04.06.2018

Neu: Übersicht Bauprojekte 2018 - 2020

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T!ckermeldungen zum Thema: Heimschliessung


07.05.2018

Berlin-Mitte: Exodus der Senioren geht weiter

Wie bereits berichtet, schließt das Pro Seniore-Pflegeheim Vis à vis der Hackeschen Höfe, jetzt wurde bekannt, dass zwei weitere Heime in Berlin-Mitte schließen. In denen leben bisher rund 200 Senioren. Anstelle der Pflegeheime sind Bürobauten geplant.

Eigentümer und Betreiber ist eine private Betreibergesellschaft mit weiteren Pflegeheimen in der Region. Dort seien, so der Betreiber, 75 Pflegeplätze für die Bewohner der betroffenen Berliner Heime reserviert.

Mehr im T!ckerSelect.

ID 4898, 4931


04.05.2018

 

Privates Pflegeheim im Kreis Segeberg muß schließen

Grund: Fachkraftmangel. Die derzeit noch 30 Bewohner müssen bis zum 30. Juni anderweitig untergebracht werden.

Die 1978 eröffnete Einrichtung bot bisher 36 Dauerpflegeplätze. Drei zusätzliche Pflegekräfte wurden benötigt. Nach intensiver Werbung konnten zwar 2 Neueinstellungen vorgenommen werden, davon erkrankte eine Mitarbeiterin nach kurzer Zeit dauerhaft. Die zweite kündigte, nachdem ihr andernorts ein um 900 Euro höheres Salär angeboten wurde.

ID 5553

 


25.04.2018

 

Berlin: Pro Seniore Residenz Vis à vis der Hackeschen Höfe schließt

und wird abgerissen. Bis Ende Juni müssen die verbliebenen Bewohner die Pflegeeinrichtung verlassen. Mit 29 Bewohnern (das Haus hat hat über 200 Plätze) hat Betreiber Pro Seniore wohl vorausschauend keine neuen Bewohner mehr aufgenommen. Eine entsprechende Bauvoranfrage des Hamburger Unternehmens DC Values, die die Immobilie 2014 erwarben, liegt seit 2016 vor und wurde vom Stadtbezirk positiv beschieden. Die im Februar 2018 verkündete Inanspruchnahme der Verlängerungsoption des Pachtvertrages bis 2023 durch Pro Seniore ist damit obsolet, diente wohl der Versilberung des Auflösevertrages.

Das erst vor 20 Jahren errichtete Pflegeheim soll Läden und Boutiquen weichen - die Hackeschen Höfe sind Hochpreisgebiet mit Gewerbemieten um 100 Euro je Quadratmeter. Auch Wohnraum, darunter 30 Plätze für betreutes Wohnen, sei vorgesehen. Ob dieser Ankündigung Taten folgen oder sie eher zur Beruhigung der Öffentlichkeit dient, wird sich zeigen.

Der Hamburger Eigentümer DC Values, Hauptgesellschafter ist John Jahr vom Verlagshaus Gruner + Jahr, ist spezialisiert auf Immobilien am "Ende ihres Lebenszyklus".

Andere Berliner Heimbetreiber, so die Caritas und der DPWV, sehen in der Entwicklung an den Hackeschen Höfen einen Trend: traditionell gewachsene Lebensräume in Berlin würden immer mehr entmischt, seien einer Gentrifizierung ausgesetzt. Ältere Menschen würden zunehmend aus innerstädtischen Bereichen verdrängt. O-Ton Andre Lossin, Geschäftsführer des Sozialverbandes Volkssolidarität: "In Mitte wohnen kaum noch alte Leute".

ID 4910

 

BRK-Pflegeheim Gößweinstein schließt

nach Fertigstellung des Ersatzbaus. Der wird am 1.Mai offiziell eröffnet. Vollstationäre Pflege wird allerdings nicht mehr angeboten, den künftigen Bewohnern der neuen Seniorenwohnanlage im Kreis Forchheim (BY) steht eine Tagespflegestation und ambulante Pflege zur Verfügung.

ID 6548, 8230


13.04.2018

Heimschließung im Kreis Rems-Murr

Zum 31.Mai hat eine privat betriebene Pflegeeinrichtung mit rund 30 Betten ihre Schließung angekündigt. Vorausgegangen war die Verhängung eines Aufnahmestopps durch die Heimaufsicht wegen fehlender Fachkräfte, in deren Folge sich die Belegungszahl um ein rundes Drittel verringerte. Fehlende Einnahmen führten zur Stellung eines Insolvenzantrages.

Für die verbliebenen 20 Heimbewohner wird nun nach alternativen Unterbringungsmöglichkeiten gesucht.

ID 9940

 

Penzberg: Kommune will Heimbetrieb übernehmen

Wie berichtet (siehe unten) wird die AWO den Heimbetrieb Ende Mai 2018 einstellen. Wie die Kommune verlauten ließ, übernimmt sie die Verantwortung für den Heimbetrieb  ab diesem Zeitpunkt. Ob das Engagement auf Dauer ausgelegt ist, scheint indes  zweifelhaft. Wahrscheinlicher ist die Übergabe des Heimbetriebs an einen anderen Betreiber, entsprechende Kontakte wurden während des Streites mit der AWO bereits geknüpft. Unter anderen zeigte sich die private Betreiberkette Compassio an der Übernahme interessiert.

ID 8790


12.04.2018

Bretten: Schließung des Altenhilfezentrum St.Laurentius bereits im Juni

Die angekündigte Schließung des Altenhilfezentrums St.Laurentius in Bretten (Kreis Karlsruhe, BW) durch den Caritas-Trägerverband (siehe unsere Meldung vom Februar) erfolgt nicht - wie ursprünglich kommuniziert - im September 2018, sondern bereits im Juni. Ursache ist fehlendes Fachpersonal. Viele Mitarbeiter, ohnehin verunsichert durch die rund 1jährige Unsicherheit über die Zukunft des Hauses, haben aufgrund neuer Anstellungen das Haus früher verlassen als vorgesehen.

ID 9001

 


28.03.2018

 

Geplante Heimschließung im Kreis Lörrach

kann nicht zum 31.März erfolgen. Grund: für 7 der verbliebenen 49 Heimbewohner konnte noch kein anderer Heimplatz gefunden werden. Wie berichtet, erließ die Heimaufsicht im Februar eine Schließungsanordnung aufgrund gravierender Pflegemängel.

Die verbliebenen Bewohner werden bis einschließlich April durch das Personal eines naheliegenden  kirchlichen Pflegeheims versorgt. Sollte bis dahin kein Ausweichquartier gefunden werden, sieht der Bürgermeister den privaten Berliner Heimbetreiber "in der Pflicht", sich um diese Bewohner zu kümmern.

ID 9791

 

Kommune gibt Seniorenwohnanlage auf

Klarheit zur Zukunft der Seniorenwohnanlage hat jetzt der Magistratsbeschluß der Stadt im südhessischen Kreis Darmstadt-Dieburg geschaffen, die Anlage wird aufgegeben. Hintergrund ist ein Sanierungsstau, der auf € 3 mio. geschätzt wird. Die bislang herrschende Unsicherheit über die Zukunft der Anlage unter den betagten Mietern der knapp 70 Wohnungen sorgte bislang für miese Stimmung unter ihnen.

Nachdem nun Klarheit herrscht, zudem ein Neubau in den kommenden Jahren in Aussicht steht, herrscht Erleichterung. "Kein Mieter wird auf die Straße gesetzt", verlautet es aus dem Rathaus. Geeignete Grundstücke im Besitz der Kommune wurden bereits identifiziert. "Geschäfte müssten auch "mit einem Rollator gut erreichbar" sein, so umschreibt der Bürgermeister das Anforderungsprofil an die künftige Lage.

 

Mehr im nächsten T!ckerSelect .


