeit betriebenen Pflegeeinrichtungen sind zwischen 40 und 60 Jahren in Betrieb. ID 258


Convivo soll Betreiber werden

(09.05.2019) Die Bremer Convivo Holding soll das Wohn- und Pflegezentrum Hüffenhardt (Kreis Neckar-Odenwald, BW) künftig betreiben.  So die Beschlußempfehlung das Landkreises an den Kreistag. Der ist bisher über die Tochtergesellschaft Neckar-Odenwald-Kliniken gGmbH der Betreiber. Bei Annahme der Empfehlung, an der kein Zweifel besteht, beendet der Landkreis sein Engagement in der Altenpflege.

Die Einrichtung wurde 1958 eröffnet und verfügt nach einer Generalsanierung 2007 über 133 Pflegeeinzelzimmer, zuletzt zu rund 98% belegt. ID 5630


Alfeld: Nach der Flut die Personal-Ebbe

(09.05.2019) Der Berliner Betreiber GIOMI der Park Residenz Alfeld (Kreis Hildesheim, NI) steckt in der Zwickmühle: nach einer Überflutung im vergangenen Sommer müssen die Pflegebedürftigen mit einem Ausweichquartier Vorlieb nehmen, doch es mangelt zunehmend an Pflegefachkräften. Damit die "heimaufsichtsrechtlichen Mindesanforderungen" für die derzeit 35 Bewohner erfüllt werden, hat die Aufsichtsbehörde die Regie übernommen und Fachkräfte aus anderen Pflegeeinrichtungen rekrutieren lassen. Zu allem Überfluß soll der Eigentümer des Ausweichquartiers in der Hildesheimer Straße - nach unbestätigten Meldungen - selbst den Heimbetrieb ab 2020 anstreben und will dafür € 9,5 mio. investieren. ID 7202


AWO-Bezirksverband Frankfurt/Oder übernimmt AWO-Stadtverband

(09.05.2019) Der AWO Bezirksverband Frankfurt/Oder übernimmt die Einrichtungen des Stadtverbandes aus "wirtschaftlichen Gründen", wie es in einer Pressemitteilung des Bezirksverbandes heißt. Der Stadtverband betrieb bisher eine vollstationäre Einrichtung in Frankfurt sowie mehrere teilstationäre und ambulante Pflegeangebote.

Der Bezirksverband bietet damit jetzt gut 700 Langzeitpflegeplätze in 5 Stadt-/Landkreisen Ostbrandenburgs, 5 Seniorenwohnanlagen und 3 Pflegediensten. ID 1377078708


Alloheim will Pro TALIS übernehmen

(30.04.2019/10.05.2019) Laut einer Veröffentlichung des Bundeskartellamtes hat die Alloheim Senioren-Residenzen SE einen Antrag auf Übernahme des Meppener Heimbetreibers PRO TALIS gestellt. Der betrieb zuletzt in Niedersachsen, NRW und Schleswig-Holstein an 16 Standorten gut 1.000 Pflegebetten und 4 Seniorenwohnanlagen, eine weitere Pflegeeinrichtung soll im Kreis Borken entstehen. Auch die etwa 17 Tochtergesellschaften der Pro Talis-Holding, die sich zu 100% in deren Eigentum befinden, sollen übernommen werden. Alloheim hofft auf Genehmigung der Kartellbehörde noch in diesem Sommer. Es ist die erste größere Transaktion von Alloheim seit Übernahme der Gesellschaft durch die in Jersey registrierte Private Equity-Gesellschaft Nordic Capital Ende 2017. ID 256104397Bet, 2097985991Bet

Gräfelfing: Zukunftskonzept für Rudolf und Maria-Gunst-Haus

(04.05.2019) Nach Beilegung des Rechtsstreits im Januar mit dem früheren Betreiber BRK haben die Stadtoberen von Gräfelfing (Kreis München, BY) jetzt Nägel mit Köpfen gemacht und ein Zukunftskonzept für das modernisierungsbedürftige, 1986 eröffnete Rudolf und Maria-Gunst-Haus beschlossen.

Bis voraussichtlich 2022 entsteht ein Neubau mit 80 Pflegeeinzelzimmern (etwas weniger als bisher), dazu ein Tagespflege- und Seniorenwohnangebot sowie Personalwohnungen. Die eigentlich nur als Interimslösung gedachte kommunale Betreibergesellschaft wird Betreiber bleiben, durch die Übertragung des vorgesehenen gemeindlichen Grundstückes in der Friedensstraße an die gGmbH kann diese die bisherigen jährlichen Pachtzahlungen von € 625.000 einsparen. Die voraussichtliche Investitionssume für die zwei geplanten Gebäude steigt auf satte € 23 mio., ursprünglich waren rund 7 mio. für eine Erweiterung/Modernisierung veranschlagt. Die Kommune hofft auf Millionenzuwendungen aus dem bayerischen Staatsäckel. ID 6458


Caritas-Hildesheim kündigt Pflegebedürftigen und Mitarbeitern

(28.04.2019) Trotz zwischenzeitlicher Einigung mit den Ersatzkassen kündigt der Caritasverband Hildesheim nach einem Bericht des Evangelischen Pressedienstes (epd) 118 Pflegebedürftigen und 31 Mitarbeitern zum 1.Juli und 1.Oktober. Mit rund 600 Patienten ist der Caritasverband einer der größten Anbieter der Region.

Nach eigenen Angaben hat der Anbieter in 2018 über 250.000 Euro Verlust gemacht. Wenn "wir nichts unternehmen, müssten wir für unsere Pflege gGmbH Insolvenz anmelden", umschreibt Caritas-Chef Couglan den Ernst der Lage.


Diakonissenhaus organisiert sich neu

Das Waldecksche Diakonissenhaus Sophienheim (WDS) hat sich neu aufgestellt. Die in fast 150 Jahren gewachsene Strukturen paßten nicht mehr in die heutige Zeit. Unter dem Dach einer Holding namens DIAKO Waldeck-Frankenberg gGmbH ist die WDS Altenhilfe und Pflege gGmbH für die Seniorenpflege verantwortlich. Im Altenhilfebereich werden knapp 300 Menschen vollstationär, weitere rund 450 Pflegebedürftige mit knapp 700 Mitarbeitern teilstationär oder ambulant betreut. ID -928686050Bet.


Landkreis Würzburg schließt Pflegeheim in Rimpar

(01.04.2019) Das Kommunalunternehmen Senioreneinrichtungen des Landkreises Würzburg schließt sein kleinstes Pflegeheim in Rimpar (Kreis Würzburg, BY) und widmet es zur ambulant betreuten Wohngemeinschaft um. Die Einrichtung erfülle nicht mehr die gesetzlichen Anforderungen, lassen die Verantwortlichen verlauten. Zugleich betonen sie ihr Engagement in der stationären Altenhilfe, im nahegelegenen Bergtheim wird zur Zeit eine neue Einrichtung errichtet. Das erst 2002 nach Umbau neu errichtete Pflegeheim Rimpar bietet nur 15 (voll belegte) Pflegeplätzen, aber ein breites Pflegeangebot (Tages- und ambulante Pflege inklusive Seniorenwohnungen) und gilt als Vorzeigeeinrichtung.

Die Gemeinde initiierte bereits im vergangenen Herbst eine Architektenausschreibung, nachdem sie hat einen Fehlbedarf an Pflegeplätzen ermittelt hat. Die Schließung des Kreisseniorenheims dürfte diesem Projekt neuen Antrieb verleihen, die Einrichtung des Landkreises ist die einzige Dauerpflegeeinrichtung in der 7000-Seelen-Gemeine. ID 1026


DOREA-Coup: Neun auf einen Streich

(25.03.2019) Dorea erweitert sein Portfolio auf einen Schlag um neun Pflegeimmobilien. Die sollen vom hessischen Heimbetreiber Cura Sana übernommen werden. Es handelt sich um dessen bisherige Einrichtungen in Limburg, Lindenholzhausen, Runkel, Herbstein, Gebenau, Münzenberg und Steinau (alle in Hessen) sowie die Einrichtungen in Hahnstätten und  Wöllstein (Rheinland-Pfalz). Das Dorea-Portfolio wächst damit um rund 600 Pflegebetten. Erworben wurden die Einrichtungen bisher nicht, denn die wurden im Aufteilergeschäft vermarktet.

Cura Sana mit Sitz im hessischen Bad Camberg ging vor rund 10 Jahren aus einem Pflegedienst hervor und betrieb mit hohem Expansionstempo per Ende 2018 etwa 14 Dauerpflegeeinrichtungen mit knapp 1000 Pflegebetten, ausschließlich in Hessen und Rheinland-Pfalz. Auch wenn sich durch die Übernahme dessen Bestand deutlich verringert, expandiert Cura Sana auch in Zukunft, mindestens weitere 7 Einrichtungen befinden sich derzeit in Planung oder bereits im Bau. ID -1777368007Bet


Früherer AWO-Geschäftsführer will vor den Bundesgerichtshof ziehen

(23.03.2019) Der vormalige Geschäftsführer des AWO-Kreisverbandes Müritz (Waren, MV), Peter Olijnyk, kündigt Nichtzulassungsbeschwerde gegen ein Urteil des Oberlandesgerichts Rostock vom 13.März an. In dem Prozeß war Olijnyk zur Rückzahlung von fast 400.000 Euro an seinen früheren Arbeitgeber verurteilt worden.

Damit bestätigte das OLG im Wesentlichen eine Entscheidung der Vorinstanz. Hintergrund sind Vereinbarungen mit dem damaligen stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der AWO-Müritz, einem früheren Bundestagsabgeordneten, die die beiden Beteiligten untereinander ausgekungelt hatten, ohne die AWO-Gremien einzubeziehen.Das Gericht sah es als erwiesen an, daß die in  mehreren Änderungsverträgen zugesagte Leistungen (darunter ein Geschäftsführer-Jahresgehalt von 150.000 €, dazu € 30.000 Tantiemen, eine lebenslange Betriebsrente von € 2.000) nicht wirksam zustande gekommen seien. Olijnyk soll im Gegenzug mehrere Beraterverträge des Vorstandsvorsitzenden mit einem monatlichen Salär von über € 6.000 sowie die Finanzierung eines eigenen Büros gedeckt haben, ohne daß dort in fast 10 Jahren irgendwelche Aktivitäten festgestellt werden konnten. Gegen die beiden Beteiligten sind noch Strafverfahren wegen des Verdachts der Untreue anhängig.

Das "Geschäftsmodell" der Beteiligten flog 2016 auf und verursachte hohe Wellen, die bis in den Landtag schwappten. Der Landesrechnungshof deckte in Folge auch bei anderen kirchlichen und sozialen Verbänden MV`s finanzielle Umgereimtheiten auf. Der AWO-Kreisverband geriet in wirtschaftliche Schwierigkeiten und mußte eines seiner jetzt noch drei Pflegeheime verkaufen. ID 1494014998Bet


Caritas-Trägergesellschaft West erhält neuen Eigentümer

(22.03.2019) Die Dürener Caritas-Trägergesellschaft West gGmbH (CTW) erhält mit der Kölner St.Josephsgesellschaft und dem Diözesancaritasverband Aachen einen neuen Eigentümer. Die bisherigen Eigentümer - die Carolus-Stifttung sowie die Gesellschaft für Anstaltskredit - haben ihre Beteiligungen verkauft. Für die rund 3000 Mitarbeiter wird sich durch die Zugehörigkeit aller beteiligten Unternehmen zu den Arbeitsvertragsrichtlinen der Caritas nichts ändern.Die Transaktion steht noch unter Zustimmungsvorbehalt des Kartellamtes.

Die hauptsächlich im Betrieb von fünf Krankenhäusern tätige Gesellschaft unterhält in der Altenhilfe 2 Dauerpflegeeinrichtungen in NRW mit rund 170 Pflegeplätzen. Die Kölner St.Josephsgesellschaft - ebenfalls Betreiber von Krankenhäusern - ist mit 3 Dauerpflegeeinrichtungen in Hessen, NRW und Rheinland-Pfalz (gesamt rund 260 Pflegeplätze) ebenfalls in der Altenhilfe aktiv.

Hintergrund der Transaktion ist die Existenzsicherung der CTW vor dem Hintergrund der wirtschaftlich schwierigen Lage im Krankenhaussektor. In der Altenhilfe schreibt die CTW zumindest in 2017 schwarze Zahlen. ID 1482097073Bet


Caritas Düsseldorf schafft Fahrzeuge ab

(19.03.2019) Ab Mai wird die ambulante Pflege der Düsseldorf Caritas neu organisiert und an 4 Standorten im Düsseldorfer Stadtgebiet konzentriert. Das sind im Wesentlichen Standorte der Pflegeheime. Die etwa 50 Mitarbeiter des Pflegedienstes werden nur noch in einem Radius von etwa 1,5 km rund um diese Standorte zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sein. Etwa die Hälfte der knapp 200 bisher von der Caritas betreuten Pflegebedürftigen muß sich einen neuen Pflegedienst suchen, dürfen dabei mit Unterstützung durch die Caritas rechnen.

Hintergrund der Maßnahme ist die chronisch defizitäre Bilanz der ambulanten Pflege, die unter anderem aus der Bezahlung nach Tarifvertrag resultiert.

Vor wenigen Tagen erst haben die niedersächsische Diakonie und Arbeiterwohlfahrt mit der Einstellung ihrer ambulanten Pflegedienste gedroht, wenn die Pflegekassen nicht endlich kostendeckend zahlten (siehe "Vor Ort"). ID 1385411473Bet.


 

Weiterhin Belegungsstopp für Alloheim Bad Vilbel

(19.03.2019) Der bestehende absolute Belegungsstopp für die Pflegeeinrichtung in Bad Vilbel (Wetteraukreis, HE) bleibt bestehen. Das teilte das Amt für Versorgung und Soziales (Heimaufsicht), nach einer unangemeldeten Heimbegehung Mitte März mit. In der Einrichtung lmit 120 Plätzen lebten zuletzt rund 90 Pflegebedürftige.

Das 2015 eröffnete Haus ging mit der Übernahme des Betreibers AGO 2016 ins Alloheim-Portfolio. Von 2016 bis 2018 gingen bei der Heimaufsicht 28 Beschwerden wegen erheblicher Pflegemängel ein. Einen Bericht über die aktuell vorgefundene Situation will die Aufsichtsbehörde im April veröffentlichen. ID 2569


Korian: 50 mio. für Aktionäre

(15.03.2019) Sechzig Eurocent Dividende - rund 50 Millionen - will die AG an ihre Anteilseigner ausschütten, wenn der Dividendenvorschlag in der Hauptversammlung am 6.Juni so angenommen wird. Das Geschäft lief gut in 2018 für die börsennotierten Franzosen. Insgesamt 3,3 mrd. sollen umgesetzt worden sein, aus denen eine Marge von € 477 mio. (EBITDA) resultierten, 8,4% mehr als im Vorjahr.

Korian ist mit dem Eintritt auf dem spanischen Markt jetzt in 5 Ländern Europas aktiv, knapp 80.000 Betten hält das Unternehmen nach eigenen Angaben vor, davon in Deutschland knapp 29.000 in 234 Einrichtungen. Bis Ende 2022 soll der Bestand um rund 15.000 Betten steigen, durch Zukäufe und Neubauten, wie es heißt.

