30.05.2017

Pflegeplatzstatistik 2017

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T!ckermeldungen zum Thema: Sonstiges

 



14.07.2017

Wenn "nehmen" seeliger denn "geben" ist - das Diakoniewerk Bethel

Das Diakoniewerk Bethel ist mit 13 Klinik- und Pflegeeinrichtungen, rund 1700 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von gut € 75 mio. einer der größten freikirchlichen Betreiber im Land. An der Spitze der gGmbH steht Karl Behle, dem jetzt ein fast 50seitiger Untersuchungsbericht des Bundes der evangelisch-freikirchlichen Gemeinden (BEFG) eine sehr individuelle Sichtweise diakonischer Arbeit bescheinigt. Durch Tricksereien soll er das Unternehmen faktisch in seinen Privatbesitz gebracht haben, wie das Recherchenetzwerk CORRECTIV jetzt berichtete.

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ID 1380395864Bet


23.06.2017

ASB-Bremen bleibt in Tarifgemeinschaft Pflege Bremen

Der ASB bleibt nun doch in der Tarifgemeinschaft  und will die Klagen gegen diese zurückziehen (sh.unsere Meldung vom 12.Mai). Das teilt die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege mit. Der Bremer Pflegetarif wurde im März zwischen der Tarifgemeinschaft und der Gewerkschaft ver.di mit dem Ziel abgeschlossen, die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte zu verbessern und die Wettbewerbs-bedingungen der Träger auf dem Arbeitsmarkt anzugleichen.

Für den ASB war wohl aússchlaggebend, daß der künftige Tarifvertrag schrittweise umgesetzt werden kann. Zudem wollen die Sozialkassen den Mitgliedern der Tarifgemeinschaft mehr Geld zukommen lassen. Schließlich wird die Mitarbeit des ASB neu geregelt, er erhält nun einen festen Platz in der Gemeinschaft. Das war - da der ASB kooperatives Mitglied der AWO ist - bisher nicht der Fall.


26.05.2017

"Sorgestrukturen" müssen aufgebaut werden

Nicht einmal 2000 Einwohner zählt das Dorf im Emsland, doch europaweit produziert es immer wieder Schlagzeilen, denn es macht sich Gedanken um die Zukunft. Der rund 10 Jahres bestehende Arbeitskreis "Alt werden in Vrees" organisierte jetzt eine Vortragsveranstaltung, in deren Rahmen ein Professor der Ruhr-Universität Bochum die künftige Entwicklung unter der Überschrift "Das Sozialkapital schmilzt" zusammenfasst.

Die absehbare Entwicklung in Vrees steht stellvertretend für die Entwicklung fast aller ländlichen Räumen der Republik: die Zahl der über 65jährigen wird sich in den nächsten 10 Jahren verdoppeln und damit auch die Pflegequote. Die Altersentwicklung führt zwangsläufig auch zu abnehmendem bürgerschaftlichen Engagement, heute noch eine tragende Säule in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Fazit: neue "Sorgestrukturen" müssen geschaffen werden. Voraussetzung dafür sei, daß eine Gemeinde insgesamt hinter entsprechenden Planungen stehen müsse.


"Alltagsbetreuer" wird neues Berufsbild in Niederösterreich

Bereits ab Herbst 2017 könnte die Ausbildung starten, wenn der Landtag im Sommer dem Antrag entspricht. Geplant ist, in 40 Praxis- und 100 Theoriestudium und 1.Hilfekurs  Ausbildungswillige zu befähigen, Senioren und ihre Angehörigen mehrere Stunden am Tag zu unterstützen, Pflegebedürftige agil zu halten.  Die Alltagsbetreuer dürfen keine pflegerisch-medizinischen Tätigkeiten ausführen. Vermittelt werden sollen die geplanten Betreuer über sozialmedizinische Betreuungsdienste.

Hintergrund der Maßnahme ist der erwartete massive Anstieg der Pflegebedürftigkeit in den kommenden Jahren. Die Alltagsbetreuer sollen explizit dazu beitragen, mögliche Heimaufenthalte mindestens hinauszuzögern.

 


12.05.2017

 

ASB-Bremen will raus aus der Tarifgemeinschaft

Seit wenigen Monaten gibt es den ersten trägerübergreifende Tarifvertrag für Bremen, dem bisher 16 Organisationen, darunter die AWO, DRK, Caritas und Diakonie angehören. Die Tarifgemeinschaft soll einen wichtigen Beitrag  zur Aufwertung des Pflegeberufes und gegen unfaire gegenseitige Personalabwerbungen leisten. Mitglied ist auch der Arbeitersamariterbund (ASB) mit seinen beiden Organisationen für ambulante und stationäre Pflege, letztere findet in einer Einrichtung mit rund 90 Pflegeplätzen statt.

Doch bereits jetzt bröckelt die Gemeinschaft, der ASB will  fristlos und notfalls auf dem Klageweg wieder ausscheiden und die dort vereinbarten Löhne zurückschrauben. Nach Angaben des ASB würden sich die Mehrkosten alleine im ambulanten Bereich auf jährlich € 70.000 belaufen. Nach marktd!alog-Informationen betreuen die 4 bremischen Pflegedienste des ASB rund 400 Pflegebedürftige.

