04.06.2018

Neu: Übersicht Bauprojekte 2018 - 2020

(mehr)


Der marktdialog Ticker:

Anmelden
Abmelden

Kostenlose Kurznachrichten über den Pflegemarkt.

T!ckermeldungen zum Thema: Betreiber von Pflegeheimen

 


 


06.07.2018

Personalkarussell bei SeniVita dreht sich munter weiter

Nach den erst kürzlichen Veränderungen in den Leitungsebenen der Gruppe dreht sich das Personalkarussell weiter. Der erst im März berufene Peter Dressendörfer räumt seinen Stuhl wieder. Dafür übernimmt Dr.Horst Wisent, Unternehmensgründer und bis 2016 Vorstandsvorsitzender wieder diesen Posten. Mit Wisent wolle man, so eine Unternehmensmitteilung, wieder an die "erfolgreiche Phase anschließen".

ID  -37573697Bet

 


05.07.2018

 

Deutsche Wohnen kauft Anteile am Heimbetreiber Pflege und Wohnen

Teile des erst letzten Jahres vom Hedgefonds Oaktree gekauften größten Hamburger Heimbetreiber "Pflege & Wohnen" sollen an den Berliner Konzern Deutsche Wohnen weiterverkauft werden. Darüber informierte jetzt Geschäftsführer Flotow die Mitarbeiter per Hausmitteilung. Es sei immer klar gewesen, daß Oaktree "dauerhaft kein Pflegeanbieter sein könne", heißt es darin. Das träfe dann wohl auch auf die Muttergesellschaft Vitanas zu. Zudem soll dem Verkauf der Minderheitsbeteiligung an der Pflege & Wohnen GmbH demnächst der Komplettverkauf folgen. Das Kartellamt muß das Vorhaben noch absegnen.

Die Deutsche Wohnen ist auf dem Hamburger Pflegemarkt bereits durch die 2017 erworbenen Hamburger Seniorendomizile, heute der Betreibertochter Katharinenhof zugeschlagen, präsent.

Mehr im T!ckerSelect

ID 92Bet

 


27.06.2018

 

Heimaufsicht Hagen verhängt erneut Aufnahmestopp

Nach einem ersten Aufnahmestopp im vergangenen Dezember wurde jetzt für die gleiche Pflegeeinrichtung ein neuer Stopp von der Heimaufsicht verhängt. Die Gründe sind identisch: Mängel in der Pflegedokumentation.

Daß die Dokumentation nicht nur lästige Pflicht, sondern pflegerisch geboten sind, belegt dieser aktuelle Fall. Bei einer Bewohnerin entstand ein Dekubitus (Druckgeschwür), weil aufgrund eines fehlenden Vermerks vergessen wurde, die Patientin beizeiten zu bewegen.

Die daraufhin erfolgte Entlassung der Pflegedienstleitung mutet wie ein Bauernopfer an, hatte sie doch den Betreiber mehrfach per Überlastungsanzeige über zu wenig Personal und Überlastung des vorhandenen Pflegepersonals informiert.

Der Betreiber macht den Fachkraftmangel verantwortlich. Einträge in die Dokumentation seien unterblieben, weil teilweise eingesetztes ausländisches Personal  mit dem EDV-System überfordert sei.

ID 1259


26.06.2018

Der Konsolidierungsprozeß diakonischer Träger geht weiter

Die brandenburgische Martinshof Rothenburg Diakoniewerk und die Stiftung Diakonie Görlitz-Hoyerswerdae wollen zum Jahreswechsel fusionieren. Beide Unternehmen sind auch in der Seniorenpflege aktiv.

Mehr in einer der nächsten Ausgaben des T!ckerSelect

 

Aedifica erwirbt  Seniorenresidenz in Sachsen-Anhalt

(Kreis Anhalt-Bitterfeld). Der Kaufpreis wird auf rund 10 mio,Euro beziffert.

Die Immobilie wurde 2006 eröffnet und kontinuierlich modernisiert und zuletzt 2011 für rd. 3 mio.Euro erweitert. Aktuell bietet sie 90 Pflegeplätze (ausschließlich Einzelzimmer)  im Hausgemeinschaftsmodell (zuletzt 87 belegt) sowie 36 Seniorenwohnungen und einen ambulanten Pflegedienst. Der Alteigentümer soll die Einrichtung auch künftig betreiben, ein entsprechender Pachtvertrag wurde abgeschlossen.

ID 4474


21.06.2018

 

NRW: Heimaufsicht droht kommunalem Heimträger mit Belegungsstopp

Grund sollen "zwei Vorfälle in der Pflege" sein. Die Geschäftsführung zog inzwischen juristischen Beistand hinzu.

Der Sozialausschuß der betroffenen Großstadt will in Kürze den Sachverhalt beraten. Ohnehin macht man sich dort Gedanken über die Zukunftsaussichten des Pflegeheims und plant, eine Unternehmensberatung mit der Ausarbeitung tragfähiger Konzepte zu beauftragen.

Die Einrichtung hält gut 100 Pflegebetten vor, der Einzelzimmeranteil beträgt rund 96%.

Update 30.Juni: Der Aufnahmestopp wurde inzwischen verhängt. Bis Jahresende darf das Haus keine neuen Bewohner aufnehmen.

ID 10131


19.06.2018

 

Heimaufsicht verlängert Belegungsverbot für Pflegezentrum im Kreis Soest

ein Pflegeheim im Kreis Soest (NW) , weil die bereits im letzten Jahres vorgefundenen „gravierende(n) Pflegemängel“ im Wesentlichen fortbestehen.

Damit kann der größte Bereich des aus verschiedenen Häusern bestehenden Einrichtung auch weiterhin nicht belegt werden. Von den vorhandenen Pflegeplätzen kann weniger als die Hälfte belegt werden. Nach Aussage der Aufsichtsbehörde läßt sich in „einem Haus die ordnungsgemäße Versorgung viel leichter sicherstellen“, so der Sprecher der Kreisverwaltung.

Als Mängel wurden Druckgeschwüre und offenen Wunden, nicht dokumentierte Flüssigkeits- und Nahrungsabgaben festgestellt. Verschärfend hinzu kamen fehlendes Pflegepersonal sowie Dissonanzen innerhalb des Pflegeteams. Ein Auszubildender hatte mit seiner Meldung an die Heimaufsicht den Stein ins Rollen gebracht.

ID 10128

 


13.06.2018

 

Aufnahmestopp für ALTERA - Seniorendomizil Frankenthal verlängert

Der insbesondere wegen Personalmangel  verhängte Aufnahmestopp (wir berichteten), ursprünglich bis Ende Juni, wurde um voraussichtlich 3 Monate verlängert. Zwar konstatierte die Heimaufsicht eine "positive Entwicklung" der Einrichtung, noch aber müßten Probleme im Personalbereich gelöst werden, nennt insbesondere "freiberufliche Geschäftsmodelle" und Leasingkräfte. Der neue Geschäftsführer des Betreibers, erst wenige Tage im Amt, versprach die "Hausaufgaben zu machen".

In der Einrichtung mit rund 120 Pflegeplätzen leben derzeit noch 74 Pflegebedürftige.

ID 3750


01.06.2018

Beschwerden über Vitanas-Einrichtungen nehmen zu

Seit Übernahme der Vitanas-Pflegeheime durch einen amerikanischen Hedgefonds soll sich die Personalsituation "drastisch verschlechtert" haben, so eine Stimme aus Kreisen des Beliner  Betriebsratskreisen. Rund 3 Dutzend Angehörige äußern in einem offenen Brief an die Vitanas-Geschäftsleitung massive Kritik. Die Einrichtung in Berlin-Lankwitz etwa sei zunehmend "verwahrlost", Zimmer schmutzig, Reparaturen würden nicht mehr erledigt. Der Arbeitsdruck habe sich spürbar erhöht, Tätigkeiten, die früher von 5 Pflegekräften durchgeführt wurden, würden "plötzlich nur noch durch 3 Pflegekräfte erledigt".

Nach Angaben des Gesamtbetriebsrates,seien "32 Schichten innerhalb von 3 Wochen gestrichen" worden.

Der Betreiber bestreitet eine Unterbesetzung, will sich aber ansonsten nicht zu internen Arbeitsabläufen äußern. Die Heimaufsicht sieht aktuell keine ordnungsrechtliche Handhabe.

 


26.05.2018

 

Neuer Betreiber für insolvente BTW-Pflegeheime gefunden

Die Zukunft der vier Thüringer Pflegeheime der insolventen BTW-Immobiliengruppe (Hamburg) ist gesichert. Eine Thüringer Betreibergruppe will den Betrieb der Heime, voraussichtlich ab August, übernehmen.

Details im T!ckerSelect

ID 1079, 1080, 2054, 5349, 82Bet, 1942143415Bet


25.05.2018

Heimbetreiber Domus Cura übernimmt 4 Pflegeheime

Die im September neu gegründete, in Baden-Württemberg ansässige Betreibergesellschaft hat zum 1.Mai vier Pflegeeinrichtungen übernommen. Bisher managte das Unternehmen eine Einrichtung im bayerischen Kreis Miesbach.

Nach Unternehmnsangaben werden damit 377 Dauerpflege- und 15 Tagespflegeplätze vorgehalten, hinzu kommen 35 Seniorenwohnungen.

Mehr im T!ckerSelect

ID -144809123Bet


23.05.2018

Sanakliniken steigen sukzessive aus der Seniorenpflege aus

Nach der Schließung der Pflegeeinrichtung in Kummerfeld (Kreis Pinneberg, SH), dem Verkauf einer Einrichtung in Düsseldorf Anfang 2017 befinden sich noch fünf Pflegeeinrichtungen in Trägerschaft des Krankenhauskonzerns. Die sollen mittelfristig an neue Betreiber übergeben werden. Derzeit werden Verkaufsverhandlungen für die in Hameln (NI) befindliche Einrichtung geführt.

ID 200, 1534, 8133, 9134, 9456

 


18.05.2018

 

 

Hesena expandiert nach Wilhelmshaven

Mit Übernahme /Kauf von 3 Pflegeimmobilien in der niedersächsischen Großstadt Wilhelmshaven (knapp 80.000 Einwohner) setzt der kleine Berliner Heimbetreiber hesena Management GmbH neue Akzente in seiner Expansionsstrategie. Wurden bisher an 6 Standorten in Berlin, Sachsen, Niedersachsen und NRW knapp 500 Pflegebetten vorgehalten, kommen nun rund 100 weitere am Standort Wilhelmshaven dazu.

Eine Modernisierung der überalterten Bausubstanz Wilhelmshavener Pflegeimmobilien, von denen sich einige auf dem Altersniveau ihrer Bewohner bewegen, steht - zumindest bisher - nicht in Aussicht.

Mehr im T!ckerSelect

ID -759649307Bet

 


 

17.05.2018

Kursana-Mutter Dussmann

erzielte 2017 mit einem Umsatzplus von 10,4% ein starkes Wachstum und konnte damit den Umsatzerlös auf 2,2 mrd.Euro steigern. Wesentlich dazu beigetragen haben die Geschäftsfelder Facility Management sowie Care & Kids, hierzu gehört die Betreibertochter Kursana-Residenzen.

Für 2018 hat Dussmann sich „nachhaltiges Wachstum“ zum Ziel gesetzt. Im Seniorenbereich wolle man in diesem Jahr 2 neue Residenzen eröffnen (lt.marktd!alog-Daten im Kreis Wesel, NW; Kreis Lahn-Dill, Hessen. Eine weitere Neueröffnung hat marktd!alog für 2019 in Oberhausen erfasst).

ID 86Bet


09.05.2018

 

Frankenthal: Schließung vom Tisch, Aufnahmestopp bleibt

Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerien Bätzing-Lichtenthäler (43, SPD) begründete vor dem Gesundheitsausschuß des Landtages die Lockerung der durch die Heimaufsicht verhängten Auflagen für das ALTERA- Seniorendomizil (wir berichteten Anfang März). So wurde auf die Schließung eines Wohnbereichs verzichtet. Bewohner und Angehörige des vorwiegend von Demenzkranken bewohnten Bereiches waren mit einem dadurch erforderlichen Umzug innerhalb dies Hauses nicht einverstanden. Es gälte, so die Ministerin, deren "Selbstbestimmungsrecht zu achten".

Zwar nannte sie die im Heim vorgefundenen Mißstände beim Namen, das vorgelegte Verbesserungkonzept des Betreibers, Tochtergesellschaft eines Baunternehmens, zeige jedoch das "Bemühen um Verbesserung". Auch wurde zwischenzeitlich ein neuer Heimleiter eingestellt, es werde intensiv um neue Pflegefachkräfte geworben.

Die Ministerin setzt auf Kooperation statt Sanktion: "Ihr habt eine neues Konzept, aber wir lassen euch nicht aus den Augen". Daher werde die Schließung aufgehoben, aber es bleibt beim Aufnahmnestopp, vorerst bis September.

ID 3750

 


 

08.05.2018

GesA übernimmt interpares

Nach einer rund 2jährigen Pause meldet sich die Goslarer Betreibergesellschaft GesA (Gesellschaft für soziale Aufgaben) mit der Übernahme des Berliner Heimbetreibers inter pares mit einem Paukenschlag im deutschen Pflegemarkt zurück. inter pares betreibt an 3 Standorten in Schleswig-Holstein und Sachsen vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit rund 300 Betten sowie weitere Seniorenwohnangebote. inter pares ist auf Wachstumskurs, an praktisch allen bestehenden sowie mindestens 2 neuen Standorten sind Bauarbeiten im Gang oder geplant.