Nach marktd!alog-Erkenntnissen ist das Neubauvolumen - gemessen an der Größenordnung des Unternehmens - jedoch eher gering. ID 946841653Bet


Schönes Leben-Gruppe expandiert mit Lindhorst

(13.03.2019) Die "Schönes Leben"-Gruppe, ein Beteiligungsunternehmen der Privat-Equity Gesellschaft Waterland und unter anderem Muttergesellschaft des Heimbetreibers compassio, will dieses Jahr mit 9 Bauprojekten weiter expandieren. Die sollen mit der Lindhorst-Gruppe realisiert werden. Entsprechende Vetrträge wurden, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung, kürzlich unterzeichnet. 800 weitere Pflegeplätze und über 200 Wohnungen sollen dadurch neu entstehen. Insgesamt nennt Schönes Leben mittelfristig ein Etappenziel von 4500 Pflege- und Wohnplätzen. ID -173567946Bet


Thüringer AWO-Kreisverbände fusionieren

(12.03.2019) Die AWO-Kreisverbände Jena-Weimar, Bad Langensalza und Mühlhausen sind zum AWO REGIONALVERBAND MITTE-WEST-THÜRINGEN verschmolzen. Das neue Unternehmen hat seinen Sitz unter der Adresse des vormaligen AWO Kreisverbandes in Weimar, deren Geschäftsführer Frank Albrecht wird Vorstandsvorsitzender und in Personalunion Geschäftsbereichsleiter Pflege und Gesundheit. Zum neuen Regionalverband gehören 2000 Mitglieder und rund 1300 Beschäftigte. Der neue Kreisverband ist in 3 Landkreisen (Sömmerda, Unstrut-Hainich, Weimarer Land) sowie in den kreisfreien Städten Jena und Weimar aktiv. Mit der Fusion soll das hauptamtliche Angebot gestärkt und "bisher vernachlässigte Aufgabenfelder" wieder besetzt werden.

In der Altenhilfe bietet der neue Verband ein breites Portfolio mit 3 Dauerpflegeeinrichtungen, annähernd 200 Seniorenwohnungen auch in Senioren-WG`s sowie mehrere Einrichtungen der Kurzzeit- und Tages- und ambulanten Pflege. Die jüngste Einrichtung ist das erste Pflegehotel Thüringens - entstanden aus einem früheren Hotel - inkl. Kurzzeit- und Tagespflege in Magdala (Kreis Weimarer Land). Der Zusammenschluß soll auch den Ausbau dieses Portfolios befördern, in Jena soll noch dieses Jahr ein neuer Wohnpark eröffnen. ID 812124387Bet

 


Seniorenzentrum Penzberg: Teilerfolg für Betreiber Novita

(08.03.2019). Betreiber Novita des Seniorenheim Penzberg (Kreis Weilheim-Schongau, BY) kann einen Teilerfolg im Streit um die Betriebsträgerschaft verbuchen, das Oberlandesgericht München lehnte jetzt die Berufung des Eigentümers, der Thomas-Wimmer-Stiftung (TWS) München, gegen das Urteil des Landgerichts als unbegründet zurück (wir berichteten mehrfach). Das OLG wertete ein Papier der Stadt Penzberg - vormaliger Eigentümer der Heimimmobilie - als Vertrag zugunsten Dritter.

Die eigentliche Entscheidung fällt jedoch in einem zweiten parallel laufenden Prozeß. In diesem soll entschieden werden, ob Novita das Heim weiter betreiben darf.

Novita geht unterdessen auf die TWS zu und will die zwingend erforderlichen Modernisierungsmaßnahmen in der Immobilie zulassen, wenn sie von der TWS einen langfristigen Mietvertrag erhielte. Das hatte Eigentümer TWS, die der AWO-München nahesteht und mit dieser einen Betreibervertrag abschließen will, bisher stets abgelehnt. ID 8790


Caritas wird Betreiber des neuen Pflegeheims in Lenggries

(07.03.2019). Die Caritas  setzt sich gegen 5 Mitbewerber um den Betrieb des noch zu bauenden Pflegeheims in Lenggries (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen, BY) durch. Der soll das bisher kommunal betriebene Pflegeheim Lenggries voraussichtlich ab 2022 ersetzen.

Die Entscheidung fiel in einem paritätisch besetzten Arbeitskreis des Landkreises und der Gemeinde Lenggries, der das bisherige Grundstück gehört, und der Kreisklinik, die die Einrichtung bisher betreibt. Sie wurde auf Grundlage eines 40 Kriterien umfassenden Kataloges getroffen, den die Gemeinde mit Vertretern des Landtages zuvor erarbeitet hatten. Dem einstimmigen Votum dieses Arbeitskreises schloß sich der Kreistag ebenso einstimmig an. Darüber informierten die Kommune und der Kreistag jetzt in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Nach früheren Planungen soll die Zahl der Pflegeplätze im Neubau nahezu verdoppelt werden. Laut Kriterienkatalog soll der künftige Betreiber auch die der Gemeinde gehörende Seniorenwohnanlage (24 Wohnungen) mitbetreuen. ID 5396


Lübecker Visionen

(06.03.2019). Altbundeskanzler Schmidt wird der launische Spruch nachgesagt, wer Visionen habe, solle zum Arzt gehen. Den ohnehin gebeutelten  städtischen Seniorenheimen der Stadt Lübeck, vor allem aber den Steuerzahlern, ist zu wünschen, daß es keinen ärztichen Rat braucht, die jüngst verkündete "Vision 2030" zum Erfolg zu führen. In den zurückliegenden Jahren wurden bereits genug Millionen versenkt. Für dieses Jahr wird mit einem Defizit von 2,1 mio. gerechnet.

Im städtischen Sozialausschuss bekamen die Pläne von Sozialsenator Sven Schindler, die dieser gemeinsam mit dem Bereichsleiter "SeniorInnenEinrichtungen" Thomas Müller dort präsentierte, jedenfalls reichlich Vorschußlorbeeren. Die Pläne beinhalten das Zusammenlegen zweier Einrichtungen zu einem neuen Standdort auf Marli. Auf den frei gewordenen Flächen sollen Wohnungen entstehen. Im Ortsteil Moisling sowie in der Elswigstraße sollen neue Pflegeheime, bei letzgenannter auch 70 Seniorenwohnungen entstehen. Insgesamt soll die Angebotspalette des städtischen Heimbetreibers deutlich ausgebaut werden. Tagespflegen, ambulante Pflege sowie Senioren-WG`s sind Teil der Vision.

Die Pläne sollen in Kooperation mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft realisiert werden. Die müssen von den Visionen allerdings erst noch überzeugt werden. Beim Sozialausschuss ist das jedenfalls gelungen.

Zuletzt gehörten 8 Dauerpflegeeinrichtungen mit gut 600 Pflegeplätzen sowie 9 Seniorenwohnanlagen mit gut 350 Wohnungen zum städtischen Pflegeportfolio. Im Mittel sind die Pflegeimmobilien seit fast 50 Jahren in Betrieb. ID -7827927Bet.


Freiwillige Aufnahmestopps nehmen zu

(04.03.2019). Freiwillige Aufnahmestopps in Pflegeheimen aufgrund fehlender Pflegefachkräfte nehmen deutlich zu. Das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGESO) berichtet von aktuell 15 Pflegeeinrichtungen in der Hauptstadt, die sich selbst einen Aufnahmestopp auferlegt haben. Die tatsächlichen Aufnahmestopps könnten deutlich höher liegen, denn eine Meldepflicht gibt es nicht. Die Behörden erfahren dies meist erst bei den routinemäßigen Heimbegehungen. Doch auch deren Kontrolldichte ist in vielen Regionen rückläufig.

Das Institut für Pflegeforschung (DIP) hat vergangenes Jahr in einer bundesweiten repräsentativen Umfrage unter 1067 Leitungskräften in Pflegeheimen in mehr als 20% einen mindestens zeitweilige Aufnahmestopps ermittelt. 42% der Befragten gaben weiter an, aufgrund hoher Auslastung nur wenige oder gar keine Kurzzeitpflegeplätze mehr anzubieten.


Schwesternverband wird für Seniorenheim zum KiTa-Betreiber

(03.03.2019). Der Saarländische Schwesternverband (SSW), mit rund 2300 Pflegeplätzen für Senioren eine regionale Größe und in 4 Bundesländern aktiv, wird erstmals auch Betreiber einer Kindertagesstätte. Er übernimmt in Heusweiler (Regionalverband Saarbrücken) den Betrieb des modernisierungsbedürftigen evangelischen Kindergartens, der nach Fertigstellung des neuen Pflegeheimes dorthin umziehen soll.

Gute Erfahrungen mit Kindern und Senioren unter einem Dach hat der Verband auch schon in anderen Einrichtungen machen können, allerdings nicht als KiTa-Betreiber. Der Verband geht somit neue Wege und sichert sich auch die Unterstützung der Kommune. Unterstützung des Projektes erhält der Verband durch den Investor INP-Holding, der ebenfalls in beiden Bereich geschäftlich aktiv ist. ID 10754


Bürgerhilfe widmet Pflegeheim zum Quartierszentrum um

 

(02.03.2019) Das Pflegeheim Am Galenberg in Bad Nenndorf (Kreis Schaumburg, NI) ist seit dem 1.März ein Quartierszentrum. Die bisherigen insgesamt 24 Pflegebetten werden künftig ambulant betreut. Das Pflegeheim gehört zur Seniorenwohnanlage am Galenberg, die neben der vollstationären Pflege auch 20 Betreute Wohnungen anbietet. Der Unterschied zum Betreuten Wohnen sei eine "Art Seniorenhotel", bei dem die Bewohner Pflegeleistungen als Bausteine zubuchen könnten, so der Betreiber. Pflegebedürftige und Angehörige fühlen sich aufgrund der Kurzfristigkeit überrumpelt.

Als Begründung gibt Bürgerhilfe-Geschäftsführer Kotmann an, daß das Kleinstheim als Pflegeheim nicht wirtschaftlich zu betreiben sei.

Die Bürgerhilfe betreibt 10 Dauerpflegeeinrichtungen mit knapp 300 Pflegeplätzen, fast alle in Niedersachsen. Die meisten dieser Einrichtungen bieten um 30 Pflegebetten. Dazu kommen 8 Seniorenwohnanlagen mit rund 160 Wohnungen. ID 10739, -466276606Bet.


AWO-Saar startet Modernisierungsoffensive

(27.02.2019). Das 95.Jahr seiner Gründung will der saarländische Landesverband der Arbeiterwohlfahrt mit einer Modernisierungsoffensive begehen, 53 mio. Euro sollen investiert werden. Ein erklecklicher Teile des Jahresumsatzes von zuletzt rund 220 mio. Die Investitionen sollen in nahezu allen Bereichen erfolgen, in denen die AWO aktiv ist: Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe. Das Gros liegt jedoch in der Altenhilfe, in 28 Dauerpflegeeinrichtungen - fast alle im Saarland -  werden rund 2800 Senioren betreut, auch eine Altenpflegeschule gehört zum Verband. ID 1644795282Bet.

 


Adolphi-Stiftung kauft Evangelisches Seniorenzentrum

(25.02.2019). Das bisher von der Evangelische Kirchengemeinde und der Stadt Essen getragene Evangelische Seniorenzentrum in Essen-Kettwig (NW) hat mit der Adolphi-Stiftung einen neuen Träger. Seit 2015 wurde gesucht, damit die neuen - insbesondere baulichen - Anforderungen gestemmt werden können, denn bisher entspricht das Zentrum in weiten Teilen noch nicht den seit 2018 geltenden gesetzllichen Vorgaben. In dem Prozeß soll mit 15 verschiedenen Trägern verhandelt worden sein.

Nun ist der Neustart besiegelt, der Übergang notariell beglaubigt. Der soll schrittweise erfolgen, die Anlage in Kettwig ist komplex und besteht aus mehreren Pflege- und Wohnanlagen.  Dirk Gersie, Vorstand der Adolphi-Stiftung, wurde bereits zum neuen Geschäftsführer des Seniorenzentrums bestellt. In einem ersten Schritt soll das 1953 eröffnete Georg-Schriever-Haus abgerissen und an gleicher Stelle neu errichtet werden.

Bisher betreibt die Stiftung, deren Ursprünge bis in das 17. Jahrhundert zurückreichen, mit etwa 500 Mitarbeitern 6 Dauerpflegeeinrichtungen und 8 Wohnanlagen, fast alle in Essen gelegen. ID 1391751953Bet

 


DOREA übernimmt zwei weitere Pflegeeinrichtungen

(11.02.2019). Der Hamburger Seniorensitz am Hegen wird künftig von DOREA betrieben. Die 1979 eröffnete Einrichtung auf einem knapp 7000qm großen ParkGrundstück im schnicken Wandsbeck hält nach Umbau jetzt 141 Plätze (darunter 104 Einzelappartements) vor, Eigentümer ist die ebenfalls im Hamburg ansässige INP Holding.

Die zweite Übernahme durch DOREA betrifft das 2002 eröffnete Seniorenzentrum Nora (Kreis Schaumburg, NI) mit 80 zugelassenen (und zuletzt voll belegten) Pflegebetten. Zugleich wurde die Immobilie von Threestones Capital für seinen Eurocare Funds erworben. Verkäufer El-Salmi bleibt dem Haus künftig als Einrichtungsleiter treu. ID 367,10709


Aufnahmestopp und Schließungsandrohung für Pflegeheim in Süderhastedt

(13.02.2019). Die Heimaufsicht des Kreises Dithmarschen (SH) stellte Ende vergangenen Jahres Defizite in einem kleinen privaten Seniorenpflegeheim fest. Bei einer Nachkontrolle im Januar wurde keine Besserung festgestellt, so daß ein Aufnahmestopp verhängt und die kurzfristige Schließung angedroht wurde. Der Insolvenzverwalter ist "guter Dinge, dass die Bewohner nicht umziehen" müssen.

Der Betreiber hatte im Dezember Insolvenz angemeldet. Eigentümer First Retail Consult kündigte den Mietvertrag und wollte die Einrichtung im Januar an einen neuen Betreiber übergeben, zudem war für Januar der Beginn von Modernisierungsarbeiten vorgesehen. In der Einrichtung mit 36 Pflegeplätzen lebten zuletzt noch 26 Pflegebedürftige. ID 6129


Caritas schmeißt hin

(13.02.2019). Vier Jahre währte die Zusammenarbeit zwischen der Führung der Hospitalstiftung Dinkelscherben und dem Caritasverband Augsburg, jetzt beendet die Caritas nach einer Meldung des Fachmagazins "Wohlfahrtintern" die Zusammenarbeit Knall auf Fall und zog seine Vertreter aus dem Führungsgremium der Hospitalstiftung zurück. Grund ist die Fachkompetenz des Caritasdirektors, die ihm von Vertretern der Hospitalstiftung abgesprochen wurde.

