06.10.2017

Pflegeheim-Bauprojekte, Monatsbericht September 2017

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Kostenlose Kurznachrichten über den Pflegemarkt.

T!ckermeldungen zum Thema: Pflegeplatzstatistik

Hinweis:

Die effektiv neu entstandenen Dauerpflegeplätze des laufenden Jahres finden Sie in unseren Wochenberichten.

 


10.10.2017

Mülheim und die Quote

Fast  173.000 Menschen lebten in 2016 in der Großstadt an der Ruhr, für den pflegebedürftigen Anteil stehen rund 2000 Pflegeplätze, davon etwa 1900 für Senioren, zur Verfügung.  Stadtweit waren die zuletzt zu fast 95 % belegt.

Ab August 2018 müssen 80% der Pflegeplätze in Bestandsbauten Einzelzimmer sein, doch rund 190 Pflegeplätze werden in  4 Pflegeheime noch in Doppelzimmern oberhalb der 80%-Quote vorgehalten, diesen Einrichtungen droht ein Belegungsstopp. Zwei neue Einrichtungen sollen im kommenden Jahr auf den Markt kommen, doch mit gut 120 Pflegeplätzen können sie die 190 „überzähligen“ Pflegebetten in Doppelzimmern nicht vollständig auffangen. Saskia Kühle, Leiterin der städtischen heimaufsicht, glaubt jedenfalls nicht, daß es problematisch wird, zudem könne eine Ausnahmegenehmigung von der Einzelzimmerquote beantragt werden.

Bleibt die Demographiequote: Bevölkerungsprognostiker gehen davon aus, daß der Anteil der ab 75jährigen Menschen, der größten Gruppe unter den Seniorenheimbewohnern - in Mülheim gut 22.000 zum Jahresende 2016 - bis zum Jahr 2040 um etwa 28% ansteigen wird.


09.10.2017

Trendreport: Bauprojekte - Monatsbericht inklusive Übersicht zum 3.Quartal 2017 veröffentlicht

Per 30.September hat marktd!alog den Monatsbericht September 2017 und den damit verbundenen Bericht zum Ablauf des 3.Quartals veröffentlicht.

Im abgelaufenen Monat konnte die Fertigstellung von insgesamt 9 Neubauprojekten - darunter 2 Ersatzbauten - mit über 700 Pflegeplätzen registriert werden. Insgesamt sind bisher in 2017 mindestens 80 stationäre Pflegeeinrichtungen mit gut 6700 Pflegebetten neu entstanden, dem stehen Heimschließungen - meist ersetzte Heime - mit gut 1200 Pflegebetten gegenüber.

26 neue Pflegeheim-Neubauprojekte, darunter 3 Ersatzbauten, deren Fertigstellung in den kommenden Jahren vorgesehen ist, wurden im September neu erfasst.

Für das kommende Jahr 2018 ist bisher die voraussichtliche Fertigstellung von 352 Neubauprojekten registriert - deutlich mehr als im Vergleichsmonat September 2016 für das Jahr 2017. Für 2018 kann somit von einem signifikanten Zuwachs an neuen Pflegeimmobilien ausgegangen werden. Die absehbare Lockerung der bisher restriktiven Bauvorschriften durch die neue Landesregierung im  Bundesland NRW, dem Bundesland mit den meisten Pflegeplätzen, dürfte diesen Trend zusätzlich befördern.

Der Monatsbericht September steht auszugsweise kostenfrei auf der maktd!alog-Website zur Verfügung. Der vollständige Bericht mit den Details zu den einzelnen Bauprojekten ist kostenpflichtig.


29.09.2017

 

Oberhausen und die Quote

Rund 210.000 Menschen leben in der Stadt mit dem Gasometer, etwa 24.000 sind der Bevölkerungsvorausberechnung zufolge 75 Jahre und älter. Sie stellen das größte Kontingent der etwa 2000 Pflegeheimbewohner, die die rund 2100 Heimplätze zuletzt belegten.