Mehr im T!ckerSelect

ID 1375880890Bet, -657376372Bet


05.05.2018

 

Caterer Klüh öffentlich gefeuert

Reichlich holprig verlief der Betriebsübergang des bisher kommunalen Seniorenhaus Korschenbroich an den neuen Betreiber, die ebenfalls kommunalen Rhein-Kreis-Neuss Kliniken GmbH. Zu einer Sitzung des Sozialausschusses trat Klinikchef Rüsken einen fast 2stündigen Canossagang an und entschuldigte sich für die Pannen bei den zahlreich erschienen Besuchern, stellte sich sogar deren vielen kritischen Fragen. Leiharbeitskräfte, Kommunikationspannen und die Begleitumstände des laufenden Modernisierungsbaus, vor allem aber die Verpflegung waren die bestimmenden Themen. "Das Essen ist fürchterlich, respektlos den alten Menschen gegenüber" fand soger Küchenchef Jürgen Martens. Auf Nachfrage eines Abgeordneten sprach Klinikchef Rüsken dem Caterer Klüh öffentlich die Kündigung aus "wir werden sie rausschmeißen".

Insgesamt gelobte Rüsken Besserung. Man sei von der "Fülle der Aufgaben", die die Heimübernahme mit sich brachte, "überrascht worden". Das Seniorenhaus ist die erste Einrichtung der Altenhilfe unter dem Dach des Klinikums.

ID 6602

 


03.05.2018

 

Elisabeth Vinzenz Verbund übernimmt Hildesheimer Verbund

Die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul in Hildesheim hat den bisher eigenständigen Vinzenz-Verbund Hildesheim in die Struktur des überregional tätigen Elisabeth Vinzenz Verbundes (Berlin) überführt.  Damit soll die „Zukunftsfähigkeit...im gemeinsamen christlichen Sinne“ sichergestellt werden, so die Hildesheimer Generaloberin, Schwester Slaby. Olaf Klok, Geschäftsführer des Verbundes, will die Eigenständigkeit und individuelle Unternehmenskultur bewahrt wissen. Ziel sei es, „intensiv voneinander zu lernen und...eine aktive Vernetzung...zu erreichen.“

Der in Berlin ansässige Verbund ist damit jetzt auch in der stationären Altenhilfe tätig. Bisher 12 Krankenhäuser wachsen um 3 sowie vier bisher von Hildesheim aus betriebenen Pflegeimmobilien.

Zur Unternehmensgruppe gehören auch die pro care Service GmbH (Berlin) und Pro Care Nord GmbH (Berlin) mit Angeboten in der Gemeinschaftverpflegung und der Hauswirtschaft.

Leistungsprofil Altenhilfe

ID -132401021Bet

 


20.04.2018

 

 

Hamburger Caritasverbände fusionieren

Die vier von Geldsorgen geplanten Caritas-Verbände im Bistum Hamburg verschmelzen unter dem Namen Caritas im Norden zu einem Verband. Insgesamt werden damit 180 Einrichtungen - darunter viele Angebote für Senioren - mit knapp 1900 Beschäftigten unter einem Dach vereint. Damit sollen Synergieffekte gehoben und Kosten eingespart werden. Gewonnener Freiraum - etwa durch schlankere Verwaltungsstrukturen, soll Raum für Kreativität, für mehr Entscheidungsmöglichkeiten schaffen.

Sitz des neuen Verbandes soll Schwerin werden, der mecklenburgische Landesverband ist der mit Abstand größte der beteiligten  Akteure.

 


09.04.2018

 

Alloheim in NRW auf Expansionskurs

Die Segel Alloheims scheinen unter dem neuen Eigentümer Nordic Capital gesetzt, der Kurs geht in Richtung Expansion. Erster Hafen: NRW. Dort soll die Cosmas-Beteiligungsgesellschaft übernommen werden. Deren wichtigste Beteiligung: die Itertalklinik-Seniorenresidenzen. Die betreiben in Aachen und der umliegenden Region 6 Seniorenzentren mit knapp 500 Pflegeplätzen und über 200 Seniorenwohnungen. Mehrheitsgesellschafter und Geschäftsführer von Cosmas und der Itertalklinik ist mit Christoph Kösters, von Hause aus Arzt, identisch.

Genehmigt das Kartellamt, das der Übernahme noch zustimmen muß, den Deal, käme auch die Seniorenresidenz in Simmerath indirekt wieder unter Alloheims Fittiche. Nur dessen Übernahme durch die Itertal-Kliniken konnte das Haus, bis 2016 von Alloheim betrieben, vor einer drohenden Heimschließung bewahrt werden.

Darüber hinaus verzeichnet die marktd!alog-Datenbank 13 weitere Bauprojekte Alloheims, knapp die Hälfte davon ebenfalls in NRW.

ID 2097985991Bet, 1385961273Bet

Mehr Details im nächsten BetreiberReport


27.03.2018

 

Erneut Aufnahmestopp für eine Alloheim-Einrichtung

Eine weitere Pflegeeinrichtung der Alloheim Senioren-Reidenzen ist von einem Aufnahmestopp betroffen, verhängt von der Heimaufsicht des Kreises Rhein-Erft (NW). Vorausgegangen waren wiederholte Beschwerden von Angehörigen und einer anlaßbezogenen Prüfung durch den MDK, die festgestellten Mängel wurden nicht beseitigt.

Das Pflegeheim wurde 2017 von Alloheim übernommen und verfügt insgesamt über knapp 90 Pflegeplätze, die zuletzt fast vollständig belegt waren. Hintergrund sind fehlende Pflegefachkräfte, die der Betreiber mit Personalausfällen durch die Grippewelle begründet.

Dem Betreiber wurden wöchentliche Berichtspflichten auferlegt.

ID 9271

Mehr Details im nächsten PflegeheimReport


23.03.2018

 

Pflegezentrum trübt Klinik-Bilanz

Rund 3 Millionen hätte das Plus in der Bilanz des letzten Jahres  der Elmshorner Regio-Klinik betragen können, wenn es das letzte im Unternehmen verbliebene Pflegeheim nicht gäbe. Dessen eigentlich geplante Schließung wurde vom Landkreis verhindert, allerdings mit einem "goldenen Handschlag", während ein zweites Pflegeheim der Regio-Klinik tatsächlich geschlossen wurde.

So betrug das Plus nur noch knapp € 1,7 mio. Immerhin, denn im Jahr 2016 stand noch ein Minus von € 2,6 mio. in der Klinikbilanz der Sana-Tochter. Der Verlustvortrag aus den zurückliegenden Jahren beläuft sich aber immer noch auf fast 100 Millionen.

ID 112Bet

 

Was macht ein katholisches Pflegeheim aus ?

Darüber diskutierten rund 30 Geschäftsführer und Gesellschafter von Senioreneinrichtungen vergangenen Mittwoch bei einer Veranstaltung der Beteiligungsgesellschaft des Bistums Essen.  Ihr Ziel: das "christliche Profil zu stärken". Nach den Einleitungsvorträgen wurde das Thema in 3 Workshops, eines unter Leitung eines Markensoziologen, diskutiert und praktische Beispiele vorgestellt. Die stärkere Einbindung katholischer Pflegeheime in das Leben der örtlichen Kirchengemeinde sowie die seelsorgerische Weiterbildung der Heimmitarbeiter waren einige der Ergebnisse des Treffens.

Der Veranstalter Beteiligungsgesellschaft des Bistums Essen mbH beteiligt sich an Trägern sozialer Einrichtungen, darunter rund 30 katholische Pflegeheime in dem Bistum.


12.03.2018

 

Aufnahmestopp für Bremer Alloheim

Nach Hessen und Baden-Württemberg wurde jetzt einer Bremer Einrichtung des Betreibers Alloheim von der Heimaufsicht ein Aufnahmestopp auferlegt. Ohnehin war das Pflegeheim in der Marcusallee - vormals die Senator-Einrichtung "Pflegezentrum am Rhododendron-Park" - mit eigentlich 126 Plätzen zuletzt nur mit 86 Personen belegt.

Der MDK stellte Fehler in der Medikamentenvergabe, mangelnde Hilfe bei der Nahrungsaufnahme, Hygienemängel und mangelhafte Dekubitus-Prophylaxe fest. Personalengpäße habe es nicht gegeben. Darauf verweist auch der Betreiber: "Die Seniorenresidenz Marcusallee erfüllt alle Vorgaben in Bezug auf Pfegeschlüssel, Fachkräfte sowie die Besetzung von Nachtschichten". Die örtliche Presse zitiert eine Angehörige mit den Worten "nicht mal satt und sauber".

Aktuell unterliegt ein weiteres Pflegeheim in Bremen sowie eines in Bremerhaven einem Aufnahmestopp.

ID 2923


06.03.2018

Agaplesion bündelt und baut

Der in Frankfurt ansässige Mutterkonzern bündelt sein Pflegeangebot in Niedersachsen in der 100%igen Tochter „Agaplesion Wohnen & Pflegen Niedersachsen gGmbH“. Hintergrund sind Bauvorhaben dort mit einem Gesamtvolumen von rund € 50 mio. Ein „solches Volumen ist von einzelnen Einrichtungen nicht zu stemmen“, so Jörg Marx, zuständiger Agaplesion-Vorstand.

Mehr im T!ckerSelect

ID 1329564933Bet

 


05.03.2018

 

 

Cura Sana expandiert nach Baden-Württemberg

Nach Hessen und Rheinland-Pfalz expandiert der Betreiber aus Hessen jetzt auch nach Baden-Württemberg. Im Neckar-Odenwald Kreis soll Anfang 2019 eine vollstationäre Einrichtung mit 74 Einzelzimmern entstehen, der Bauantrag wurde bereits genehmigt. Investor ist ein Bauträger aus dem Ländle. Die Pflegeappartements werden, wie die bisherigen auch, im Einzelverkauf vertrieben. Mit diesem neuen Projekt sind derzeit mindestens 9 weitere Neubauprojekte in Hessen und Rheinland-Pfalz in Planung oder bereits im Bau. Bisher sind 11 Einrichtungen in Betrieb, davon wurden 5 in den letzten beiden Jahren eröffnet.

Mehr im nächsten BetreiberReport, der Anfang April erscheint.

ID 9071, -1777368007Bet


02.03.2018

 

Convivo übernimmt Pflegeheim im

Kreis Rotenburg (Wümme). Das bisherige Betreiberehepaar (und Inhaber) gehen nach rund einem Vierteljahrhundert Heimbetrieb in den wohlverdienten Ruhestand. Sie hinterlassen ein fast voll belegtes Haus, das zudem erst vor rund 2 Jahren modernisiert wurde. Auch die beiden regionalen Tagespflegestationen sowie der ambulante Pflegedienst gehen auf den neuen Betreiber über. Die gut 100 Mitarbeiter wollen den Wechsel mittragen, der bisherige Pflegedienstleiter übernimmt die Heimleitung.

ID 8047

 


26.02.2018

 

Kommunaler Zweckverband schlittert in die Krise - ein Balkonsturz mit Folgen

4 Pflegeeinrichtungen betreibt der vom Landkreis Darmstadt-Dieburg (HE) und mehreren Kommunen getragene Zweckverband, in allen stehen Probleme an. Doch eines wiegt besonders schwer, könnte der berühmte letzte Nagel zum Sarg des Betreibers werden: die Wohnanlage in Groß-Bieberau. Eigentlich längst fertiggestellt und vermietet. Doch ein abgebrochener Balkon aufgrund Baupfuschs macht die Immobilie bis heute unbewohnbar. Um die Verantwortung dafür, die Mängelbeseitigung und vor allem den Schadensersatz laufen gleich mehrere Prozesse.

Der Schaden geht in die Millionen, die Kreisumlage steigt entsprechend. Grund genug für den Landrat, die Existenzberechtigung des ungeliebten Zweckverbandes erneut anzusprechen, wie schon einmal in 2016.

ID 107Bet

Details im nächsten T!ckerSelect und BetreiberReport.

 

Diakonie Michaelshoven und RheinReal-Immobilien wollen weiter kooperieren

Die Diakonie suchte und RheinReal fand. Nicht zum ersten Mal war das 12köpfige Team des Immobilienvermittlers erfolgreich für die Diakonie tätig. Jetzt vermittelte es eine Schulungsfläche für sozial- und bildungsbenachteiligte junge Erwachsene im Technologiepark Bergheim.

Die wiederholt paßgenaue Akquise veranlaßt die Diakonie, mit RheinReal auch fürderhin zu kooperieren. Der "zukünftige Immobilienbedarf soll in Kooperation mit RheinReal" gedeckt werden, so Christian Potthoff, Standortentwickler der Diakonie.

ID 1376850302Bet


22.02.2018

 

Rastatt: Kommune will Klinikum als neuen Heimbetreiber

Der Rastätter Gemeinderat hat sich mehrheitlich für das Klinikum Mittelbaden als neuen Heimbetreiber für sein kommunales Pflegeheim ausgesprochen. Es geht um den anstehenden Ersatzbau des Heims, der bis voraussichtlich 2020 erfolgen soll. Eine verlängerte Umbaufrist wurde bereits genehmigt.

Das Klinikum ist in der Region mit gut 500 Dauerpflege- sowie teilstationären und ambulanten Pflegeangeboten bereits in der Seniorenpflege sowie der Behindertenhilfe aktiv.

Ein entsprechender Grundsatzbeschluß wurde seitens des Klinikums bereits gefasst. Träger des Klinikums sind der Landkreis Rastatt und die Stadt Baden-Baden.

ID 6428, 1331888818Bet

Details im T!cker-select und PflegeheimReport.