26.03.2018

 

Prenzberg: AWO will den Heimbetrieb einstellen

Dem größten Pflegeheim der Stadt im Kreis  Weilheim-Schongau (BY) droht im 40.Jahr seit Bestehen der Kooperation des Sozialverbandes mit der Stadt die Schließung. Betreiber AWO hat der Kommune, Eigentümer der Immobilie, jetzt die Ausstiegsmodalitäten dargelegt. Eine Kündigung des Betreibervertrags wurde bereits 2016 zum Ablauf des Jahres 2017 ausgesprochen. Der Weiterbetrieb erfolgt bislang, weil man sich noch in Verhandlungen über einen Ersatzbau befand. Die sind jetzt gescheitert.

Update: Stadt und Betreiber haben sich inzwischen auf den Weiterbetrieb des Pflegeheims bis Ende Mai 2018 verständigt.

Mehr im T!ckerSelect der kommenden Woche.

ID 8790

 

Hannoveraner Pflegeheim der Diakonie schließt Anfang Mai

Heimbewohner und Mitarbeiter wurden bereits informiert. Ohnehin wurde die Einrichtung zuletzt nur noch gut zur Hälfte belegt.

Ursache sind fehlende Pflegefachkräfte. Ständiger Wechsel im Personalstamm konnte nur durch Leihkräfte ausgeglichen werden. Ursache für den häufigen Personalwechsel dürfte der Umstand gewesen sein, daß die Pflegekräfte nicht nach Tarif bezahlt wurden.

Mehr im PflegeheimReport, der nächste Woche erscheint.

ID 9784


23.03.2018

Pflegeheim im Kreis Traunstein schließt

am 30.Juni des Jahres. Das Gebäude entspräche nicht mehr den baulichen Vorschriften, so der Berliner Heimbetreiber. Gut 100 Pflegeplätze werden damit entfallen.

ID 8254


26.02.2018

 

Bretten: Schließung vom Altenhilfezentrum St.Laurentius endgültig

Der örtliche Caritas-Trägerverband nimmt endgültig Abschied von den Ersatzbauplänen seines 1985 eröffneten Altenhilfezentrums, zum September 2018 schließt die Pflegeeinrichtung ihre Pforten. Wie die Caritas-Vorsitzende erklärte, hätten sich inzwischen zu viele der angestellten Pflegefachkräfte anderweitig verdingt, zudem sei angesichts eines erfolgten Ersatzbaus eines evangelischen Trägers sowie eines geplanten Neubaus eines anderen Betreibers im Ort das wirtschaftliche Risiko eines Ersatzbaus einfach zu hoch.

Wie berichtet, stritten sich Kommune und Heimträger monatelang um die entsprechende Umwidmung der vorgesehenen Baufläche, die die Gemeinde Ende letzten Jahres schließlich auf den Weg brachte.

Von der Schließung betroffen ist auch die zugehörige Tagespflege sowie die Sozialstation. Die Brettener Einrichtung ist das einzige Pflegeangebot des regionalen Caritasverbandes.

ID 9001

 

Heimschließung im Kreis Passau

Eine privat betriebene Pflegeeinrichtung im Kreis Passau kündigt seine Schließung zum 31.März 2018 an. Offizielle Begründung: der Mangel an Pflegefachkräften. Für die derzeit 32 Pflegebedürftigen seien bereits Ersatzplätze gefunden, so die Heimleiterin.

ID 9812


20.02.2018

 

Heimschließung in Köln

Den zuletzt rund 80 Heimbewohnern flatterte jetzt die Kündigung zum Ablauf Juli 2018 ins Haus. Wie der private Betreiber mitteilte, sind die ab Sommer geltenden neuen Betriebsvorschriften Anlaß für diesen Schritt. Das Haus hat zwar 100% Einzelzimmer, aber keine Badezimmer. Bei einer entsprechenden Nachrüstung würde mehr als die Hälfte der Pflegezimmer wegfallen.  Die Suche nach einem bezahlbaren Grundstück für einen Ersatzbau sei erfolglos verlaufen.

Das Pflegeheim war Mitte der 1970er Jahre nach Umbau eines früheren Postwohnheims eröffnet worden.

ID 9801

 


17.02.2018

 

Pflegeheim-Zwangsschließung im Kreis Lörrach

Wiederholt aufgetretene Pflegemängel und fehlendes Pflegepersonal veranlassten jetzt die Heimaufsicht, dem Pflegeheim die Betriebserlaubnis zu entziehen. Seit November 2016 habe man wiederholt gravierende Mängel festgestellt, eine grundlegende Verbesserung sei seither nicht eingetreten.

Der Betreiber, ein private überregional tätige Betreiberkette aus Berlin mit über 20 Einrichtungen, kündigte an, das Haus zum 31.März 2018 zu schließen. Das Unternehmen räumt die Mängel, verursacht durch eine zu "dünne Personaldecke", ein. Der Betreiber hatte sich 2016 von der damaligen Heimleitung getrennt.

Gemeinsam mit der Kreisverwaltung bemühe man sich jetzt um die anderweitige Unterbringung der derzeit noch rund 50 Heimbewohner.

ID 9791

 

Kreis Nürnberger Land: ambulante statt stationäre Pflege

Der diakonische Träger einer Pflegestation im Kreis gibt die Umwandlung zu ambulant betreuten Wohngemeinschaften bekannt. Bereits jetzt werden nur noch Kurzzeitpflegegäste aufgenommen. Die aktuell 37 Pflegebedürftigen können die neue Wohnform nutzen oder in eine Dauerpflegeeinrichtung des Betreibers in der Region umziehen. In der Kommunalpolitik ist das Vorhaben auf ein geteiltes Echo gestoßen.

Ausgelöst wurde die Maßnahme, weil entsprechend der Vorgaben des Bayerischen Pflege-u.Wohnqualitätsgesetzess mehr Einzelzimmer nötig geworden wären. Doch damit könne eine so kleine Pflegeeinheit nicht wirtschaftlich betrieben werden, so der Träger. Entstehen sollen nun zwei ambulant betreute Senioren-WG`s mit 12 bzw.15 Plätzen.

ID 9798

 


Alle Details im aktuellen T!cker-select und im nächsten PflegeheimReport

 


10.01.2018

Heimbetreiber sind schadensersatzpflichtig,

wenn ihre Pflegeeinrichtung wegen Pflegemängel geschlossen wird. So die Auffassung des Landgerichts Bonn in einem Berufungsverfahren (Az.: 5 S 155/17) gegen ein sinngemäßes Urteil des Amtsgerichts Bonn (Az.: 118 C 253/16).

Konkret ging es um die Schließung des skandalträchtigen Haus Dottendorf (Bonn), dessen Betreiber Senator wegen seinerzeit festgestellter gravierender Pflegemängel und zweier damit in Verbindung gebrachter Todesfälle die Heimaufsicht die Betriebserlaubnis entzog. Die Entscheidung der Heimaufsicht wurde später gerichtlich bestätigt.

Knapp 100 Heimbewohner mußten innerhalb weniger Tage verlegt werden. Der inzwischen verstorbenen Klägerin entstanden im neuen Heim Mehrkosten von knapp € 9.-/Tag, nach 442 Tagen dort verstarb sie. Die Erben führten das Verfahren fort, am Ende sprachen ihnen die Richter insgesamt fast € 5.000.-Schadenersatz zu.

Dem - noch nicht rechtskräftigen - Urteil kommt bundesweite Signalwirkung zu, in ähnlichen Fällen gingen Heimbewohner bisher leer aus.


08.01.2018

Heimschließung in Sachsen-Anhalt: notfalls bis zum bitteren Ende

will der Betreiber einer kurz vor Weihnachten durch das Landesverwaltungsamt (Heimaufsicht) geschlossenen Pflegeeinrichtung notfalls durchhalten und kündigt erneutes juristisches Vorgehen gegen das Landesverwaltungsamt an. Gemeint ist der Verbleib von derzeit noch 11 Einwohnern (von insgesamt 38 der 44-Betten zählenden Einrichtung), die den Zwangsumzug abgelehnt haben und inm Heim verblieben sind. Von den Pflegekassen erstattet wird jetzt nur noch der sehr viel geringere Pflegesatz für ambulante Pflege, unter dem Dachdem des Pflegeheims sitzt auch der eigene ambulante Pflegedienst.

