02.09.2017

Pflegeheim-Bauprojekte, Monatsbericht August 2017

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T!ckermeldungen zum Thema: Heimschliessungen

 

 

 


22.09.2017

Duisburger Altenheim wird 2018 geschlossen

Das in einer Etage der Helios St.Vincenz Klinik gelegene Seniorenheim soll erst 2018 den Betrieb einstellen. Im Rahmen des Klinikneubaus wird die über 150 Jahre alte Krankenhaus-Immobilie von dem Duisburger Projektentwickler Fokus Develpoment zur Wohnanlage (geplant sind 200 Wohnungen) umgenutzt. Zwar gibt es Überlegungen, ein Pflegeheim neu zu errichten, konkrete Pläne gibt es bislang allerdings nicht. Die Pflegeeinrichtung hat 71 Betten, die zuletzt zu über 90% belegt waren.

ID 2156

 

Pflegezentrum Elbmarsch wird nicht geschlossen

Überraschende Wende zur für dieses Jahr angekündigten Schließung des Hauses in Elmshorn (Kreis Pinneberg). Der Landkreis, als früherer Eigentümer Mitgesellschafter und der Sana-Klinikkonzern, dessen Tochter Regio Kliniken das Heim betreibt, haben sich in der Auseinandersetzung  um die geplante Schließung geeinigt. Das Haus bleibt in Betrieb, die verbliebenen 134 Heimbewohner und das Personal können aufatmen. Die Feinheiten der Einigung müßen noch ausgehandelt werden, fest steht, daß der laufende Rechtsstreit wegen Baumängel i.H. von € 5,4 mio. und Steuerschulden der Regio-Kliniken über € 5 mio. mit einfließen. Diese wird der Landkreis übernehmen.

ID 200


12.09.2017

 

Caritas-Hamm schließt Senioren-WG zum Jahresende

Die erst im Juli 2015 eröffnete Wohngemeinschaft St. Vinzenz  in Hamm (NW) wird zum Jahresende geschlossen. Das verkündete jetzt die Caritas als Betreiberin. Die 10 Plätze umfassende  WG ist an das gleichnamige Pflegeheim angegliedert. Das Pflegeheim ist nicht von der Schließung berührt. Aktuell sind 7 WG-Plätze belegt.

Diese Belegung scheint keinen kostendeckenden Betrieb zu ermöglichen, jedenfalls begründet die Caritas die Schließung mit einer  "Finanzierung, die ... uns enge Grenzen (setzt), die wir gerade mit Blick auf die dort lebenden demenziell erkrankten Bewohner langfristig nicht verantworten können."

Das Pflegeheim St.Vinzenz mit 120 Dauerpflegeplätzen war zuletzt zu 97% belegt und ist seit 20 Jahren in Betrieb.

ID 9407


08.08.2017

 

SENIO-Zweckverband: Nutzungsuntersagung für Seniorenwohnanlage

Für die erst vor wenigen Wochen neu eröffnete Wohnanlage in Groß-Bieberau (HE; Kreis Darmstadt-Dieburg) "Am Römerbad" erließ die Bauaufsicht eine Nutzungsuntersagung. Gerade erst eingezogene Mieter mußten wieder ausziehen.

Auslöser war ein abgebrochener Balkon aufgrund einer fehlerhaften Statikberechnung. Auch war die Brandschutzanlage noch nicht in Betrieb - nach den Worten des Bürgermeisters Buchwald sei nicht bekannt gewesen, daß dies der Fall sein müsse. Ferner waren die Außenanlagen noch nicht soweit fertiggestellt, daß diese mit einem Rollstuhl hätten befahren werden können. Auch eine Nutzungsgenehmigung lag für die Wohnanlage nicht vor. Man sei - so der Bürgermeister - davon ausgegangen, daß diese vom Architekturbüro veranlaßt worden wäre.

Insgesamt werden dort 21 Wohnungen, 24 Plätze in Wohngemeinschaften sowie 12 Tagespflegeplätze vorgehalten. Für die Reparatur- und sonstigen Arbeiten werden etwa 2 Monate veranschlagt.