19.02.2018

Nürmbrechter Pflegeheim verkauft

Knapp 1 Jahr nach ihrer Absichtserklärung kann die Christoffel-Blindenmission (CBM) Vollzug vermelden: für ihr Pflegeheim in Nürmbrecht (Oberbergischer Kreis, NW) konnte ein Käufer gefunden werden. Unter 20 Interessenten sei mit dem Käufer, eine regionale Einrichtung der Diakonie, ein "perfekter Partner" gefunden. Der wird wird in Kürze auch den Betrieb des Hauses übernehmen. Es werde auch Teil des Investitionsprogramms des Trägers, der in den nächsten Jahren rund 100 mio. Euro für seine Einrichtungen ausgeben will.

Die 1949 neu errichte Immobilie bietet 92 Pflegeplätze (66 Einzelzimmer), wichtigste Zielgruppe sind sehbehinderte Senioren. Die Auslastung lag zuletzt bei 91%.

CBM-Geschäftsführer Schießl sieht das Haus in einer sicheren und stabilen wirtschaftlichen Lage. Damit das in einem immer schwieriger werdenden Marktumfeld so bleibe, habe man sich zum Verkauf entschlossen.

Die CBM ist tradfitionell stark im Ausland - nach eigenen Angaben in 59 Ländern - engagiert. Ihr Gründer, der evangelische Pfarrer  Christoffel,  war 40 Jahre in Kurdistan und im Iran aktiv. Seinen Namen wird das Haus auch künftig tragen, das hat der neue Eigentümer/Betreiber  ausdrücklich zugesichert.

ID 8987

 


16.02.2018

 

 

Kreis Sigmaringen: Kommune schließt Grundlagenvertrag

über die pflegerische Gesamtversorgung für Senioren in der Kommune mit kirchlichem Heimträger ab. Ausgelöst durch die ab kommendem Jahr geltenden neuen Betriebsvorgaben in dem Bundesland war eigentlich eine Modernisierung des der Kommune gehörenden Pflegeheims vorgesehen. Weil dadurch Pflegeplätze weggefallen wären, wurde davon abgerückt.

Entstehen wird eine Ersatzbau, den der künftige Träger auch finanziert.Das Personal der bestehenden Pflegeeinrichtung, ebenfalls von einem Betreiber aus dem kirchlichen Umfeld, wird vom neuen Betreiber zu vergleichbaren Bedingungen übernommen. Die Kommune hatte bereits eine Verlängerung der Umbaufrist genehmigt bekommen, wenn die Brandschutzvorrichtungen im Bestandsbau modernisiert würden.

Darüber hinaus soll der künftige Betreiber weitere Pflegeangebote im Bereich der Tages- und ambulanten Pflege in der Gemeinde aufbauen. Für den künftigen Betreiber spricht aus Sicht der Kommune vor allem dessen Bereitschaft, die Pflegeangebote in ein Quartierskonzept einzubinden.

ID 8069

Details in unseren Periodika.


08.02.2018

 

MENetatis auf Expansionskurs

Der 2016 vom geschäftsführenden Gesellschafter Mathias Neumayer gegründete Heimbetreiber verstärkt mit Stefan Baier und Ingmar Schmid seine Geschäftsführung. Alle drei Personen verbindet eine langjährige Zusammenarbeit, hauptsächlich aus der früheren AGO-Unternehmensgruppe.

Die Verstärkung soll die Expansion auf geplante 10 Pflegeheime personell unterfüttern. Bisher wird eine Pflegeeinrichtung im Kreis Aurich (NI) betrieben, die Anfang des Jahres von einem privaten Betreiber übernommen worden war. Derzeit sind mindestens 4 Projekte hauptsächlich in Hessen in Planung oder bereits im Bau.

Mehr in der nächsten Ausgabe des BetreiberReports.

ID 807489982Bet


01.02.2018

 

Dorea übernimmt Pflegeheim im Kreis Wittmund

Der mittelständische Berliner Betreiber setzt mit der Übernahme eines Pflegezentrums im Kreis Wittmund (NI) seinen Expansionskurs auch im neuen Jahr fort.

Der Familienbetrieb mit gut 70 (voll belegten) Pflegeplätzen eröffnete 2005. Die Nachfolgegeneration der Gründerfamilie soll das Haus wohl auch unter Dorea weiterführen.

ID 9762

 

Fusion: Salus Altmark Holding am Start

Nach der bereits in 2017 eingeleiteten juristischen Fusion des landkreiseigenen Altmark-Klinikums mit der landeseigenen Salus gGmbH zur Salus Altmark Holding gGmbH folgt mit der Einrichtung der Geschäftsbereiche Einkauf, Finanz- und Personalmanagement und Technik nun die praktische Umsetzung. Der Sitz des Unternehmens bleibt in Magdeburg, geleitet wird es von einer Doppelspitze, darunter der bisherige Geschäftsführer der Salus gGmbH, die auch in der Altenpflege aktiv ist.

Dort werden in zwei vollstationären Pflegeeinrichtungen in Magdeburg und im Kreis Stendal rund 150 Betten, ein Tagespflegeangebot sowie ambulante Pflege vorgehalten. Das Unternehmen ist auch in der Kinder-/Jugend- und Behindertenhilfe aktiv.

ID 1368970764Bet

 

Diakoniewerk Bethel wird aus Diakonie ausgeschlossen,

zumindest, wenn es nach dem Willen des Diakonischen Rates der Diakonie Berlin-Brandenburg-Oberlausitz geht. Bethel will Einspruch einlegen, dieser hätte aufschiebende Wirkung. Eine endgültige Entscheidung müßte dann die Vollversammlung der Mitglieder, die voraussichtlich im September tagt, treffen. Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen wurden zwischenzeitlich eingestellt, gleichwohl betrachtet der Diakonische Rat das Handeln des Diakoniwerkes Bethel als unvereinbar mit den "Grundsätzen guter Unternehmensführung in der Diakonie".

Hintergrund ist ein Bericht des Recherchenetzwerkes Correctiv vom Sommer letzten Jahres (siehe unser Bericht vom Juli 2017), der die faktische Übernahme von Bethel samt Vermögen durch den Vorstand Karl Behle aufdeckte.

Das Diakoniewerk Bethel - nicht zu verwechseln mit den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel - ist mit 13 Klinik- und Pflegeeinrichtungen, rund 1700 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von gut € 75 mio. einer der größten freikirchlichen Betreiber der Region.

Details

ID 1380395864Bet


29.01.2018

 

Fusion Paul Gerhardt Diakonie mit Ev.Johannesstift abgeschlossen

Mit dem Eintritt der Tochtergesellschaften beider Unternehmen unter`s Dach der neuen gAG ist der Fusionsprozeß der beiden evangelischen Träger abgeschlossen. Im Dezember fusionierten bereits die Muttergesellschaften. Zuvor war die Paul Gerhardt Diakonie im Rahmen eines Rechtsformwechsels zur gAG geworden, deren einziger Aktionärin das Johannesstift ist.

Im Pflegebereich sind die Unternehmen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen aktiv und halten kumuliert gut 1.800 Pflegebetten und 600 Seniorenwohnungen vor, ihre ambulanten Pflegedienste versorgen fast 1.000 Menschen.

ID 1516553163Bet, 408557080Bet

Hintergründe und weitere Details in unseren Periodika

DRK-Fulda baut ambulante Pflege aus

Der Betreiber übernimmt den bisherigen Pflegedienst Stefani (Neuhof, Kreis Fulda), dessen Besitzerin nach rund 20 Betriebsjahren in den Ruhestand tritt. Der Pflegedienst wird unter dem DRK-Dach zu "DRK Zuhause Neuhof" umbenannt.

Im stationären Bereich ist das DRK im Kreisgebiet mit 5 Dauerpflegeeinrichtungen präsent.

ID 99Bet

 


18.01.2018

 

Aktualisierte Betreiber-Datenbank

Mit einer aktualisierten und inhaltlich erweiterten Version stellt marktd!alog einen neuen Datenbankauszug vor, der ausschließlich Heimbetreiber mit mehr als einem Pflegeheim umfasst. Bisher aufgenommen wurden rund 1.400 Organisationen.

Anders als in der öffentlichen Wahrnehmung prägen die kirchlichen Betreiberorganisationen den Pflegemarkt durch einen fast doppelt so hohen Marktanteil wie alle große privaten Ketten zusammen. In puncto Auslastung ist der Unterschied noch größer, kirchliche Pflegeheime sind meist deutlich besser belegt. Aber auch deren Heimbetreiber, meist als "die Diakonie" oder "Caritas" bezeichnet, sind kein monolithischer Block: in der Realität bestehen sie aus einem Geflecht hunderter Firmen, Stiftungen und Kirchengemeinden, die Heime betreiben und sehr auf Wahrung ihrer Autonomie bedacht sind.

Die im marktd!alog-Datenbankauszug enthaltenen Betreiberorganisationen betreiben zusammengenommen rund 8500 stationäre Pflegeeinrichtungen und rund 40.000 Wohnungen des "Betreuten Wohnens" und stehen damit für etwa zwei Drittel des stationären Pflegemarktes.

In einer erweiterten Version des BetreiberReports werden die unternehmensweiten Auslastungszahlen aufsummiert ausgegeben; die durchschnittliche Betriebsdauer liefert ein Abbild über die Substanz aller zum jeweiligen Betreiber gehörenden Pflegeimmobilien.

Die Basisvariante des Auszuges kann ferner erweitert werden durch Ansprechpartner auf Geschäftsleitungsebene, erfasst sind bisher rund 2.000 Personen aus den Funktionsbereichen Geschäftsführer, Vorstand, den Veranwtortlichen für den Pflege-/Heimbereich, Einkauf und Immobilien.

Neben der Standardausgabe können nach individuell definierbaren Merkmalen gezielte Selektionen / Datenbankauszüge generiert werden.

Neu aufgenommene und Veränderungen bei bestehenden Betreiberorganisationen werden im neuen quartalsweise erscheinenden BetreiberReport publiziert, der Anfang April erstmals erscheint. Der Report kann separat oder - vergünstigt - zusammen mit einem Datenbankauszug bestellt werden.

"Brücke Rendsburg-Eckernförde" wirft kommunalem Eigenbetrieb Mißwirtschaft vor

In der Auseinandersetzung um die Teilprivatisierung des Pflegeheims Neue Heimat in Rendsburg verschärft sich der Konflikt. Der Verein "Brücke Rendsburg-Eckernförde", wirft dem kommunalen Eigenbetrieb Mißwirtschaft vor, nachdem sich Vorstand und Vereinsgeschäftsführer die Zahlen des Pflegeheims genauer angeschaut haben.

Hintergrund ist die beabsichtigte Teilprivatisierung des kommunalen Pflegeheims, die das Geld für einen benötigten Ersatzneubau bringen soll, dessen Kosten auf rund € 10 mio. veranschlagt werden. Gegen die Privatisierung wehren sich die Heimmitarbeiter und Heimleiter sowie zwei Ex-Bürgermeister, darunter der Vater des jetzigen Heimleiters. Sie initiierten einen Bürgerentscheid, am 11.Februar sollen  22.000 Rendsburger darüber befinden.

Die Pflegeeinrichtung arbeitet seit Jahren defizitär, die Heimleitung begründet das u.a. mit fehlender Barrierefreiheit in Teilen des Gebäudes, die eine Vollbelegung verhindere (Gebäudeteile gehen bis auf`s Jahr 1907 zurück). Die Vertreter der Brücke hingegen sehen eine ganz andere Ursache: "die haben schlicht zuviel Personal", kauften zudem "viel zu teuer" ein. Nach Brücke-Vorstand Magesching seien 12 Vollzeitstellen über Plan besetzt.

Die Brücke betreibt im Landkreis selbst 5 Dauerpflegeheime mit insgesamt gut 400 Pflegebetten. Laut Ratsbeschluß soll der Betrieb der Rendsburger Einrichtung ab 2019 von einer neuen Gesellschaft übernommen werden, deren Anteilseigner die Stadt und mehrheitlich die Brücke werden soll. Ob ein Investor schon vorhanden ist oder noch gefunden werden muß, bleibt im Dunkeln.

 

ID 5947


08.01.2018

St.Elisabeth übernahm kommunales Pflegeheim in Ochsenhausen

Zum 1. Januar hat der kirchliche Heimbetreiber St.Elisabeth gGmbH (Biberach) das bis dato kommunale Pflegeheim Altenzentrum Goldbach in Ochsenhausen (Kreis Biberach) von der Kommune übernommen. Sämtliche Anteile der Gesellschaft „Altenzentrum Goldbach GmbH“ wurden auf die die St.Elisabeth Stiftung, Muttergesellschaft der gGmbH, übertragen.

ID 9294, 1500578506Bet

 


19.12.2017

 

Görlitz: Stiftungen fusionieren zur Diakonie

In Görlitz werden Großunternehmen nicht nur geschlossen, es entstehen auch neue wie die künftige „Diakonie St.Martin“ mit rund 1500 Mitarbeitern. Die entsteht durch das Zusammengehen  der bisher eigenständigen Stiftungen der Diakonie Görlitz-Hoyerswerda und der Martinshof-Rothenburg. Jahrelange Bemühungen um die Vereinigung  unternehmerischer Bereiche im evangelischen kirchenkreis schlesische Oberlausitz finden damit ihren erfolgreichen Abschluß. Offizieller Sitz des neuen Unternehmens wird Görlitz, die Verwaltung jedoch vorerst in Rothenburg angesiedelt.

Die Zusammenführung der Unternehmen, die u.a. mit unterschiedlichen Schwerpunkten in der ambulanten (Martinshof)und stationären (Görlitz) in der Altenhilfe aktiv sind, wollen ihre - auch finanziellen - Kräfte bündeln und Zukunftsprojekte gemeinsam entwickeln.