Die verbliebenen Bewohner scheinen den Durchhaltewillen der Betreiber zu teilen. Ein Reporter des örtlichen Lokalblättchens berichtet jedenfalls von einer "guten Stimmung" unter ihnen.

ID 9725


27.12.2017

Bretten: Kommune ermöglicht Ersatzbau für Altenhilfezentrum St. Laurentius

Kurz vor Ablauf der vom Heimträger gesetzten Frist zum Jahresende billigt der Gemeinderat Bretten (Kreis Karlsruhe) mehrheitlich eine Umwidmung des vorgesehenen Baugeländes zum "Urbanen Gebiet" und ermöglicht damit den Ersatzbau für St.Laurentius. Die Heimschließung zum 30.09.2018 dürfte damit obsolet sein. Eine Bestätigung des Caritas-Trägerverbandes steht allerdings noch aus. Auch prangt der Hinweis auf die Heimschließung bis heute unverändert auf der Internetseite des Seniorenheims.

Knackpunkt könnte die Personalfrage und die Marktentwicklung werden: etliche Fachpflegekräfte des St.Laurentius haben sich im Bestreben auf eine gesicherte Zukunftsperspektive nach der Schließungsankündigung anderweitig orientiert. Neue Fachpflegekräfte sind derzeit aber kaum zu finden. Auf den örtlichen Pflegemarkt drängen weitere Anbieter, nach marktd!alog-Erkenntnissen sind weitere Heimneubauten geplant oder bereits im Bau. Auch das bestehende evangelische Pflegeheim hat sich neu aufgestellt und seinen modernen Ersatzbau kürzlich bezogen. Der allerdings hat seinen Preis: um fast 500 Euro werden dort die Monatsbeiträge in der stationären Pflege steigen.

Wie mehrfach berichtet, hat die Caritas-Trägergesellschaft den Pachtvertrag vor einiger Zeit gekündigt, da die 1985 eröffnete Immobilie nicht den ab 2019 in Baden-Württemberg geltenden neuen Betriebsvorgaben entspricht. Die Genehmigung für einen vorgesehenen Ersatzbau auf dem Caritas-Wunschgelände zog sich hin (der Heimträger sprach von Hinhaltetaktik der Stadt), mit der angekündigten Heimschließung wollte der Caritas-Trägerverband die Hängepartie beenden und kündigte die Schließung des 85-Betten-Hauses an.

Sollte der Ersatzbau  kommen und entsprechend der alten Planung realisiert werden, ist eine Verringerung der Dauerpflegeplätze verbunden mit einem Ausbau alternativer Pflegeformen mit teilstationären und ambulanten Angeboten vorgesehen (4-Säulen-Modell).

ID 9001


22.12.2017

 

Zwangsschließung in Sachsen-Anhalt

Die Schließung einer kleinen Pflegeeinrichtung (44 Betten) in Kabelsketal (Saalekreis) wurde diese Woche zwangsweise im Wege einer sogenannten Ersatzvornahme durchgesetzt.

Es müßen sich dramatische Szenen abgespielt haben, denn der Einrichtungsleiter soll sogar mit Körpereinsatz die Verlegung zunächst verhindert haben. Der mit der Verlegung beauftragte Rettungsdienst mußte die Polizei zu Hilfe rufen. Rund ein Dutzend Heimbewohner wollten aber auch in der Einrichtung bleiben und weigerten sich umzuziehen. Das dürfte allerdings nur temporären Charakter haben, schließlich leisten die Ersatzkassen nun nicht mehr.

Wie bereits im November berichtet, stellte die Heimaufsicht mehrfach gravierende Pflegemängel in der Einrichtung fest und ordnete, nachdem keine Besserung eintrat, die Schließung an. Das wurde vom Heimbetreiber - auch nach verlorenem gerichtlichen Einspruch - ignoriert.

Es war dies die erste angeordnete Heimschließung in dem Bundesland seit mindestens 5 Jahren. Eine zweite Einrichtung stellte vor wenigen Wochen von sich aus den Betrieb ein, es konnte die erforderliche Anzahl an Pflegefachkräften nicht finden.

Der Fachkraftmangel kommt derzeit mit Wucht auch in den ostdeutschen Bundesländern an. Zudem mußten in Sachsen-Anhalt Pflegeschüler zuletzt noch Lehrgeld - im Wortsinn - zahlen, was das Interesse an diesem Beruf nicht gerade beförderte.


08.12.2017

Haus auf dem Killesberg soll zum Quartiersprojekt werden

„Think big“ scheint die Devise für die Zukunft des  vom DRK-Kreisverband Stuttgart betriebenen Seniorenzentrums „Haus auf dem Killesberg“ zu sein. In dem schon länger schwelenden Streit um die Zukunft des Hauses präsentierten Betreiber und Investor dem Sozialausschuß der Stadt neue Pläne, die dort positiv aufgenommen wurden. Das Grundstück gehört der Stadt, die dadurch ein gewichtiges Wort mitzureden hat.

Den neuen Plänen zufolge soll auf dem Gelände ein neues Pflegeheim sowie ein öffentlich zugängliches Quartier mit bis zu 140 Wohnungen entstehen.

Ursprünglich sollte die erst 2002 mit € 13 mio. generalsanierte Immobilie abgerissen und eine reine Seniorenwohnanlage entstehen.  Diese Pläne führten zu massiver öffentlicher Kritik, da die Sanierung mit Millionen aus dem Stadtsäckel subventioniert und die Bewohner, inzwischen viele über 90 Jahre, mit lebenslangem Wohnrecht geworben wurden.

ID 1200

 


01.12.2017

 

Bretten: Heimschließung möglicherweise nicht endgültig

Die angekündigte Betriebseinstellung des örtlichen Altenhilfezentrums könnte hinfällig werden. Der Gemeinderat faßte jüngst den Beschluß, einen Ersatzbau auf dem vogesehenen Wunschgelände zu genehmigen.

Sollten die früheren Pläne unverändert umgesetzt werden, würde das Angebot an Dauerpflegeplätzen fast halbiert, das Tagespflege- und Betreute Wohnen-Angebot dagegen deutlich ausgebaut werden.

ID 9001

 


30.11.2017

 

Pflegeheim-Schliessung in Ludwigsburg abgewendet

Wie bereits gemutmaßt, übernimmt ein anderer Betreiber die Alloheim-Seniorenresidenz Anna Maria in Ludwigsburg. Die Einrichtung wird mit dem aus Norddeutschland stammenden Betreiber zum 1.Dezember unter neuem Namen weitergeführt.

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21.11.2017

 

Saalekreis: Gericht bestätigt Schließungsverfügung

der Heimaufsicht für eine privat betriebene Pflegeeinrichtung im Saalekreis (Sachsen-Anhalt).

Aufgrund der "Dauer, der Intensität und der Vielzahl der festgestellten Mängel bestand ein erhebliches Gefährdungspotential für die betroffenen Pflegebedürftigen", so das Gericht. Eine Betriebsuntersagung setze nicht voraus, dass es "bereits zu einer konkreten Gefährdung der Heimbewohner gekommen ist", es genüge vielmehr, dass "bei einem erneuten Auftreten die Gefahr besteht, eine Gesundheitsgefährdung der Heimbewohner hervorzurufen". Dabei sei es rechtlich unerheblich, daß "wiederholte Beschwerden von Angehörigen...unbegründet geblieben" seien.

Die Heimbewohner wurden zwischenzeitlich bereits verlegt.