Ab August 2018 müssen 80% der Pflegeplätze in Bestandsbauten Einzelzimmer sein, doch 4 Pflegeheime erfüllen diese Quote (noch) nicht, ihnen droht ein Belegungsstopp. In Summe werden derzeit 200 Pflegeplätze in Doppelzimmern oberhalb der geforderten 80%-Quote vorgehalten. Zwar wird gleich an mehreren Stellen gebaut, doch kaum neu, es sind überwiegend Ersatzbauten. Die fallen aufgrund der künftig geltenden Maximalgröße von 80 Betten je Einrichtung kleiner aus als die zu ersetzenden Heime, im Ergebnis stehen rund 50 Pflegeplätze weniger als derzeit zur Verfügung,

Den amtlichen Demographen zufolge werden im Jahr 2025 rund 500 Menschen weniger als 2015 in Oberhausen über 75 Jahre alt sein, während es im Jahr 2030 über 25.000 sein sollen. Bei gleicher Heimquote (status quo-Szenario) würden dann 2060 Pflegeplätze benötigt, also weniger als derzeit vorhanden.

Nun hat die Realität die Unart, sich nicht immer an Vorausberechnungen zu halten. Die amtlichen Statistiker mußten bereits zu Jahresbeginn feststellen: Oberhausen schrumpft nicht mehr wie vorhergesagt, sondern wächst im Gegenteil wieder. Seit 1993 gingen die Einwohnerzahlen zurück, in 2015 war das Gegenteil der Fall. Der Schrumpfungsprozeß sollte in Oberhausen im Vergleich zum NRW-Landesdurchschnitt sogar größer sein. Doch auch in anderen Städten des Ruhrgebietes wurden 2015 wieder wachsende Einwohnerzahlen vermeldet.


25.09.2017

 

Stadt Duisburg: Pflegeplatzmangel in Sicht,

wenn der vom Sozialminister angekündigte Belegungsstopp aufgrund der ab August 2018 geltenden Vorgaben vollzogen werden würde. Etwa jedes dritte der rund 60 Pflegeheime erfüllt den künftig geltenden Standard noch nicht. In Zahlen: es gibt etwa 500 Pflegeplätze mehr in Doppelzimmern, als es die vorgegebene 80%-Quote erlaubt. Über die Hälfte davon sind kirchlich betriebene Einrichtungen, hier insbesondere das Christopheruswerk, mit fast 1000 Pflegebetten Duisburgs Marktführer. Alleine hier fehlen um 200 Betten in Einzelzimmern.

Von den insgesamt rund 5500 vorgehaltenen Pflegebetten befinden sich knapp 5100 in Seniorenheimen, davon sind etwa 300 Betten  derzeit nicht belegt. Bis Ende 2018 sollen durch Baumaßnahmen weitere 300 Betten hinzukommen, 100 durch Heimschließungen entfallen. Es dürfte in naher Zukunft also eng werden für pflegebedürftige Duisburger. Für die fernere Zukunft sieht es düster aus: potentielle Investoren finden keine bezahlbaren Grundstücke mehr.

 


15.09.2017

 

Großstadt Essen rechnet mit Verlust von Pflegeplätzen,

wenn ab August 2018 das neue Wohn- und Teilhabegesetz NRW in Kraft tritt. Dies schreibt für Bestandsbauten unter anderem eine 80%ige Einzelzimmerquote (Neubauten: 100%) vor. Die neue Landesregierung erwägt Belegungsstopps für alle Heime, die diese Quote noch nicht erfüllen. Rechnerisch ist die Einzelzimmerquote mit rund 87 % zwar bereits übererfüllt, denn neue, also auch ersetzte Pflegeheime mußten die 100%-Quote erfüllen.

