07.09.2018

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T!ckermeldungen zum Thema: Seniorenwohnen

- Ambulante Pflegeformen einschließlich Senioren-Wohngemeinschaften -



 

Dessau: Aus Kristallpalast soll Hochhaus werden

Zumindest, wenn es nach Plänen des Eigentümers geht. Der will auf seinen beiden Grundstücken, auf dem sich das einst bekannte und beliebte Kristallpalast-Ensemble erhebt, neu bebauen. 150 Wohnungen sollen in einem 7stöckigem Neubau entstehen, davon 130 für Senioren. Auch an eine Station für stationäre Pflege und diverse Dienstleistungsangebote ist gedacht . Die historische und denkmalgeschützte Fassade soll erhalten bleiben. Die Stadtoberen stimmten mehrheitlich zu, ist das ehemalige Schmuckstück doch inzwischen zum Schandfleck in zentraler Lage geworden. ID 10468

02.07.2018

Rostock: WIRO will eigenen Pflegedienst aufbauen

Rostocks größter Wohnungsvermieter, die kommunale WIRO GmbH plant den Einstieg in den Pflegemarkt. Zunächst nur für eigene Mieter der 36.000 Mietwohnungen in der Hansestadt. Denen soll es so ermöglicht werden, bei Pflegebedürftigkeit länger in der eigenen Wohnung zu verbleiben.Untersuchungen hätten ergeben, daß der Altersdurchschnit der Rostocker rapide ansteigt, so WIRO-Chef Ralf Zimlich.  Der Altersdurchschnit läge aktuell bei 44,9 Jahren - 8 mehr als 1992. Nach dem Plazet des Aufsichtsrates gehe man jetzt in die Detailplanung.

WIRO wäre der nicht der erste Anbieter aus dem Kreis der Wohnungsgesellschaften im Land MV. In Greifswald etwa betreibt die WVG seit Mitte letzten Jahres den eigenen Sozial-, Pflege- und Hilfsdienst "Sophie". Die Neubrandenburger Wohnungsbaugenossenschaft Neuwoba hat die dafür die Tochter "Sodien" gegründet. Die Wohnungsgesellschaft Kaiserbäder in Heringsdorf bietet schon seit Jahren Dienstleistungen im Bereich Seniorenwohnen und -pflege an, allerdings in Kooperation mit einem privaten Pflegedienst.


28.06.2018

Darmstadt: Seniorenwohnanlage wird neu gebaut

Die Kommunalpolitiker der Gemeinde am Speckrand der hessischen Wissenschaftsstadt Darmstadt schlugen jetzt Pflöcke ein, was die Zukunft der alten Wohnanlage betrifft. Da Gutachter die Kosten einer Sanierung höher als den Immobilienwert einschätzten, soll die Bestandsimmobilie in einigen Jahren verkauft werden. Bis dahin soll ein Neubau für die mehreren Dutzend Bewohner entstehen, 2 Grundstücke sind in der engeren Wahl.

Bis nächstes Jahr soll nun ein Investor und Betreiber für die neue Wohnanlage gefunden werden.


02.06.2018

 

Kritik an der Genehmigungspraxis von Senioren-Wohngemeinschaften

äußerte die oppositionelle FDP im baden-württembergischen Landtag und will die seit 2014 bestehenden gesetzlichen Vorgaben ändern. Sie sieht "bürokratische Hemmnisse" als eine Ursache für die geringe Anzahl entsprechender Einrichtungen in dem Bundesland. Unter anderem sehen diese Regelungen eine Trennung von WG-Betreiber und Pflegeanbieter vor, was dazu führe, dass die Kosten für WG-Angebote häufig über denen traditioneller stationärer Pflegeeinrichtungen lägen.

Das Landessozialministeriums hingegen will die Vorgaben nicht aufweichen. Am Markt "bewegen sich auch unseriöse Anbieter", so Thomas Klie, Professor an der Evangelischen Hochschule Freiburg, der die Gesetzgebung 2014 als Berater des Ministeriums begleitet hatte. Er befürchtet, daß profitgierige Träger die Senioren-WGs zu Billig-Pflegeheimen machen könnten.