SENIO ist ein vom Landkreis  und 8 Kommunen getragener Zweckverband, 2003 gegründet, um die von einer Pleite bedrohte  kommunale "Seniorendienstleistungs gGmbH Gersprenz" , heute ein Tochterunternehmen, das die Pflegeleistungen erbringt, zu stützen. Gersprenz betreibt im Kreisgebiet gut 200 Dauer- und rund 50 Tagespflegeplätze.

ID 2107


07.08.2017

 

Recklinghausener Pflegeheim der Diakonie geschlossen

Das Gebäude wird anschließend für knapp € 4 mio. zum Verwaltungssitz der Diakonie umgebaut. Da für das modernisierungsbedürftige Seniorenheim kein Grundstück für einen Ersatzbau gefunden werden konnte, sollen auf dem gleichen Grundstück des Pflegeheims 24 Plätze in zwei ambulant betreuten Senioren-WG`s entstehen, hierfür investiert die Diakonie € 2,5 mio. 50 vollstationäre Pflegeplätze bot das Pflegeheim bisher.

ID 7463

 


04.08.2017

 

Pflegeheime schließen wegen Fachkraftmangel

Eine kleine, privat betriebene Pflegeeinrichtung, zuletzt voll belegt, in der Haller (Saale) Südstadt schließt wegen Fachkraftmangel. Die Heimbewohner wurden bereits vergangenen Donnerstag von rund 20 Krankenwagen abgeholt und anderweitig untergebracht.

Vor wenigen Wochen hat der Verband Deutscher Privatschulen Sachsen-Anhalt (VDP) eine sinkende Anzahl von Pflegeschülern beklagt. In Sachsen-Anhalt mußten Ausbildungswillige bisher bis zu € 150.- /Monat Lehrgeld bezahlen.

Im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald kündigt ein weiteres Seniorenheim seine Schließung zum Jahresende an. Bisher hielt sich die Einrichtung mit Leihkräften über Wasser, eine dauerhafte Lösung fand sich aber nicht. Da der Betreiber-GmbH die Pflegeimmobilie gehört, liegt eine Umnutzung des gut 100 Jahre alten Gebäudes zur Tagespflege im Bereich des Möglichen.

ID 3864, 9279


13.07.2017

Schließung des Seniorenstift St.Paulus rückt näher

Die Mitarbeiter des Göttinger Caritas-Seniorenstifts erhielten dieser Tage ihre Kündigung. 18 Mitarbeiter soll die Einrichtung derzeit noch haben. Die letzten 43 Heimbewohner sind bereits umgezogen.

Wie berichtet (sh. Meldung vom 10.03.2017) schließt die Einrichtung spätestens am Jahresende aus wirtschaftlichen Gründen, nachdem die Belegungszahlen kontinuierlich sanken. Viele Heimbewohner und Mitarbeiter sind von der Caritas enttäuscht. Pflegebedürftige, die einem kirchlichen Träger in besonderem Maße vertrauten und Mitarbeiter, die jahrelang Einkommenseinbußen hingenommen haben, um ihre Arbeitsplätze zu erhalten. Der aufgelaufene Sanierungsstau, als eine Ursache für den Belegungsrückgang ausgemacht, wurde jedoch nie wirklich angegangen.

ID 8860

 

Gemünderer Pflegeeinrichtung schließt zum Jahresende

Rund 50 Jahre diente das Pflegeheim im "Klösterchen" der Cellitinnen-Augustinerinnen als Pflegeheim hauptsächlich für pflegebedürftige Schwestern, zum Jahresende wird der Betrieb eingestellt. Die 14 (von ehemals über 100) verblieben Heimbewohnern benötigen ebenso einen anderen Pflegeplatz wie die derzeit rund 20 Beschäftigten einen anderen Arbeitsplatz. Der Heimbetrieb ist weder rentabel noch kann die Immobilie, deren Substanz bis ins 18.Jahrhundert zurückreicht, den künftig geltenden Anforderungen gerecht werden.