18.11.2017

 

Heimaufsicht ordnet Schließung einer Alloheim-Einrichtung an

Die Heimaufsicht des Landkreises Ludwigsburg (BW) hat die Schließung des Alloheims Anna Maria in der Stadt Ludwigsburg zum 19.Dezember angeordnet. In der Einrichtung mit 128 Pflegeplätzen lebten zuletzt 79 Pflegebedürftige.  Die Behörde bietet Hilfe bei der Wahl eines anderen Pflegeheimes an und verweist darauf, daß auch Alloheim diesbezüglich in der Pflicht steht. Angehörige berichten von Schwierigkeiten bei der Suche nach Alternativen, so sei man erst in Karlsruhe oder Pforzheim (50-80 km entfernt) fündig geworden. Die Kreisverwaltung steht in der Kritik für ihre Entscheidung, 5 Tage vor Weihnachten zu schließen. Sie sah sich dazu veranlaßt, nachdem seit über einem Jahr keine nachhaltige Verbesserung der Lage eingetreten sei. „Immer wieder sind Pflegemängel und Mißstände aufgetreten“, habe es „Schwankung der Leistung“ gegeben, so ein Sprecher des Landratsamtes.

Die Einrichtung wird seit Sommer 2016 engmaschig von der Heimaufsicht überwacht, nachdem gravierende Pflegemängel zutage traten, die Staatsanwaltschaft hatte ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Mißhandlung Schutzbefohlener eingeleitet.

Immer wieder werden Zustände in Alloheim-Einrichtungen bemängelt in Bezug auf Ernährung, Hygiene oder Personalmangel. Etwa 2008 in Dormagen und Hilchenbach (Nordrhein-Westfalen), 2014 in Hannover, Anfang dieses Jahres in Essenheim (Rheinland-Pfalz). Alloheim selbst weist die Vorwürfe zurück und äußert Unverständnis über die Schließungsverfügung.

Eine Schließung könnte verhindert werden, wenn eine andere Betreiberorganisation die Einrichtung übernehmen würde - eine häufiger praktizierte Methode, drohende Heimschließungen noch abzuwenden.

Seit Monaten kursieren Gerüchte um Verkaufsabsichten der Betreiberkette. Deren Eigentümer ist der weltweit führende amerikanische Finanzinvestor Carlyle-Group, der, so wird kolportiert, dafür 1,1 mrd. Euro erlösen will.

ID 8482, 2097985991Bet

 

Fachkraftmangel: Heimschließungen in Sachsen-Anhalt, Belegungstopps in Sachsen

Der Mangel an Pflegefachkräften macht immer mehr Pflegeheimen in Sachsen-Anhalt und Sachsen zu schaffen. Nach der bereits vollzogenen Schließung einer Einrichtung in Halle liegt nach Aussagen des Verwaltungsgerichts Halle ein Eilantrag zur Schließung eines Pflegeheim im Saalekreis vor.

Bis 2030 soll in Sachsen-Anhalt ein zusätzlicher Bedarf von rund 30% an Fachkräften (bisher annähernd 50.000) bestehen.

In Sachsen liegen 3 Fälle vor, in denen aktuell ein Aufnahmestopp wegen fehlender Pflegefachkräften erwogen wird. Es wären die ersten seit 2013, denn seither gab es laut Auskunft des zuständigen Kommunalen Sozialverbandes keine von ihm veranlaßten Heimschließungen in Sachsen mehr.

ID 3864


10.11.2017

 

Eppingen: Pflegeheim schließt Ende Januar 2018

Ein zur Unternehmensgruppe Seniorenstift Eppingen gehörendes Haus im Kreis Heilbronn mit 55 Pflegeplätzen schließt Anfang 2018. Als Grund nennt der  Betreiber die neue Landesheimbauverordnung, die ab 2019 nur noch Einzelzimmer in Baden-Württemberg erlaubt. Ein Umbau des Hauses wäre unwirtschaftlich, so der Betreiber. Mit der künftigen Deckelung der Pflegeplätze bei geplanter Erhöhung der Fachkraftquote nennt das Unternehmen einen weiteren Grund, dieses kleinste seiner 4 Pflegeheime nicht mehr weiterzubtreiben. Mit den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen werden derzeit gemeinsam nach alternativen Unterbringungsmöglichkeiten gesucht, eine Unterbrinung in den anderen Häusern des Betreibers, die sich überwiegend im Kreisgebiet befinden, sei garantiert.

Nicht alle Heimbewohner werden im Ort wohnen bleiben können. Zuletzt gab es bei den übrigen beiden Heimen im Ort knapp 30 freie Plätze, doch auch diese Heime erfüllen die künftig gelten Vorgaben noch nicht vollständig: 44 von 142 Plätzen werden dort noch in Doppelzimmern vorgehalten und die dürfen ab 2019 nur noch einzeln belegt werden.

ID 9619

 


03.11.2017

 

Großerlacher Pflegeheim wird 2018 geschlossen

Das vom Alexanderstift, einem Tochterunternehmen der Diakonie Stetten, betriebene Mutterhaus in Großerlach (Rems-Murr Kreis) kündigt seine Schließung vom 30.09.2018 an. Als Begründung wird "sinkende Nachfrage aufgrund eines Überangebotes an Pflegeplätzen"  sowie die künftig geltende Heimbauverordnung angegeben, nach der u.a. Pflegezimmer nur noch einzel belegt werden dürfen. Aktuell werden 32 Pflegeplätze - teilweise in Mehrbettzimmern - angeboten, die Auslastung liegt bei knapp 88%. Die benachbarte Seniorenwohnanlage mit 26 Wohnungen wird vom Alexanderstift weiterbetrieben.

Gemeinsam mit den Bewohnern sollen in den nächsten Monaten Ersatzunterkünfte gefunden werden. Den Pflegefachkräften werden Arbeitsplätze in anderen Pflegeheimen des Unternehmens angeboten, das Stift betreibt knapp 20 Einrichtungen in Baden-Württemberg.

ID 7858

 


24.10.2017

 

Brettener Seniorenheim will Ende 2018 schließen

Die Pläne für einen Ersatzbau des bestehenden Pflegeheims in Bretten (Kreis Karlsruhe) haben sich zerschlagen. Nach Worten der Vorstandsvorsitzenden des örtlichen Caritasverbandes: „Für uns gilt jetzt Plan B, die Betriebsschließung.“ Der Pachtvertrag für das bestehende Pflegeheim wurde bereits zum Dezember 2018 gekündigt. Die zuletzt 78 Heimbewohnern müssen sich auf einen neuen Pflegeplatz und die rund 150 Mitarbeiter des Hauses auf Jobsuche einstellen.

Das in 1985 eröffnete Pflegeheim sollte aufgrund der künftigen geltenden Landesheimbauverordnung ersetzt werden, da eine Modernisierung weder wirtschaftlich noch im laufen Betrieb möglich war. Gemeinsam mit der Südbau-Wohnungsbaugesellschaft sollte auf dem Meller-Fibron Areal der Ersatzbau realisiert werden.

ID 9001

 


13.10.2017

 

Gemeinde Achberg will Seniorenpflege erhalten

Die im Kreis Ravensburg (BW) gelegene Gemeinde Achberg will das Pflegeheim, das aufgrund einer Pachtkündigung des privaten Betreiberehepaares Ende November geschlossen werden soll, in Form von ambulant betreuten Senioren-Wohngruppen erhalten.  Zudem soll eine im Erdgeschoss liegende Räumlichkeit dem gegenüberliegenden Kindergarten zur Verfügung gestellt werden, worüber aber noch kein Konsens mit der Kindergartenleitung besteht.

Die mehrere hundert Jahre alte Immobilie hält 20 Pflegeplätze (zuletzt 17 belegte), davon 8 in Einzelzimmern, vor.  Eine bauliche Anpassung an die künftig geltenden Betriebsvorgaben, die u.a. 100% Einzelzimmer vorschreibt, ist nicht machbar.

ID 8840

 


29.09.2017

 

Stuttgart: Zukunft des "Haus auf dem Killesberg" weiter ungewiß

Betreiber DRK legte jetzt dem städtischen Sozialausschuß ein Gutachten vor, das die Notwendigkeit eines Gebäudeabrißes und die Umnutzung in eine ambulant betreute Wohnanlage belegen soll. Unverständnis herrschte bei den Ausschußmitgliedern darüber, nur Auszüge aus dem 52 Seiten umfassenden Gutachten erhalten zu haben. So bliebe unbeantwortet, wie die 13,2 mio. Euro teure Generalsanierung aus 2002 bewertet wurden.