Im ganzen Ländle existierten nur 180 Senioren-WG`s, während es im benachbarten Bayern 245 und im größten Bundesland NRW über 500 gäbe. Nur in drei anderen Bundesländern gäbe es weniger Senioren-Wohngemeinschaften als in Baden-Württemberg.

Die Zahlen stammen aus einer im vergangenen Jahr in Auftrag gegebenen Studie des Bundesgesundheitsministeriums, die von Professor Klie als Mitautor durchgeführt wurde.

 


17.04.2018

 

„Wohnen für Hilfe“ soll auch in Leverkusen starten

Neu ist das Konzept nicht, doch weitgehend unbekannt: in mittlerweile 33 Gemeinden bundesweit - häufig Studentenstädte - gibt es entsprechende Angebote, bei denen ältere Menschen ihren häufig zu groß gewordenen Wohnraum mit jungen Menschen teilen und den Alltag gemeinsam bewältigen, das Schleppen von schweren Einkaufstüten etwa übernehmen die Jungen. Dafür müssen sie keine oder weniger Miete berappen. Und sie haben im Studienort ein Dach über dem Kopf - keine Selbstverständlichkeit auf einem leergefegten Wohnungsmarkt.

Die AWO Leverkusen plant jetzt ein entsprechendes Angebot. Eine Mitarbeiterin, für ein Jahr aus Mitteln der Stadt finanziert, soll auf Akquisetour gehen und interessierte Senioren finden. Die könnten so einen schlimmstenfalls erforderlichen Umzug ins Seniorenheim so mindestens hinausschieben.

 


28.03.2018

 

Kommune gibt Seniorenwohnanlage auf

Klarheit zur Zukunft der Seniorenwohnanlage hat jetzt der Magistratsbeschluß der Stadt im südhessischen Kreis Darmstadt-Dieburg geschaffen, die Anlage wird aufgegeben. Hintergrund ist ein Sanierungsstau, der auf € 3 mio. geschätzt wird. Die bislang herrschende Unsicherheit über die Zukunft der Anlage unter den betagten Mietern der knapp 70 Wohnungen sorgte bislang für miese Stimmung unter ihnen.

Nachdem nun Klarheit herrscht, zudem ein Neubau in den kommenden Jahren in Aussicht steht, herrscht Erleichterung. "Kein Mieter wird auf die Straße gesetzt", verlautet es aus dem Rathaus. Geeignete Grundstücke im Besitz der Kommune wurden bereits identifiziert. "Geschäfte müssten auch "mit einem Rollator gut erreichbar" sein, so umschreibt der Bürgermeister das Anforderungsprofil an die künftige Lage.

Mehr im T!ckerSelect der kommenden Woche.

 

Umzugsprämie für Senioren

Gut 15.000 Einwohner zählt das Städtchen im Kreis Ludwigsburg, rund 20 Kilometer von Stuttgart entfernt und damit im Einzugsbereich der Landeshauptstadt. Eine Folge: knapper Wohnraum. Mit einer ungewöhnlichen Idee will der Marbacher Stadtrat nun Senioren motivieren, aus ihren häufig zu groß gewordenen Wohnungen in eine kleinere umzusiedeln und damit Platz für junge Familien zu schaffen. 2.500 Euro sollen sie erhalten, wenn sie ihr altes Zuhause gegen eine kleinere Wohnungen tauschen.

Details sind noch ungeklärt, etwa, wenn ein Auszug in ein Pflegeheim erfolgt. Aber der Grundsatzbeschluß steht. Ein vergleichbares Angebot gibt es im Ländle bisher nur in Lörrach. Gudrun Heute-Bluhm, Mitglied im Vorstand des Städtetages und ehemals Oberbürgermeisterin in Lörrach, bezeichnet die Idee als gutes Instrument, um "große Wohnungen frei zu machen".