ID 9189


07.07.2017

 

Ötigheimer Seniorenzentrum wieder eröffnet

Die Ötigheimer (Kreis Rastatt) haben ihr neues Pflegeheim wieder. Das 2015 neu eröffnete Haus war 2016 vom Betreiber wegen Baupfuschs, in dessen Folge massive Wasserschäden am gesamten Bauwerk entstanden, geschlossen worden. Der Eigentümer ließ aufwendig sanieren und fand einen neuen Betreiber. Am 8.Juli ziehen die ersten Bewohner (wieder) ein.

ID 4484


30.06.2017

 

Heimschließungen in Heinsberg

Das als Einzelunternehmen geführte Pflegeheim Krings (Geilenkirchener Straße) hat Bewohnern und Mitarbeitern Mitte Juni gekündigt. Die verbliebenen 18 Bewohner (Kapazität 28 Pflegeplätze) wurden von der Heimaufsicht bereits in anderen Einrichtungen untergebracht. Auch die zweite Pflegeeinrichtung des Betreibers in der Rohmenstraße mit ebenfalls 28 Betten soll Ende Juli geschlossen werden. Die Verlegung der dortigen 25 Bewohner läuft noch.

Zu den Hintergründen der Schließungen liegen keine Informationen vor.

ID 9157,9158

 

Heimschließung in Penzberg ist vom Tisch

Die Wogen zwischen der Stadt Penzberg (Kreis Weilheim-Schongau) als Eigentümer und der AWO als Heimbetreiber haben sich geglättet - beide Seiten wollen auch künftig zusammenarbeiten. Das Duo Compassio/ERL-Bau, das sich um den künftigen Betrieb beworben hatte, kommt nicht zum Zuge.

Mit der Heimaufsicht wurde ein Aufschub ausgehandelt: bis 2021 haben die Beteiligten nun Zeit, die Pflegeeinrichtung zukunftssicher aufzustellen.

ID 8790


17.06.2017

 

Zukunft des Pflegezentrums Elbmarsch bleibt ungewiß

Die für dieses Jahr angekündigte Schließung des Pflegeheims in Elmshorn (Kreis Pinneberg) steht unverändert im Raum. Ein im Landtag eingebrachter Gemeinschaftsantrag der Grünen und der Piraten auf Rekommunalisierung des Heims wurde mehrheitlich abgelehnt. Die Verhandlungen auf Lohnverzicht zwischen der Gewerkschaft ver.di und den Regio-Kliniken als Betreiber dauern an.

ID 200

 

SeniVitas Seniorenhaus St.Michael

in Gräfenberg (Kreis Forchheim) wird auf das sogenannte Konzept "Altenpflege 5.0" umgestellt und als vollstationäre Pflegeeinrichtung geschlossen. Den derzeit rund 75 Bewohnern wird während der Umbauphase ein Platz in anderen Häusern der Region oder des Betreibers angeboten. Das SeniVita-Altenpflegekonzept kombiniert das "Betreute Wohnen" mit einer Tagespflegestation und ambulant betreuten  Pflegeleistungen. Neu entstehen sollen statt der 75 Dauerpflegeplätze 60 Pflegeappartements.

Der Einrichtung wurde im Mai ein Aufnahmestopp durch die Heimaufsicht auferlegt, da nicht mehr ausreichend Pflegefachkräfte zur Verfügung standen. Diese mußten auch hauswirtschaftliche Tätigkeiten übernehmen, nachdem der Betreiber diesen Bereich geschlossen und fremdvergeben hatte.

Durch die Umwandlung von stationärer zur ambulanten Pflege unterliegt die Pflegeeinichtung nicht mehr der Kontrolle der Heimaufsicht.