Der Vorsitzende des Bürgervereins Killesberg, der eigenen Angaben nach das vollständige Gutachten kennt, sieht darin alleine die Ertragsoptimierung und nicht das Wohl der Heimbewohner thematisiert. Diese wurden seinerzeit vom DRK auch mit lebenslangem Wohnrecht geworben und widersetzen sich in weiten Teilen den vom DRK angebotenen Ersatzwohn- und Pflegeplätzen. Großteils über 90 Jahre alt fürchten sie einen "Auszug ohne Wiederkehr". Zuletzt war das Haus noch mit 49 Pflegebdürftigen und den Mietern der 69 Seniorenwohnungen belegt.

ID 1200


22.09.2017

 

Duisburger Altenheim wird 2018 geschlossen

Das in einer Etage der Helios St.Vincenz Klinik gelegene Seniorenheim soll erst 2018 den Betrieb einstellen. Im Rahmen des Klinikneubaus wird die über 150 Jahre alte Krankenhaus-Immobilie von dem Duisburger Projektentwickler Fokus Develpoment zur Wohnanlage (geplant sind 200 Wohnungen) umgenutzt. Zwar gibt es Überlegungen, ein Pflegeheim neu zu errichten, konkrete Pläne gibt es bislang allerdings nicht. Die Pflegeeinrichtung hat 71 Betten, die zuletzt zu über 90% belegt waren.

ID 2156

 

Pflegezentrum Elbmarsch wird nicht geschlossen

Überraschende Wende zur für dieses Jahr angekündigten Schließung des Hauses in Elmshorn (Kreis Pinneberg). Der Landkreis, als früherer Eigentümer Mitgesellschafter und der Sana-Klinikkonzern, dessen Tochter Regio Kliniken das Heim betreibt, haben sich in der Auseinandersetzung  um die geplante Schließung geeinigt. Das Haus bleibt in Betrieb, die verbliebenen 134 Heimbewohner und das Personal können aufatmen. Die Feinheiten der Einigung müßen noch ausgehandelt werden, fest steht, daß der laufende Rechtsstreit wegen Baumängel i.H. von € 5,4 mio. und Steuerschulden der Regio-Kliniken über € 5 mio. mit einfließen. Diese wird der Landkreis übernehmen.

ID 200


12.09.2017

 

Caritas-Hamm schließt Senioren-WG zum Jahresende

Die erst im Juli 2015 eröffnete Wohngemeinschaft St. Vinzenz  in Hamm (NW) wird zum Jahresende geschlossen. Das verkündete jetzt die Caritas als Betreiberin. Die 10 Plätze umfassende  WG ist an das gleichnamige Pflegeheim angegliedert. Das Pflegeheim ist nicht von der Schließung berührt. Aktuell sind 7 WG-Plätze belegt.

Diese Belegung scheint keinen kostendeckenden Betrieb zu ermöglichen, jedenfalls begründet die Caritas die Schließung mit einer  "Finanzierung, die ... uns enge Grenzen (setzt), die wir gerade mit Blick auf die dort lebenden demenziell erkrankten Bewohner langfristig nicht verantworten können."

Das Pflegeheim St.Vinzenz mit 120 Dauerpflegeplätzen war zuletzt zu 97% belegt und ist seit 20 Jahren in Betrieb.

ID 9407


08.08.2017

 

SENIO-Zweckverband: Nutzungsuntersagung für Seniorenwohnanlage

Für die erst vor wenigen Wochen neu eröffnete Wohnanlage in Groß-Bieberau (HE; Kreis Darmstadt-Dieburg) "Am Römerbad" erließ die Bauaufsicht eine Nutzungsuntersagung. Gerade erst eingezogene Mieter mußten wieder ausziehen.

Auslöser war ein abgebrochener Balkon aufgrund einer fehlerhaften Statikberechnung. Auch war die Brandschutzanlage noch nicht in Betrieb - nach den Worten des Bürgermeisters Buchwald sei nicht bekannt gewesen, daß dies der Fall sein müsse. Ferner waren die Außenanlagen noch nicht soweit fertiggestellt, daß diese mit einem Rollstuhl hätten befahren werden können. Auch eine Nutzungsgenehmigung lag für die Wohnanlage nicht vor. Man sei - so der Bürgermeister - davon ausgegangen, daß diese vom Architekturbüro veranlaßt worden wäre.

Insgesamt werden dort 21 Wohnungen, 24 Plätze in Wohngemeinschaften sowie 12 Tagespflegeplätze vorgehalten. Für die Reparatur- und sonstigen Arbeiten werden etwa 2 Monate veranschlagt.

SENIO ist ein vom Landkreis  und 8 Kommunen getragener Zweckverband, 2003 gegründet, um die von einer Pleite bedrohte  kommunale "Seniorendienstleistungs gGmbH Gersprenz" , heute ein Tochterunternehmen, das die Pflegeleistungen erbringt, zu stützen. Gersprenz betreibt im Kreisgebiet gut 200 Dauer- und rund 50 Tagespflegeplätze.

ID 2107


07.08.2017

 

Recklinghausener Pflegeheim der Diakonie geschlossen

Das Gebäude wird anschließend für knapp € 4 mio. zum Verwaltungssitz der Diakonie umgebaut. Da für das modernisierungsbedürftige Seniorenheim kein Grundstück für einen Ersatzbau gefunden werden konnte, sollen auf dem gleichen Grundstück des Pflegeheims 24 Plätze in zwei ambulant betreuten Senioren-WG`s entstehen, hierfür investiert die Diakonie € 2,5 mio. 50 vollstationäre Pflegeplätze bot das Pflegeheim bisher.

ID 7463

 


04.08.2017

 

Pflegeheime schließen wegen Fachkraftmangel

Eine kleine, privat betriebene Pflegeeinrichtung, zuletzt voll belegt, in der Haller (Saale) Südstadt schließt wegen Fachkraftmangel. Die Heimbewohner wurden bereits vergangenen Donnerstag von rund 20 Krankenwagen abgeholt und anderweitig untergebracht.

Vor wenigen Wochen hat der Verband Deutscher Privatschulen Sachsen-Anhalt (VDP) eine sinkende Anzahl von Pflegeschülern beklagt. In Sachsen-Anhalt mußten Ausbildungswillige bisher bis zu € 150.- /Monat Lehrgeld bezahlen.

Im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald kündigt ein weiteres Seniorenheim seine Schließung zum Jahresende an. Bisher hielt sich die Einrichtung mit Leihkräften über Wasser, eine dauerhafte Lösung fand sich aber nicht. Da der Betreiber-GmbH die Pflegeimmobilie gehört, liegt eine Umnutzung des gut 100 Jahre alten Gebäudes zur Tagespflege im Bereich des Möglichen.

ID 3864, 9279


13.07.2017

Schließung des Seniorenstift St.Paulus rückt näher

Die Mitarbeiter des Göttinger Caritas-Seniorenstifts erhielten dieser Tage ihre Kündigung. 18 Mitarbeiter soll die Einrichtung derzeit noch haben. Die letzten 43 Heimbewohner sind bereits umgezogen.

Wie berichtet (sh. Meldung vom 10.03.2017) schließt die Einrichtung spätestens am Jahresende aus wirtschaftlichen Gründen, nachdem die Belegungszahlen kontinuierlich sanken. Viele Heimbewohner und Mitarbeiter sind von der Caritas enttäuscht. Pflegebedürftige, die einem kirchlichen Träger in besonderem Maße vertrauten und Mitarbeiter, die jahrelang Einkommenseinbußen hingenommen haben, um ihre Arbeitsplätze zu erhalten. Der aufgelaufene Sanierungsstau, als eine Ursache für den Belegungsrückgang ausgemacht, wurde jedoch nie wirklich angegangen.