Die Tücke steckt aber bekanntlich im Detail, sprich zahlreiche Bestandsbauten wurden nicht entsprechend ersetzt oder modernisiert. Nach marktd!alog-Informationen verfügen  über 30 der gut 70 Pflegeheime noch nicht über die erforderliche Quote, was in Summe rund  1000 fehlenden Einzelzimmer bedeutet. Über die Hälfte davon sind kirchlich betriebene Pflegeeinrichtungen.

Rein rechnerisch waren stadtweit etwa 1300 Pflegebetten zuletzt nicht belegt. Das derzeitige Pflegeplatz“polster“ wird also dahinschmelzen, zumal sich im kommenden Jahr nach marktd!alog-Informationen Essens Pflegeplatzangebot durch Baumaßnahmen um fast 300 Pflegebetten reduzieren wird.

 


24.08.2017

 

NRW: Sozialminister präsentiert seine Folterwerkzeuge

Nordrhein-Westfalens neuer Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Karl Laumann, mahnt die Erfüllung gesetzlicher Vorgaben hinsichtlich der Einzelzimmerquote in Pflegeheimen an. Demnach müssen in bestehenden Pflegeheimen ab August 2018 mindestens 80% Einzelzimmer vorgehalten werden.

In einer Mitteilung verweist das Ministerium darauf, daß nach dem letzten Erkenntnisstand gut 600 der insgesamt rund 2700 Pflegeheime des Landes diese Vorgaben noch nicht erfüllten. Diese seien angeschrieben worden, 516 hätten darauf reagiert. Davon konnten 72 noch keine "fristgerechte Umsetzungsperspektive" darlegen.Zwar könnten die jetzigen Bewohner dort wohnen bleiben, die "Heimträger müßten allerdings mit einem Belegungsstopp rechnen", so das Ministerium.

Der Minister verweist darauf, daß bereits seit 2003 entsprechende Vorgaben im Landespflegegesetz verankert seien. Dem müssen die "Einrichtungsträger nachkommen, die für die Umsetzung ...15 Jahre Zeit hatten". Alles Andere sei ungerecht gegenüber jenen, die sich daran gehalten und gehandelt hätten.

 

Düsseldorf droht Mangel an Pflegeplätzen

Gut 5.000 stationäre Pflegeplätze gab es in Düsseldorf zu Jahresbeginn, für 2020 prognostizieren die kommunalen Planer einen Bedarf von fast 5.900 Plätzen, 2025 sollen es sogar knapp 6.400 sein. Zusammen mit den durch Baumaßnahmen bzw. der künftig geltenden Einzelzimmerquote entfallenden Plätzen belaufe sich der Bedarf bis zum Jahr 2025 auf fast 1500 weitere Pflegeplätzen, so Sozialdezernent Burkhard Hintzsche. Das Hauptproblem liegt nach Meinung von Caritas-Chef Peeters in fehlenden bezahlbaren Baugrundstücken.

Dem marktd!alog-Trendreport zufolge existieren derzeit Bauvorhaben mit einem Umfang von rund 530 Dauerpflegeplätzen in der Stadt, dem stehen rund 100 entfallende Pflegeplätze, u.a. durch kleinere Ersatzbauten, gegenüber.


31.07.2017

 

Gebhardshainer hoffen auf mehr Pflegeplätze

70 Pflegeplätze gibt es in dem einzigen Pflegeheim in der 2000-Seelen-Gemeinde im Kreis Altenkirchen (RP), mindestens seit 2015 sind diese bis auf den letzten Platz belegt. Laufend müssen Pflegebedürftige abgewiesen werden, doch der Träger cusanus /Trier kann sich nicht zu einer Erweiterung - gefordert sind 20 weitere Plätze - durchringen. In Eigeninitiative schuf der Förderverein einen neuen Mehrzweckraum, damit die Fläche des alten für eine entsprechende Erweiterung genutzt werden kann.