Konkret betroffen ist das Seniorenzentrum St.Albert (Zusmarshausen, Kreis Augsburg), das der Hospitalstiftung gehört und von der Caritas betrieben wird. Ob der Wut einer erbosten Caritas auch die Tat - sprich Kündigung des Betreibervertrages - folgt,  bleibt abzuwarten. Die Caritas soll einem internen Papier der Hospitalstiftung zufolge Schwierigkeiten haben, ausreichend Fachpersonal zu akquirieren.

Die Hospitalstiftung war wegen Schließungsplänen für ihr zweites Pflegeheim in Dinkelscherben, das sie selbst betreibt, gehörig in die öffentliche Kritik geraten (siehe Meldung von Dezember 2018). Zwischenzeitlich hat ein Gericht die Klage des Bürgermeisters von Dinkelscherben gegen die angekündigte  Schließung abgewiesen und geurteilt, daß die Schließungsabsichten dem Stiftungszweck nicht entgegenstehen. ID 115Bet, 10590.


Aus der Seeperle wird eine Strandperle

(08.02.2018). Die Hanseatische Pflegeresidenzen meldet die Übernahme der Betriebsträgerschaft für die Graal-Müritzer Pflegeeinrichung Seeperle (Kreis Rostock, MV)  zum 1. Februar und deren Umbenennung in Seniorenpflege Strandperle. In der Einrichtung soll es 158 Pflegeplätze geben.

Die HPR Hanseatische Pflegeresidenzen ist eine Neugründung des letzten Jahres. Das Seniorenhaus Lägerdorf (Kreis Steinburg, SH), soll ebenfalls übernommen werden. ID 300, -1636741682Bet


Neue Leitung im Seniorenresidenz Schloss Gleusdorf

(06.02.2019)  Die skandalträchtige Seniorenresidenz in Untermerzbach (Kreis Haßberge, BY) hat eine neue Leitung. Die Betreiber-GmbH hatte diese nach Auflagen durch die Heimaufsicht eingesetzt. Sie soll - so der Anwalt der GmbH - mit „externer Unterstützung eine Qualitätsoffensive“ in der Residenz durchführen. Ganz neu ist die Leitung indes nicht, trat sie doch schon früher als „rechte Hand“ der bisherigen Heimleiterin auf. Das laufende Gerichtsverfahren gegen Letztere läuft indes weiter, ihr droht ein Berufsverbot.

Unterdessen kommen dem Pflegeheim die Bewohner abhanden, in der 70 Betten-Einrichtung wohnen inzwischen nur noch 45 Pflegebedürftige. Auch das Pflegepersonal schwindet, mehrere Mitarbeiter haben gekündigt oder das Haus bereits verlassen. ID 8643


AWO-Kreisverbände in Sachsen fusionieren

(03.02.2018). Mit der jetzt erfolgten Zustimmung einer außerordentlichen Delegiertenversammlung des AWO-Kreisverbandes Vogtland ist die Fusion mit dem AWO-Kreisverband  Auerbach/Vogtland in trockenen Tüchern. Die Auerländer AWO hat den entsprechenden Beschluß bereits im Dezember gefasst. Die im Dezember parallel tagenden Plauener waren mangels ausreichend anwesender Delegierter seinerzeit nicht beschlußfähig, das wurde jetzt ausgebügelt.

Mit im Boot ist - wenn auch nicht im rechtlichen Sinne - die Wohnungsbaugesellschaft Plauen, die das aus 2 Seniorenpflegeheimen und der Seniorenwohnanlage bestehende Seniorenzentrum Wartberg errichtet hat. Mit insgesamt 5 vollstationären Einrichtungen und über 400 Dauerpflegeplätzen entsteht ein regionaler Marktführer sowohl im vollstationären als auch im Bereich des Betreuten Wohnens.

Änderungen für die AWO-Kundschaft oder das eigene Personal soll es , so die bisherige und wohl auch künftige Geschäftsführerin Karin Schmidt, nicht geben. ID 1503581384Bet, 1550223008Bet.


SeniVita: Rückzug auf Raten

(02.02.2019) Mit seinem Rückzug aus dem SeniVita-Haus  St.Martin (Baiersdorf, Kreis Erlangen-Höchstadt, BY) gibt SeniVita einen weiteren Pflegebereich ab. Seit dem 1.Februar haben die Mobile Pflegexperten, einem Unternehmen des Home-Care Spezialisten apocare, dort die Betreuung der Bewohner samt SeniVita-Personal übernommen. In dem  Pflegeheim wurden zuletzt 71 Pflegebedürftige vollstationär versorgt. Auch die vollstationäre und Tagespflege solle möglichst im 1.Halbjahr 2019 in die Hände der mobilen Pflegeexperten übergehen. Für den Betrieb der Tagespflegen hatte SeniVita vor wenigen Jahren eigens ein Tochterunternehmen namens ACASA AG gegründet.

SeniVita setze zunehmend auf Kooperation mit Anderen, so deren Vertreter Gerd Schuster anläßlich der Übergabefeier. Pflege könne heutzutage nur durch Zusammenarbeit bewältigt werden. SeniVita wolle sich künftig verstärkt dem „Betreuten Wohnen plus“ widmen, das aus seniorengerechtem Wohnen und Tagespflege unter einem Dach sowie einem Pflegedienst nach Wahl bestehe. ID 9546

 


 

Pflegeheim Hilaris mit neuem Betreiber

(01.02.2019)  Die Betreibergesellschaft des Alten- und Pflegeheim Hilaris in Bad Eilsen (Kreis Schaumburg, NI) wurde vom Unternehmensverbund des Peter Schlokat übernommen. Die Immobilie hatte er bereits im vergangenen Jahr erworben. Bis zum 1.März soll die Übernahme komplett abgeschlossen sein. Schlokat betreibt in der Region bereits 3 Pflegeheime mit insgesamt knapp 200 Betten. Mit der Integration des Hauses Hilaris sollen Synergien - unter anderem in der Speisenversorgung - geschöpft werden, Entlassungen soll es nicht geben. ID 10570

SeniVita überträgt dem BRK weitere Pflegebereiche

(28.01.2019) Der bayerische Anbieter ambulanter Pflegeangebote verringert sein Engagement im Pflegebereich weiter und überträgt diese dem BRK. Nach dem Übernahme der ambulanten und der Tagespflege in den Häusern St.Johannis und Seniorenpark Sandler in Gefrees (Kreis Bayreuth) sowie der ambulanten Pflege in der Stadt Bayreuth an den Kreisverband des BRK im vergangenen Jahr vereinbarten beide Partner die Übertragung der Tages- und der ambulanten Pflege in den Einrichtungen St.Florian in Hummeltal  und St.Elisabeth in Pegnitz an das BRK zum 1.April 2019.

SeniVita kümmert sich weiterhin um die Verwaltung und technische Ausstattung der Häuser. SeniVita-Personal könne auf Wunsch zu gleichen Konditionen zum BRK wechseln. An den bestehenden Eigentumsverhältnissen ändere sich nichts. Das Kooperationsmodell soll in Zukunft auf weitere SeniVita-Standorte ausgeweitet werden. ID 8082, 1060, -37573697 Bet

SeniVita-Anleihe stürzt ab

(28.01.2019). Anleger, die Genusscheine des Unternehmens gezeichnet haben, müssen sich auch weiterhin bei fälligen Rückzahlungen gedulden. Erst müssten die Rücklagen aufgefüllt werden, heißt es aus Expertenkreisen. Der Kurs der Anleihe notiert zwischenzeitlich um 62%. Im Mai 2018 lag er noch um 90%.

Das Unternehmen kündigt die Verschmelzung der Betreibertochter SeniVita Social Care GmbH mit der Muttergesellschaft SeniVita Sozial gGmbH an. Die Immobilienbeteiligung SeniVita Social Estate AG soll möglichst noch in 2019 an die Börse gebracht werden. ID -37573697 Bet

Heimaufsicht lockert Aufnahmestopp

(24.01.2019). Die Heimaufsicht des Gießener Regierungspräsidiums erlaubt dem Betreiber CuraSana jetzt die Aufnahme von weiteren 10 Pflegebedürftigen, damit können jetzt insgesamt 40 Plätze belegt werden. Insgesamt verfügt das 2016 im hessischen Grünberg (Kreis Gießen) eröffnete Haus über gut 80 Plätze.

Vorangegangen war eine Klage des Betreibers gegen einen im April 2018 verhängten Aufnahmestopp aufgrund gravierender Pflegemängel. Die sollen unter anderem durch Fehler bei der Medikamentenvergabe entstanden sein, die wiederum auf massive Überlastung des Pflegepersonals zurückzuführen waren. So stellte die Heimaufsicht fest, daß die gleiche Fachkraft in 2 Monaten 49 Nachtschichten, mehrfach 10 Nachtschichten am Stück, absolvierte.ID 5771


Hidden Champions: kleine private Betreiberketten

23.01.2019. Im Rahmen einer Erhebung über die infrastrukturelle Entwicklung des stationären Pflegemarktes in 2019 analysierte marktd!alog auch die vorgesehenen Heimbetreiber. Daraus geht hervor: in Summe stehen kleine Betreiberketten kurz davor, die großen Betreiberketten hinsichtlich des Volumens neu geschaffener Pflegeplätze zu überholen. Ihr Anteil beträgt 30%, die großen liegen mit 31% nur noch knapp darüber.Anhand des (kostenpflichtigen) Datenanhangs läßt sich erkennen, daß bei den "Kleinen" fast immer ein Tandem aus Projektentwickler und Heimbetreiber auftritt, bei dem die Entwickler vor- und sich über den Einzelplatzverkauf refinanzieren.

Ausgewertet wurden Heimneubauten mit vorgesehenem Fertigstellungsdatum in 2019, die sich bereits im Baustadium befinden. Ermittelt wurden gut 9.000 Pflegeplätze, die dieses Jahr neu entstehen sollen. Der Anteil kirchlicher Heimbetreiber an Heimneubauten liegt mit 19% an dritter Stelle, der der kommunalen Betreiber befindet sich mit 3% weiter im Rückwärtsgang, private Einzeleinrichtungen scheinen mit einem Anteil von nur noch 2 % ein Auslaufmodell zu sein.

Auszug


Kirchliche Heimbetreiber weiterhin auf Konsolidierungskurs

18.01.2019. Das Diakoniewerk Neuendettelsau und das Ev.Diakoniewerk Schwäbisch Hall wollen fusionieren. Die Aufsichtsgremien sollen in den nächsten Monaten  die entsprechenden Beschlüsse fassen. Damit entstünde eines der größten diakonischen Unternehmen der Republik. Sie betreiben mit insgesamt rund 10.000 Mitarbeitern u.a. Krankenhäuser-, Reha- und Alten- und Behinderteneinrichtungen.

Im Altenhilfebereich werden insgesamt rund 20 Dauerpflegeeinrichtungen mit 1500 Pflegebetten vorgehalten, hinzu kommen gut 500 Seniorenwohnungen. Regional würden sich beide Betreiber gut ergänzen: die Neuendettelsauer sind fast ausschließlich in Bayern, die Hallenser ausschließlich in Baden-Württemberg aktiv.

Triebfeder der Fusion sind vor allem Einsparpotenziale im Klinikbereich. Die dürfte aber auch im Altenhilfebereich anfallen. Darüber hinaus haben sich die beiden Bundesländern die gesetzlichen Rahmenbedingungen wesentlich verändert, denen mit der Fusion eher begegnet werden kann.

ID -1322908297Bet, 1337415749Bet


Caritas verkauft und schließt Haus im Kreis Pfaffenhofen

14.01.2019. Die Caritas hat ihre Heimimmobilie im Kreis Pfaffenhofen/Ilm verkauft, sie wird im Sommer geschlossen. Darüber wurden jetzt Heimbewohner, deren Angehörige und die Mitarbeiter informiert. Den Heimbewohnern wird der Umzug in das neue Novita-Pflegeheim in Pfaffenhofen angeboten, das sich zur Zeit noch im Bau befindet. Auch für die Mitarbeiter stehen dort Arbeitsplätze zur Verfügung. Die geltenden Konditionen  sowohl für Heimbewohner wie Mitarbeiter sollen Bestand haben.

Die Caritas begründet ihre Entscheidung mit dem Alter der Immobilie, sie wurde 1988 eröffnet und sei modernisierungsbedürftig. ID 8061, 10659

 


DOREA meldet die erste Übernahme in 2019

11.01.2019. Benno Fuhrmann, Inhaber/Geschäftsführer der Hilchenbacher Abendfrieden-Gruppe, übergab sein Unternehmen an den Berliner Heimbetreiber DOREA. Es besteht aus einer in 1951 eröffneten vollstationären sowie 6 weiteren teilstationären und ambulanten Pflegeangeboten, alle im Kreis Siegen-Wittgenstein (NW) gelegen. Die Betriebsübernahme erfolgt vorbehaltlich Zustimmung der Kartellbehörde. Die Immobilien wurden von der Schweitzer Valartis-Gruppe erworben.

DOREA meldet mit dieser ersten Übernahme in diesem Jahr einen Gesamtbestand von 67 Häusern mit gut 6200 Betten. ID 1547382253Bet, 1464960950Bet.


EMVIA LIVING uebernimmt Aventinum Management

09.01.2018. Die Emvia Living Gruppe, in der die meisten Pflegeeinrichtungen der frueheren Marseille-Kliniken AG aufgegangen sind, meldet die Übernahme der beiden Pflegeheime der 1995 gegründeten Aventinum Management GmbH mit etwa 130 Mitarbeitern. Die betreibt das Pflegezentrum Rabenau (Kreis Sächs.Schweiz-Osterzgebirge, SN) und den Seniorenwohnpark Hartha (Kreis Mittelsachsen, SN). Die im Mittel seit etwa 18 Jahren in Betrieb befindlichen Einrichtungen verfügten zuletzt über gut 150 Plätze in der Dauerpflege (zuletzt zu rund 85% ausgelastet), teilstationärem und ambulantem Pflegeangebot sowie rund 100 Seniorenwohnungen. ID 845698858Bet, 1510056210Bet.


Rhein-Kreis Neuss: Diakonien fusionieren

(07.01.2019). Rund ein halbes Jahr nach entsprechender Beschlußfassung sind die Diakonie Neuss und das in Grevenbroich anbsässige  Diakonische Werk Evangelischer Kirchengemeinden nun rechtskräftig zur Diakonie Rhein-Kreis Neuss e.V. verschmolzen. Neun evangelische Kirchgemeinden sind Träger des nun offiziell in Neuss ansässigen Sozialverbandes. Der Vorstand des neuen Verbandes setzt sich aus den beiden Vorständen der fusionierten Einzelverbände zusammen.

Der neue Verband ist mit rund 1000 Mitarbeitern an rund 80 Standorten im Kreisgebiet vertreten. Im Bereich Altenhilfe ist der neue Träger mit 6 Einrichtungen der Dauerpflege sowie mehreren ambulanten Diensten und einem kleinen Angebot an Seniorenwohnungen präsent.

Mir der Fusion will die neue Diakonie ihr politisches Gewicht verstärken und künftiges Wachstum "richtig organisieren". Entlassungen sind daher auch nicht vorgesehen. ID 343916082Bet.