ID 8860

 

Gemünderer Pflegeeinrichtung schließt zum Jahresende

Rund 50 Jahre diente das Pflegeheim im "Klösterchen" der Cellitinnen-Augustinerinnen als Pflegeheim hauptsächlich für pflegebedürftige Schwestern, zum Jahresende wird der Betrieb eingestellt. Die 14 (von ehemals über 100) verblieben Heimbewohnern benötigen ebenso einen anderen Pflegeplatz wie die derzeit rund 20 Beschäftigten einen anderen Arbeitsplatz. Der Heimbetrieb ist weder rentabel noch kann die Immobilie, deren Substanz bis ins 18.Jahrhundert zurückreicht, den künftig geltenden Anforderungen gerecht werden.

ID 9189


07.07.2017

 

Ötigheimer Seniorenzentrum wieder eröffnet

Die Ötigheimer (Kreis Rastatt) haben ihr neues Pflegeheim wieder. Das 2015 neu eröffnete Haus war 2016 vom Betreiber wegen Baupfuschs, in dessen Folge massive Wasserschäden am gesamten Bauwerk entstanden, geschlossen worden. Der Eigentümer ließ aufwendig sanieren und fand einen neuen Betreiber. Am 8.Juli ziehen die ersten Bewohner (wieder) ein.

ID 4484


30.06.2017

 

Heimschließungen in Heinsberg

Das als Einzelunternehmen geführte Pflegeheim Krings (Geilenkirchener Straße) hat Bewohnern und Mitarbeitern Mitte Juni gekündigt. Die verbliebenen 18 Bewohner (Kapazität 28 Pflegeplätze) wurden von der Heimaufsicht bereits in anderen Einrichtungen untergebracht. Auch die zweite Pflegeeinrichtung des Betreibers in der Rohmenstraße mit ebenfalls 28 Betten soll Ende Juli geschlossen werden. Die Verlegung der dortigen 25 Bewohner läuft noch.

Zu den Hintergründen der Schließungen liegen keine Informationen vor.

ID 9157,9158

 

Heimschließung in Penzberg ist vom Tisch

Die Wogen zwischen der Stadt Penzberg (Kreis Weilheim-Schongau) als Eigentümer und der AWO als Heimbetreiber haben sich geglättet - beide Seiten wollen auch künftig zusammenarbeiten. Das Duo Compassio/ERL-Bau, das sich um den künftigen Betrieb beworben hatte, kommt nicht zum Zuge.

Mit der Heimaufsicht wurde ein Aufschub ausgehandelt: bis 2021 haben die Beteiligten nun Zeit, die Pflegeeinrichtung zukunftssicher aufzustellen.

ID 8790


17.06.2017

 

Zukunft des Pflegezentrums Elbmarsch bleibt ungewiß

Die für dieses Jahr angekündigte Schließung des Pflegeheims in Elmshorn (Kreis Pinneberg) steht unverändert im Raum. Ein im Landtag eingebrachter Gemeinschaftsantrag der Grünen und der Piraten auf Rekommunalisierung des Heims wurde mehrheitlich abgelehnt. Die Verhandlungen auf Lohnverzicht zwischen der Gewerkschaft ver.di und den Regio-Kliniken als Betreiber dauern an.

ID 200

 

SeniVitas Seniorenhaus St.Michael

in Gräfenberg (Kreis Forchheim) wird auf das sogenannte Konzept "Altenpflege 5.0" umgestellt und als vollstationäre Pflegeeinrichtung geschlossen. Den derzeit rund 75 Bewohnern wird während der Umbauphase ein Platz in anderen Häusern der Region oder des Betreibers angeboten. Das SeniVita-Altenpflegekonzept kombiniert das "Betreute Wohnen" mit einer Tagespflegestation und ambulant betreuten  Pflegeleistungen. Neu entstehen sollen statt der 75 Dauerpflegeplätze 60 Pflegeappartements.

Der Einrichtung wurde im Mai ein Aufnahmestopp durch die Heimaufsicht auferlegt, da nicht mehr ausreichend Pflegefachkräfte zur Verfügung standen. Diese mußten auch hauswirtschaftliche Tätigkeiten übernehmen, nachdem der Betreiber diesen Bereich geschlossen und fremdvergeben hatte.

Durch die Umwandlung von stationärer zur ambulanten Pflege unterliegt die Pflegeeinichtung nicht mehr der Kontrolle der Heimaufsicht.

ID 4878


14.06.2017

Bad Laasphe: Aus Fritz-Heinrich-Seniorenzentrum wird Seniorenwohnanlage

Das frühere Pflegeheim soll umgebaut werden, 70 Wohnungen sollen entstehen. Für die verbliebenen Bewohner der zum Seniorenzentrum gehörenden bestehenden 11 Wohnungen, die lange im Unklaren über ihre die Zukunft  gelassen wurden, scheinen sich die Dinge zum Besseren zu wenden. Seitens der Kommunalpolitik wird die Intransparenz des AWO-Bezirksverbandes,  der über 60 Pflegeheime betreibt, heftig kritisiert. Der ist offensichtlich auf Suche nach Investoren für das Umbauprojekt.

ID 8364

 

 

Pflegeheim in Achberg droht das Aus

Die Betreiber des Pflegeheims im Landkreis Ravensburg haben den Pachtvertrag gekündigt, das Haus entspricht nicht den künftig geltenden Betriebsvorgaben. Die Gemeinde, der die Immobilie gehört, sucht nach einer Lösung. Denkbar wäre die Umwandlung in eine ambulant betreute Wohngemeinschaft, doch dafür wären nur 6 der derzeit 17 Senioren geeignet.

ID 8840


18.05.2017

Warsteiner Pflegeheim schließt

31 Jahre lang war der Warsteiner Seniorenruhesitz und Stammhaus der Betreiberfamilie für Pflegebedürftige da, jetzt fällt der Vorhang: es entspricht nicht den neuen gesetzlichen Vorgaben. So fehlt ein Aufzug und die Badezimmer sind zu klein. Derzeit 12 Bewohner und 17 Mitarbeiter müßen sich größtenteils neu orientieren, denn das zweite Haus der Familie, das den künftigen Vorgaben entspricht, ist voll belegt. Die Aufsichtsbehörden haben Unterstützung bei der Suche nach freien Pflegeplätzen zugesagt.

ID 9068


12.05.2017

Belmer Pflegezentrum muß schließen

31 Pflegebetten bietet Belms Pflegezentrum, eines von zwei stationären Pflegeheimen für die 13.000 Einwohnergemeinde Nahe Osnabrück. Doch ab April kommenden Jahres ist Schluß, der Mietvertrag läuft aus, der Eigentümer hat bereits an einen ambulant tätigen Pflegedienstleister weitervermietet. Der will zwar auch Pflegeleistungen anbieten, aber nur ambulant und für Beatmungspatienten. Die 31 Heimbewohner und 34 Mitarbeiter müssen sich jetzt neu orientieren.

ID 9060


05.05.2017

Bürgerhospital Kulmbach: Kommune schürt Hoffnung auf Weiterbetrieb

Volles Haus im Rathaussaal: Interessierte, Familienangehörige und ein großer Teil der Heimmitarbeiter wollten wissen, wie es um die Zukunft des Hauses steht, nachdem die AWO den Betreibervertrag gekündigt hatte. Oberbürgermeister Schramm informierte, er sei mit einem möglichen Nachfolgebetreiber, vermutlich dem BRK, im Gespräch. Zudem habe die Aufsichtsbehörde eine verlängerte Umbaufrist der sanierungsbedürftigen Immobilie bis 2031 in Aussicht gestellt. Die Kernfrage nach der Finanzierung der zwingend notwendigen Sanierung blieb unbeantwortet. Die Gebäudesubstanz reicht bis ins 19.Jahrhundert zurück, eine Refinanzierung bei 33 Pflegeplätzen ist schwierig.