1389 bestehende Pflegeplätze für Senioren weist der Landkreis nach marktd!alog-Erkenntnissen aus, von denen zuletzt 1326 belegt waren. Ein Neubau mit geplanten 72 Plätzen ist in der Sondierungsphase, dagegen steht eine angekündigte Schließung (-30 Plätze).

Zwar gehen die amtlichen Bevölkerungsprognostiker von künftig sinkenden Einwohnerzahlen im Landkreis aus, die Gruppe der 80+jährigen, der dominierenden Altersgruppe in Seniorenheimen, wird jedoch wachsen: von rund 7000 im Jahr 2013 auf  gut 10.000 in 2035. Nach dem status quo-Szenario würde das dann ein Fehlbedarf von rund 500 Pflegeplätzen im Landkreis bedeuten.

ID 3670

 


01.06.2017

 

"Deutschland altert unterschiedlich"

lautet die Schlagzeile eines Berichtes des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung auf Datenbasis von 2015. Die regionalen Unterschiede in der Altersentwicklung des seit 2000 um 3 Jahre gestiegenen Altersdurchschnitts seien groß. Insbesondere strukturschwache Gebiete - vor allem Ostdeutschlands - verlören jüngere Einwohner durch Abwanderung und alterten dadurch schneller: so haben die Landkreise wie Suhl, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße jeden 5. Einwohner verloren. Hingegen haben andere ländliche Räume, etwa in Landkreisen wie Vechta oder Cloppenburg, eine vergleichsweise junge Bevölkerung.

Die im Internet abrufbaren Ergebnisse des BBSR wird auf mehreren Landkarten visualisiert und durch eine nach Stadt-/Landkreisen sortierte Excel-Tabelle ergänzt.

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31.03.2017

 

Kamp-Lintfort: Caritas sorgt sich um die Altenpflege

Daher lud sie Kommunalpolitiker nach Kamp-Lintfort ein, um sich diesbezüglich auszutauschen. Angesprochen wurde der Stellenwert stationärer Altenpflege sowie der Fachkraftmangel. Die Vorstellung, die Altenpflege mit ambulanten Diensten und Nachbarschaftshilfe bewältigen zu können,bezeichnete die Vertreterin des Caritasvorstandes Moers-Xanten als "blauäugig".

Staatssekretärin Hoffmann-Badache bestätigt administrative Fehler, weil viele Träger noch keinen Bescheid darüber hätten, welche Kosten sie zu berechnen haben: "wir haben die Komplexität der Materie unterschätzt". Die Verdoppelung der Abschreibungsdauer auf 50 Jahre und die 80%ige Einzelzimmerquote sind nach Meinung des Vertreters des Caritasvorstandes Geldern-Kevelaer nicht geeignet, neue Pflegeheime zu bauen bzw. umzubauen. In Kamp-Lintfort würden die Pflegeplätze jetzt schon knapp, im Seniorenzentrum St.Josef gäbe es eine Warteliste von 70 Pflegebedürftigen.

Anerkannt wurde in dem Gespräch, daß die Landesregierung in den letzten 5 Jahren die Zahl an Ausbildungsplätzen in den Fachseminaren von 10.000 auf 17.500 deutlich erhöht hat.

 


24.03.2017

 

Statistisches Bundesamt veröffentlicht neue Pflegestatistik

Das Amt veröffentlichte kürzlich die Pflegestatistik 2015 (Stichtag: 15.12.2015). Demnach waren bundesweit 2.860.293 Menschen pflegebedürftig, das entspricht einer Pflegequote von 3,5. Diese war im Bundesland MV mit einer Quote von 4,9 am höchsten, in Bayern mit 2,7 am niedrigsten.

Zum Stichtag wurden 13.596 Pflegeheime erfasst, davon 12.775 für ältere Menschen. Im Vergleich zu 2013 waren dies ein Zuwachs von 547 Seniorenpflegeheimen bzw. 18.595 Seniorenpflegeplätzen. Der Gesamtmarkt vollstationärer Dauerpflege für Senioren teilt sich auf in 53% freigemeinnützige, 42% private und knapp 5% öffentliche Träger.