DOREA übernimmt viele Cura Sana-Pflegeeinrichtungen

18.12.2018. Nach Meldungen aus der Immobilienwirtschaft will der Berliner Heimbetreiber DOREA, selbst erst kürzlich von einem französischen Investor erworben, 9 Pflegeeinrichtungen mit rund 600 Betten der Bad Camberger Cura Sana Pflege übernehmen - vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamtes. Cura Sana betrieb zuletzt 14 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit knapp 1000 Pflegebetten in Hessen und Rheinland-Pfalz, darunter 3 Neueröffnungen in 2018. Mindestens 7 weitere Heimprojekte in den gleichen Bundesländern sind geplant oder im Bau. ID -1777368007Bet.


Agaplesion künftig Betreiber des Kasseler "Haus Salem"

(13.12.2018) Das im nordhessischen Kassel ansässige Pflegeheim Haus Salem, bisher von der Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaushaus Kassel betrieben, schlüpft ab dem kommenden Januar unter`s Agaplesion-Dach. Durch den Zusammenschluß "wird der Erhalt und die Zukunftsfähigkeit der Einrichtung sichergestellt" begründet Pfarrerin Tirre, Vorstand des Diakonissenhauses, die Motive.

Das 1975 eröffnete Haus bietet insgesamt 72 Pflegeplätze, die 69 Dauerpflegeplätze waren zuletzt voll ausgelastet.

Der in Frankfurt/M. ansässige Gesundheitskonzern Agaplesion ist ein Zusammenschluß verschiedener diakonischer Gesellschaften. Das Diakonissenhaus ist einer davon. Agaplesion betreibt Krankenhäuser und bietet im außerklinischen Pflegebereich über 30 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit rund 2900 Pflegebetten in 9 Bundesländern, ferner teilstationäre und ambulante Pflegeangebote an. ID 1329564933


DRK Altenhilfe Hersfeld will unter`s Dach des Kreisverbandes Fulda

09.12.2018. Die einzige Einrichtung der stationären Altenhilfe des Hersfelder DRKs schlüpft unters Dach des Kreisverbandes Fulda. Das haben die Geschäftsführer beider Kreisverbände jetzt in einem „Letter of Intent“  vereinbart. Vor dem Hintergrund der „enormen Herausforderungen ...die aufgrund des demografischen Wachstums auf der einen Seite sowie dem wirtschaftlichen Druck auf der anderen Seite entstehen ... soll mit diesem, wichtigen Schritt die Grundlage für eine innovative Zukunft gelegt werden“ , so der Geschäftsführer des Kreisverbandes Fulda. Die Fuldaer halten bisher rund 400 Pflegeplätze in 5 Einrichtungen ausschließlich in ihrem Kreisgebiet vor. ID 7896, 99Bet

Heimschließung stößt auf breiten Protest

07.12.2018. Nur rund 2 Wochen nach Ankündigung der Schließung des Dinkelscherbener Pflegeheims zum September 2019 formiert sich der Widerstand auf breiter Front. Nach der ersten Empörung - allen voran der parteilose Bürgermeister - sind Straßendemos angekündigt, steht eine Bürgerinitiative vor der Gründung, sammeln Ärzte in ihren Praxen Unterschriften, drohen prominente Bürger öffentlich mit Kirchaustritt. So war es nicht verwunderlich, daß auch ein normaler sonntäglicher Gottesdienstbesuch zum Fanal gegen den Heimeigentümer Hospitalstiftung geriet, in der die Kirchenvertreter das Sagen haben. Noch in der Kirche mußte sich der Pfarrer Gall - Mitglied des Stiftungsausschusses - Kritik anhören, dem Kritiker wurde sogar applaudiert. Der Landrat schaltete sich jetzt mit einem Gesprächsangebot ein. ID 1563


Korian will Schauinsland-Pflegeheime übernehmen

07.12.2018. Die Korian-Gruppe will das Pforzheimer Soziale Netzwerk Schauinsland übernehmen.Mit der kürzlich erfolgten Neueröffnung am Bodensee bietet das 1990 gegründete Unternehmen  rund 400 Pflegeplätze in 6 Einrichtungen in Baden-Württemberg. Ein Großteil der Einrichtungen entspricht noch nicht den künftig geltenden Betriebsvorgaben. Die Transaktion steht unter Zustimmungsvorbehalt der Kartellbehörde. ID 437323502Bet


Unternehmensgruppe Hecht zieht sich aus dem Berliner Pflegemarkt zurück

29.11.2018. Die Unternehmensgruppe Hecht, die bisher knapp 1000 Pflegebetten in Berlin, Brandenburg und Niedersachsen betreibt, zieht sich aus Berlin zurück. Für 2 der Berliner Einrichtungen (Senioren-Domizil am Alexanderplatz, Senioren-Domizil Invalidenstraße) wurde für 2019 die Schließung angekündigt. Jetzt wurde bekannt, daß die übrigen 4 Berliner Einrichtungen (Senioren-Domizil Prenzlauer Berg, Senioren-Domizil Tempelhof, Senioren-Domizil Britz und das Senioren-Domizil Lichtenberg) mit fast 450 Pflegebetten vom Berliner Betreiber Vivantes übernommen werden. Betreiber Vivantes, ein kommunales Krankenhaus-Unternehmen, baut damit seine führende Stellung durch dann annähernd 3000 Pflegeplätze in 6 Berliner Bezirken aus.

Hecht ist damit neben Brandenburg mit noch 3 Pflegeheimen, alle in Bad Münder (Kreis Hameln-Pyrmont, NI), präsent. ID 1380194305


Aufnahmestopp für Alloheim in Haltern bleibt bestehen

26.11.2018. „Alle Auflagen erfüllt“ verkündet Betreiber Alloheim für seine Seniorenresidenz Sythen am See (Kreis Recklinghausen, NW). Gleichwohl teilt die Heimaufsicht mit, daß der verhängte Aufnahmestopp vorerst weiter bestehen bleibt. Äußerungen aus dem Heimbeirat lassen in der Tat darauf schließen, daß sich die Situation insgesamt entspannt, der „Exodus von Heimbewohnern“ sei ausgeblieben. Dies wird wesentlich auf den erneuten Wechsel in der Heimleitung zurückgeführt, den dritten seit der Eröffnung im letzten Jahr. ID 5344


Wiederbelegungsverbot NRW: DRK klagt durch die Instanzen

22.11.2018. Seit diesem Sommer dürfen NRW`s Pflegeheime, die die gesetzlich geforderte Einzelzimmerquote nicht erfüllen, freie Betten in Doppelzimmern nicht neu belegen. Dagegen hat der DRK-Ortsvereins Ravensberg mit Unterstützung des Kreisverbandes geklagt und in erster Instanz verloren. Jetzt hat der Betreiber entschieden, in die zweite Instanz zu gehen. Ortsvereinsvorsitzender Keller: "Wir wollen erwirken, dass die Sperre für Häuser, die bereits mit den Um- oder Neubauten begonnen haben – so wie wir – zurückgenommen wird“. ID 4413.


Johanniter übernehmen Geesthachter Pflegeheim

19.11.2018. 07.12.2018. Die Korian-Gruppe will das Pforzheimer Soziale Netzwerk Schauinsland übernehmen.Mit der kürzlich erfolgten Neueröffnung am Bodensee bietet das 1990 gegründete Unternehmen  Schauinsland
Die Johanniter Seniorenhäuser haben zum 1. November das bisherige Vitanas Senioren Centrum Edmundsthal in Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg, SH) sowie eine geriatrische Klinik im Ort übernommen. Die 2006 eröffnete Einrichtung bietet 76 Pflegeplätze (56 Einzelzimmer), von denen zuletzt 74 belegt waren. Mit der Übernahme beider Einrichtungen sollen Synergien geschöpft, das Pflegeangebot für Pflegebedürftige verbessert werden. „Wir werden durch intensive Zusammenarbeit sämtliche Abläufe zum Vorteil für Patienten und Bewohner verbessern können“, so Carsten Schwaab, Geschäftsführer des Johanniter-Krankenhauses. ID 5414, 40Bet.


Schönes Leben-Gruppe kauft Gut Köttenich

(15.11.2018) Die Schönes Leben Gruppe meldet den Kauf der Wohnanlage für Senioren und Behinderte GmbH (Gut Köttenich Gruppe). Die betreibt mit etwa 1000 Mitarbeitern in NRW an 8 Standorten  vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit knapp 600 Pflegebetten (zuletzt zu etwa 90% belegt) sowie rund 150 Seniorenwohnungen an 7 Standorten. „Schönes Leben“ ist die Muttergesellschaft des Ulmer Heimbetreibers compassio, der in Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz knapp 30 Dauerpflegeeinrichtungen mit etwa 3000 Pflegebetten betreibt. Mit dem Kauf expandiert „Schönes Leben“ nach NRW.

Schönes Leben versteht sich selbst nicht nur als Pflegeanbieter, sondern hat zum Ziel „der modernste Anbieter von Dienstleistungen für Ältere zu werden. Dafür wollen wir in den Bereichen Pflege, modernes Wohnen und Dienstleistungen aller Art neue Marktstandards und Trends setzen“, so CEO Marc Hildebrand.   ID -955488497Bet


ORPEA will Premium-Segment erobern

(06.11.2018) Die franzöische Betreibergruppe ORPEA. Muttergesellschaft von knapp einem Dutzend deutscher  Betreiber wie Silvercare oder Seniorenpark Weser, will im Premium-Segment wachsen und übernimmt 7 Einrichtungen der Hamburger Axion-Gruppe. Das 2001 von Nikolas Tavridis gegründete Unternehmen ist spezialisiert auf das Premium-Segment und ist unter anderem als Interimsmanagement für Senioreneinrichtungen mit entsprechendem Anspruch tätig. In Hamburg betreibt es die Pflegeeinrichtung Elbschloss Residenz Klein Flottbek und die Seniorenwohnanlage Elbschloss Residenz. Die Übernahme steht noch unter Zustimmungsvorbehalt des Kartellamtes.

Darüber hinaus will ORPEA mit Tavridis ein gemeinsames Joint-Venture-Unternehmen gründen, das in Deutschland „Seniorenhäuser im Premium-Segment entwicklen wird“. so ORPEA. Das Premium-Segment fristet in Deutschland ein Nischendasein, laut marktd!alog-Datenbank werden gerade einmal rund 2% der Pflegebetten in diesem Bereich angeboten. ID 1851VeU, 434868198Bet.


Kreis Traunstein steht zu seinen Pflegeheimen

(08.11.2018) Der bayerische Landkreis hält an Pflegeheimen in eigener Trägerschaft fest. Landrat Siegfried Walch (CSU) hob ihre „ganz wichtige Aufgabe in der Region“ hervor. Angesichts des Wirtschaftsergebnisses für 2017 fiel diese Einschätzung freilich leicht: erstmals haben alle 3 Häuser ein positives Ergebnis erzielt, Resultat hoher Auslastung und besserer Pflegesätze. Mit einem Plus von knapp € 450.000 lag das Ergebnis der Kreisaltenheime Traunstein GmbH&CoKG um gut € 100.000 über dem Vorjahr.ID 1542184973Bet

Pflegeheim Hilaris hat neuen Eigentümer

01.11.2018. Betreiberin Constanze Masuch dementiert Insolvenzgerüchte, die nach der Zwangsversteigerung ihrer Immobilie, dem Alten- und Pflegeheim Hilaris in Bad Eilsen (Kreis Schaumburg, NI) aufgekommen waren. Die wurde kürzlich von Peter Schlokat, der in der Region drei vollstationäre Pflegeeinrichtungen betreibt, für € 1,15 mio. erworben. Der Betrieb laufe - so Frau Masuch - uneingeschränkt weiter, der Eigentumswechsel habe keinen Einfluß auf den Heimbetrieb. ID 10570


 

Alloheim will CMS-Pflegestifte übernehmen

31.10.2018. Rund 23 Pflegestifte der Kölner CMS-Consulting sollen von der Alloheim SE übernommen werden. CMS bietet rund 2000 Pflegebetten in 4 Bundesländern, der Schwerpunkt liegt in NRW.  Gegründet wurde CMS 1990 von der Familie Rosenthal. Alloheim-Geschäftsführer Rainer Hohman sagte, man freue sich, „dass wir die Gründerfamilie Rosenthal von einer Partnerschaft mit Alloheim überzeugen konnten“.

Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Kartellamtes. ID 1333094252Bet, 2097985991Bet


Korian gibt Gelsenkirchener Pflegeheim auf

28.10.2018. Das unter Curanum-Dach betriebene Franziskushaus in Gelsenkirchen (NW) wird ab 1.November von einer neuen, ebenfalls privaten Betreiberorganisation, geführt. Die 1989 eröffnete Einrichtung verfügt eigentlich über 72 Pflegebetten, fast ausschließlich in Doppelzimmern. Sie unterliegt daher einem Aufnahmestopp und war zuletzt von 60 Pflegebedürftigen belegt. Der neue Betreiber plant ab 2019 umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen. ID 1020


Paul-Gerhardt-Werk expandiert

27.10.2018. Nach der geplatzten Fusion mit der Diakonie Kork expandiert der Offenburger kirchliche Heimbetreiber nach Baden-Baden. Voraussichtlich ab Anfang 2019 übernehmen die Offenburger zwei Pflegeheime mit gesamt knapp 200 Betten eines ebenfalls kirchlichen Heimbetreibers, der damit sein  Engagement in der Altenpflege beendet. Alle verantwortlichen Aufsichtsgremien haben die Vereinbarung inzwischen abgesegnet.

Bisher betreiben die Offenburger 3 vollstationäre Pflegeheime mit insgesamt knapp 300 Pflegebetten  sowie knapp 140 Seniorenwohnungen ausschließlich in Offenburg.

ID 8546, 10503, -667692801Bet, 1478358210Bet

 

AWO übernimmt AWO-Pflegeheim und plant Zusammenschluß in Mecklenburg

27.10.2018. Der AWO Regionalverband Demmin übernimmt das AWO Altenpflegeheim Penzlin des benachbarten Kreisverbandes AWO-Müritz. Der ist durch Machenschaften früherer Leitungspersonen in erhebliche  finanzielle Schwierigkeiten geraten - wir berichteten.

Darüber hinaus regt Demmin den Zusammenschluß  der 4 AWO-Kreisverbände der Region zu einem gemeinsamen AWO-Verband „Mecklenburgische Seenplatte“ an. Der könne Aufgaben wir Qualitätsmanagement, Öffentlichkeitsarbeit und Datenschutz übernehmen. Die Regionalstrukturen sollten hingegen erhalten bleiben. ID 2631


BPA scheitert auch vor dem BGH

26.10.2018. In der seit 2016 laufenden Klage des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (BPA) gegen unzulässige Beihilfen kommunaler Betreiber ist der Verband nach Land- und Oberlandesgericht auch vor dem Bundesgerichtshof gescheitert. Der BGH hat die Beschwerde des Verbandes gegen die Nichtzulassung der Revision zurückgewiesen.

Im Kern ging es um die Subventionierung sozialer Leistungen, etwa von Pflegeheimen, durch kommunale Gliederungen. Im Heimbereich erreichen diese nicht selten 6stellige Beträge, bei Großstädten sind diese in der Vergangenheit auch schon Millionenbeträge angefallen. In der Praxis führen die zu Wettbewerbsverzerrungen gegenüber privaten Anbietern, die Verluste ggf. selbst tragen müssen. Insbesondere beim gegenwärtigen Fachkraftmangel fallen sie ins Gewicht, da kommunal Angestellte meist nach den deutlich höheren Tarifen des öffentlichen Dienstes bezahlt werden.