ID 9032

 

Erneute Heimschließung wegen Fachkraftmangel

Angekündigt war die Schließung schon länger, Ende 2017 sollte Schluß sein. Doch das "Aus" kommt voraussichtlich schon Ende dieses Monats, bedingt durch Krankheitsfälle innerhalb des Pflegepersonals. Seit langer Zeit wird Personal gesucht, bisher konnten Personallücken durch Zeitarbeitskräfte gefüllt werden. Doch neues eigenes Personal: Fehlanzeige. Daran konnte auch eine in Aussicht gestellte Prämie von € 1000.- nichts ändern. Die kleine Pflegeeinrichtung im Landkreis Peine (NI) hält 28 - zuletzt voll belegte - Pflegebetten vor, darunter 10 Einzelzimmer.

Ganz mag die Inhaberin der mit viel Herzblut geführten Einrichtung die Hoffnung nicht aufgeben, daß es doch irgendwie weitergeht. Vielleicht als ambulant betreute Pflegeeinrichtung. An einer Nachnutzung Interessierte sind jedenfalls herzlich willkommen.

ID 9044


28.04.2017

 

Bürgerhospital Kulmbach schließt in Kürze

Gekündigt wurde der Pachtvertrag für die 33-Betteneinrichtung bereits vor 2 Jahren, in wenigen Wochen ist es soweit, die Arbeiterwohlfahrt zieht sich als Betreiber zurück. Die Pflegebedürftigen des (voll belegten) Hauses kommen in anderen Pflegeeinrichtungen der AWO unter.

Die Kommune, der die Immobilie gehört, bedauert den Rückzug. Sie möchte die Einrichtung auch künftig als Seniorenheim erhalten. Dazu müßte es allerdings modernisiert werden. Angesichts der Bausubstanz, die bis ins 19.Jahrhundert zurückreicht, kein einfaches aber kostspieliges Unterfangen. ID 9032

 


27.04.2017

„Haus der Senioren“ schließt zum Monatsende

Die erst 2009  eröffnete Seniorenpflegeeinrichtung im bayerischen Frauenau (Kreis Regen) stellt zum 30.April den Betrieb ein. Über die Hintergründe ist nichts bekannt, Schließungsgerüchte gab es allerdings schon vorher.

Die Angehörigen wurden erst gut eine Woche vorher informiert. Die privat betriebene Einzeleinrichtung hielt - zuletzt vollständig belegte - 22 Betten vor. Alle Bewohner konnten nach Angabe der Betreiberin und mit ihrer Unterstützung in umliegende Einrichtungen vermittelt werden. ID 9014

 


31.03.2017

Bad Laasphe: Fritz-Heinrich-Seniorenzentrum stellt heute endgültig den Betrieb ein

Alea iacta est: für die stationäre Pflegeeinrichtung des AWO-Bezirksverbandes sind die Würfel gefallen, die letzte verbliebene Pflegebedürftige verläßt heute das Haus. Nach fast einem halben Jahrhundert verabschiedet sich die AWO damit von der stationären Altenpflege in der Stadt, obwohl sich der örtliche AWO-Kreisverband und die Kommune für den Erhalt der ursprünglich fast 100  Pflegeplätze eingesetzt hatten.

Anstelle des Seniorenheims sollen Seniorenwohnungen entstehen. Ob die Bestandsimmobilie umgebaut oder abgerissen und neu errichtet wird, ist derzeit nicht bekannt. Ein Architekt ist bereits mit den Planungsarbeiten beauftragt worden. Die Bewohner der dem Pflegeheim angegliederten Seniorenwohnungen werden in dem Neu-/Umbau eine neue Heimat finden können.

ID 8364

 

100 % Einzelzimmer machen den Weiterbetrieb unwirtschaftlich

Die Reutlinger Pflegeeinrichtung „Voller Brunnen“ wird zum Jahresende 2022 geschlossen. Diese Entscheidung fällte der Gemeinderat für den kommunalen Heimbetreiber Reutlinger Altenhilfe. Getrieben durch die ab 2019 geltenden neuen Betriebsvorschriften wurde in mehreren Untersuchungen Möglichkeiten des Weiterbetriebs untersucht.  Ergebnis: für die Einhaltung der neuen Vorgaben müßte das Haus um 33 Pflegeplätze verkleinert werden, das würde in den folgenden 20 Jahren zu einer Mindereinnahme von gut € 16 mio. führen. Um den Weiterbetrieb des Hauses bis 2022 sicherzustellen, müssen ohnehin noch Investitionen - etwa in den Brandschutz - erfolgen, die sich auf bis zu € 2 mio. belaufen könnten.

ID 6296


 

21.03.2017

St.Vinzenz-Pflegeheim in Altena wird doch geschlossen

Die Schließung erfolgt kurzfristig, spätestens bis Monatsende. Die Kreisverwaltung bemüht sich bereits um anderweitige Unterbringung der derzeit noch 30 Pflegebedürftigen. Im Märkischen Kreis fallen damit 43 vorgehaltene Dauerpflegeplätze weg.

Nach Schließung des St.Vinzenz-Krankenhauses, in dessen Gebäude das Pflegeheim untergebracht ist, hieß es noch im Januar, daß die Pflegeeinrichtung nicht von der Krankenhausschließung betroffen ist. Doch sind nach Mitteilung des Insolvenzverwalters Kaufinteressenten abgesprungen, die Gläubiger der Lenne-Kliniken GmbH, Betreiber des Krankenhauses und des Pflegeheims, sind nicht länger bereit, die  monatlich "5stelligen Verluste" zu tragen.

Insolvenzverwalter Thiele aus Dortmund hofft, gemeinsam mit der Stadtverwaltung die Krankenhaus-Immobilie so zu entwickeln, dass "für die Stadt Altena auf lange Sicht eine gesundheitliche Versorgung in dem Gebäude erhalten" bleibt.

ID 7259

Neuruppin: "Seniorenresidenz am Sonnenufer" muß geräumt werden

Das verfügten die Kreisbehörden und untersagten die weitere Nutzung, der Eigentümer hat Widerspruch eingelegt. Die Frist zur Räumung beträgt 2 Monate. Hintergrund ist die Nutzung der als Wohnhaus genehmigten Immobilie als "Wohnresidenz" für alte, teilweise auch geistig behinderte Menschen. Sie beherbergt damit auch Mieter mit "eingeschränkten Selbstrettungskräften".  Bau- und brandschutztechnische Anlagen fehlen, im November 2016 kam eine 93jährige bei einem Brand ums Leben.

Sollte die Aussage des Eigentümers stimmen, er tue nur "was gang und gäbe" sei, kommt in Brandenburg viel Arbeit auf die Aufsichtsbehörden zu.


13.03.2017

 

Heimersheimer Pflegeheim schließt

Ende März 2017. Das in einem Ortsteil von Bad Neuenahr (RP) gelegene Seniorenheim hatte zuletzt 71 Pflegeplätze. Das fast 60jährige Haus entspricht nicht mehr den heutigen baulichen Anforderungen. Ein von privater Seite sondierter Ersatzbau ist nach Ablehnung der Bauvoranfrage gescheitert. Heimbewohner wurden bereits in andere Einrichtungen vermittelt, für das Personal sollen ausreichend Weiterschäftigungsmöglichkeiten in anderen Heimen des kirchlichen Betreibers verfügbar sein. Die Nachnutzung der Immobilie ist offen, überlegt wird der Verkauf an einen Projektentwickler.

ID 7215

 


10.03.2017

 

Seniorenstift St.Paulus schließt

in 2017. Fast ein halbes Jahrhundert bot die Göttinger Seniorenpflegeeinrichtung mit jetzt 63 Betten pflegebedürftigen Senioren eine Heimstatt. Doch fast 20 Jahre wurde kaum etwas in das Haus investiert, die Belegungszahlen gingen auf derzeit 43 zurück. Die Folgen waren tiefrote Zahlen, rund € 500.000 sollen in den letzten beiden Jahren zugeschossen worden sein.

Nach der bereits angekündigten Schließung des Marienhauses Hannover ist dies die zweite in 2017 vorgesehenen Heimschließung der katholischen Altenhilfe. Der  Bestand katholischer Pflegeeinrichtungen im Bistum Hildesheim hat sich damit fast halbiert - vor 10 Jahren waren es noch 25.