ID 4878


14.06.2017

Bad Laasphe: Aus Fritz-Heinrich-Seniorenzentrum wird Seniorenwohnanlage

Das frühere Pflegeheim soll umgebaut werden, 70 Wohnungen sollen entstehen. Für die verbliebenen Bewohner der zum Seniorenzentrum gehörenden bestehenden 11 Wohnungen, die lange im Unklaren über ihre die Zukunft  gelassen wurden, scheinen sich die Dinge zum Besseren zu wenden. Seitens der Kommunalpolitik wird die Intransparenz des AWO-Bezirksverbandes,  der über 60 Pflegeheime betreibt, heftig kritisiert. Der ist offensichtlich auf Suche nach Investoren für das Umbauprojekt.

ID 8364

 

 

Pflegeheim in Achberg droht das Aus

Die Betreiber des Pflegeheims im Landkreis Ravensburg haben den Pachtvertrag gekündigt, das Haus entspricht nicht den künftig geltenden Betriebsvorgaben. Die Gemeinde, der die Immobilie gehört, sucht nach einer Lösung. Denkbar wäre die Umwandlung in eine ambulant betreute Wohngemeinschaft, doch dafür wären nur 6 der derzeit 17 Senioren geeignet.

ID 8840


18.05.2017

Warsteiner Pflegeheim schließt

31 Jahre lang war der Warsteiner Seniorenruhesitz und Stammhaus der Betreiberfamilie für Pflegebedürftige da, jetzt fällt der Vorhang: es entspricht nicht den neuen gesetzlichen Vorgaben. So fehlt ein Aufzug und die Badezimmer sind zu klein. Derzeit 12 Bewohner und 17 Mitarbeiter müßen sich größtenteils neu orientieren, denn das zweite Haus der Familie, das den künftigen Vorgaben entspricht, ist voll belegt. Die Aufsichtsbehörden haben Unterstützung bei der Suche nach freien Pflegeplätzen zugesagt.

ID 9068


12.05.2017

Belmer Pflegezentrum muß schließen

31 Pflegebetten bietet Belms Pflegezentrum, eines von zwei stationären Pflegeheimen für die 13.000 Einwohnergemeinde Nahe Osnabrück. Doch ab April kommenden Jahres ist Schluß, der Mietvertrag läuft aus, der Eigentümer hat bereits an einen ambulant tätigen Pflegedienstleister weitervermietet. Der will zwar auch Pflegeleistungen anbieten, aber nur ambulant und für Beatmungspatienten. Die 31 Heimbewohner und 34 Mitarbeiter müssen sich jetzt neu orientieren.

ID 9060


05.05.2017

Bürgerhospital Kulmbach: Kommune schürt Hoffnung auf Weiterbetrieb

Volles Haus im Rathaussaal: Interessierte, Familienangehörige und ein großer Teil der Heimmitarbeiter wollten wissen, wie es um die Zukunft des Hauses steht, nachdem die AWO den Betreibervertrag gekündigt hatte. Oberbürgermeister Schramm informierte, er sei mit einem möglichen Nachfolgebetreiber, vermutlich dem BRK, im Gespräch. Zudem habe die Aufsichtsbehörde eine verlängerte Umbaufrist der sanierungsbedürftigen Immobilie bis 2031 in Aussicht gestellt. Die Kernfrage nach der Finanzierung der zwingend notwendigen Sanierung blieb unbeantwortet. Die Gebäudesubstanz reicht bis ins 19.Jahrhundert zurück, eine Refinanzierung bei 33 Pflegeplätzen ist schwierig.

ID 9032

 

Erneute Heimschließung wegen Fachkraftmangel

Angekündigt war die Schließung schon länger, Ende 2017 sollte Schluß sein. Doch das "Aus" kommt voraussichtlich schon Ende dieses Monats, bedingt durch Krankheitsfälle innerhalb des Pflegepersonals. Seit langer Zeit wird Personal gesucht, bisher konnten Personallücken durch Zeitarbeitskräfte gefüllt werden. Doch neues eigenes Personal: Fehlanzeige. Daran konnte auch eine in Aussicht gestellte Prämie von € 1000.- nichts ändern. Die kleine Pflegeeinrichtung im Landkreis Peine (NI) hält 28 - zuletzt voll belegte - Pflegebetten vor, darunter 10 Einzelzimmer.