Die Klage richtete sich gegen die Stadt Regensburg als Träger ihrer Tochtergesellschaft Regensburger Seniorenstift GmbH.Die Stadt Regensburg begrüßte das Urteil als "Obsiegen (der) kommunalen Eigenständigkeit" und der historisch gewachsenen Aufgabe der Daseinsvorsorge "gegen globale Marktinteressen".


Radeberg reduziert Pflegeplätze

25.10.2018. Der Eigenbetrieb der Stadt Radeberg (Kreis Bautzen,SN) reduziert seine Pflegeplätze auf 170. Hintergrund ist, daß bisher keine neuen Pflegefachkräfte gewonnen werden konnten und die vorgeschriebene Fachkraftquote unterschritten sei. Immerhin könnten dadurch mehr Heimbewohner in stark nachgefragten Einzelzimmern unterkommen, so der OB in einer Pressemitteilung. Bisher werden nur knapp 60 Einzelzimmer in dem 1990 eröffneten Plattenbau angeboten.

Für das kommenden Jahr werde wegen der Minderbelegung ein Fehlbetrag von bis zu € 150.000 einkalkuliert. Im Jahr 2017 wurde noch ein Plus von gut € 200.000.- erwirtschaftet. ID 8405


DRK-Kreisverband stößt Pflegeheime ab

20.10.2018. Der DRK-Kreisverband Rendsburg-Eckernförde will  aus der Altenpflege aussteigen und seine 3 Pflegeheime im Kreis Rendburg-Eckernförde (SH)abstoßen. Wie der Kreisverbandsvorsitzende bestätigt, seien entsprechende Verträge mit einem französischen Investor bereits geschlossen, den Heimbetrieb soll eine in Berlin ansässige private Betreiberorganisation übernehmen. 2 der Pflegeimmobilien gehören dem Kreisverband. Hintergrund sei die „anhaltend schwierige finanzielle Lage“ der Pflegeheime, so der Vorsitzende. Die endgültige Entscheidung fällt die DRK-Kreisversammlung Anfang November.

Bisher hält der Kreisverband rund 230 Dauerpflegeplätze vor, die zuletzt zu 86% belegt waren. Ferner werden ein ambulanter Pflegedienst sowie Seniorenwohnungen vorgehalten. ID 877580325Bet

Münsteraner Klarastift in Bedrängnis

12.10.2018. Der im Juni verhängte Aufnahmestopp reißt ein tiefes Loch in die Kasse des Münsteraner Pflegeheims, die aktuelle Belegungsquote nähert sich der 80%-Marke. Insgesamt soll ein Defizit von rund 300.000 Euro aufgelaufen sein. Die Pflegemängel sind Ausdruck eines tiefer liegenden Problems, so das Ergebnis einer Wirtschaftprüfungsgesellschaft, die nach dem Aufnahmestop beauftragt wurde. Die gesamte Struktur des Stifts sei wirtschaftlich "risikobehaftet" und einer guten Pflege "nicht dienlich".  ID 10131

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NOVITA will Belegungsstopp für Penzberg aufheben

11.10.2018. Der neue Betreiber des Seniorenzentrums in Penzberg (Kreis Weilheim-Schongau, BY) will den vom früheren Betreiber selbst auferlegten Belegungsstopp aufheben. Dadurch sollten die Modernisierungsarbeiten ermöglicht werden. Die müssen zur Anpassung an die gesetzlichen Vorgaben und bis 2021 erfolgen, damit die Einrichtung nicht ihre Betriebserlaubnis verliert. Inklusive Kurzzeitpflege verfügt das Haus eigentlich über 122 Plätze, davon waren zuletzt 88 belegt. Der neue Immobilieneigentümer, die Münchner Thomas-Wimmer-Stiftung, will so bald als möglich mit der Modernisierung beginnen und hat jetzt Kontakt zur Heimaufsicht aufgenommen. NOVITA will keine Modernisierung, da sie zusammen mit WOB-Immobilien einen Neubau an anderer Stelle in Penzberg plant. ID 8790.

 

Betreiber Specht & Tegeler übernimmt drittes Pflegeheim

Mit dem Haus am Deichfluß in Stuhr (Kreis Diepholz, NI) übernimmt die gemeinsame Betreibergesellschaft der Spechtgruppe und  der tegeler Pflege & Gesundheit GmbH zum 1.November ihre dritte Pflegeeinrichtung. Der Pachtvertrag des noch-Betreibers Senioren Wohnpark Weser läuft aus und ist nicht verlängert worden.

Das Haus mit 72 Pflegeplätzen (33 Einzelzimmer), zuletzt zu fast 95% belegt, wurde 1998 neu eröffnet. Mit dem Haus am Deichfluß verfügt Betreiber Specht & Tegeler dann über gut 200 Pflegeplätze (ohne Muttergesellschaften) in Niedersachsen und Rheinland-Pfalz. ID 1277890215Bet


 

 



Paul-Wilhelm-Kraul-Haus erlegt sich Aufnahmestopp auf

Das vom DRK betriebene Pflegeheim in Velpke (Keis Helmstedt, NI) hat sich nach Beschwerden von Angehörigen selbst ein Aufnahmestopp auferlegt. Angehörige kritisieren vor allem Hygienemängel. Der DRK-Chef räumt „vorübergehende Personalengpässe“ und „zeitweilige Probleme mit einer Renigungsfirma“ ein.

Das Pflegeheim war im März 2018 um 44 Dauerpflegeplätze für Demenzkranke und Schwerstpflegebedürftige erweitert worden. ID 6941


Novita übernimmt am Montag den Betrieb des Penzberger Seniorenzentrums

28.09.2018. Das hat am Freitag des Landgericht München entschieden. Heimeigentümer Thomas-Wimmer-Stiftung (TWS) bestätigte, daß es "kein Betretungsverbot" gäbe. Die Richterin kritisierte die Beteiligten, sie würden den Streit "auf dem Rücken von 80 Heimbewohnern austragen". Der Anwalt der TWS kündigte Berufung an. Damit wäre die nächste Runde in dem Streit eröffnet. ID 8790

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AWO-Kreisverband Müritz kämpft um wirtschaftliche Existenz

Beim Kreisverband scheint es ans Eingemachte zu gehen: nach bisher noch unbestätigten Meldungen wurde das AWO Altenpflegeheim Penzlin (Kreis Mecklenburgische Seenplatte, MV) verkauft. Die 1993 eröffnete Einrichtung hält insgesamt 49 Pflegebetten vor, von denen zuletzt 48 belegt waren. Es ist die einzige Dauerpflegeeinrichtung in dem 4000-Seelenstädtchen.

Der Kreisverband macht schon länger durch negative Schlagzeilen von sich reden, der inzwischen ausgetauschten Führungsmannschaft wurden überhöhte Funktionärsgehälter, Mißwirtschaft und Korruption vorgeworfen. Auch die Gemeinnützigkeit scheint zur Disposition zu stehen. ID 1494014998Bet

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Betreiber-Frischling startet mit zwei Neueröffnungen

26.09.2018. Eine letztes Jahr neu eingetragene Betreiber-GmbH nimmt Anfang Oktober mit gleich 2 Neueröffnungen in Neumünster (SH) und Remscheid (NW) den Heimbetrieb auf. Für 2019 und 2020 sind mindestens zwei weitere Neueröffnungen geplant. ID 5940, 8300, 1537974174Bet.

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Cura Sana auf Wachstumskurs

21.09.2018. Mit der Fertigstellung des neuen Pflegeheims im rheinhessischen Sprendlingen steht der Betreiber aus Bad Camberg kurz vor dem Durchbruch der Schallmauer von 1000 Pflegebetten. Geknackt wird die voraussichtlich noch dieses Jahr, denn  zwei weitere Neueröffnungen sind noch für 2018 geplant.ID -1777368007Bet

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Rastatter Martha-Jäger-Haus soll unter die Fittiche des Klinikums Mittelbaden schlüpfen

21.09.2018. Das einzige kommunale Pflegeheim Rastatts (BW) soll zum 1.1.2019 unters Dach des ebenfalls kommunalen Klinikums Mittelbaden schlüpfen. So stand es in der Vorlage zur Gemeinderatssitzung am 24.September. Da Verwaltungs- und Finanzausschuß bereits zugestimmt haben, gilt ein entsprechender Beschluß des Gemeinderats als sicher.

Das Klinikum betreibt bereits 5 Seniorenheime mit insgesamt knapp 600 Betten im Kreis Raststatt. ID 6428


SeniVita und das BRK kooperieren

21.09.2018. Die  SeniVita Social Care, Betreiber hauptsächlich von Seniorenwohnanlagen und der Kreisverband Bayreuth des BRK wollen künftig enger zusammenarbeiten. In der Vergangenheit konnten beide Anbieter bereits erfolgreich im Bereich der Speisenversorgung kooperieren.

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"SeniorInnenEinrichtungen der Hansestadt Lübeck" richten sich neu aus

20.09.2018. Die städtischen Senioreneinrichtungen stehen vor einschneidenden Veränderungen. Fest steht bereits die Schließung von 2 der 8 Seniorenheime. Die Einrichtung in der Schönböckenerstraße soll bereits im Dezember 2018 geschlossen werden statt, wie ursprünglich vorgesehen, im Juni 2019.

Für drei der verbleibenden 6 Einrichtungen steht die Entscheidung über deren Zukunft an. Sie sind stark modernisierungsbedürftig, da  allesamt seit fast 50 Jahren in Betrieb. Bis Frühjahr 2019 soll die Entscheidung fallen. ID -7827927Bet.

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Ab Oktober: der neue BetreiberReport !

 

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Diakoniewerk Bethel tritt aus der Diakonie aus

15.09.2018. Das Diakoniewerk Bethel hat die Diakonie Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und den Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland verlassen und benennt sich in Gesundheitswerk Bethel um. Damit kommt es einem Rauswurf zuvor.

Hintergrund waren Recherchen des Recherchenetzwerkes Correctiv, dass das dubiose Geschäftsmodell des vormaligen Diakoniewerks Bethel (nicht zu verwechseln mit den v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel) unter die Lupe nahm und die Staatsanwaltschaft u.a. wegen Unterschlagung zu Ermittlungen veranlasste. Diese wurden später mangels Beweis eingestellt. Die Diakonie kam dennoch zu dem Ergebnis, dass Grundsätze diakonischer Arbeit erheblich verletzt wurden.

Das Gesundheitswerk betreibt mehrere Kliniken und ist in der Altenpflege in 4 Bundesländern aktiv, knapp 1.000 Dauerpflegeplätze werden vorgehalten. ID 1380395864Bet

Zum Correctiv-Originalbeitrag (aus 2017).

 

Streit um Penzberger Seniorenzentrum nimmt skurrile Formen an

15.09.2018. Im Streit um den Betrieb des einstigen städtischen Seniorenzentrums (wir berichteten) konnten sich Neueigentümer Thomas-Wimmer-Stiftung (TWS)und der ursprünglich vorgesehene Betreiber Novita GmbH bzw. die dahinterstehende-Stiftung nicht einigen. Damit ist weiterhin offen, wer ab 1.Oktober Betriebsträger des Pflegeheims ist. Die Novita-Stiftung hat inzwischen einen Rechtsanwalt eingeschaltet, will die Betriebsträgerschaft notfalls per einstweiliger Verfügung erzwingen.

In besagtem Treffen hatte die der AWO-München nahestehende TWS der Novita-Stiftung einen 4jährigen Betreibervertrag angeboten unter der Bedingung, die erforderlichen Umbauten im laufenden Betrieb vornehmen zu können. Bis spätestens 2024 muß die Pflegeeinrichtung den geltenden Betriebsvorgaben angepaßt werden. Das hat die Novita-Stiftung abgelehnt. Sie favorisiert nach dem Auslaufen des jetzigen Betreibervertrages einen Ersatzbau an anderer Stelle. Mit im Boot: die Grünwalder WOB-Immobilien, die den Ersatzbau als Kapitalanlage vermarkten will. ID 8790.

Update 17.09.2018: Nach ersten Meldungen hat das Landgericht München II dem Antrag der NOVITA auf einstweilige Anordnung stattgegeben. Damit kann NOVITA die Betriebsträgerschaft des Penszberger Seniorenzentrums für 4 Jahre vorerst übernehmen zu den Bedingungen des vorherigen Betreibers. Zwar ist die TWS Eigentümer der Immobilie, rechtskräftig ist das aber erst mit Eintragung im Grundbuch. Das aber kann dauern. Die TWS hat nach eigenen Angaben noch keine Kenntnis von der Gerichtsentscheidung, will aber ggf. Beschwerde dagegen einlegen. Eine Entscheidung in der Hauptsache ist die einstweilige Anordnung nicht. Aber auch diese Entscheidung kann dauern.

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Betreiberkette Korian präsentiert Halbjahresergebnis 2018

13.09.2018. Der französische Korian-Konzern, in Deutschland Muttegergesellschaft zahlreicher Betreibergesellschaften wie Curanum und Casa Reha, präsentiert sein Halbjahresergebnis 2018. Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung verkündet, "erwirtschaftete der Korian-Konzern im ersten Halbjahr 2018 einen Umsatz von 1.634 Mio. Euro".Der operative Gewinn "steigt auf 143 Mio. Euro, was 8,8% des Umsatzes entspricht". Der "Nettogewinn des Konzerns beträgt 55 Mio. Euro (+43.3%)."

 


Personelle Änderungen in der CURATA-Geschäftsführung

 

10.09.2018. In der Geschäftsleitung der Berliner Betreibergesellschaft kommt es zu Änderungen: Thomas Paul, neben Dieter Wopen einer der beiden Geschäftsführer, tritt aus dem Unternehmen aus. Wopen würdigt die Verdienste Pauls als „Architekt der neu erstarkten Gesellschaft“.  ID 907913038

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AWO Oberlausitz startet neuen Pflegedienst

04.09.2018. Zum 1.September ist der zweite Pflegedienst des Arbeiterwohlfahrt-Kreisverbandes Oberlausitz in Löbau (Kreis Görlitz, SN) in Betrieb gegangen.  In Görlitz besteht bereits ein mobiler Pflegedienst, der zuletzt 42 pflegebedürftige Senioren betreute.

Der neue Dienst richtet sich auch an behinderte Menschen. Hier sieht AWO-Kreisgeschäftsführer Reinke entsprechende Nachfrage - rund 160 geistig Behinderte betreut sein Verband bereits in 2 Wohnheimen und in Außenwohngruppen. ID 907913038


Samariterstift gibt Pflegeheim auf

30.08.2018. Die Samariterstiftung will den Pachtvertrag für ein Pflegeheim im Kreis Böblingen auslaufen lassen. Bis dahin ist die Fertigstellung eines kleineren Pflegeheim-Neubaus geplant.