ID 8860


03.03.2017

 

Alten- und Pflegeheim Kummerfeld zu Grabe getragen

Die angekündigte Schließung des Kummerfelder Pflegeheims (SH, Kreis Pinneberg) wurde vollzogen. Am 2.März verließen die letzten Bewohner das Haus. Rund 50 Menschen folgten dem Aufruf der Gewerkschaft ver.di, vor dem Haus eine Trauerfeier abzuhalten. Mit einem schwarzen Sarg und einem Kreuz mit der Aufschrift "Pflegeheim Kummerfeld 1974-2017" wurde das Haus mit ehemals 105 Pflegeplätzen symbolisch zu Grabe getragen.

Nach wie vor offen ist die Zukunft des zweiten von den Regio-Kliniken betriebenen Pflegeheims in Elmshorn, das ebenfalls geschlossen werden soll. Die auch von Teilen des Landkreises (der Mitgesellschafter des ehemals kommunalen Pflegeheime ist) geforderte Bestandsgarantie wurde bisher von den Regio-Kliniken nicht abgegeben.

ID 200, 210, 112Bet

 

Ötigheimer Seniorenresidenz soll im Juni wieder eröffnet werden

Eigentümer und bisheriger Betreiber haben sich über die Zukunft des 2016 geschlossenen Pflegeheims verständigt, im Juni 2017 ist die Wiedereröffnung geplant. Das Haus wird einen neuen Betreiber bekommen, der in Baden-Württemberg dann an 3 Standorten gut 300 Pflegeplätze anbietet.

Im erst 2015 neu eröffneten Haus waren schwere Baumängel festgestellt worden, worauf die Edelberggruppe den Betreibervertrag gekündigt hatte, Mitte 2016 wurde das Pflegeheim vorerst geschlossen.

ID 4484


28.02.2017

 

Bad Oldesloer Pflegeheim "Stiftung St.Jürgen-Hospital" ist endgültig Geschichte

Das Schicksal des Pflegeheims ist mit dem Verkauf des Areals durch den Insolvenzverwalter an einen Projektentwickler besiegelt. Dieser plant das Bestandsgebäude zu einer Seniorenwohnanlage umzubauen. Auch umliegende Grundstücke wurden erworben, hier sollen Wohnprojekte entwickelt werden.

ID 5573

 


One year after: Die Belegungsentwicklung 2015 eröffneter Pflegeheimneubauten im Jahr danach

 

(Details)


22.02.2017

 

 

Stuttgart: Haus auf dem Killesberg bleibt in Betrieb,

wenigstens vorerst. Die beabsichtigte Schliessung sei „zeitlich befristet“ aufgeschoben, so der Betreiber DRK. Zu der konkreten "Befristung" könne man „wegen verschiedener Unwägbarkeiten“ keine Angaben machen. Das Umzugsangebot für die jetzigen Heimbewohner werde aufrechterhalten.

Wie mehrfach berichtet, wollte der DRK-Kreisverband die Immobilie abreißen und mit ambulant betreutem Pflegeangebot neu errichten. Massiver öffentlicher Gegenwind brachte die Politik in Bewegung -  der Stadt gehört das Grundstück.

ID 1200

 

Pflegeheim  Gerbrunn schließt

bereits im kommenden Monat. Die kleine, an die Sozialstation angedockte  Pflegeeinrichtung des nahe Würzburg liegenden Örtchens läßt sich nicht mehr wirtschaftlich den künftigen Vorgaben anpassen, so das DRK in einer Pressemitteilung.  Für die Pflegenden und die zuletzt 23 Pflegebedürftigen sind Pflege- bzw. Arbeitsplätze in zwei umliegenden Pflegeeinrichtungen des Trägers verfügbar. Die angegliederte DRK-Sozialstation ist von der Schließung nicht betroffen.

Aus ähnlichen Gründen haben 2016 im benachbarten Würzburg bereits 2 Pflegeheime ihre Pforten geschlossen.

ID 8838

 


03.02.2017

 

Bochumer "Haus an der Grabelohstrasse" schließt

im Jahr 2020. Der jetzige Mietvertrag läuft aus und wird nicht verlängert. Bereits 2018 werden die Pflegeplätze durch Einzelbelegung von Doppelzimmern um fast ein Drittel reduziert.

Der kommunalen Betreiber, die "SBO Bochum gGmbH", befreit sich damit von einem etwa 1,4 mio. Euro schweren Klotz am Bein, der jährlich für Mietzahlungen aufgewendet werden mußte und den größten Teil des Defizites der SBO ausmacht.

Für die dann nur noch rund 150 Heimbewohner stehen bis 2020 zwei Ersatzneubauten (je 80 Pflegeplätze) zur Verfügung.

ID 7206

 


26.01.2017

 

„Pflegeheim am Donatring“ schließt Ende April

Die Stiftung Münch hat als Betreiberin des mittelsächsischen Freiberger Pflegeheims die Schließung des Hauses für Ende April angekündigt. Das 50-Bettenhaus war erst 2013 als nachgenutztes Haus 6 des Kreiskrankenhauses Freiberg eröffnet worden. Krankenhaus und Stiftung erhofften sich durch die unmittelbare Nachbarschaft Synergieeffekte, die offenbar nicht eingetreten sind. Der Mietvertrag war auf 10 Jahre (plus Verlängerungsoption) angelegt. Die Stiftung ließ verlautbaren, das Bauweise des Plattenbaus sowie fehlende Therapieräume zu „nicht refinanzierbaren Mehrkosten“ geführt hätten.

ID 4427


20.01.2017

Waldsassener Altenheim schließt im Jahresverlauf

Die örtliche Kirchenstiftung, Eigentümer und Betreiber von 2 Pflegeheimen in Waldsassen (BY), hat die Schließung eines der beiden von ihr betriebenen Pflegeheime im Ort bekanntgegeben. Auslöser sind die künftig geltenden Betriebsvorschriften, eine Anpassung daran kann sich die Kirchenstiftung finanziell nicht leisten. Zudem ist keine der beiden Heime ausgelastet, dies soll durch die künftige Konzentration auf nur ein Haus verbessert werden. Das frei werdende Gebäude wird künftig voraussichtlich von der Geo-Datenbank Bayern genutzt.

ID 8768

 

Marienhaus Hannover will 2017 schließen

€ 14 mio. wären nötig, um den Sanierungsstau  des Gebäudes, dessen Substanz bis ins Jahr  1911 zurückreicht, aufzulösen.  Zuviel für den kirchlichen Betreiber, der  daher die Pflegeeinrichtung mit 77 Betten im Jahresverlauf, voraussichtlich Ende September, schließen will. Der Betrieb sei, so der Betreiber, schon länger defizitär. Rund € 1,5 mio. Miese seien seit 2010 aufgelaufen. Die Heimmitarbeiter fühlen sich von ihrem Dienstherren getäuscht, haben sie doch mit jahrelangem Gehaltsverzicht von knapp € 170.000 ihren Beitrag für den Erhalt des Hauses geleistet.

Insgesamt offeriert der Betreiber derzeit 5 vollstationäre Heime mit gut 500 Pflegebetten im Großraum Hannover.

ID 153

 

Vitanas schließt Berliner Kastanienhof

Ende April soll die fast 50 Jahre alte Pflegeeinrichtung in Berlin-Steglitz geschlossen werden. Grund ist die "schwierige betriebswirtschaftliche Situation", wie es ein Sprecher der Betreiberorganisation Vitanas formulierte. Diese Situation ist eng mit der Immobilie verknüpft: enge Zimmer, oft auf mehrere Personen ausgelegt, verwinkelte Gänge. Voraussichtlich Ende April soll das Pflegeheim daher geschlossen werden, den Bewohnern stehen mehrere andere Pflegeeinrichtungen des Betreibers in der Nähe zur Verfügung. Es existieren Pläne, in einigen Jahren ein Ersatzbau zu eröffnen.

ID 5058