Ganz mag die Inhaberin der mit viel Herzblut geführten Einrichtung die Hoffnung nicht aufgeben, daß es doch irgendwie weitergeht. Vielleicht als ambulant betreute Pflegeeinrichtung. An einer Nachnutzung Interessierte sind jedenfalls herzlich willkommen.

ID 9044


28.04.2017

 

Bürgerhospital Kulmbach schließt in Kürze

Gekündigt wurde der Pachtvertrag für die 33-Betteneinrichtung bereits vor 2 Jahren, in wenigen Wochen ist es soweit, die Arbeiterwohlfahrt zieht sich als Betreiber zurück. Die Pflegebedürftigen des (voll belegten) Hauses kommen in anderen Pflegeeinrichtungen der AWO unter.

Die Kommune, der die Immobilie gehört, bedauert den Rückzug. Sie möchte die Einrichtung auch künftig als Seniorenheim erhalten. Dazu müßte es allerdings modernisiert werden. Angesichts der Bausubstanz, die bis ins 19.Jahrhundert zurückreicht, kein einfaches aber kostspieliges Unterfangen. ID 9032

 


27.04.2017

„Haus der Senioren“ schließt zum Monatsende

Die erst 2009  eröffnete Seniorenpflegeeinrichtung im bayerischen Frauenau (Kreis Regen) stellt zum 30.April den Betrieb ein. Über die Hintergründe ist nichts bekannt, Schließungsgerüchte gab es allerdings schon vorher.

Die Angehörigen wurden erst gut eine Woche vorher informiert. Die privat betriebene Einzeleinrichtung hielt - zuletzt vollständig belegte - 22 Betten vor. Alle Bewohner konnten nach Angabe der Betreiberin und mit ihrer Unterstützung in umliegende Einrichtungen vermittelt werden. ID 9014

 


31.03.2017

Bad Laasphe: Fritz-Heinrich-Seniorenzentrum stellt heute endgültig den Betrieb ein

Alea iacta est: für die stationäre Pflegeeinrichtung des AWO-Bezirksverbandes sind die Würfel gefallen, die letzte verbliebene Pflegebedürftige verläßt heute das Haus. Nach fast einem halben Jahrhundert verabschiedet sich die AWO damit von der stationären Altenpflege in der Stadt, obwohl sich der örtliche AWO-Kreisverband und die Kommune für den Erhalt der ursprünglich fast 100  Pflegeplätze eingesetzt hatten.

Anstelle des Seniorenheims sollen Seniorenwohnungen entstehen. Ob die Bestandsimmobilie umgebaut oder abgerissen und neu errichtet wird, ist derzeit nicht bekannt. Ein Architekt ist bereits mit den Planungsarbeiten beauftragt worden. Die Bewohner der dem Pflegeheim angegliederten Seniorenwohnungen werden in dem Neu-/Umbau eine neue Heimat finden können.

ID 8364

 

100 % Einzelzimmer machen den Weiterbetrieb unwirtschaftlich

Die Reutlinger Pflegeeinrichtung „Voller Brunnen“ wird zum Jahresende 2022 geschlossen. Diese Entscheidung fällte der Gemeinderat für den kommunalen Heimbetreiber Reutlinger Altenhilfe. Getrieben durch die ab 2019 geltenden neuen Betriebsvorschriften wurde in mehreren Untersuchungen Möglichkeiten des Weiterbetriebs untersucht.  Ergebnis: für die Einhaltung der neuen Vorgaben müßte das Haus um 33 Pflegeplätze verkleinert werden, das würde in den folgenden 20 Jahren zu einer Mindereinnahme von gut € 16 mio. führen. Um den Weiterbetrieb des Hauses bis 2022 sicherzustellen, müssen ohnehin noch Investitionen - etwa in den Brandschutz - erfolgen, die sich auf bis zu € 2 mio. belaufen könnten.