Auslöser waren "deutlich andere Pachtvorstellungen" des neuen Eigentümers Primus Concept. Der hatte die Einrichtung von einem Hamburger Investor gekauft, der sie im letzten Jahr wiederum vom Landkreis erworben hatte. ID 959


DOREA wächst auch in Bayern

23.08.2018. Mit Übernahme eines privat betriebenen Pflegeheims im Kreis Wunsiedel (BY) betreibt die Berliner Kette ihre dritte Pflegeeinrichtung in Bayern. Das 1991 eröffnete Haus wurde 1994 und 2000 erweitert und bietet aktuell 147 Dauerpflege und 36 Seniorenwohnungen. Das bisherige Betreiberehepaar zieht sich in den wohlverdienbsten Ruhestand zurück. ID 10313

 


16.08.2018

DRK-Offenbach plant offenbar Verkauf

seiner 5 Pflegeheime. Das geht jedenfalls aus unbestätigten Meldungen hervor. Am einzigen Standort mit einer Mitarbeitervertretung ist für heute eine Betriebsversammlung angesetzt. Zwei der 5 Einrichtungen gehören dem DRK, die drei anderen sind von unterschiedlichen Eigentümern gepachtet. Insgesamt bietet das DRK knapp 600 Pflegeplätze in der Stadt und im Landkreis Offenbach an. Ob ein weiterer Wohnpark und zwei ambulante Pflegedienste ebenfalls betroffen wären, ist nicht bekannt. Käufer soll eine private Berliner Betreiberkette sein.

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ID -2130192788Bet


Deutsche Wohnen wächst bei Seniorenangeboten

15.08.2018. Deutschlands zweitgrößte Wohnungsgesellschaft wächst überproportional bei Seniorenangeboten. Das weist der jetzt veröffentlichte Halbjahresbericht zum 30.06.2018 mit einem Konzerngewinn von insgesamt € 652,7 mio. aus.

Im Seniorenbereich ist die Deutsche Wohnen vor allem über Zukäufe gewachsen. Soweit diese selbst betrieben werden, wurden die Neuerwerbungen in ihre Unternehmenstochter Katharinenhof eingegliedert, so die Einrichtungen der Hamburger Senbiorendomizile.  Darüber hinaus wurde im April eine Minderheitsbeteiligung an den 13 Einrichtungen der Hamburger Pflege & Wohnen vom neuen Eigentümer Oaktree erworben. Aus dem Bestand eines Regensburger Eigentümers wurden im Februar 7 Pflegeeinrichtungen gekauft, Betreiber ist die Korian-Groupe.

Insgesamt seien, so die Deutsche Wohnen, 30 Pflegeeinrichtungen mit rund 4.700 Pflegeplätzen für gesamt € 680 mio. erworben worden.Der "Nutzen- und Lastenwechsel stehen unter den marktüblichen Vollzugsbedingungen und wird für das 4.Quartal 2018 erwartet". -1794VeU

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Caritas im Hochsauerlandkreis übernimmt hessisches Pflegeheim

08.08.2018.  Ein im hessischen Bad Wildungen gelegenes Pflegeheim wurde zum 1.August im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrages vom Caritasverband des benachbarten Hochsauerlandkreises (NW) übernommen. Nach 2 Jahren soll die Kooperation unter dem Gesichtspunkt einer dauerhaften Übertragung der Betriebsträgerschaft bewertet werden.

Der bereits seit längerer Zeit zu beobachtende Trend zur Konsolidierung kirchlicher Heimbetreiber, von dem bisher überwiegend größere Organisationen betroffen waren, scheint sich zunehmend auch „in der Ebene“ fortzusetzen. 11 derartige Fusionen/Kooperationen wurden in den letzten Monaten erfasst.

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ID 1706, -344157813Bet

 

Betreiber DOREA erstmals in Baden-Württemberg präsent

Mit Übernahme einer kleinen privaten Betreiberkette ist der Berliner Heimbetreiber erstmals in Baden-Württemberg präsent. Der in den 1960er Jahren gegründete Betreiber bietet an 4 Standorten in den Landkreisen Rems-Murr und Schwäbisch Hall teils mehrgliedrige Pflegeeinrichtungen mit rund 440 Dauerpflegeplätzen (zuletzt zu rund 95% ausgelastet) und knapp 30 Seniorenwohnungen.  Jetzt sollen die Pflegeeinrichtungen fit gemacht werden für die künftig geltenden Betriebsvorgaben. Die Transaktion steht noch unter Genehmigungsvorbehalt der Kartellbehörde.

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ID 1408710004Bet


02.08.2018

Rosenheimer Seniorenresidenz vor Schließung bewahrt

Nicht einmal zur Hälfte belegt war zuletzt ein Pflegeheim im bayerischen Landkreis Rosenheim. Es war das Resultat eines von der Aufsichtsbehörde verhängten Aufnahmestopps, in dessen Folge sogar eine vollständige Heimschließung im Raum stand. Es war dem kommunalen Heimbetreiber bis zuletzt nicht gelungen, beanstandete Mängel zu beheben. Das wirtschaftliche Ergebnis: tiefrote Zahlen.

Nun hat der Initiator des erst vor 4 Jahren entstandenen Pflegeheims, ein örtliches Immobilienunternehmen, selbst die Zügel übernommen. Nachdem kein neuer Heimbetreiber gefunden werden konnte fiel der Entschluß, die Sache in die eigenen Hände zu nehmen. Die Eigentümergemeinschaft der Immobilie stimmte dem ebenso zu wie die Heimaufsicht. Seit 1.August ist der Immobilienunternehmer nun auch Heimbetreiber. Rund 300.000 Euro will er in eine neue Großküche, EDV-Anlage und zusätzlichem Gastronomieangebot investieren. In knapp 1 Jahr sollen die Zahlen der Einrichtung unter`m Strich wieder schwarz sein.

ID 10279


25.07.2018

Deutscher Orden übernahm zwei Pflegeheime

Zum 1.Juli übernahm  die Unternehmenstochter des Deutschen Ordens, die Deutschordens Altenhilfe GmbH, zwei Pflegeheime in Bayern mit insgesamt rund 100 Dauerpflegeplätzen. Der Deutsche Orden betreibt damit jetzt 13 Dauerpflegeeinrichtungen mit knapp 1200 Pflegebetten in 4 Bundesländern, Schwerpunkt ist Bayern und NRW.

ID 106Bet

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17.07.2018

DRK Mannheim zieht sich aus der Dauerpflege zurück

Das DRK hat sein einziges Pflegeheim an einen Investor verkauft. Den Heimbetrieb übernahm eine privaten Betreiberkette. Die 1985 eröffnete Einrichtung mit voll- und teilstationärem Pflegeangebot ist modernisierungsbedürftig und entspricht (noch) nicht den künftigen Betriebsvorgaben.

ID 6840


06.07.2018

Personalkarussell bei SeniVita dreht sich munter weiter

Nach den erst kürzlichen Veränderungen in den Leitungsebenen der Gruppe dreht sich das Personalkarussell weiter. Der erst im März berufene Peter Dressendörfer räumt seinen Stuhl wieder. Dafür übernimmt Dr.Horst Wisent, Unternehmensgründer und bis 2016 Vorstandsvorsitzender wieder diesen Posten. Mit Wisent wolle man, so eine Unternehmensmitteilung, wieder an die "erfolgreiche Phase anschließen".

ID  -37573697Bet


05.07.2018

Deutsche Wohnen kauft Anteile am Heimbetreiber Pflege und Wohnen

Teile des erst letzten Jahres vom Hedgefonds Oaktree gekauften größten Hamburger Heimbetreiber "Pflege & Wohnen" sollen an den Berliner Konzern Deutsche Wohnen weiterverkauft werden. Darüber informierte jetzt Geschäftsführer Flotow die Mitarbeiter per Hausmitteilung. Es sei immer klar gewesen, daß Oaktree "dauerhaft kein Pflegeanbieter sein könne", heißt es darin. Das träfe dann wohl auch auf die Muttergesellschaft Vitanas zu. Zudem soll dem Verkauf der Minderheitsbeteiligung an der Pflege & Wohnen GmbH demnächst der Komplettverkauf folgen. Das Kartellamt muß das Vorhaben noch absegnen.

Die Deutsche Wohnen ist auf dem Hamburger Pflegemarkt bereits durch die 2017 erworbenen Hamburger Seniorendomizile, heute der Betreibertochter Katharinenhof zugeschlagen, präsent.

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ID 92Bet


27.06.2018

Heimaufsicht Hagen verhängt erneut Aufnahmestopp

Nach einem ersten Aufnahmestopp im vergangenen Dezember wurde jetzt für die gleiche Pflegeeinrichtung ein neuer Stopp von der Heimaufsicht verhängt. Die Gründe sind identisch: Mängel in der Pflegedokumentation.

Daß die Dokumentation nicht nur lästige Pflicht, sondern pflegerisch geboten sind, belegt dieser aktuelle Fall. Bei einer Bewohnerin entstand ein Dekubitus (Druckgeschwür), weil aufgrund eines fehlenden Vermerks vergessen wurde, die Patientin beizeiten zu bewegen.

Die daraufhin erfolgte Entlassung der Pflegedienstleitung mutet wie ein Bauernopfer an, hatte sie doch den Betreiber mehrfach per Überlastungsanzeige über zu wenig Personal und Überlastung des vorhandenen Pflegepersonals informiert.

Der Betreiber macht den Fachkraftmangel verantwortlich. Einträge in die Dokumentation seien unterblieben, weil teilweise eingesetztes ausländisches Personal  mit dem EDV-System überfordert sei.

ID 1259


26.06.2018

Der Konsolidierungsprozeß diakonischer Träger geht weiter

Die brandenburgische Martinshof Rothenburg Diakoniewerk und die Stiftung Diakonie Görlitz-Hoyerswerdae wollen zum Jahreswechsel fusionieren. Beide Unternehmen sind auch in der Seniorenpflege aktiv.

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Aedifica erwirbt  Seniorenresidenz in Sachsen-Anhalt

(Kreis Anhalt-Bitterfeld). Der Kaufpreis wird auf rund 10 mio,Euro beziffert.

Die Immobilie wurde 2006 eröffnet und kontinuierlich modernisiert und zuletzt 2011 für rd. 3 mio.Euro erweitert. Aktuell bietet sie 90 Pflegeplätze (ausschließlich Einzelzimmer)  im Hausgemeinschaftsmodell (zuletzt 87 belegt) sowie 36 Seniorenwohnungen und einen ambulanten Pflegedienst. Der Alteigentümer soll die Einrichtung auch künftig betreiben, ein entsprechender Pachtvertrag wurde abgeschlossen.

ID 4474


21.06.2018

 

NRW: Heimaufsicht droht kommunalem Heimträger mit Belegungsstopp

Grund sollen "zwei Vorfälle in der Pflege" sein. Die Geschäftsführung zog inzwischen juristischen Beistand hinzu.

Der Sozialausschuß der betroffenen Großstadt will in Kürze den Sachverhalt beraten. Ohnehin macht man sich dort Gedanken über die Zukunftsaussichten des Pflegeheims und plant, eine Unternehmensberatung mit der Ausarbeitung tragfähiger Konzepte zu beauftragen.

Die Einrichtung hält gut 100 Pflegebetten vor, der Einzelzimmeranteil beträgt rund 96%.

Update 30.Juni: Der Aufnahmestopp wurde inzwischen verhängt. Bis Jahresende darf das Haus keine neuen Bewohner aufnehmen.

ID 10131


19.06.2018

 

Heimaufsicht verlängert Belegungsverbot für Pflegezentrum im Kreis Soest

ein Pflegeheim im Kreis Soest (NW) , weil die bereits im letzten Jahres vorgefundenen „gravierende(n) Pflegemängel“ im Wesentlichen fortbestehen.

Damit kann der größte Bereich des aus verschiedenen Häusern bestehenden Einrichtung auch weiterhin nicht belegt werden. Von den vorhandenen Pflegeplätzen kann weniger als die Hälfte belegt werden. Nach Aussage der Aufsichtsbehörde läßt sich in „einem Haus die ordnungsgemäße Versorgung viel leichter sicherstellen“, so der Sprecher der Kreisverwaltung.

Als Mängel wurden Druckgeschwüre und offenen Wunden, nicht dokumentierte Flüssigkeits- und Nahrungsabgaben festgestellt. Verschärfend hinzu kamen fehlendes Pflegepersonal sowie Dissonanzen innerhalb des Pflegeteams. Ein Auszubildender hatte mit seiner Meldung an die Heimaufsicht den Stein ins Rollen gebracht.

ID 10128

 


13.06.2018

 

Aufnahmestopp für ALTERA - Seniorendomizil Frankenthal verlängert

Der insbesondere wegen Personalmangel  verhängte Aufnahmestopp (wir berichteten), ursprünglich bis Ende Juni, wurde um voraussichtlich 3 Monate verlängert. Zwar konstatierte die Heimaufsicht eine "positive Entwicklung" der Einrichtung, noch aber müßten Probleme im Personalbereich gelöst werden, nennt insbesondere "freiberufliche Geschäftsmodelle" und Leasingkräfte. Der neue Geschäftsführer des Betreibers, erst wenige Tage im Amt, versprach die "Hausaufgaben zu machen".

In der Einrichtung mit rund 120 Pflegeplätzen leben derzeit noch 74 Pflegebedürftige.

ID 3750


01.06.2018

Beschwerden über Vitanas-Einrichtungen nehmen zu

Seit Übernahme der Vitanas-Pflegeheime durch einen amerikanischen Hedgefonds soll sich die Personalsituation "drastisch verschlechtert" haben, so eine Stimme aus Kreisen des Beliner  Betriebsratskreisen. Rund 3 Dutzend Angehörige äußern in einem offenen Brief an die Vitanas-Geschäftsleitung massive Kritik. Die Einrichtung in Berlin-Lankwitz etwa sei zunehmend "verwahrlost", Zimmer schmutzig, Reparaturen würden nicht mehr erledigt. Der Arbeitsdruck habe sich spürbar erhöht, Tätigkeiten, die früher von 5 Pflegekräften durchgeführt wurden, würden "plötzlich nur noch durch 3 Pflegekräfte erledigt".

Nach Angaben des Gesamtbetriebsrates,seien "32 Schichten innerhalb von 3 Wochen gestrichen" worden.

Der Betreiber bestreitet eine Unterbesetzung, will sich aber ansonsten nicht zu internen Arbeitsabläufen äußern. Die Heimaufsicht sieht aktuell keine ordnungsrechtliche Handhabe.

 


26.05.2018

 

Neuer Betreiber für insolvente BTW-Pflegeheime gefunden

Die Zukunft der vier Thüringer Pflegeheime der insolventen BTW-Immobiliengruppe (Hamburg) ist gesichert. Eine Thüringer Betreibergruppe will den Betrieb der Heime, voraussichtlich ab August, übernehmen.

Details im T!ckerSelect

ID 1079, 1080, 2054, 5349, 82Bet, 1942143415Bet


25.05.2018

Heimbetreiber Domus Cura übernimmt 4 Pflegeheime

Die im September neu gegründete, in Baden-Württemberg ansässige Betreibergesellschaft hat zum 1.Mai vier Pflegeeinrichtungen übernommen. Bisher managte das Unternehmen eine Einrichtung im bayerischen Kreis Miesbach.

Nach Unternehmnsangaben werden damit 377 Dauerpflege- und 15 Tagespflegeplätze vorgehalten, hinzu kommen 35 Seniorenwohnungen.