 

Zur Pflegestatistik


16.03.2017

 

Pflegeplatzangebot im Saarland wächst rasant

Mit dem Baustart der neuen Pflegeeinrichtung im Kreis Saarlouis (siehe Bauprojekte-Meldung 11.KW) wird die Zahl von 800 neuen Pflegeplätzen im Saarland überschritten. Ursächlich sind hauptsächlich Neubauprojekte, davon 7 mit 90 und mehr Pflegeplätzen. Betroffen sind insbesondere der Regionalverband Saarbrücken (über 300 neue Pflegeplätze), der Landkreis Saarpfalz (rund 200 neue Pflegeplätze, Kreis Merzig-Wadern (150)  und Saarlouis (über 100 neue Pflegeplätze). Die Belegungsquote vor allem im Regionalverband Saarbrücken, mit gut 85% ohnehin unterdurchschnittlich, dürfte ab 2019 signifikant sinken.

Im  marktd!alog-Jahresbericht für das Saarland wurde noch von einer mittelfristigen Entwicklung von 344 Pflegeplätzen ausgegangen, freilich auf Basis der seinerzeit (August 2016) vorliegenden Daten. Um die Aktualität des Jahresberichtes zu gewährleisten, wird er ab sofort mit einem ergänzenden Datenbankauszug ausgeliefert, der die neue Entwicklung berücksichtigt.

 


22.02.2017

 

Pflegeplätze werden knapp

im westfälischen Städtchen Greven (Kreis Steinfurt). Für knapp 40.000 Einwohner stehen - so die amtlichen Sozialplaner - 312 Pflegeplätze (inkl.Kurzzeitpflege) zur Verfügung. Die marktd!alog-Pflegeplatzstatistik weist für Greven in 2016 eine stadtweite Gesamtbelegung vollstationärer Pflegebetten von 96,8% aus.

Nach Aussage der Sozialplaner werden in der Kommune aktuell zwei Drittel aller Pflegebedürftigen in der Familie gepflegt. Die pflegenden Familienangehörigen sind heute im Wesentlichen zwischen 45 und 60 Jahre alt. Deren Zahl soll in den nächsten Jahren um knapp 17 % sinken, während die Zahl der 80+ jährigen steigt, von derzeit 2049 auf 2607 im Jahr 2023. Ab 2040 wird sich die Anzahl der Hochbetagten mit rund 4300 Hochbetagten sogar verdoppeln. Nach der marktd!alog-Hochrechnungsformel bedeutete dies in 2040 ein Bedarf von etwa 640 Pflegeplätzen, die amtlichen Planer gehen sogar von 698 Plätzen aus. Unter den jetzt geltenden Kapazitätsbeschränkungen von Pflegeplätzen je Heim bedeutet das acht statt der gegenwärtig bestehenden Anzahl von vier Pflegeheimen. Geplante ambulant betreute Alternativangebote sind bisher nicht bekannt.

Die Planer empfehlen der Kommune, vorsorglich Grundstücke und Immobilien bereitzustellen. Die Fachbereichsleiterin für Soziales, Beate Tenhaken, empfiehlt ergänzend "eine großzügigere Handhabung" rechtlicher Vorschriften, denn es gäbe konkrete Investoren, deren Vorhaben daran scheiterten.

 

Pflegeheim - vollstationäre Neubauprojekte, Meldungen aus der 8. Kalenderwoche 2017:

Pflegeplatzstatistik:  Σ = 698
(Neu in 2017 durch Neu-, Ersatz- u. Erweiterungsbauten mindestens realisierte vollstationäre Pflegeplätze, durch Schließungen (inkl.Insolvenzen) entfallene Pflegeplätze wurden gegengerechnet).