ID 6296


 

21.03.2017

St.Vinzenz-Pflegeheim in Altena wird doch geschlossen

Die Schließung erfolgt kurzfristig, spätestens bis Monatsende. Die Kreisverwaltung bemüht sich bereits um anderweitige Unterbringung der derzeit noch 30 Pflegebedürftigen. Im Märkischen Kreis fallen damit 43 vorgehaltene Dauerpflegeplätze weg.

Nach Schließung des St.Vinzenz-Krankenhauses, in dessen Gebäude das Pflegeheim untergebracht ist, hieß es noch im Januar, daß die Pflegeeinrichtung nicht von der Krankenhausschließung betroffen ist. Doch sind nach Mitteilung des Insolvenzverwalters Kaufinteressenten abgesprungen, die Gläubiger der Lenne-Kliniken GmbH, Betreiber des Krankenhauses und des Pflegeheims, sind nicht länger bereit, die  monatlich "5stelligen Verluste" zu tragen.

Insolvenzverwalter Thiele aus Dortmund hofft, gemeinsam mit der Stadtverwaltung die Krankenhaus-Immobilie so zu entwickeln, dass "für die Stadt Altena auf lange Sicht eine gesundheitliche Versorgung in dem Gebäude erhalten" bleibt.

ID 7259

Neuruppin: "Seniorenresidenz am Sonnenufer" muß geräumt werden

Das verfügten die Kreisbehörden und untersagten die weitere Nutzung, der Eigentümer hat Widerspruch eingelegt. Die Frist zur Räumung beträgt 2 Monate. Hintergrund ist die Nutzung der als Wohnhaus genehmigten Immobilie als "Wohnresidenz" für alte, teilweise auch geistig behinderte Menschen. Sie beherbergt damit auch Mieter mit "eingeschränkten Selbstrettungskräften".  Bau- und brandschutztechnische Anlagen fehlen, im November 2016 kam eine 93jährige bei einem Brand ums Leben.

Sollte die Aussage des Eigentümers stimmen, er tue nur "was gang und gäbe" sei, kommt in Brandenburg viel Arbeit auf die Aufsichtsbehörden zu.


13.03.2017

 

Heimersheimer Pflegeheim schließt

Ende März 2017. Das in einem Ortsteil von Bad Neuenahr (RP) gelegene Seniorenheim hatte zuletzt 71 Pflegeplätze. Das fast 60jährige Haus entspricht nicht mehr den heutigen baulichen Anforderungen. Ein von privater Seite sondierter Ersatzbau ist nach Ablehnung der Bauvoranfrage gescheitert. Heimbewohner wurden bereits in andere Einrichtungen vermittelt, für das Personal sollen ausreichend Weiterschäftigungsmöglichkeiten in anderen Heimen des kirchlichen Betreibers verfügbar sein. Die Nachnutzung der Immobilie ist offen, überlegt wird der Verkauf an einen Projektentwickler.

ID 7215

 


10.03.2017

 

Seniorenstift St.Paulus schließt

in 2017. Fast ein halbes Jahrhundert bot die Göttinger Seniorenpflegeeinrichtung mit jetzt 63 Betten pflegebedürftigen Senioren eine Heimstatt. Doch fast 20 Jahre wurde kaum etwas in das Haus investiert, die Belegungszahlen gingen auf derzeit 43 zurück. Die Folgen waren tiefrote Zahlen, rund € 500.000 sollen in den letzten beiden Jahren zugeschossen worden sein.

Nach der bereits angekündigten Schließung des Marienhauses Hannover ist dies die zweite in 2017 vorgesehenen Heimschließung der katholischen Altenhilfe. Der  Bestand katholischer Pflegeeinrichtungen im Bistum Hildesheim hat sich damit fast halbiert - vor 10 Jahren waren es noch 25.