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ID -144809123Bet


23.05.2018

Sanakliniken steigen sukzessive aus der Seniorenpflege aus

Nach der Schließung der Pflegeeinrichtung in Kummerfeld (Kreis Pinneberg, SH), dem Verkauf einer Einrichtung in Düsseldorf Anfang 2017 befinden sich noch fünf Pflegeeinrichtungen in Trägerschaft des Krankenhauskonzerns. Die sollen mittelfristig an neue Betreiber übergeben werden. Derzeit werden Verkaufsverhandlungen für die in Hameln (NI) befindliche Einrichtung geführt.

ID 200, 1534, 8133, 9134, 9456

 


18.05.2018

 

 

Hesena expandiert nach Wilhelmshaven

Mit Übernahme /Kauf von 3 Pflegeimmobilien in der niedersächsischen Großstadt Wilhelmshaven (knapp 80.000 Einwohner) setzt der kleine Berliner Heimbetreiber hesena Management GmbH neue Akzente in seiner Expansionsstrategie. Wurden bisher an 6 Standorten in Berlin, Sachsen, Niedersachsen und NRW knapp 500 Pflegebetten vorgehalten, kommen nun rund 100 weitere am Standort Wilhelmshaven dazu.

Eine Modernisierung der überalterten Bausubstanz Wilhelmshavener Pflegeimmobilien, von denen sich einige auf dem Altersniveau ihrer Bewohner bewegen, steht - zumindest bisher - nicht in Aussicht.

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ID -759649307Bet

 


 

17.05.2018

Kursana-Mutter Dussmann

erzielte 2017 mit einem Umsatzplus von 10,4% ein starkes Wachstum und konnte damit den Umsatzerlös auf 2,2 mrd.Euro steigern. Wesentlich dazu beigetragen haben die Geschäftsfelder Facility Management sowie Care & Kids, hierzu gehört die Betreibertochter Kursana-Residenzen.

Für 2018 hat Dussmann sich „nachhaltiges Wachstum“ zum Ziel gesetzt. Im Seniorenbereich wolle man in diesem Jahr 2 neue Residenzen eröffnen (lt.marktd!alog-Daten im Kreis Wesel, NW; Kreis Lahn-Dill, Hessen. Eine weitere Neueröffnung hat marktd!alog für 2019 in Oberhausen erfasst).

ID 86Bet


09.05.2018

 

Frankenthal: Schließung vom Tisch, Aufnahmestopp bleibt

Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerien Bätzing-Lichtenthäler (43, SPD) begründete vor dem Gesundheitsausschuß des Landtages die Lockerung der durch die Heimaufsicht verhängten Auflagen für das ALTERA- Seniorendomizil (wir berichteten Anfang März). So wurde auf die Schließung eines Wohnbereichs verzichtet. Bewohner und Angehörige des vorwiegend von Demenzkranken bewohnten Bereiches waren mit einem dadurch erforderlichen Umzug innerhalb dies Hauses nicht einverstanden. Es gälte, so die Ministerin, deren "Selbstbestimmungsrecht zu achten".

Zwar nannte sie die im Heim vorgefundenen Mißstände beim Namen, das vorgelegte Verbesserungkonzept des Betreibers, Tochtergesellschaft eines Baunternehmens, zeige jedoch das "Bemühen um Verbesserung". Auch wurde zwischenzeitlich ein neuer Heimleiter eingestellt, es werde intensiv um neue Pflegefachkräfte geworben.

Die Ministerin setzt auf Kooperation statt Sanktion: "Ihr habt eine neues Konzept, aber wir lassen euch nicht aus den Augen". Daher werde die Schließung aufgehoben, aber es bleibt beim Aufnahmnestopp, vorerst bis September.

ID 3750

 


 

08.05.2018

GesA übernimmt interpares

Nach einer rund 2jährigen Pause meldet sich die Goslarer Betreibergesellschaft GesA (Gesellschaft für soziale Aufgaben) mit der Übernahme des Berliner Heimbetreibers inter pares mit einem Paukenschlag im deutschen Pflegemarkt zurück. inter pares betreibt an 3 Standorten in Schleswig-Holstein und Sachsen vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit rund 300 Betten sowie weitere Seniorenwohnangebote. inter pares ist auf Wachstumskurs, an praktisch allen bestehenden sowie mindestens 2 neuen Standorten sind Bauarbeiten im Gang oder geplant.

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ID 1375880890Bet, -657376372Bet


05.05.2018

 

Caterer Klüh öffentlich gefeuert

Reichlich holprig verlief der Betriebsübergang des bisher kommunalen Seniorenhaus Korschenbroich an den neuen Betreiber, die ebenfalls kommunalen Rhein-Kreis-Neuss Kliniken GmbH. Zu einer Sitzung des Sozialausschusses trat Klinikchef Rüsken einen fast 2stündigen Canossagang an und entschuldigte sich für die Pannen bei den zahlreich erschienen Besuchern, stellte sich sogar deren vielen kritischen Fragen. Leiharbeitskräfte, Kommunikationspannen und die Begleitumstände des laufenden Modernisierungsbaus, vor allem aber die Verpflegung waren die bestimmenden Themen. "Das Essen ist fürchterlich, respektlos den alten Menschen gegenüber" fand soger Küchenchef Jürgen Martens. Auf Nachfrage eines Abgeordneten sprach Klinikchef Rüsken dem Caterer Klüh öffentlich die Kündigung aus "wir werden sie rausschmeißen".

Insgesamt gelobte Rüsken Besserung. Man sei von der "Fülle der Aufgaben", die die Heimübernahme mit sich brachte, "überrascht worden". Das Seniorenhaus ist die erste Einrichtung der Altenhilfe unter dem Dach des Klinikums.

ID 6602

 


03.05.2018

 

Elisabeth Vinzenz Verbund übernimmt Hildesheimer Verbund

Die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul in Hildesheim hat den bisher eigenständigen Vinzenz-Verbund Hildesheim in die Struktur des überregional tätigen Elisabeth Vinzenz Verbundes (Berlin) überführt.  Damit soll die „Zukunftsfähigkeit...im gemeinsamen christlichen Sinne“ sichergestellt werden, so die Hildesheimer Generaloberin, Schwester Slaby. Olaf Klok, Geschäftsführer des Verbundes, will die Eigenständigkeit und individuelle Unternehmenskultur bewahrt wissen. Ziel sei es, „intensiv voneinander zu lernen und...eine aktive Vernetzung...zu erreichen.“

Der in Berlin ansässige Verbund ist damit jetzt auch in der stationären Altenhilfe tätig. Bisher 12 Krankenhäuser wachsen um 3 sowie vier bisher von Hildesheim aus betriebenen Pflegeimmobilien.

Zur Unternehmensgruppe gehören auch die pro care Service GmbH (Berlin) und Pro Care Nord GmbH (Berlin) mit Angeboten in der Gemeinschaftverpflegung und der Hauswirtschaft.

Leistungsprofil Altenhilfe

ID -132401021Bet

 


20.04.2018

 

 

Hamburger Caritasverbände fusionieren

Die vier von Geldsorgen geplanten Caritas-Verbände im Bistum Hamburg verschmelzen unter dem Namen Caritas im Norden zu einem Verband. Insgesamt werden damit 180 Einrichtungen - darunter viele Angebote für Senioren - mit knapp 1900 Beschäftigten unter einem Dach vereint. Damit sollen Synergieffekte gehoben und Kosten eingespart werden. Gewonnener Freiraum - etwa durch schlankere Verwaltungsstrukturen, soll Raum für Kreativität, für mehr Entscheidungsmöglichkeiten schaffen.

Sitz des neuen Verbandes soll Schwerin werden, der mecklenburgische Landesverband ist der mit Abstand größte der beteiligten  Akteure.

 


09.04.2018

 

Alloheim in NRW auf Expansionskurs

Die Segel Alloheims scheinen unter dem neuen Eigentümer Nordic Capital gesetzt, der Kurs geht in Richtung Expansion. Erster Hafen: NRW. Dort soll die Cosmas-Beteiligungsgesellschaft übernommen werden. Deren wichtigste Beteiligung: die Itertalklinik-Seniorenresidenzen. Die betreiben in Aachen und der umliegenden Region 6 Seniorenzentren mit knapp 500 Pflegeplätzen und über 200 Seniorenwohnungen. Mehrheitsgesellschafter und Geschäftsführer von Cosmas und der Itertalklinik ist mit Christoph Kösters, von Hause aus Arzt, identisch.

Genehmigt das Kartellamt, das der Übernahme noch zustimmen muß, den Deal, käme auch die Seniorenresidenz in Simmerath indirekt wieder unter Alloheims Fittiche. Nur dessen Übernahme durch die Itertal-Kliniken konnte das Haus, bis 2016 von Alloheim betrieben, vor einer drohenden Heimschließung bewahrt werden.

Darüber hinaus verzeichnet die marktd!alog-Datenbank 13 weitere Bauprojekte Alloheims, knapp die Hälfte davon ebenfalls in NRW.

ID 2097985991Bet, 1385961273Bet

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27.03.2018

 

Erneut Aufnahmestopp für eine Alloheim-Einrichtung

Eine weitere Pflegeeinrichtung der Alloheim Senioren-Reidenzen ist von einem Aufnahmestopp betroffen, verhängt von der Heimaufsicht des Kreises Rhein-Erft (NW). Vorausgegangen waren wiederholte Beschwerden von Angehörigen und einer anlaßbezogenen Prüfung durch den MDK, die festgestellten Mängel wurden nicht beseitigt.

Das Pflegeheim wurde 2017 von Alloheim übernommen und verfügt insgesamt über knapp 90 Pflegeplätze, die zuletzt fast vollständig belegt waren. Hintergrund sind fehlende Pflegefachkräfte, die der Betreiber mit Personalausfällen durch die Grippewelle begründet.

Dem Betreiber wurden wöchentliche Berichtspflichten auferlegt.

ID 9271

Mehr Details im nächsten PflegeheimReport


23.03.2018

 

Pflegezentrum trübt Klinik-Bilanz

Rund 3 Millionen hätte das Plus in der Bilanz des letzten Jahres  der Elmshorner Regio-Klinik betragen können, wenn es das letzte im Unternehmen verbliebene Pflegeheim nicht gäbe. Dessen eigentlich geplante Schließung wurde vom Landkreis verhindert, allerdings mit einem "goldenen Handschlag", während ein zweites Pflegeheim der Regio-Klinik tatsächlich geschlossen wurde.

So betrug das Plus nur noch knapp € 1,7 mio. Immerhin, denn im Jahr 2016 stand noch ein Minus von € 2,6 mio. in der Klinikbilanz der Sana-Tochter. Der Verlustvortrag aus den zurückliegenden Jahren beläuft sich aber immer noch auf fast 100 Millionen.

ID 112Bet

 

Was macht ein katholisches Pflegeheim aus ?

Darüber diskutierten rund 30 Geschäftsführer und Gesellschafter von Senioreneinrichtungen vergangenen Mittwoch bei einer Veranstaltung der Beteiligungsgesellschaft des Bistums Essen.  Ihr Ziel: das "christliche Profil zu stärken". Nach den Einleitungsvorträgen wurde das Thema in 3 Workshops, eines unter Leitung eines Markensoziologen, diskutiert und praktische Beispiele vorgestellt. Die stärkere Einbindung katholischer Pflegeheime in das Leben der örtlichen Kirchengemeinde sowie die seelsorgerische Weiterbildung der Heimmitarbeiter waren einige der Ergebnisse des Treffens.

Der Veranstalter Beteiligungsgesellschaft des Bistums Essen mbH beteiligt sich an Trägern sozialer Einrichtungen, darunter rund 30 katholische Pflegeheime in dem Bistum.


12.03.2018

 

Aufnahmestopp für Bremer Alloheim

Nach Hessen und Baden-Württemberg wurde jetzt einer Bremer Einrichtung des Betreibers Alloheim von der Heimaufsicht ein Aufnahmestopp auferlegt. Ohnehin war das Pflegeheim in der Marcusallee - vormals die Senator-Einrichtung "Pflegezentrum am Rhododendron-Park" - mit eigentlich 126 Plätzen zuletzt nur mit 86 Personen belegt.

Der MDK stellte Fehler in der Medikamentenvergabe, mangelnde Hilfe bei der Nahrungsaufnahme, Hygienemängel und mangelhafte Dekubitus-Prophylaxe fest. Personalengpäße habe es nicht gegeben. Darauf verweist auch der Betreiber: "Die Seniorenresidenz Marcusallee erfüllt alle Vorgaben in Bezug auf Pfegeschlüssel, Fachkräfte sowie die Besetzung von Nachtschichten". Die örtliche Presse zitiert eine Angehörige mit den Worten "nicht mal satt und sauber".

Aktuell unterliegt ein weiteres Pflegeheim in Bremen sowie eines in Bremerhaven einem Aufnahmestopp.

ID 2923


06.03.2018

Agaplesion bündelt und baut

Der in Frankfurt ansässige Mutterkonzern bündelt sein Pflegeangebot in Niedersachsen in der 100%igen Tochter „Agaplesion Wohnen & Pflegen Niedersachsen gGmbH“. Hintergrund sind Bauvorhaben dort mit einem Gesamtvolumen von rund € 50 mio. Ein „solches Volumen ist von einzelnen Einrichtungen nicht zu stemmen“, so Jörg Marx, zuständiger Agaplesion-Vorstand.

Mehr im T!ckerSelect

ID 1329564933Bet

 


05.03.2018

 

 

Cura Sana expandiert nach Baden-Württemberg

Nach Hessen und Rheinland-Pfalz expandiert der Betreiber aus Hessen jetzt auch nach Baden-Württemberg. Im Neckar-Odenwald Kreis soll Anfang 2019 eine vollstationäre Einrichtung mit 74 Einzelzimmern entstehen, der Bauantrag wurde bereits genehmigt. Investor ist ein Bauträger aus dem Ländle. Die Pflegeappartements werden, wie die bisherigen auch, im Einzelverkauf vertrieben. Mit diesem neuen Projekt sind derzeit mindestens 9 weitere Neubauprojekte in Hessen und Rheinland-Pfalz in Planung oder bereits im Bau. Bisher sind 11 Einrichtungen in Betrieb, davon wurden 5 in den letzten beiden Jahren eröffnet.

Mehr im nächsten BetreiberReport, der Anfang April erscheint.

ID 9071, -1777368007Bet


02.03.2018

 

Convivo übernimmt Pflegeheim im

Kreis Rotenburg (Wümme). Das bisherige Betreiberehepaar (und Inhaber) gehen nach rund einem Vierteljahrhundert Heimbetrieb in den wohlverdienten Ruhestand. Sie hinterlassen ein fast voll belegtes Haus, das zudem erst vor rund 2 Jahren modernisiert wurde. Auch die beiden regionalen Tagespflegestationen sowie der ambulante Pflegedienst gehen auf den neuen Betreiber über. Die gut 100 Mitarbeiter wollen den Wechsel mittragen, der bisherige Pflegedienstleiter übernimmt die Heimleitung.