Das Zusammengehen erfolge nicht aus akuten wirtschaftlichen Sorgen, betont Robert Dünnbier vom Martinshof. Das Jahr 2017 werde für die Diakonie voraussichtlich „das beste Jahr“.

ID 1668455408Bet

 


14.12.2017

 

Waterland kauft Heimbetreiber compassio

Die Private Equity Gesellschaft Waterland kauft über ihr Tochterunternehmen Schönes Leben Gruppe die Ulmer Betreibergesellschaft compassio. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Die Transaktion erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamtes.

Das Waterland-Beteiligungsunternehmen Schöner Leben ist als Plattform mit Fokus auf Wohn- und Lebensformen für Menschen ab 65 konzipiert.

Compassio wurde 2005 von den Inhabern des schwäbischen Technikunternehmens Weishaupt gegründet und ist heute mit 28 vollstationären Einrichtungen in Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz aktiv. Insgesamt werden gut 3000 Pflegeplätze und über 100 Seniorenwohnungen angeboten. Mit einer mittleren Betriebsdauer von 7 Jahren und unterfnehmensweiten Einzelzimmerquote von gut 70% bietet das Unternehmen eines der modernsten Heimportfolios in Deutschland. Ohne Neueröffnungen der letzten Jahre ist die unternehmensweite Auslastung von 86% überdurchschnittlich.

Waterland kündigt weitere Investitionen sowohl in die Betreibergesellschaft als auch die Plattform Schöner Leben an.

 

ID -1735657946Bet, 1920Veu

 

Diakonische Träger in Bayern schließen Kooperationsvertrag

Zwei große diakonische Träger in Bayern, die Rummelsberger Diakonie und die Diakonie Bayreuth, unterzeichneten nach eineinhalbjähriger Vorbereitung eine Kooperationsvereinbarung. Die Vereinbarung erstreckt sich über die Alten-, Behinderten- und Jugendhilfe, heißt es in einer Mitteiling der Diakonie. Außerdem arbeiten die Träger bei der Projektentwicklung einer Seniorenwohnanlage mit Tagespflege in Bayreuth zusammen. Weitere mögliche Felder der Zusammenarbeit sei Aus-, Fort- und Weiterbildung in sozialen Berufen.

Auf die rechtliche Selbständigkeit der Beteiligten hat die Kooperation keinen Einfluß. Die im Bundesland überregional tätige Rummelsberger Diakonie erhofft sich eine Stärkung ihrer lokalen Kompetenz, die regional tätige Bayreuther Diakonie möchte von der Kompetenz und Erfahrung der "Rummelsberger" profitieren.

Zusammen beschäftigen beide Träger etwa 7000 Menschern.

ID 1332174351Bet

 

Charleston übernimmt Christophorusgruppe

Die in Füssen ansässige Charlestongruppe übernimmt die nordrhein-westfälische Christophorusgruppe, unter deren Dach die Tochter Gerusia-Sozialmanagement 6 Pflegeheime sowie ein Pflegefachzentrum in NRW betreibt.

Einschließlich Fachpflege werden gut 700 Dauerpflegeplätze vorgehalten, die zuletzt zu über 96% belegt waren. Die überwiegende Anzahl der Einrichtungen erfüllt die ab kommendem Jahr geltenden neuen Betriebsvorschriften für NRW (noch) nicht. Im Mittel sind die Heime seit 27 Jahren in Betrieb.

Die Charleston-Holding mit zuletzt 24 Pflegezentren erwarb dieses Jahr bereits den Heimbetreiber Bayernstift. Mit Übernahme der Christophorusgruppe wird Charleston erstmals in NRW aktiv.

ID 1476686209Bet,  -392544440Bet


11.12.2017

 

DRK-Niedersachsen verkauft seinen Heimbetreiber

und bietet damit künftig nur noch teilstationäre und ambulante Pflege an. Der Landesverband Niedersachsen hat seine Anteile am Heimbetreiber „Gesellschaft für soziale Einrichtungen“ (GfsE) an die create future Beteiligungs GmbH (Bochum) verkauft. Die bündelte die 6 Pflegeeinrichtungen in der „medi terra Gesellschaft für soziale Einrichtungen gGmbH“. Die von den DRK-Kreisverbänden in Niedersachsen betriebenen Häuser bleiben vom Betreiberwechsel unberührt.

Geschäftsführer sowohl von medi terra als auch der Bochumer Beteiligungsgesellschaft ist Dieter Meng. Meng war zuvor auch Geschäftsführer der DRK-Tochter GfsE. Meng verfügt mit seinen weiteren  früheren Tätigkeiten für die Procurand-Gruppe und als Leiter der Maternus-Kliniken AG über langjährige Branchenerfahrungen.

-150007752Bet


07.12.2017

 

Alloheim verkauft

Die seit Monaten kursierenden Gerüchte über den Verkauf einer der führenden Heimbetreiber Deutschlands wurden jetzt bestätigt: Die schwedische Nordic Capital hat für ihren auf Jersey beheimateten Fonds VIII die Betreiberkette Alloheim gekauft. Der Kaufpreis soll € 1,1 mrd. betragen haben. Die Zustimmung des Bundeskartellamtes steht noch aus.

Details im Betreiber-Report

 

 


30.11.2017

 

Pflegeheim-Schliessung in Ludwigsburg abgewendet

Wie bereits gemutmaßt, übernimmt ein anderer Betreiber die Alloheim-Seniorenresidenz Anna Maria in Ludwigsburg. Wie berichtet, stellte die Heimaufsicht über einen längeren Zeitraum gravierende Pflegemängel fest, die Staatsanwaltschaft hatte ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Mißhandlung Schutzbefohlener eingeleitet.

Eine Woche vor Weihnachten sollte der Betrieb eingestellt werden, was Kritik unter Pflegeangehörigen und der Öffentlichkeit hervorrief. Doch mit dem Betreiberwechsel ist die Schließungsverfügung obsolet.

Details im Betreiber- und Heim-Report


17.11.2017

 

"Korian Inside" - neue Markenstrategie der Korian-Gruppe

Unter dem Arbeitstitel "Korian Inside" erarbeitete die französische Unternehmensgruppe in Zusammenarbeit mit der Münchner Agentur Red eine neue einheitliche Markenstrategie für ihre rund 230 Pflegeeinrichtungen der deutschen Unternehmenstöchter wie Curanum, Casa Reha, Phönix, Evergreen, Helvita und Sentivo. Ziel ist die Stärkung des regionalen Ansatzes getreu dem Motto "all business is local". Die Marketingexperten erarbeiteten für jede Einrichtung eine individuelle Präsentation unter einem einheitlichen Dach, aus dem der Name des Mutterkonzerns "Korian" weitgehend verbannt wurde. Eva Lettenmeier, Marketingleiterin bei Korian: "Branding im Netzwerk bedeutet...lokal gewachsene Identität(en) zu stärken" aber dennoch von den "Potentialen eines starken Verbundes zu profitieren".

Lettenmaier betont, daß es hierbei nicht nur um einen "frischen Look" gehe, sondern um einen intensiven Prozeß, der aus einer Vielzahl ehemals mittelständischer Unternehmen eine große Korian-Familie entstehen lassen solle. Die neue Außenkommunikation soll den Spielraum der Einrichtungen vor Ort nicht einschränken, im Gegenteil solle dieser gestärkt werden. "Unsere Mitarbeiter vor Ort kennen ihre Märkte ohnehin am besten" (Lettenmaier).

ID 1810VeU

 

AWO-Kreisverband gründet Betreibergesellschaft mit dem AWO-Bezirk

Nachdem bereits 2016 der regionale Dienstleister Integra unter`s AWO-Dach geschlüpft ist, werden die beiden vom AWO-Kreisverband Odenwald geführten Pflegeeinrichtungen ab kommendem Jahr in die neu gegründete Gesellschaft „AWO Senioren und Pflege Odenwald gGmbH“  eingebracht. Auch räumlich schlüpft die neue gGmbH unters Dach des AWO-Bezirksverbandes in Frankfurt.

Bisher betreibt der Kreisverband Odenwald 2 Pflegeheime mit insgesamt gut 100 Dauerpflegeplätzen. Einschließlich der Odenwälder Pflegeheime liegt die Auslastung des Bezirksverbandes (ohne Bezirk Hessen-Nord) bei gut 96% und besetzt in Hessen künftig einen Marktanteil von rund 4 %.

ID 1338408345Bet, 1725318764Bet


13.11.2017

 

Lübeck: Kommunale Pflegeheime werden zum Wahlkampfthema

Im Mai 2018 sind Kommunalwahlen im "Land zwischen den Meeren". Die wurden jetzt um ein Thema bereichert: wie der Eigentümer der Pflegeimmobilien, eine Stiftung, mitteilte, gehe ihr Ende 2019 das Geld aus. Grund: die zu geringen Einnahmen aus der Verpachtung der Pflegeimmobilien an den städtischen Heimbetreiber. Doch dem fehlt selber Geld: das vergangene Jahr wurde mit einem Defizit von knapp 1,7 mio. € abgeschlossen.

Und das, obwohl die Auslastung der 8 städtischen Heime steigt: waren es im Jahr 2014, dem Zeitpunkt der letzten marktd!alog-Erhebung für Schleswig-Holstein, noch rund 86 %, sind es 2017 rund 10 Prozentpunkte mehr.

ID -7827927Bet


25.10.2017

 

SWP-Holding gibt die Gründung der EMVIA Living bekannt

Die vom Investor Chequers Capital erworbenen 46 von insgesamt 55 Pflegeeinrichtungen der MK-Kliniken AG wurden in der SWP-Holding gebündelt, die jetzt den neuen Auftritt unter EMVIA Living bekanntgab. Der neue Betreiber verfügt nach eigenen Angaben über rund 5.500 Betten, mit rund 3.200 Mitarbeitern in 15 Bundesländern werden etwa € 200 mio. Umsatz erwirtschaftet.

Alle betroffenen Mitarbeiter der MK-Kliniken AG seien übernommen worden, die Leitung obliegt  Markus Speckenbach als Geschäftsführer, Chairmann und Coinvestor ist Jörg Peter Heimel, der bereits die Silver Care Holding mitbegründete. Ihre Investition läßt Chequers Capital durch ihr Münchner Büro mit Karsten Hartmann und Sven Schulze begleiten.

EMVIA will in Zukunft durch selektive Zukäufe und die Integration neuer Pflegekonzepte wachsen.

ID 1510056210Bet

 


24.10.2017

 

Bad Säckingen: kirchliche Pflegeheime kooperieren künftig

Hartmut Fricke, Leiter des örtlichen Pflegeheims St.Marienhaus,  wird ab Anfang nächsten Jahres auch für das Altenpflegezentrum St.Franziskus die Leitung übernehmen. Mit einer Kooperationsvereinbarung wollen die Träger der beiden Pflegeheime,  der St.Vincentiusverein, die Kirchengemeinde St.Fridolin und die St.Josefshaus GmbH ihr Angebot vernetzen und langfristige Zukunftssicherung betreiben.

 

ID 8216, 8432

 


23.10.2017

 

Windiger Augustinum-Deal: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Mit dem Vorwurf des "gewerbsmäßigen Bandenbetrugs" und der "Untreue" zu Lasten der Augustinum gGmbH hat jetzt die Staatsanwaltschaft München Klage gegen deren früheren Geschäftsführer Kurt W. erhoben. Der vermutliche Strippenzieher Artur M., ehemals Chef des Augustinum-Aufsichtsrates, kann nicht mehr belangt werden, er verstarb 2014.

Hintergrund dieses Wirtschaftskrimis ist der Verkauf von 14 Augustinumanlagen an die kleine norddeutsche und inzwischen insolvente Immobilienfirma Nordic Kontor und damit verbundener Provisionszahlungen von 30 mio.Euro, die sich die beiden Akteure in die eigene Tasche gesteckt haben sollen.

Aufgedeckt wurde die Angelegenheit eher zufällig nach dem Tod des Aufsichtsratschefs. In der Folge konnte Augustinum die Beschlagnahmung der betreffenden Wohnanlagen erreichen und prozessiert nun um die Rückübertragung, bisher in 3 Fällen erfolgreich.

Der Betrieb in den Wohnanlagen mit eher gut betuchtem Publikum war zu keiner Zeit beeinträchtigt, auch die Mieter selbst dürften von dem Krieg hinter den Kulissen kaum etwas mitbekommen haben.

ID 34Bet

 

Sozialwerk Schwarzwald professionalisiert Management

Das Sozialwerk in Triberg/Schwarzwald, in Rechtsform eines e.V., ändert seine Satzung und beschließt, die Vereinsgeschäfte, die im wesentlichen aus den beiden Einrichtungen Pflegeheim und dem Gebäude für "Betreutes Wohnen" bestehen, aus zwei hauptamtlich Tätigen einzurichten. Aus dem bisher ehrenamtlich tätigen 3köpfigen Vorstand wird der neue Aufsichtsrat. Personell wird Heimleiter Normann Herr die Rolle des hauptamtlichen Geschäftsführers übernehmen. Es könne nicht sein, daß ein Wirtschaftsunternehmen mit Verantwortung im Millionenbereich die Geschäfte ehrenamtlich führten, so Vereinsvorsitzender Strobel.

Das Pflegeheim mit 70 Plätzen wurde 1983 eröffnet und 2010 um eine Seniorenwohnanlage mit 18 Wohnungen erweitert. In einem Rechenschaftsbericht beschreibt Heimleiter Herr die betriebswirtschaftliche Seite der beiden Häuser, da voll ausgelastet, als erfreulich. Für 2016 konnte ein Vermögenszuwachs verzeichnet werden.