ID 8860


03.03.2017

 

Alten- und Pflegeheim Kummerfeld zu Grabe getragen

Die angekündigte Schließung des Kummerfelder Pflegeheims (SH, Kreis Pinneberg) wurde vollzogen. Am 2.März verließen die letzten Bewohner das Haus. Rund 50 Menschen folgten dem Aufruf der Gewerkschaft ver.di, vor dem Haus eine Trauerfeier abzuhalten. Mit einem schwarzen Sarg und einem Kreuz mit der Aufschrift "Pflegeheim Kummerfeld 1974-2017" wurde das Haus mit ehemals 105 Pflegeplätzen symbolisch zu Grabe getragen.

Nach wie vor offen ist die Zukunft des zweiten von den Regio-Kliniken betriebenen Pflegeheims in Elmshorn, das ebenfalls geschlossen werden soll. Die auch von Teilen des Landkreises (der Mitgesellschafter des ehemals kommunalen Pflegeheime ist) geforderte Bestandsgarantie wurde bisher von den Regio-Kliniken nicht abgegeben.

ID 200, 210, 112Bet

 

Ötigheimer Seniorenresidenz soll im Juni wieder eröffnet werden

Eigentümer und bisheriger Betreiber haben sich über die Zukunft des 2016 geschlossenen Pflegeheims verständigt, im Juni 2017 ist die Wiedereröffnung geplant. Das Haus wird einen neuen Betreiber bekommen, der in Baden-Württemberg dann an 3 Standorten gut 300 Pflegeplätze anbietet.

Im erst 2015 neu eröffneten Haus waren schwere Baumängel festgestellt worden, worauf die Edelberggruppe den Betreibervertrag gekündigt hatte, Mitte 2016 wurde das Pflegeheim vorerst geschlossen.

ID 4484


28.02.2017

 

Bad Oldesloer Pflegeheim "Stiftung St.Jürgen-Hospital" ist endgültig Geschichte

Das Schicksal des Pflegeheims ist mit dem Verkauf des Areals durch den Insolvenzverwalter an einen Projektentwickler besiegelt. Dieser plant das Bestandsgebäude zu einer Seniorenwohnanlage umzubauen. Auch umliegende Grundstücke wurden erworben, hier sollen Wohnprojekte entwickelt werden.

ID 5573

 


One year after: Die Belegungsentwicklung 2015 eröffneter Pflegeheimneubauten im Jahr danach

 

(Details)


22.02.2017

 

 

Stuttgart: Haus auf dem Killesberg bleibt in Betrieb,

wenigstens vorerst. Die beabsichtigte Schliessung sei „zeitlich befristet“ aufgeschoben, so der Betreiber DRK. Zu der konkreten "Befristung" könne man „wegen verschiedener Unwägbarkeiten“ keine Angaben machen. Das Umzugsangebot für die jetzigen Heimbewohner werde aufrechterhalten.

Wie mehrfach berichtet, wollte der DRK-Kreisverband die Immobilie abreißen und mit ambulant betreutem Pflegeangebot neu errichten. Massiver öffentlicher Gegenwind brachte die Politik in Bewegung -  der Stadt gehört das Grundstück.

ID 1200

 

Pflegeheim  Gerbrunn schließt

bereits im kommenden Monat. Die kleine, an die Sozialstation angedockte  Pflegeeinrichtung des nahe Würzburg liegenden Örtchens läßt sich nicht mehr wirtschaftlich den künftigen Vorgaben anpassen, so das DRK in einer Pressemitteilung.  Für die Pflegenden und die zuletzt 23 Pflegebedürftigen sind Pflege- bzw. Arbeitsplätze in zwei umliegenden Pflegeeinrichtungen des Trägers verfügbar. Die angegliederte DRK-Sozialstation ist von der Schließung nicht betroffen.

Aus ähnlichen Gründen haben 2016 im benachbarten Würzburg bereits 2 Pflegeheime ihre Pforten geschlossen.