ID 8047

 


26.02.2018

 

Kommunaler Zweckverband schlittert in die Krise - ein Balkonsturz mit Folgen

4 Pflegeeinrichtungen betreibt der vom Landkreis Darmstadt-Dieburg (HE) und mehreren Kommunen getragene Zweckverband, in allen stehen Probleme an. Doch eines wiegt besonders schwer, könnte der berühmte letzte Nagel zum Sarg des Betreibers werden: die Wohnanlage in Groß-Bieberau. Eigentlich längst fertiggestellt und vermietet. Doch ein abgebrochener Balkon aufgrund Baupfuschs macht die Immobilie bis heute unbewohnbar. Um die Verantwortung dafür, die Mängelbeseitigung und vor allem den Schadensersatz laufen gleich mehrere Prozesse.

Der Schaden geht in die Millionen, die Kreisumlage steigt entsprechend. Grund genug für den Landrat, die Existenzberechtigung des ungeliebten Zweckverbandes erneut anzusprechen, wie schon einmal in 2016.

ID 107Bet

Details im nächsten T!ckerSelect und BetreiberReport.

 

Diakonie Michaelshoven und RheinReal-Immobilien wollen weiter kooperieren

Die Diakonie suchte und RheinReal fand. Nicht zum ersten Mal war das 12köpfige Team des Immobilienvermittlers erfolgreich für die Diakonie tätig. Jetzt vermittelte es eine Schulungsfläche für sozial- und bildungsbenachteiligte junge Erwachsene im Technologiepark Bergheim.

Die wiederholt paßgenaue Akquise veranlaßt die Diakonie, mit RheinReal auch fürderhin zu kooperieren. Der "zukünftige Immobilienbedarf soll in Kooperation mit RheinReal" gedeckt werden, so Christian Potthoff, Standortentwickler der Diakonie.

ID 1376850302Bet


22.02.2018

 

Rastatt: Kommune will Klinikum als neuen Heimbetreiber

Der Rastätter Gemeinderat hat sich mehrheitlich für das Klinikum Mittelbaden als neuen Heimbetreiber für sein kommunales Pflegeheim ausgesprochen. Es geht um den anstehenden Ersatzbau des Heims, der bis voraussichtlich 2020 erfolgen soll. Eine verlängerte Umbaufrist wurde bereits genehmigt.

Das Klinikum ist in der Region mit gut 500 Dauerpflege- sowie teilstationären und ambulanten Pflegeangeboten bereits in der Seniorenpflege sowie der Behindertenhilfe aktiv.

Ein entsprechender Grundsatzbeschluß wurde seitens des Klinikums bereits gefasst. Träger des Klinikums sind der Landkreis Rastatt und die Stadt Baden-Baden.

ID 6428, 1331888818Bet

Details im T!cker-select und PflegeheimReport.


19.02.2018

Nürmbrechter Pflegeheim verkauft

Knapp 1 Jahr nach ihrer Absichtserklärung kann die Christoffel-Blindenmission (CBM) Vollzug vermelden: für ihr Pflegeheim in Nürmbrecht (Oberbergischer Kreis, NW) konnte ein Käufer gefunden werden. Unter 20 Interessenten sei mit dem Käufer, eine regionale Einrichtung der Diakonie, ein "perfekter Partner" gefunden. Der wird wird in Kürze auch den Betrieb des Hauses übernehmen. Es werde auch Teil des Investitionsprogramms des Trägers, der in den nächsten Jahren rund 100 mio. Euro für seine Einrichtungen ausgeben will.

Die 1949 neu errichte Immobilie bietet 92 Pflegeplätze (66 Einzelzimmer), wichtigste Zielgruppe sind sehbehinderte Senioren. Die Auslastung lag zuletzt bei 91%.

CBM-Geschäftsführer Schießl sieht das Haus in einer sicheren und stabilen wirtschaftlichen Lage. Damit das in einem immer schwieriger werdenden Marktumfeld so bleibe, habe man sich zum Verkauf entschlossen.

Die CBM ist tradfitionell stark im Ausland - nach eigenen Angaben in 59 Ländern - engagiert. Ihr Gründer, der evangelische Pfarrer  Christoffel,  war 40 Jahre in Kurdistan und im Iran aktiv. Seinen Namen wird das Haus auch künftig tragen, das hat der neue Eigentümer/Betreiber  ausdrücklich zugesichert.

ID 8987

 


16.02.2018

 

 

Kreis Sigmaringen: Kommune schließt Grundlagenvertrag

über die pflegerische Gesamtversorgung für Senioren in der Kommune mit kirchlichem Heimträger ab. Ausgelöst durch die ab kommendem Jahr geltenden neuen Betriebsvorgaben in dem Bundesland war eigentlich eine Modernisierung des der Kommune gehörenden Pflegeheims vorgesehen. Weil dadurch Pflegeplätze weggefallen wären, wurde davon abgerückt.

Entstehen wird eine Ersatzbau, den der künftige Träger auch finanziert.Das Personal der bestehenden Pflegeeinrichtung, ebenfalls von einem Betreiber aus dem kirchlichen Umfeld, wird vom neuen Betreiber zu vergleichbaren Bedingungen übernommen. Die Kommune hatte bereits eine Verlängerung der Umbaufrist genehmigt bekommen, wenn die Brandschutzvorrichtungen im Bestandsbau modernisiert würden.

Darüber hinaus soll der künftige Betreiber weitere Pflegeangebote im Bereich der Tages- und ambulanten Pflege in der Gemeinde aufbauen. Für den künftigen Betreiber spricht aus Sicht der Kommune vor allem dessen Bereitschaft, die Pflegeangebote in ein Quartierskonzept einzubinden.

ID 8069

Details in unseren Periodika.


08.02.2018

 

MENetatis auf Expansionskurs

Der 2016 vom geschäftsführenden Gesellschafter Mathias Neumayer gegründete Heimbetreiber verstärkt mit Stefan Baier und Ingmar Schmid seine Geschäftsführung. Alle drei Personen verbindet eine langjährige Zusammenarbeit, hauptsächlich aus der früheren AGO-Unternehmensgruppe.

Die Verstärkung soll die Expansion auf geplante 10 Pflegeheime personell unterfüttern. Bisher wird eine Pflegeeinrichtung im Kreis Aurich (NI) betrieben, die Anfang des Jahres von einem privaten Betreiber übernommen worden war. Derzeit sind mindestens 4 Projekte hauptsächlich in Hessen in Planung oder bereits im Bau.

Mehr in der nächsten Ausgabe des BetreiberReports.

ID 807489982Bet


01.02.2018

 

Dorea übernimmt Pflegeheim im Kreis Wittmund

Der mittelständische Berliner Betreiber setzt mit der Übernahme eines Pflegezentrums im Kreis Wittmund (NI) seinen Expansionskurs auch im neuen Jahr fort.

Der Familienbetrieb mit gut 70 (voll belegten) Pflegeplätzen eröffnete 2005. Die Nachfolgegeneration der Gründerfamilie soll das Haus wohl auch unter Dorea weiterführen.

ID 9762

 

Fusion: Salus Altmark Holding am Start

Nach der bereits in 2017 eingeleiteten juristischen Fusion des landkreiseigenen Altmark-Klinikums mit der landeseigenen Salus gGmbH zur Salus Altmark Holding gGmbH folgt mit der Einrichtung der Geschäftsbereiche Einkauf, Finanz- und Personalmanagement und Technik nun die praktische Umsetzung. Der Sitz des Unternehmens bleibt in Magdeburg, geleitet wird es von einer Doppelspitze, darunter der bisherige Geschäftsführer der Salus gGmbH, die auch in der Altenpflege aktiv ist.

Dort werden in zwei vollstationären Pflegeeinrichtungen in Magdeburg und im Kreis Stendal rund 150 Betten, ein Tagespflegeangebot sowie ambulante Pflege vorgehalten. Das Unternehmen ist auch in der Kinder-/Jugend- und Behindertenhilfe aktiv.

ID 1368970764Bet

 

Diakoniewerk Bethel wird aus Diakonie ausgeschlossen,

zumindest, wenn es nach dem Willen des Diakonischen Rates der Diakonie Berlin-Brandenburg-Oberlausitz geht. Bethel will Einspruch einlegen, dieser hätte aufschiebende Wirkung. Eine endgültige Entscheidung müßte dann die Vollversammlung der Mitglieder, die voraussichtlich im September tagt, treffen. Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen wurden zwischenzeitlich eingestellt, gleichwohl betrachtet der Diakonische Rat das Handeln des Diakoniwerkes Bethel als unvereinbar mit den "Grundsätzen guter Unternehmensführung in der Diakonie".

Hintergrund ist ein Bericht des Recherchenetzwerkes Correctiv vom Sommer letzten Jahres (siehe unser Bericht vom Juli 2017), der die faktische Übernahme von Bethel samt Vermögen durch den Vorstand Karl Behle aufdeckte.

Das Diakoniewerk Bethel - nicht zu verwechseln mit den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel - ist mit 13 Klinik- und Pflegeeinrichtungen, rund 1700 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von gut € 75 mio. einer der größten freikirchlichen Betreiber der Region.

Details

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29.01.2018

 

Fusion Paul Gerhardt Diakonie mit Ev.Johannesstift abgeschlossen

Mit dem Eintritt der Tochtergesellschaften beider Unternehmen unter`s Dach der neuen gAG ist der Fusionsprozeß der beiden evangelischen Träger abgeschlossen. Im Dezember fusionierten bereits die Muttergesellschaften. Zuvor war die Paul Gerhardt Diakonie im Rahmen eines Rechtsformwechsels zur gAG geworden, deren einziger Aktionärin das Johannesstift ist.

Im Pflegebereich sind die Unternehmen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen aktiv und halten kumuliert gut 1.800 Pflegebetten und 600 Seniorenwohnungen vor, ihre ambulanten Pflegedienste versorgen fast 1.000 Menschen.

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Hintergründe und weitere Details in unseren Periodika

DRK-Fulda baut ambulante Pflege aus

Der Betreiber übernimmt den bisherigen Pflegedienst Stefani (Neuhof, Kreis Fulda), dessen Besitzerin nach rund 20 Betriebsjahren in den Ruhestand tritt. Der Pflegedienst wird unter dem DRK-Dach zu "DRK Zuhause Neuhof" umbenannt.

Im stationären Bereich ist das DRK im Kreisgebiet mit 5 Dauerpflegeeinrichtungen präsent.

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18.01.2018

 

Aktualisierte Betreiber-Datenbank

Mit einer aktualisierten und inhaltlich erweiterten Version stellt marktd!alog einen neuen Datenbankauszug vor, der ausschließlich Heimbetreiber mit mehr als einem Pflegeheim umfasst. Bisher aufgenommen wurden rund 1.400 Organisationen.

Anders als in der öffentlichen Wahrnehmung prägen die kirchlichen Betreiberorganisationen den Pflegemarkt durch einen fast doppelt so hohen Marktanteil wie alle große privaten Ketten zusammen. In puncto Auslastung ist der Unterschied noch größer, kirchliche Pflegeheime sind meist deutlich besser belegt. Aber auch deren Heimbetreiber, meist als "die Diakonie" oder "Caritas" bezeichnet, sind kein monolithischer Block: in der Realität bestehen sie aus einem Geflecht hunderter Firmen, Stiftungen und Kirchengemeinden, die Heime betreiben und sehr auf Wahrung ihrer Autonomie bedacht sind.

Die im marktd!alog-Datenbankauszug enthaltenen Betreiberorganisationen betreiben zusammengenommen rund 8500 stationäre Pflegeeinrichtungen und rund 40.000 Wohnungen des "Betreuten Wohnens" und stehen damit für etwa zwei Drittel des stationären Pflegemarktes.

In einer erweiterten Version des BetreiberReports werden die unternehmensweiten Auslastungszahlen aufsummiert ausgegeben; die durchschnittliche Betriebsdauer liefert ein Abbild über die Substanz aller zum jeweiligen Betreiber gehörenden Pflegeimmobilien.

Die Basisvariante des Auszuges kann ferner erweitert werden durch Ansprechpartner auf Geschäftsleitungsebene, erfasst sind bisher rund 2.000 Personen aus den Funktionsbereichen Geschäftsführer, Vorstand, den Veranwtortlichen für den Pflege-/Heimbereich, Einkauf und Immobilien.

Neben der Standardausgabe können nach individuell definierbaren Merkmalen gezielte Selektionen / Datenbankauszüge generiert werden.

Neu aufgenommene und Veränderungen bei bestehenden Betreiberorganisationen werden im neuen quartalsweise erscheinenden BetreiberReport publiziert, der Anfang April erstmals erscheint. Der Report kann separat oder - vergünstigt - zusammen mit einem Datenbankauszug bestellt werden.

"Brücke Rendsburg-Eckernförde" wirft kommunalem Eigenbetrieb Mißwirtschaft vor

In der Auseinandersetzung um die Teilprivatisierung des Pflegeheims Neue Heimat in Rendsburg verschärft sich der Konflikt. Der Verein "Brücke Rendsburg-Eckernförde", wirft dem kommunalen Eigenbetrieb Mißwirtschaft vor, nachdem sich Vorstand und Vereinsgeschäftsführer die Zahlen des Pflegeheims genauer angeschaut haben.

Hintergrund ist die beabsichtigte Teilprivatisierung des kommunalen Pflegeheims, die das Geld für einen benötigten Ersatzneubau bringen soll, dessen Kosten auf rund € 10 mio. veranschlagt werden. Gegen die Privatisierung wehren sich die Heimmitarbeiter und Heimleiter sowie zwei Ex-Bürgermeister, darunter der Vater des jetzigen Heimleiters. Sie initiierten einen Bürgerentscheid, am 11.Februar sollen  22.000 Rendsburger darüber befinden.

Die Pflegeeinrichtung arbeitet seit Jahren defizitär, die Heimleitung begründet das u.a. mit fehlender Barrierefreiheit in Teilen des Gebäudes, die eine Vollbelegung verhindere (Gebäudeteile gehen bis auf`s Jahr 1907 zurück). Die Vertreter der Brücke hingegen sehen eine ganz andere Ursache: "die haben schlicht zuviel Personal", kauften zudem "viel zu teuer" ein. Nach Brücke-Vorstand Magesching seien 12 Vollzeitstellen über Plan besetzt.

Die Brücke betreibt im Landkreis selbst 5 Dauerpflegeheime mit insgesamt gut 400 Pflegebetten. Laut Ratsbeschluß soll der Betrieb der Rendsburger Einrichtung ab 2019 von einer neuen Gesellschaft übernommen werden, deren Anteilseigner die Stadt und mehrheitlich die Brücke werden soll. Ob ein Investor schon vorhanden ist oder noch gefunden werden muß, bleibt im Dunkeln.

 

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08.01.2018

St.Elisabeth übernahm kommunales Pflegeheim in Ochsenhausen

Zum 1. Januar hat der kirchliche Heimbetreiber St.Elisabeth gGmbH (Biberach) das bis dato kommunale Pflegeheim Altenzentrum Goldbach in Ochsenhausen (Kreis Biberach) von der Kommune übernommen. Sämtliche Anteile der Gesellschaft „Altenzentrum Goldbach GmbH“ wurden auf die die St.Elisabeth Stiftung, Muttergesellschaft der gGmbH, übertragen.

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