ID 7513

 

Bad Säckingen: kirchliche Pflegeheime kooperieren künftig

Der Leiter des örtlichen Pflegeheims St.Marienhaus,  wird ab Anfang nächsten Jahres auch für das Altenpflegezentrum St.Franziskus die Leitung übernehmen. Mit einer Kooperationsvereinbarung wollen die Träger der beiden Pflegeheime,  der St.Vincentiusverein, die Kirchengemeinde St.Fridolin und die St.Josefshaus GmbH ihr Angebot vernetzen und langfristige Zukunftssicherung betreiben.

Insbesondere für das Marienhaus stehen Veränderungen an , das Haus mit einer Bausubstanz aus 1916 läßt sich nicht mehr wirtschaftlich an die künftig geltenden Betriebsvorschriften anpassen.

 

ID 8216, 8432

 


13.10.2017

 

Heimbetreiber BTW insolvent

Für die in Hamburg ansässige BTW Immobiliengesellschaft mbH wurde Antrag auf Durchführung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Wie das Amtsgericht heute mitteilt, wurde er jetzt auch auf alle verbundenen Unternehmen, darunter die Ha-Be-Ge mbH und auch der SPI-Stabil-Pflege Immobilien GmbH ausgeweitet.

Der Heimbetrieb für die 4 in Betrieb befindlichen Pflegeheime läuft nach Auskunft des Insolvenzverwalter vorerst uneingeschränkt weiter. Aktuell hat marktd!alog 4 Pflegeheime in Thüringen erfasst. Belegt waren diese unternehmensweit zuletzt zu rund 90%.  Die Pflegeimmobilien sind vergleichsweise neu, drei davon wurden erst in diesem Jahrzehnt eröffnet.

Eine fünfte Einrichtung mit geplanten 58 Pflegeplätzen befindet sich derzeit im Bau und sollte 2019 in Betrieb gehen. Was daraus wird ist derzeit ebenso unklar, wie die Zukunft des im Bau befindlichen Servicezentrums der SPI, in dem eine Großküche (ausgelegt auf 300 Hauptmahlzeiten) und -wäscherei (ausgelegt auf 250 Pflegeplätze) entstehen sollten.

Die Ursachen des Insolvenzverfahrens sind nach derzeitigem Kenntnisstand ausgeurteilte Rückzahlungsverpflichtungen der BTW GmbH an Anleger, die bereits in der Vergangenheit nur schleppend erfüllt wurden. Haufs geriet wegen seines Finanzierungsmodells ins Fadenkreuz der BaFin und stand wegen des Verdachts auf Anlagebetrug vor Gericht.

ID 82Bet

 

SeniVita gliedert Seniorenanlagen an Elvivion aus

Die bisher von der SeniVita Oberbayern GmbH betriebenen Wohnanlagen in Maisach, Gernlinden und Emmering wurden am 1.Oktober von der Elvivion GmbH übernommen. Die betreffenden Einrichtungen mit insgesamt gut 150 Appartements gerieten nach Schließung ihrer Hauswirtschaftsabteilungen unter teilweise chaotischen Begleitumständen massiv in die öffentliche  Kritik. So mußten Heimleiter und Pflegekräfte teilweise die Essensausgabe übernehmen, weil Hauswirtschaftskräfte fehlten.

Vergangenes Wochenende wurde mit einem „Tag der offenen Tür“ der Betreiberübergang öffentlichkeitswirksam in Szene gesetzt.

Die Elvivion GmbH, ursprünglich 2016 in Tübingen als „elvivion Akademie GmbH“ gegründet, ist bisher nicht weiter auf dem Pflegemarkt aufgefallen. Im Juni 2017 erfolgte die Sitzverlegung der Gesellschaft von Tübingen nach Bayreuth unter die Anschrift der SeniVita in Bayreuth, Als neuer Geschäftszweck wurde im August 2017 der „Betrieb von ambulanten Pflegediensten, sowie die Erbringung von Dienstleistungen und Beratungsleistungen im Bereich der ambulanten Pflege“ eingetragen. Die Geschäftsführer des neuen Betreibers Elvivion sind identisch mit denen der SeniVita-Muttergesellschaft.

Unter dem Label „Altenpflege 5.0“ kombiniert SeniVita betreutes Wohnen mit modular zubuchbarem teilstationären Tages- und ambulantem Pflegeangebot. Die entsprechenden Einrichtungen unterliegen nicht den gesetzlichen Vorgaben, etwa bei der Fachkraftquote, wie sie für klassische vollstationäre Pflegeheime gelten.  Für Betreiber sind sie daher meist lukrativer , können zudem auf Unterstützung der Politik bauen, weil sie dem Mantra „ambulant vor stationär“ Rechnung tragen.

ID 2972, 2973, 8110, -37573697Bet

 

Rosenhof-Seniorenwohnanlagen auf Expansionskurs

Der in Ahrensburg ansässige Betreiber von Seniorenwohn- und Pflegeanlagen im gehobenen Segment nimmt rund 10 Jahre nach der letzten Neueröffnung wieder Kurs auf Wachstum. In ausgewählten Metropolregionen sollen in den nächsten 5 Jahren Neueröffnungen entwickelt werden, für Neubau- und Modernisierungsmaßnahmenen sollen rund 100 mio. Euro bereitgestellt werden. Im Rheinland sollen erste Grundstücke mit rund 60.000 qm Fläche erworben worden sein.

Bisher ist das Unternehmen mit 11 Wohnanlagen in 6 Bundesländern aktiv und bietet fast 3200 Wohnungen an, in 9 dieser Anlagen wird vollstationäre Pflege mit insgesamt knapp 500 Pflegeplätzen vorgehalten.

ID 1329905728Bet

 

Ex-AWO-Geschäftsführer muß zahlen

Das Landgericht Neubrandenburg verurteilte jetzt den Ex-Geschäftsführer Peter Olijnyk des AWO-Kreisverbandes Müritz (MV) zur Zurückzahlung von € 390.000.- wegen unrechtmäßig erhaltener Geschäftsführervergütungen in der Zeit von 2011 bis 2016. Wie mehrfach berichtet, haben sich besagter Geschäftsführer und der damalige Vorstandsvorsitzende des AWO-Kreisverbandes (und stellvertretendem Landesvorsitzenden) gegenseitig mehrere hunderttausend Euro zugeschustert - ohne Rechtsgrundlage, wie das Gericht befand.

Eine gerichtliche Entscheidung über die Klage des Ex-Geschäftsführers auf Gehaltsnachzahlungen in Höhe von € 400.000.- steht noch aus. Olijnyk hatte diese eingereicht, nachdem er von der AWO gefeuert wurde.

Offen ist auch das Ergebnis der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen den Kreisverband wegen unrechtmäßig erhobener Investitionskosten von Heimbewohnern in Millionenhöhe. Die Zahlungen an Exgeschäftsführer und Exvorstandsvorsitzenden hatten rote Spuren in der AWO-Bilanz hinterlassen. Eines der 4 AWO-Pflegeheime im Landkreis steht vor dem Verkauf.

ID 1494014998Bet


22.09.2017

Pfalz: Landesverein für Innere Mission schlüpft unter`s Diakonissendach

Der evangelische Landesverein, Betreiber des Krankenhauses Bad Dürkheim und von 8 Seniorenheimen, will bis spätestens Ende 2018 mit den Diakonissen Speyer-Mannheim fusionieren. Der fusionierte Träger wird nach eigenen Angaben 30 Einrichtungen mit rund 6.000 Mitarbeitern betreiben.

Die Pflegeheime derInneren Mission liegen alle in Rheinland-Pfalz, vorgehalten werden gut 900 Dauerpflegeplätze, die zuletzt unternehmensweit zu fast 98% belegt waren. Mögliches Motiv der Fusion ist die veraltete Bausubstanz der Heime, modernisiert wurde wenig. Die älteste Einrichtung ist seit fast 50 Jahren in Betrieb. In 2016 wurde bereits ein Pflegeheim geschlossen, für ein weiteres wurde auf einen geplanten Ersatzbau verzichtet.

Die Diakonissen betreiben neben zwei Krankenhäusern 5 Seniorenpflegeeinrichtungen mit einer angegliederten Behinderteneinrichtung, es werden rund 600 Seniorenpflegeplätze an 5 Standorten in Rheinland-Pfalz und dem Saarland vorgehalten, die zuletzt zu 99% belegt waren. Mit einer mittleren Betriebsdauer von 27 Jahren sind diese Immobilien zwar nicht viel jünger als die der Inneren Mission, hier wurde und wird jedoch kontinuierlich modernisiert.

ID 276080448Bet, 1364064473Bet

 

 

AWO Altenpflegeheim Penzlin steht Wechsel bevor

Nachdem die vom Kreisverband Müritz (BB) betriebene Pflegeeinrichtung zuletzt durch Negativschlagzeilen von sich reden machte, scheint jetzt ein Eigentumswechsel unmittelbar bevorzustehen. Bereits im Mai hatte der Kreisvorstand grünes Licht für Verkaufsverhandlungen gegeben. Unbestätigten Meldungen zufolge soll der AWO-Landesverband die Einrichtung übernehmen. Der betreibt bereits an über 50 Standorten Heime, Seniorenwohnanlagen und Tagespflegeeinrichtungen im Land Brandenburg. An der Existenz des Müritzer Heimes - fast voll ausgelastet - soll jedenfalls nicht gerüttelt werden.

Im Zuge der laufenden staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen wegen illegaler Berechnung von Investitionskostenzuschüssen (siehe unsere Meldung vom Juli) schmiß zwischenzeitlich die 3.Geschäftsführerin des AWO-Kreisverbandes innerhalb eines Jahres hin. Aktuell führt ein Unternehmensberater kommissarisch die Geschäfte. Zudem verursachten die horrenden Zahlungen in 6stelliger Höhe, die sich der frühere Vorstand und Geschäftsführer gegenseitig zugesprochen hatten, tiefrote Zahlen in der Bilanz.

ID 2631


04.09.2017

 

Aus Kursana Domizil Nienhagen wird Seniorenzentrum Nienhagen

Zum 1.Oktober wird die Peiner QualiVita AG die derzeit von den Kursana Residenzen betriebene Nienhagener Pflegeeinrichtung im Landkreis Celle übernehmen und unter neuem Namen weiterbetreiben. Das Haus bietet 65 Pflegeplätze (49 Einzelzimmer) und war zuletzt zu rund 85% belegt.

Nach der kürzlichen Eröffnung am Standort Edemissen bietet QualiVita an derzeit 7 Standorten gut 400 Pflegeplätze. Die unternehmensweite Gesamtauslastung betrug zuletzt rund 88% (ohne Neueröffnungen 2016 und 2017). Insgesamt 250 Pflegeplätze an 3 Standorten in NRW und Niedersachsen sowie eine Seniorenwohnanlage sollen demnächst hinzukommen.

ID -1578297101Bet

 

Freikirchliches Diakoniewerk Bethel: Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen eingestellt

Die Ermittlungen gegen den Vorstand Karl Behle wegen des Verdachts auf Untreue und Betrug wurden eingestellt, wie jetzt der Evangelische Pressedienst berichtete. Anlaß waren Meldungen, nach denen der genannte Vorstand sich selbst ein Jahressalär von € 700.000.- und Pensionsansprüche in Millionenhöhe hat auszahlen lassen (siehe unsere Meldung vom Juli). Einen Verdacht auf strafbare Handlungen sieht die Behörde nicht.

Dessen ungeachtet droht der Ausschluß des Diakoniewerks Bethel - nicht zu verwechseln mit den Bodelschwinghschen Stftungen Bethel - aus dem regionalen Diakoniewerk. Bis Ende August hatte Karl Behle Zeit, Stellung zu den finanziellen Strukturen und der Aufsichtsstrukturen „seiner“ Diakonie zu nehmen. Bis zum 29.August lag - so der EPD - noch nichts vor. Im September will die Diakonie über den Verbleib des Diakoniewerks Bethel im Dachverband entscheiden.

ID 1380395864Bet

 


01.09.2017

 

AWO-Bezirksverband setzt auf Quartiersprojekte

Mit rund 70 vollstationären Pflegeeinrichtungen ist der "AWO-Bezirksverband Westliches Westfalen" einer der großen Anbieter von Pflegeleistungen im Bundesland NRW. Im Kreis Siegen-Wittgenstein soll mit dem Ausbau des bestehenden Pflegeheims Nähe Bad Laasphe jetzt das 14. Quartiersprojekt entwickelt werden.

Neben einem millionenschweren Ausbau der vorhandenen Pflegeplätze inklusive Einbau einer eigenen Großküche soll ein  ehemalige Soldatenheim umgebaut werden und künftig barrierefreie Wohnungen für Senioren und Behinderte, Tages- und ambulante Pflege sowie ein öffentlich zugängliches Cafe mit Arbeitsplätzen für Behinderte erhalten. Ein eigens eingestellter Quartiersmanager soll die Vernetzung innerhalb des Quartiers voranbringen. Der Veranwortliche im Bezirksverband sieht ein "funktionierendes Netzwerk" als Voraussetzung, den Herausforderungen einer alternden Gesellschaft zu begegnen.

Viele Details sind noch offen, so wird noch über Wohngemeinschaften für Behinderte nachgedacht. Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung soll bis Jahresende Klarheit darüber bringen, ob ein (Teil-) Verkauf nach dem WE-Gesetz erfolgen wird. Sollte die Projektentwicklung planmäßig verlaufen, könnte um das Jahr 2020 mit dem Bau begonnen werden. Vom angedachten Ersatzbau für das unter holprigen Umständen geschlossene Fritz-Heinrich Seniorenzentrum in Bad Laasphe ist hingegen keine Rede mehr. Dort wird die AWO, zum Ärger vieler Lokalpolitiker, künftig wohl nur noch mit Seniorenwohnungen präsent sein.