03.02.2017

 

Knapp 9.000 neue Pflegebetten in 2016

Der Informationsdienstleister „marktdialog“ hat in einem Datenbankauszug „Rückschau 2016“ Daten zur Entwicklung neuer Pflegekapazitäten im Verlauf des vergangenen Jahres veröffentlicht. Demnach sind 139 Pflegeheime mit einer Gesamtkapazität von knapp 9.000 Dauerpflegeplätzen entstanden.

Details: Pressemitteilung, Neubauprojekte 2016 in der Übersicht

 

Landkreis Zwickau: Aufnahmestopps in Pflegeheimen

In dem sächsischen Landkreis können Pflegeheime vereinzelt keine Pflegebedürftigen mehr aufnehmen. Grund ist nicht etwa eine mangelnde Kapazität an Pflegeplätzen. Im Gegenteil stehen ganze Stationen leer. Vielmehr sind fehlende Pflegefachkräfte ursächlich. Nach Angaben des Arbeitsamtes sind derzeit 85 Pflegestellen offen. Nach Aussage eines Heimbetreibers hat die Einführung von Pflegegraden am Jahresanfang aufgrund des höheren Personalschlüssels die Lage zusätzlich verschärft.

Gleichzeitig entstehen in der Region - inklusive der (kreisfreien) Stadt Chemnitz - mindestens 4 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit einer Gesamtkapazität von mehr als 400 Pflegebetten. Bedarf besteht: laut einer Erhebung des Freistaates werden alleine in Chemnitz im Jahr 2020 mehr als 700 zusätzliche Plätze benötigt.


16.01.2017

 

Pflegestatistik: neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes

Das Amt veröffentlichte jetzt die um das Jahr 2015 ergänzte Pflegestatistik. Grundlage sind die von den Pflegekassen gemeldeten Daten vom Dezember 2015. Danach ist die Anzahl aller Pflegebedürftigen in Pflegeheimen seit 2013 um rund 36.000 ( 4,3 %) angestiegen, davon rund 31.000 in der Altersgruppe ab 80 Jahren (5,6 %).

Die Anzahl an Pflegeangeboten (voll- und teilstationär sowie Kurzzeitpflege) ist den Daten zufolge um gut 560 gestiegen, das Gros mit 430 Pflegeangeboten entfällt dabei auf das Segment „nur Tagespflege“. Dauerpflegeeinrichtungen (solitäre und mit ergänzenden Pflegeangeboten) wären demnach im Erhebungszeitraum von 10.034 auf 10.113 und damit um lediglich 79 Angebote gewachsen.

(Zur Pflegestatistik)


13.12.2016

 

Kreis Konstanz: 1000 fehlende Pflegeheimplätze in 2020

So beurteilt jetzt ein Vertreter der Heimaufsicht die Lage in einem Bericht an den Sozialausschuss  der Stadt Singen, der sich mit dem Thema wegen akuten Pflegeplatzmangels in der Stadt befasste.

Rein rechnerisch stünden für die 50.000 Einwohner mit 647 Heimplätzen zwar genügend Plätze zur Verfügung, doch 41% der Singener Heimbewohner kämen nicht aus der Stadt, sondern dem Landkreis Konstanz. Dort sind Pflegeplätze durch den anhaltenden Fachkraftmangel und 2 Heimschließungen in 2016 rar.

Nach marktd!alog-Informationen sind im Landkreis Konstanz bis einschließlich 2018 weitere Heimschließungen mit mehr als 200 Pflegeplätzen durch die jeweiligen Heimbetreiber angekündigt. Die ab 2019 für Baden-Württemberg geltende Einzelzimmervorgabe von 100% dürfte das Problem zusätzlich verschärfen.


08.12.2016

Kreis Lippe präsentiert neuen Pflegebedarfsplan

Im Auftrag der Kreisverwaltung erstellte das Institut für Gerontologie der TU Dortmund einen neuen Pflegebedarfsplan für das Kreisgebiet. Der wurde jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt.