ID 8838

 


03.02.2017

 

Bochumer "Haus an der Grabelohstrasse" schließt

im Jahr 2020. Der jetzige Mietvertrag läuft aus und wird nicht verlängert. Bereits 2018 werden die Pflegeplätze durch Einzelbelegung von Doppelzimmern um fast ein Drittel reduziert.

Der kommunalen Betreiber, die "SBO Bochum gGmbH", befreit sich damit von einem etwa 1,4 mio. Euro schweren Klotz am Bein, der jährlich für Mietzahlungen aufgewendet werden mußte und den größten Teil des Defizites der SBO ausmacht.

Für die dann nur noch rund 150 Heimbewohner stehen bis 2020 zwei Ersatzneubauten (je 80 Pflegeplätze) zur Verfügung.

ID 7206

 


26.01.2017

 

„Pflegeheim am Donatring“ schließt Ende April

Die Stiftung Münch hat als Betreiberin des mittelsächsischen Freiberger Pflegeheims die Schließung des Hauses für Ende April angekündigt. Das 50-Bettenhaus war erst 2013 als nachgenutztes Haus 6 des Kreiskrankenhauses Freiberg eröffnet worden. Krankenhaus und Stiftung erhofften sich durch die unmittelbare Nachbarschaft Synergieeffekte, die offenbar nicht eingetreten sind. Der Mietvertrag war auf 10 Jahre (plus Verlängerungsoption) angelegt. Die Stiftung ließ verlautbaren, das Bauweise des Plattenbaus sowie fehlende Therapieräume zu „nicht refinanzierbaren Mehrkosten“ geführt hätten.

ID 4427


20.01.2017

Waldsassener Altenheim schließt im Jahresverlauf

Die örtliche Kirchenstiftung, Eigentümer und Betreiber von 2 Pflegeheimen in Waldsassen (BY), hat die Schließung eines der beiden von ihr betriebenen Pflegeheime im Ort bekanntgegeben. Auslöser sind die künftig geltenden Betriebsvorschriften, eine Anpassung daran kann sich die Kirchenstiftung finanziell nicht leisten. Zudem ist keine der beiden Heime ausgelastet, dies soll durch die künftige Konzentration auf nur ein Haus verbessert werden. Das frei werdende Gebäude wird künftig voraussichtlich von der Geo-Datenbank Bayern genutzt.

ID 8768

 

Marienhaus Hannover will 2017 schließen

€ 14 mio. wären nötig, um den Sanierungsstau  des Gebäudes, dessen Substanz bis ins Jahr  1911 zurückreicht, aufzulösen.  Zuviel für den kirchlichen Betreiber, der  daher die Pflegeeinrichtung mit 77 Betten im Jahresverlauf, voraussichtlich Ende September, schließen will. Der Betrieb sei, so der Betreiber, schon länger defizitär. Rund € 1,5 mio. Miese seien seit 2010 aufgelaufen. Die Heimmitarbeiter fühlen sich von ihrem Dienstherren getäuscht, haben sie doch mit jahrelangem Gehaltsverzicht von knapp € 170.000 ihren Beitrag für den Erhalt des Hauses geleistet.

Insgesamt offeriert der Betreiber derzeit 5 vollstationäre Heime mit gut 500 Pflegebetten im Großraum Hannover.

ID 153

 

Vitanas schließt Berliner Kastanienhof

Ende April soll die fast 50 Jahre alte Pflegeeinrichtung in Berlin-Steglitz geschlossen werden. Grund ist die "schwierige betriebswirtschaftliche Situation", wie es ein Sprecher der Betreiberorganisation Vitanas formulierte. Diese Situation ist eng mit der Immobilie verknüpft: enge Zimmer, oft auf mehrere Personen ausgelegt, verwinkelte Gänge. Voraussichtlich Ende April soll das Pflegeheim daher geschlossen werden, den Bewohnern stehen mehrere andere Pflegeeinrichtungen des Betreibers in der Nähe zur Verfügung. Es existieren Pläne, in einigen Jahren ein Ersatzbau zu eröffnen.

ID 5058