ID 7183, 8364, 8654

 

Betreiber Charleston  gibt Pflegeheim auf

Die Charleston GmbH hat ihren Mietvertrag für ihre kleinste Einrichtung in Biberach/Riß  zum 1.September aufgelöst, die zuletzt 24 Senioren (25 Pflegeplätze) kamen überwiegend in umliegenden Pflegeheimen des Betreibers unter. Als Grund gibt Charleston „geänderte rechtliche Rahmenbedingungen hinsichtlich baulicher Anforderungen“ an. In Baden-Württemberg sind künftig 100% Einzelzimmer vorgeschrieben, nach marktd!alog-Informationen gibt es im Lindenpark bisher lediglich ein Einzelzimmer.

Das Pflegeheim wird künftig  unter Regie der „Deutschen Fachpflege Gruppe“, einem Zusammenschluß von etwa 17 Unternehmen mit Schwerpunkt außerklinischer Intensiv- und Beatmungspflege, weiterbetrieben. Stationär hält die Gruppe ein lediglich Kinderhaus vor. Nach Umbau soll der Lindenpark künftig 13 Plätze für Intensivpatienten in Wohngemeinschaften vorhalten, die ambulante Betreuung dürfte das Biberacher Mitgliedsunternehmen der Fachpflegegruppe, die „AKIP GmbH“, innehaben.

ID 905, 1476686209Bet

 


16.08.2017

 

Auch Vitanas an Hedgefonds verkauft

Einen deutlich größeren Umfang hat der Kauf des amerikanischen Hedgefonds Oaktree auf dem deutschen Pflegemarkt. Zuvor war nur der Verkauf der Vitanas-Tochter "Pflege & Wohnen" - Hamburg durchgesickert. Wie die Vitanas Holding jetzt mitteilte, wurden von Oaktree auch Mehrheitsanteile an der Vitanas Holding übernommen. Damit sind bundesweit rund weitere 5000 Pflegeplätze von dem Deal betroffen.

Vitanas wurde 1969 vom damaligen Regierenden Bürgermeister Berlins, Heinrich Albertz, für den Berliner Pflegemarkt initiiert und 2006 privatisiert. Heute betreibt das Unternehmen in 11 Bundesländern ( BB-1, BE-9, das 10. Heim wurde in diesem Jahr geschlossen, BY-3, HE-4, MV-5, NI-2, RP-1, SH-6, SN-3, ST-2, TH-1) Senioren-, Fachpflege- und Integrationseinrichtungen mit rund 5000 Betten, die (im Seniorenpflegebereich) unternehmensweit zuletzt zu rund 88% ausgelastet waren (ohne Neueröffnungen seit 2016). 11 Pflegeheime wurden in den letzten 10 Jahren eröffnet, die mittlere Betriebsdauer aller Pflegeeinrichtungen liegt bei rund 23 Jahren, die durchschnittliche Einzelzimmerquote beträgt rund 62%. Mindestens 5 Neu- sowie 1 Ersatzbau sind derzeit geplant oder bereits im Bau.

Das privat equity-Unternehmen Oaktree rangiert auf Platz 48 der 300 weltweit größten Unternehmen dieser Branche. Angeführt wird die Liste von der Carlyle Group, hierzulande noch-Eigentümer der Alloheim Seniorenresidenzen.

Bekannt wurde Oaktree 2011 durch die Übernahme der Bremer Belugawerft, die später in Insolvenz ging. Im Umgang mit den  (früheren) Eigentümern/Geschäftspartnern ist Oaktree nicht eben zimperlich: in mehreren Fällen wurde versucht, mittels Betrugsvorwürfen auch an deren Privatvermögen heranzukommen.

ID 645508245Bet, 92Bet


04.08.2017

AGAPLESION gAG: glänzende Zahlen zum Geburtstag

2002 wurde der christliche Gesundheitskonzern in Frankfurt/M. aus der Taufe gehoben. Zum 15.Geburtstag beschenkt sich das Unternehmen in seinem aktuellen "Geschäftsbericht 2016/2017" mit guten Ergebnissen selbst: die Umsatzerlöse stiegen um rund 9% auf € 1,113 mrd. (Vorjahr: 1,024 mrd.), der Konzernüberschuß konnte mit € 30 mio. mehr als verdoppelt werden (Vorjahr € 14 mio.). Die gAG gehört zu den "Big Five" kirchlicher Trägergesellschaften.

Der Löwenanteil entfällt dabei auf die 21 Krankenhäuser des Unternehmens, mit € 124 mio. (Vorjahr € 113 mio.) steuert der Geschäftsbereich "Pflege & Wohnen", in dem die außerklinische Dauerpflege und (Senioren-)Wohnanlagen zusammengefasst sind, etwa 10% zum Ergebnis bei. Das "Pflegen & Wohnen" erfolgt wesentlich durch rund 2800 Dauerpflegeplätze und 1200 Wohnungen, auf 10 Bundesländer verteilt. Die Pflegeplätze waren nach marktd!alog-Informationen zuletzt unternehmensweit zu gut 91 % belegt. Dazu dürfte die vergleichsweise moderne Bausubstanz der Heime beigetragen haben: fast die Hälfte wurden in den vergangen Jahren ersetzt bzw.  neu gebaut, im Mittel sind über 70 % der Zimmer Einzelzimmer. Auch für das erst im April 2017 übernommene Berliner Pflegeheim der Heilsarmee liegen bereits Modernisierungpläne in der Schublade.

Das AGAPLESION-Erfolgsmodell läßt sich im Wesentlichen auf 3 Elemente zurückführen: 1.Die Gewinne bleiben im Unternehmen und stärken so die finanzielle Basis, 2. die integrativen Strukturen, die den Altbetreibern das operative vor-Ort-Geschäft weitgehend überläßt und 3.der Verbundgedanke. Das Wachstum des Unternehmens muß nicht erkauft werden: Betreiber, die unter das AGAPLESION-Dach schlüpfen möchten, werden werden mit AGAPLESION-Aktien bezahlt, eine (teure) Finanzierung entfällt. Als Aktionäre haben sie so auch Sitz- und Stimmrechte im Gesamtunternehmen,  per 2016 sind 19 evangelische Einrichtungen die Anteilseigner. Mit knapp 37% ist die Frankfurter Bethanien-Diakonissenstiftung der größte Einzelaktionär.

Schließlich der Verbundgedanke: die gAG konzentriert sich auf`s „Backend“: der Unternehmensbereich "Zentralen Dienste"  umfasst alleine 15 Abteilungen. Von Steuern/Recht über IT bis zum Einkauf und einer eigenen Ausbildungsstätte werden die  regionalen Akteure unterstützt und gestärkt. Diverse Unternehmenstöchter, etwa im Bereich Catering und Reinigung flankieren das Ganze. Nahe Frankfurt wird seit 2015 zusammen mit der Fiege-Unternehmensgruppe ein eigenes, über 4000qm großes, Logistiklager mit etwa 2500 Artikeln betrieben und Kliniken und Pflegeheime nach einem ausgeklügelten Logistikkonzept versorgt. Mit den eingelagerten Vorräten käme das Unternehmen 42 Tage aus.

In 2016 investierte die gAG knapp € 140 mio. Für 2017 dürften Steigerungen zu erwarten sein, schließlich ist die Digitalisierung jetzt ganz oben auf der Unternehmens-Agenda angesiedelt.

ID 1329564933Bet

 

Caritas Altenhilfeträger im Emsland gründen neue Pflege-GmbH

Eine stationäre Pflegeeinrichtung - bisher von der Kirchengemeinde getragen - und der Caritas-Pflegedienst Unterems schließen sich zur St. Nikolaus Stift Caritas Pflege GmbH (i.Gr.) zusammen. Die Geschäftsführer beider Einrichtungen bilden auch die Geschäftsführung der neuen GmbH. Beide Unternehmen kooperieren bereits seit über einem Jahr, mit der kürzlichen Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrages  jetzt erhält die Kooperation ab 1.Januar 2018 auch die passende rechtliche und organisatorische Struktur. Ziel des Zusammenschlußes ist die Bündelung der Ressourcen, insbesondere auch im Bereich der Pflegefachkraftsicherung.

Das Pflegeheim bietet 48 Pflegeplätze, die ambulanten Leistungen erstrecken sich über den Pflegedienst in Tagespflegeangeboten Seniorenwohnungen und einer Demenz-WG. Das neue Unternehmen beschäftigt rund 170 Mitarbeiter, sowohl für diese als auch die Heimbewohner soll sich nichts an den bestehenden Verträgen ändern.

ID 9285 S


28.07.2017

 

Donau-Ries Kliniken und Seniorenheime: Bonus für die Mitarbeiter

Das gemeinsame Kommunalunternehmen (gKU) des Landkreises Donau-Ries (BY) freut sich nach längerer Durststrecke über schwarze Zahlen in 2016, von erwirtschafteten € 2,2 mio. kann der bestehende Verlustvortrag um rund 1 mio. € zurückgeführt werden. Zwar schreiben nicht alle Unternehmensteile schwarze Zahlen, die Mitarbeiter werden dennoch alle mit einem Tag Sonderurlaub (berechneter Gegenwert € 200.000) belohnt.

Neben 3 Kliniken betreibt der Kreis unter dem gKU-Dach 4 Seniorenheime mit knapp 350 Betten, die zuletzt zu rund 98% ausgelastet waren. Vermutlich wäre die Gewinnzone schon früher erreicht worden, wäre nicht 2014 eine Seniorenwohnanlage mit 31 Wohnungen für satte 7 mio. € gebaut worden, ursprünglich waren € 4 mio. veranschlagt.

ID 1389451275Bet

 


21.07.2017

 

REGIOMED zufrieden mit Jahresergebnis 2016

Mit einem Jahresabschluß von € 4,1 mio. blickt der Klinik- und Heimbetreiber zufrieden auf`s abgelaufene Geschäftsjahr zurück. Neben 7 Seniorenpflegeheimen ( 2x in BY, 5 x TH, unternehmensweite Auslastung rund 88%) werden 2  Heime für psychisch Kranke; 5 Kliniken und 14 MVZ`en  betrieben; hinzu kommt jeweils ein Tagespflege -und Seniorenwohnangebot.

ID  1304686821Bet

 

AWO-Müritz erneut im Gerede

Der Kreisverband Müritz (MV) kommt nicht aus den Schlagzeilen: Untreuevorwürfe gegen das früheres Leitungspersonal, eine neu eingestellte Geschäftsführerein wurde geschasst und nun sollen von den Heimbewohnern der Penzliner Einrichtung illegal Investitionskostenzuschüße vereinnahmt worden sein, voninsgesamt € 1,7 mio. ist die Rede. Hintergrund ist ein Investitionskostenzuschuß von knapp € 500.000.-, den das Land für den Bau der 1993 eröffneten Einrichtung beigesteuert hatte. Bis 2007 durften Investitionszulagen erhoben werden, tatsächlich wurden bis mindestens 2016 monatlich geschätzt rund € 15.000 von den Bewohnern vereinnahmt. Sozialministerium und Staatsanwaltschaft bestätigen eine aktuelle Überprüfung.

Pikant: Die AWO-Kreisverbandsvorsitzende Dagmar Kaselitz ist hauptberuflich Integrationsbeauftragte mit Sitz im Sozialministerium, also genau jener Behörde, die den Vorwürfen nachgehen soll.

Der Kreisverband betreibt 4 Dauerpflegeeinrichtrungen mit zusammen 250 Betten im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

ID 1494014998Bet


15.07.2017

 

Alloheim-Seniorenresidenzen vor Verkauf ?

Nach noch unbestätigten Meldungen bereitet die amerikanischen Private-Equity-Gesellschaft Carlyle Group, die Muttergesellschaft Alloheims, den Verkauf ihrer deutschen Pflegeheimtochter vor. Sie sei - so die Meldung - mit amerikanischen Investmentbanken, darunter JP Morgan - im Gespräch, um den Verkauf vorzubereiten. Weder Carlyle noch JP Morgan wollten die Meldung bestätigen, dementierten sie aber auch nicht.

Alloheim gehört zu den größten privaten Pflegeheimketten Deutschlands. Nach eigenen Angaben werden mit knapp 15.000 Mitarbeitern 155 Pflegeeinrichtungen, 27 Anlagen des Betreuten Wohnens und 13 ambulanten Pflegediensten betrieben. 2015 soll das Unternehmen knapp € 300 mio. Umsatz und ein Ergebnis von knapp € 33 mio. (Ebitda) erzielt haben. Die Gesellschaft ist zuletzt durch zahlreiche Übernahmen - etwa die AGO-, Procon-, Senator-, Senterra - Seniorenzentren stark gewachsen.

ID 2097985991Bet

 

Diakonien im Rhein-Kreis Neuss wollen fusionieren

Für die Stadt Neuss und den Rhein-Kreis Neuss gibt es jeweils eigenständige diakonische Träger. Ab 2019 soll sich das ändern: beide Träger wollen zu einem Anbieter verschmelzen. Ein Abbau von Leistungen sei, so Vorstand Havers, nicht geplant, es werde auch kein einziger der rund 1000 Mitarbeiter entlassen. Die angebotenen Leistungen ergänzten sich im Gegenteil: die Neusser sind stark in der Psychiatrie- und Behindertenarbeit, die Kreisdiakonie in der Alten- und Jugendhilfe. Die fusionierte Diakonie soll in Neuss ihren Sitz haben.

In der Altenhilfe bieten beide Träger in 6 Einrichtungen gut 400 Pflegeplätze an. Bis voraussichtlich 2019 werden mindestens 50 Plätze hinzukommen. Aktuell liegt ihr Marktanteil im vollstationären Bereich kreisweit bei rund 11 %. Die Caritas liegt im Vergleich bei gut 16%. In Sachen neue Einzelzimmer-quote haben sie diakonischen Träger ihre Hausaufgaben im Übrigen (fast) vollständig gemacht, hier hat die Caritas noch Nachholbedarf.