Getreu dem Credo „ambulant vor stationär“ wird künftig der Schwerpunkt auf dem Ausbau vernetzter quartiersbezogener Serviceangebote sowie ambulanter, teilstationärer und Kurzzeit-Pflegeformen liegen. Bisher seien im Kreisgebiet rund 600 Angebote des „Servicewohnens“ sowie 18 anbieterverantwortete   Wohngemeinschaften vorhanden. Weitere Projekte seien in Arbeit, der Kreis sieht sich daher „auf einem guten Weg“. Kritisch angemerkt wird, daß zahlreiche vollstationäre Einrichtungen die ab 2019 geltenden Einzelzimmervorgaben noch nicht erfüllten.

 


07.12.2016

Statistik NRW: Zahl der Pflegebedürftigen könnte sich bis 2060 fast verdoppeln

Das Statistikamt stellt zwei neue Modellrechnungen zur Pflegebedürftigkeit vor. Demnach könnte sich bis 2060 die Zahl der Pflegebedürftigen in NRW von 581.500 in 2013 auf bis zu 920.500 in 2060 fast verdoppeln. Die Modellrechnung beruht auf zwei Rechenmodellen. Nach der optimistischeren Variante würde sich die Zahl der Pflegebedürftigen immer noch auf 763.400 erhöhen.

Der gut 40jährige Zeithorizont kann darüber hinwegtäuschen, daß der Pflegebedarf bereits jetzt mit jedem Jahr zunimmt. Schon bis 2020 kann der Bedarf in der Gruppe der 80+jährigen, die das Gros der Pflegeheimbewohner ausmacht - je nach Rechenmodell - um 11 bzw. 21 % ansteigen.

In einer 30seitigen Tabelle stellt das Amt die Ergebisse bis zum Jahr 2040 für jedes Rechenmodell dezidiert je Stadt-/Landkreis des Bundeslandes dar.

(Zur Ergebnistabelle)


11.11.2016

 

Vogelsbergkreis: Landrat bemängelt fehlende Bedarfsplanung

Der Landrat des hessischen Vogelsbergkreises sieht in einer fehlenden Bedarfsplanung für Pflegeplätze die Hauptursache für gleich mehrere neu entstehende vollstationäre Pflegeeinrichtungen und daraus entsehende Überkapazitäten. Nach marktd!alog-Informationen sind zu den 1221 im Landkreis bestehenden Pflegeplätzen in 2016 gut 200 Pflegeplätze hinzugekommen, weitere Projekte mit rund 140 Pflegeplätzen sind im Planungs- oder Baustadium. Die Belegungsquote von 85% (Stand Mai 2016) dürfte daher auch unter Berücksichtigung bevorstehender Heimschließungen deutlich sinken.

(Mehr zum hessischen Pflegemarkt)

 

Entspannung für Hamburgs Pflegemarkt

Durch die bevorstehende Eröffnung einer neuen Großanlage mit über 150 Pflegeplätzen auf rund 13.000 qm Fläche in Bramfeld entspannt sich Hamburgs Pflegemarkt wieder. Dazu trägt auch der Weiterbetrieb der früheren Roeweland-Anlage mit eigentlich 160 Pflegebetten bei, die jetzt unter dem Namen "Cura Seniorencentrum Langenhorn" mit Einzelbelegung fortgeführt wird. Inklusive  der Neueröffnung sinkt die Belegungsquote fast wieder auf ihrem alten Stand von zuletzt rund 91%.


03.11.2016

Kreis Steinfurt (NW): keine verbindliche Bedarfsplanung

Im Gegensatz zu vielen anderen Stadt- und Landkreisen im Bundesland NRW entscheidet sich der Steinfurter Landkreis gegen eine verbindliche Vorgabe. Das ist der aktuellen Pflegebedarfsplanung zu entnehmen, die jetzt öffentlich vorgestellt wurde.

Demnach fehlen bis 2022 rund 1200 vollstationäre Pflegeplätze im Kreisgebiet. Die Zahl der über 80jährigen werde sich innerhalb weniger Jahre verdoppeln, was zu längerfristig sogar u einem Zusatzbedarf von 5000 Plätzen führe. Existieren würden derzeit 3814, aufgrund der künftig geltenden Einzelzimmervorgabe mit eher sinkender Tendenz.

Dem sollen mehr ambulante Angebote entgegenwirken. Gleichzeitig wird konstatiert, daß administrative Instrumente zur Erhöhung ambulanter Angebote fehlen. Rund 320 gäbe es kreisweit derzeit, 116 geplante Vorhaben lägen auf dem Tisch, doch es sei erfahrungsgemäß nicht zu erwarten, daß all diese auch umgesetzt würden.

Fazit des Landrats: die Angebotslücke sei „unmöglich zu schließen“.

 


28.10.2016

Brandenburg/Havel: Pflegebettenbestand wächst um 55 %

Rund 70.000 Einwohner zählt die Stadt Brandenburg, gut 700 Pflegebetten standen Ende 2014 den Pflegebedürftigen zur Verfügung.

In 2015 wuchs der Bettenbestand um rund 130. In 2017 kommen etwa 150 Betten dazu, dafür erfolgte jetzt die Grundsteinlegung. 2018 soll eine weitere stationäre  Pflegeeinrichtung mit etwa 100 Betten eröffnen.

Innerhalb von 4 Jahren wird sich der Bettenbestand um rund 380 erhöhen.

ID 8526


08.10.2016

Trendreport Monatsbericht September veröffentlicht

marktd!alog hat die Übersicht über die bauliche Entwicklung bundesweiter Pflege- und verbundenen Wohnprojekte für Senioren des vergangenen Monats publiziert. Mindestens 12 Pflegeeinrichtungen wurden im September fertiggestellt, darunter 6 Neubauten mit 404 neuen Pflegeplätzen. Durch Ersatzbauten mit geringerer Pflegeplatzkapazität gegenüber den Altbauten nahm das Platzangebot in diesem Bereich um knapp 100 Pflegeplätze ab.

Ebenfalls im September wurden 26 Neubauprojekte mit rund 1200 geplanten Dauerpflegeplätzen erfasst, mit zusätzlich 124 Tagespflegeplätzen und 161 betreute Seniorenwohnungen. Diese gehen überwiegend ab 2018 in Betrieb

Der Anteil an Plätzen in verbundenen ambulant betreuten Senioren-WG`s blieb, wie früher schon, gering.

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26.09.2016

Mindestens 7.700 neue Pflegebetten in 2017

Entstehen sollen diese in 91 vollstationären Pflegeheimen, die bereits mit dem Bau begonnen haben. Weitere 72 Neubauprojekte mit gut 5.000 Pflegebetten haben noch nicht mit dem Bau begonnen, sollen aber - zumindest nach dem Willen der jeweiligen Bauherren - noch 2017 auf den Pflegemarkt kommen.

Weitere Details enthält die neue Ausgabe des marktd!alog-Trendreports für 2017, der am 30.September erscheinen wird. Dieser enthält dann auch Ersatz-, Erweiterungs- und Modernisierungsbauprojekte.


02.09.2016

Bundesweit 700 neue Dauerpflegeplätze im August

Mindestens 699 Dauerpflegeplätze sind im August neu auf den Pflegemarkt gekommen. Das ergab die marktd!alog-Monatsauswertung mit den in diesem Monat abgeschlossenen Bauprojekten. Danach sind 481 Plätze durch Neubauten entstanden, 128 aus Erweiterungsbauten und 90 aus (größeren) Ersatzbauten.

Im Bereich der Tagespflege entstanden mindestens 37 neue Plätze, an (heimverbundenen) Seniorenwohnungen kamen 139 neu hinzu.

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