ID 343916082Bet, 1418807522Bet


14.07.2017

Katharinenhof übernimmt drei Pflegeheime in Hamburg

3 vollstationäre Pflegeheime mit gut 300 Betten betreibt der eigentlich auf ambulante Pflegeleistungen spezialisierte Dienstleister. Nach Übernahme dieser Einrichtungen durch die Deutsche Wohnen-Tochter Katharinenhof ist der Exkurs in die stationäre Pflege wohl beendet.

Für die Katharinenhof GmbH markiert die Übernahme die Präsenz in einem 2.westdeutschen Bundesland nach Niedersachsen. Alle anderen Pflegeheime - insgesamt 17 mit gut 1600 Betten (und fast 500 Seniorenwohnungen) - befinden sich in Berlin und Ostdeutschland.

Die Deutsche Wohnen Tochter agiert durchaus erfolgreich mit eigenem Markenkern: die unternehmensweite Asulastung in der Dauerpflege lag nach marktd!alog-Informationen zuletzt bei fast 97%.

ID 1329663437, -2080667162Bet

 

Bayernstift wird von der Charleston Holding übernommen

Die bayerischen Partnerunternehmen Sontowski und Mauss-Bau verkaufen ihre gemeinsame Tochter BayernStift an die Füssener Charleston Holding. Der Unternehmensname soll fortgeführt werden. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Das Kartellamt hat dem jetzt zugestimmt. Derzeit betreibt BayernStift 13 Pflegeheime in Bayern, hinzu kommen 2 Neubauten (sowie ein Ersatzbau).

Die beiden Bauunternehmen wollen sich mit ihrem Gemeinschaftsunternehmen BayernCare künftig auf die Entwicklung von Seniorenwohnzentren konzentrieren, dazu gehören lt. Unternehmensmitteilungsind auch Pflegeheime, die noch nicht den künftig geltenden bayerischen Betriebsvorgaben entsprechen. Auch für das BayernStift (unter Charleston-Regie) wird BayernCare künftig Pflegeimmobilien entwickeln, es wurde eine langfristige Kooperation vereinbart. 3-5 neue Anlagen sind pro Jahr vorgesehen.

Die Charleston Holding betreibt aktuell 24 Pflegezentren in Baden-Württemberg, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Kern des Portfolios bilden die Pflegeheime der Senovum- und ProSenium-Heime, die 2015 übernommen wurden.

Die Anfang der 1990er Jahre aus einem Immobilienunternehmen hervorgegangene Gesellschaft gehört zu einem in Luxemburg angesiedelten Fondsvehikel, hinter dem die schwedische EQT-Gruppe steht.

Standortkarte

ID 540338685Bet, 1476686209Bet,

 

Capital Bay gewinnt Curata als neuen Betreiber

für Dresdner Pflegeheim. Die 2011 zum Pflegeheim umgebaute Einrichtung bietet auf 2600 qm 75 Pflegeplätze.

Der Investor will künftig weitere Pflegeimmobilien erwerben und strebt dazu mit Curata eine "strategische Partnerschaft" an.

ID 907913038Bet

 

Dorea erwirbt Senioren- und Fachpflegeeinrichtung in Köln

Die 2001 eröffnete Einrichtung hält 88 Pflegebetten (zuletzt zu rund 98% belegt) sowie 27 Seniorenwohnungen vor. Sie soll künftig auch von Dorea betrieben werden.

ID 9166

 

Haus Inselfrieden heißt jetzt " To Huus Nördernee"

Das Pflegeheim auf Norderney, wegen gravierender Pflegemängel und nachfolgender Insolvenz der damaligen Betreiberin unrühmlich bekanntgeworden, hat sich umbenannt. Die  jetzt von Sander Pflege betriebene Einrichtung konnte wieder Fachkräfte einstellen und damit mehr Pflegebedürftige aufnehmen, was 2016 voraussichtlich zu einer schwarzen Null in der Bilanz führen dürfte. Durch die Umbennung soll diese Entwicklung auch nach außen deutlich werden.

ID 8197

 

Wenn "nehmen" seeliger denn "geben" ist - das Diakoniewerk Bethel

Das Diakoniewerk Bethel ist mit 13 Klinik- und Pflegeeinrichtungen, rund 1700 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von gut € 75 mio. einer der größten freikirchlichen Betreiber im Land. An der Spitze der gGmbH steht Karl Behle, dem jetzt ein fast 50seitiger Untersuchungsbericht des Bundes der evangelisch-freikirchlichen Gemeinden (BEFG) eine sehr individuelle Sichtweise diakonischer Arbeit bescheinigt. Durch Tricksereien soll er das Unternehmen faktisch in seinen Privatbesitz gebracht haben, wie das Recherchenetzwerk CORRECTIV jetzt berichtete.

Details

ID 1380395864Bet

 

Projektentwickler kauft Seniorenheim

in Süderhastedt (Kreis Dithmarschen). Der plant, diie kleine Einrichtung (42 Betten) mit rund € 0,5 mio. zu modernisieren.

ID 6129


03.07.2017

Saarländischer Schwesternverband wächst zweistellig

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 meldet das Unternehmen einen Umsatzzuwachs von 14% auf knapp 120 mio. Euro. In Zukunft soll kräftig investiert werden: in der kommenden Dekade sollen rund 100 mio. Euro in ein breit angelegtes Investitionsprogramm fließen.

Der Heimbetreiber aus dem saarländischen Ottweiler ist vor allem in der Altenhilfe aktiv, in 5 Bundesländern werden knapp 25 Seniorenheime mit annähernd 2400 Betten vorgehalten, mindestens weitere 10 Objekte sind in Planung oder bereits im Bau.

ID -1611188639Bet

 


30.06.2017

 

Darmstädter Wohnstift vor Betreiberwechsel

Rund 300 Menschen haben in der Darmstädter (HE) Einrichtung ihr zuhause, mehrheitlich in Seniorenwohnungen. Das sind die Leidtragenden, nachdem ein häßlicher Streit zwischen Betreiber und Eigentümer publik geworden ist. Die Schließungsdrohung des Betreibers verursachte jedenfalls gehörige Unruhe unter den Bewohnern.

Festzustehen scheint, daß sich der Eigentümer, ein regionales Energieunternehmen, einen neuen Mieter/Betreiber suchen muß.

ID 2256

 

Betreiberwechsel in Hasbergen

Die erst 2005 in Anwesenheit des damaligen Bundespräsidenten eröffnete Pflegeeinrichtung im Kreis Osnabrück wird zum 1.Juli 2017 von der Bremer Convivo-Gruppe übernommen. Das Haus hält 130 Pflegeplätze vor und war zuletzt zu 97% belegt. Der bisherige Geschäftsführer begründet den Schritt mit "fehlender Perspektive", da die Politik die privat betriebenen Pflegeheime nicht mehr fördere.

ID 9154

 


13.06.2017

 

Hamburger Senat will Planrecht für "Pflege & Wohnen"- Standorte ändern

Die Bezirke wurden angewiesen, kurzfristig keine Bauanträge zu genehmigen, die einem weiteren Betrieb als Pflegeeinrichtung zuwiderlaufen. Betroffen sind 6 Einrichtungen, die planungsrechtlich noch nicht entsprechend abgesichert waren. Diese müssen vertraglich mindestens 20 Jahre als Pflegeeinrichtung weitergeführt werden, nach 10 Jahren dürfen maximal 4 Einrichtungen innerhalb der Stadt verlegt werden, sofern diese zustimmt.

Hintergrund ist der angekündigte Verkauf von Pflege & Wohnen an einen Hedgefonds.

ID 92Bet

 

Caritasverband Regensburg übernimmt Trägerschaft

für das wirtschaftlich angeschlagene Pflegeheim in Hemau (Kreis Regensburg). Mit der Einstellung der neuen Heim- und Pflegedienstleiterin Carolin Gallenberg endet die Interimsleitung des BRK, dem der Trägerverein Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit zollt. Der vom bisherigen Trägerverein geforderte Lohnverzicht des Heimpersonals steht - trotz Ablehnung durch das Personal - nach wie vor im Raum, die Caritas kündigt eine Prüfung für jeden einzelnen Arbeitsvertrag an und verweist darauf, daß eine befristete Lohnabsenkung ein "legitimes Instrument der Arbeitsrechtlichen Kommission beim Caritasverband" sei. Die Einrichtung kommt damit zumindest finanziell wieder in ruhigeres Fahrwasser.

ID 8792


12.06.2017

Betreiber Curata auf neuem Kurs

2016 wurden die Anteile der Curata Care Holding GmbH von der deutlich kleineren Betreiberorganisation Bethke übernommen. Nach einer  Meldung des Branchendienstes CareInvest übernimmt Dieter Wopen, dem früheren Vorstand der Marseille-Kliniken, das Geschäft von Bethke. Erklärtes Ziel sei es, die derzeit 20 Curata-Standorte durch Erwerb und Neubau mehr als zu verdoppeln. In der Region Hannover sowie in Remscheid entstehen bereits Neubauten.

Bei seinen Expansionsplänen wird Wopen unterstützt von der vergleichweise jungen Berliner Capital Bay GmbH mit dem Schwerpunkt Immobilien-Investment.

ID 907913038Bet


09.06.2017

DOREA-Familie wächst um 6 weitere Pflegeheime

Der Berliner Heimbetreiber setzt seine Expansionspläne weiter um: Nach Übernahme der Betreiber Agitalis (2015), Meritus (2016),  der Margarethenhofgruppe zu Jahresanfang sind jetzt alle 4 niedersächsischen Pflegeheime der procuritas sowie eine weitere im Bundesland NRW zur "Dorea-Familie" gestoßen; ferner ein kleines Demenzpflegeheim eines insolventen privaten Einzelbetreibers im niedersächsischen Edemissen.

Damit gehören jetzt 37 Pflegeeinrichtungen - davon 34 Altenheime - direkt oder über Unternehmenstöchter zur Gruppe. Die Dorea-Häuser  konzentrieren sich in den Regionen Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen, vereinzelt gibt es weitere Einrichtungen in Bayern, Hessen und dem Saarland. Bei seinen Expansionsbestrebungen untertstützt - zumindest in der Anfangszeit - wird Dorea durch das auf der Kanalinsel Jersey ansässige Private Equity Unternehmen Quadriga Capital, das bereits in den Verkaufsprozeß des Klinikbetreibers Ameos involviert war.

Zur procuritas-GmbH gehören jetzt noch 8 Pflegeeinrichtungen in NRW und Rheinland-Pfalz, dazu kommt ein Heimneubau in Duisburg.

ID 1331994893Bet, 1464960950Bet


01.06.2017

 

Vitanas steht vor Verkauf der Hamburger Tochter "Pflege & Wohnen"

Die Berliner Vitanas bestätigt Meldungen, nach denen Tochtergesellschaft "Pflege & Wohnen Hamburg GmbH" verkauft werden soll. Käufer könnte der amerikanische Investor "Oaktree Capital Management L.P" mit Sitz in Los Angeles sein. Die Verhandlungen seien fortgeschritten, uneins sei man sich noch über eine Aufteilung des Unternehmens in einen Pflege- und Immobilienbereich.

Vor rund 10 Jahren wurde das damals kommunale Pflegeunternehmen vom Hamburger Senat an Vitanas für rund € 65 mio. mit der Maßgabe verkauft, daß diese frühestens nach 10 Jahren weiterveräußert werden dürfen. Diese Frist ist jetzt verstrichen. Oaktree, ein Hedgefonds (umgangssprachlich: "Heuschrecke") ist Kennern nicht unbekannt: vor 7 Jahren wurde die Bremer Beluga-Werft von Oaktree erworben und ging danach in die Insolvenz.

Pflege & Wohnen ist die unangefochtene Nummer 1 im Hamburger Pflegemarkt und betreibt 14 stationäre Pflegeeinrichtungen an 13 Standorten. Der Marktanteil der rund 2600 Betten (Auslastung zuletzt 89%) beträgt knapp 15 % des Hamburger Pflegemarktes. Die Immobilien sind bis zu 34 Jahre alt, 6 wurden in den letzten 10 Jahren eröffnet. Die aufsummierte Einzelzimmerquote lag zuletzt bei knapp 50%. Pflege & Wohnen ist zudem Anbieter zahlreicher Wohnanlagen und Einrichtungen der Behinderten- und Obdachlosenhilfe.

Sollte die Transaktion zustande kommen, könnten unruhige Zeiten auf Hamburgs Pflegebedürftige und auch die Kommunalpolitik zukommen - die damalige Privatisierung der Hamburger Pflegeheime war nicht unumstritten.

ID 92Bet

 

AURISCARE verkündet Expansionspläne

Der Berliner Heimbetreiber kündet eine „Reihe Neubauvorhaben“ an und macht mit einem Neubau im brandenburgischen Bernau  (bei Berlin) gleich Nägel mit Köpfen: in 151 Einzelzimmern sollen insbesondere Demenzpatienten künftig nach „typischen AURISCARE-Standards“ betreut werden. Bisher betreibt das Unternehmen 2 Pflegeheime, 2001 und 2006 eröffnet (insgesamt 223 Plätze, letzte Belegung 99%) im bayerischen Kreis Fürth und im niedersächsischen Wilhelmshaven.

ID 9096, 1485528261Bet

 

Esslingens Stadtkämmerer ist zufrieden

Der städtische Eigenbetrieb präsentierte jetzt mit dem Jahresergebnis 2016 einen nahezu ausgeglichenen Haushalt: den Einnahmen von € 14,1 mio. stehen Ausgaben von € 14,4 mio. gegenüber, mit rund € 10 mio. sind die Personalausgaben der größte Brocken. Damit tragen sich die Einrichtungen selbst - keine Selbstverständlichkeit unter kommunal betriebenen Pflegeheimen mit ihren vergleichsweise überdurchschnittlichen Gehältern.

In (noch) 4 Dauerpflegeeinrichtungen werden 325 Senioren gepflegt, davon insgesamt 40 noch in Doppelzimmern. Die Auslastung liegt nach marktd!alog-Informationen bei rd.95% (ohne Neueröffnung 2016). Hinzu kommen 2 Angebote des "Betreuten Wohnens" und 3 Tagespflegeeinrichtungen.  Noch in diesem Jahr soll ein neues Pflegeheim in Oberesslingen eröffnet werden.

ID 1336473017Bet


28.05.2017

 

 

Es knirscht im SeniVita-Gebälk

Die schlechten Nachrichten wollen nicht enden: Nach den Holprigkeiten bei der Rückzahlung der laufenden Wandelanleihe, dem gescheiterten Bauvorhaben in Grettstadt (zumindest an vorgesehener Stelle), den Unruhen in den Einrichtungen in Emmering, Gernlinden und Maisach durch Schließung der Hauswirtschaften erließ nun die Heimaufsicht einen Aufnahmestopp und weitere Auflagen für die Pflegeeinrichtung Gräfenberg, in der noch vollstationäre Leistungen angeboten werden.

Anlaß waren Beschwerden, der die Aufsichtsbehörde bei einer anlassbezogenen Begehung am 18.Mai nachging. Ursache war eben jene Schließung der Hauswirtschaft, die gekündigten Hauswirtschaftsmitarbeiter meldeten sich danach geschlossen krank. Die Folge: es wurde weder gekocht, geputzt noch Wäsche gewaschen. Ein Angehöriger sprach vom "völligen Zusammenbruch" der hauswirtschaftlichen Versorgung". Einrichtungs- und Pflegedienstleitung und Pflegepersonal mußten Essensausgabe und Spüldienst übernehmen.

Für die erforderliche Pflege der 59 vollstationär betreuten Bewohner stand dadurch nicht mehr ausreichend Personal zur Verfügung. Die Auflage der Heimaufsicht ordnete eine "unverzüglich Abstellung" der vorgefundenen Mängel an, die Umsetzung soll "engmaschig" überwacht werden.

ID 8443, -37573697Bet

 


18.05.2017

 

Ameos übernimmt die Röpersberggruppe

Der schweizerische Gesundheitskonzern Ameos, im Norden und Osten Deutschlands prominent vertreten mit über 70 Einrichtungen, darunter 8 vollstationären Pflegeheimen, übernimmt die Ratzeburger Röpersberggruppe. Auch diese bietet - in deutlich kleinerem Maßstab - ein breites Portfolio aus Akut- und Rehabilitationsmedizin, eine Seniorenpflegeeinrichtung mit voll belegten 112 Dauerpflegeplätzen, Pflegehotel, Tagespflegen, Therapie- und Wellnesszentren, Seniorenwohnungen und ambulantem Pflegedienst. Die Übernahme erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamtes.

ID 1700739239Bet, -1923963025Bet

 

Alloheim Senioren-Residenzen übernimmt die Senterra AG

vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörde rückwirkend zum 1.Januar 2017. Der im hessischen Lich ansässige Betreiber hält nach marktd!alog-Informationen 1191 vollstationäre Betten in 12 Pflegeheimen (BE 1, BW 3, BY 2, HE 1, NW 3, RP 1, SN 1) vor, hinzu kommen meist eingestreute Kurzzeit- und Tagespflegeplätze und ein ambulanter Pflegedienst in Hamm (NW). Die unternehmensweite Gesamtauslastung betrug zuletzt gut 91%. Die Einrichtungen wurden überwiegend in den 00er Jahren in Betrieb genommen.

ID -1558897226Bet, 2097985991Bet

 

Regiomed übernimmt die Einrichtungen der Schwesternschaft Coburg endgültig

Mit der jetzt erfolgten Zustimmung aller Gesellschafter und Aufsichtsräte des fränkisch-thüringischen Klinikverbundes Regiomed ist die Übernahme der insolventen Schwesternschaft Coburg endgültig in trockenen Tüchern. Darunter befinden sich die Berufsfachschulen sowie  ein Seniorenwohn- und ein Seniorenpflegezentrum. Regiomed baut damit seine Präsenz auf 9 Wohn-/Pflegeeinrichtungen, darunter 7 der vollstationären Seniorenpflege, mit gut 500 Pflegebetten aus.

ID 1304686821Bet


12.05.2017

 

„Deutsche Wohnen AG“ meldet starkes Ergebnis

im 1.Quartal 2017. Im Segment Pflege und Betreutes Wohnen betrug der Ergebnisbeitrag € 12,5 mio. (Vorjahr € 4,6 mio.).

2016 hatte die Deutsche Wohnen in der bisher größten Einzeltransaktion auf dem Pflegemarkt ein Pflegeheimportfolio mit 28 Objekten und einem Gesamtvolumen von gut € 420 mio. erworben. Diese Zukäufe, Jahresmiete etwa € 27,3 mio.,  seien „zwischenzeitlich vollständig integriert“. Darüber hinaus ist das Unternehmen mehrheitlich an der „Katharinenhof Betriebs-GmbH„ beteiligt, die bundesweit 20 Wohn- und Pflegeeinrichtungen betreibt. Deren Auslastung betrage „seit Jahren überdurchschnittliche 97%“, so die AG. Die kürzlich erfolgte Grundsteinlegung einer neuen Pflegeeinrichtung in Mittelsachsen könnte nach längerem Stillstand eine höhere Expansionsorientierung in Ostdeutschland, dem hauptsächlichen Operationsgebiet des Katharinenhofs, andeuten.

ID -2080667162Bet, 1794VeU

 

SeniVita schließt Hauswirtschaftssparte

Die "SeniVita Sozial gGmbH", Betreiberin der zur Unternehmensgruppe gehörenden Pflegeeinrichtungen mit ambulanter Betreuung, schließt die Hauswirtschaftssparte mit ca.160 Arbeitsplätzen. Mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft ver.di wurde eine Einigung erzielt, wie das Unternehmen jetzt mitteilte. Einigen soll eine Umschulung zu Pflegefach-und Hilfskräften angeboten werden. Die bisherige Form der Hauswirtschaft "entspreche nicht mehr den betrieblichen Erfordernissen", heißt es in der Unternehmensmitteilung. Es werden Einsparungen i.H. € 2,5 mio./jährlich erwartet, die bereits im 2.Halbjahr 2017 erste Ergebnisse zeitigen sollen.

ID -37573697Bet


04.05.2017

AWO-Müritz verkauft Penzliner Pflegeheim

Die AWO will ihr Pflegeheim in Penzlin (Kreis Mecklenburgische Seenplatte, MV) versilbern. Die 1993 eröffnete Einrichtung verfügt über 49 fast komplett belegte Pflegebetten. Die Zukunft des Hauses scheint nicht gefährdet, ein Betreiberwechsel kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Hintergrund ist ein finanzieller Engpaß, ausgelöst durch horrende Gehälter zweier inzwischen ausgeschiedener Führungspersonen der AWO, in dessen Zusammenhang sogar die Staatsanwaltschaft tätig wurde.

ID 9036


28.04.2017

 

DRK Baden-Baden bereitet Rückzug vor

Ähnlich einem Optimisten, dessen Glas halbvoll statt halbleer ist, beschreibt der DRK-Kreisverband Baden-Baden seinen Rückzug aus der stationären Altenpflege mit "Um- und Aufbruch...Weichenstellung für die Zukunft". Pessimisten würden es wohl eher als Vermeidung einer Insolvenz definieren.

Es geht um die künftig geltenden Betriebsvorgaben in Baden-Württemberg. Eine Anpassung der beiden vom DRK betriebenen Pflegeeinrichtungen mit gesamt 74 Pflegeplätzen und verbundenen 139 Seniorenwohnungen kann sich der Verband nicht leisten - deshalb sollen sie einem neuen Eigentümer und Betreiber zugeführt werden.

Bereits im bevorstehenden Mai soll für die erste DRK-Pflegeeinrichtung samt Wohnanlage Vollzug gemeldet werden.

ID 1464516512Bet, 1433581886Bet, 8138, 9025


21.04.2017

 

Christoffel-Blindenmission will Pflegeheim aufgeben

Weltweit engagiert sich der eingetragene Verein für Blinde und sehbehinderte Menschen. Im oberbergischen Nürmbrecht betreibt er ein Pflegeheim auch für nicht sehbehinderte Senioren mit 92 Betten.

Das will der Verein möglichst noch dieses Jahr abgeben und sucht per Markterkundungsverfahren einen Käufer und Nachfolgebetreiber. Der soll die Traditionen und Werte des Hauses fortführen. Geschäftsführer Peter Schießl sieht die Pflegeeinrichtung „hervorragend geführt“ und in einer „sicheren und stabilen wirtschaftlichen Situation“. ID 8987 

 

Christliches Jugenddorf beendet Ausflug in die Seniorenpflege

Rund 50 unterschiedliche Angebote hält der eingetragene Verein in Rheinland-Pfalz für junge Menschen vor. Und ein Seniorenpflegeheim. Doch Fachkräfte hierfür sind dünn gesät, die 69-Betteneinrichtung konnte zuletzt nur mit 52 Senioren belegt werden, mutiert damit zum Verlustgeschäft.

Das soll geändert werden, der CJD sucht einen neuen Betreiber. Die Kommune - der die Immobilie gehört - bedauert den Rückzug. Mit dem CJD geht der sechste Betreiber seit Eröffnung des Seniorenpflegeheims 1994. ID 3783


31.03.2017

Kamp-Lintfort: Caritas sorgt sich um die Altenpflege

Daher lud sie Poilitiker nach Kamp-Lintfort ein, um sich auszutauschen. Angesprochen wurde der Stellenwert stationärer Altenpflege sowie der Fachkraftmangel. Die Vorstellung, die Altenpflege mit ambulanten Diensten und Nachbarschaftshilfen bewältigen zu können,bezeichnete die Vertreterin des Caritasvorstandes Moers-Xanten als "blauäugig".

Staatssekretärin Hoffmann-Badache bestätigt administrative Fehler, weil viele Träger noch keinen Bescheid darüber hätten, welche Kosten sie zu berechnen haben. "Wir haben die Komplexität der Materie unterschätzt", so die Staatssekretärin.

Die Verdoppelung der Abschreibungsdauer auf 50 Jahre und die 80%ige Einzelzimmerquote sind nach Meinung des Vertreters des Caritasvorstandes Geldern-Kevelaer nicht geeignet, neue Pflegeheime zu bauen bzw. umzubauen. In Kamp-Lintfort würden die Pflegeplätze jetzt schon knapp, im Seniorenzentrum St.Josef gäbe es eine Warteliste von 70 Pflegebedürftigen.

 

Betreiberwechsel bei Pflegeeinrichtungen Sohland

Zwei stationäre Seniorenpflegeheime, Betreutes Wohnen und ein ambulanter Pflegedienst gehören zum Portfolio des im sächsischen Landkreis Bautzen beheimateten Unternehmensmit Joachim Pecenka an der Spitze. Vor 15 Jahren hatte er das erste private Seniorenheim Sachsens gegründet. Ab Mai will der inzwischen 70jährige in den Ruhestand treten. Ein Nachfolgeunternehmen steht auch schon fest-nur  die Zustimmung dessen Aufsichtsgremiums steht noch aus.

ID 1441019886Bet

 


24.03.2017

 

Caritas-Mannheim stellt Weichen in Richtung Zukunft

Unter anderem zehn vollstationäre Pflegeeinrichtungen (davon 8 in der Seniorenpflege) betreibt der kirchliche Träger in und um Mannheim,  bietet damit knapp 800 Pflegebedürftigen eine Heimat. Doch die Hälfte dieser Häuser ist modernisierungsbedürftig, was sich auch in der bescheidenen unternehmensweiten Auslastung von zuletzt rund 70% niederschlägt. € 30-35 mio. sollen daher in den nächsten 3 Jahren in Baumaßnahmen fließen. Auch personell wird aufgerüstet: aus dem bisherigen Führungsduo wurde - zumindest temporär - ein Trio.

ID 5229, 7396, 7714, 8894


16.03.2017

Alloheim Ludwigsburg in „Stabilisierungsphase“

So zumindest sieht es der Landesleiter des Verbandes der Ersatzkassen (VDEK). Wie berichtet, wurde dem Haus letztes Jahr wegen diverser Mängel von der Heimaufsicht ein Aufnahmestopp auferlegt. Im Ergebnis von seither weiteren 3 Kontrollbesuchen wurden deutliche Verbesserungen für die Bewohner konstatiert, die errechnete Pflegenote für den Bereich „Pflege“ stieg von 3,2 im Sommer 2016 auf jetzt 1,3. Gleichwohl gelte der Aufnahmestopp unverändert fort, die Kontrollfrequenz bleibe erhöht. Ob es einen Zusammenhang zwischen den aufgedeckten Pflegemängel und dem ungeklärten Tod einer Heimbewohnerin gibt, ist weiterhin Gegenstand staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen.

ID 8482

 


10.03.2017

 

NRW: Kplus-Verbund fühlt sich ausgegrenzt

Um den künftig geltenden Gesetzesvorgaben Rechnung zu tragen, hat die kirchliche Betreiberkooperation ihre Hausaufgaben gemacht: Pläne und Finanzierung eines geplanten Ersatzbaus stehen, der Bauantrag