ID 1829

 


 

22.02.2017

DRK-Schwestern werden zu Leiharbeiterinnen,

zumindest außerhalb von DRK-Einrichtungen. Bisher waren die rund 25.000 im Pflegebereich tätigen Schwestern, die in einem der 33 nationalen Schwesternschaften oganisiert sind, als Vereinsmitglieder eingestuft und fielen dadurch nicht unter die Beschäftigungsfristen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes. Durch die höchstrichterliche Entscheidung des Bundesasrbeitsgerichtes, die einer Entscheidung des EuGH folgt, verlieren die Schwestern künftig ihren besonderen Status und einen wichtigen Teil ihrer Existenzgrundlage.

Von der Leiharbeitsregelung ausgenommen bleibt der Einsatz der Schwestern in DRK-bzw. BRK-Einrichtungen, das DRK-Gesetz soll nach Verhandlungen des DRK mit dem Bundessozialministerium entsprechend geändert werden.

 


16.02.2017

 

Uni Witten/Herdecke: Krankenhauseinweisungen von Pflegebedürftigen lassen sich deutlich reduzieren

Ein Drittel weniger Einweisungen aus Pflegeheimen in Krankenhäuser sind möglich - so das Fazit einer Studie, die am 3.Februar vorgestellt wurde (sh.dazu auch unsere Januar-Meldung). Könnten Hausärzte im Pflegeheim Ultraschalluntersuchungen oder EKG`s vornehmen, wäre bereits eine signifikante Reduzierung möglich. Das Karussell Pflegeheim-Krankenhaus-Pflegeheim belastet insbesondere Demenzkranke und führt häufig zu einer Verschlechterung ihres Allgemeinzustandes, gleiches gelte sinngemäß für Menschen mit Behinderungen.Zudem ist das derzeitige Verfahren unwirtschaftlich: die Beispielindikation Pneumonie verursachte den Krankenkassen für die Versorgung von Heimbewohnern 2013 Kosten von € 163 mio., obwohl in vielen Fällen eine Behandlung auch im Pflegeheim möglich gewesen wäre.

Zum Abschlussbericht der Untersuchung.

 


10.02.2017

 

 

Streit um Subventionierung eines kommunalen Pflegeheims

geht in die nächste Runde. Das jedenfalls kündigte der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (BpA) an. Im vergangenen Dezember war er mit seiner Unterlassungsklage in 1.Instanz gescheitert, jetzt dürfte das OLG Nürnberg die Angelegenheit auf den Richtertisch bekommen.

Im Kern geht es um Millionenzuschüsse aus dem städtischen Etat für den kommunalen Heimbetreiber Regensburg Seniorenstift GmbH für dessen Pflegeheim Kumpfmühl. Im Jahr 2015 zahlte die Stadt hierfür fast € 5 mio. an laufenden Zuschüssen, zudem einen Baukostenzuschuß in ähnlicher Höhe. Der BpA sieht darin eine Wettbewerbsverzerrung. Dem folgte das Gericht erstinstanzlich nicht, dazu sei der kommunale Heimbetreiber nicht bedeutsam genug, folglich könne der Wettbewerb nicht verzerrt werden. Durch die Berufung des BpA ist das Urteil nicht rechtskräftig.

Ein endgültiger Richterspruch geht in seiner Bedeutung weit über Regensburg hinaus, da defizitäre kommunale Pflegeheime bundesweit mit Steuergeldern über Wasser gehalten werden.

ID 91556494Bet


Ev.Altenhilfeverband fordert Paradigmenwechsel in der Pflegeversicherung

Strukturfehler in der Pflegeversicherung sind nach Ansicht des Deutschen "Evan­gelischen Verbands für Altenarbeit und Pflege" (DEVAP) ursächlich für die chronische Unterfinanzierung und prekäre Personalsituation in der Altenhilfe. Er fordert einen Umbau zu einer "echten Pflegeteilkaskoversicherung", bei der die Pflegekassen alle notwendigen Leistungen finanzieren und den Versicherten einen fixen, gesetzlich festzulegenden, Anteil von bspw. € 10.-/Tag abverlangen soll.

Der DEVAP sieht sich als nationaler Fachverband diakonischer Träger und Verbände und vertritt nach eigenen Angaben u.a. 1950 stationäre Altenhilfeeinrichtungen.

 


27.01.2017

 

"Ein Drittel weniger Einweisungen aus dem Altenheim ins Krankenhaus",

so das Thema einer Tagung der Universität Witten/Herdecke, die am 3.Februar stattfindet. Dort werden die Ergebisse einer 2jährigen Studie vorgestellt, die in 4 Seniorenheimen NRW`s durchgeführt wurde und aufzeigt, welche Instrumente zur Verringerung von Krankenhauseinweisungen eingesetzt werden können. Denn diese führten nicht nur erhebliche Kosten, sondern bei Demenzkranken häufig zur einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes.

Die Untersuchungsergebnisse werden auch in einem Arbeitsbuch "Weniger Krankenhaus - mehr Lebensqualität" veröffentlicht, das interessierten Pflegeheimen auf der Tagung zur Verfügung gestellt wird.

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26.01.2017

Statistisches Bundesamt:  Personal in (teil-)stationären Pflegeeinrichtungen ist 2015 überdurchschnittlich gewachsen

Im Rahmen der Berichterstattung über das Gesundheitswesen veröffentlichte das Bundesamt jetzt die Daten des Jahres 2015. Danach hat sich der Beschäftigungszuwachs in medizinischen Gesundheitsberufen mit einem Plus von 1,7 % gegenüber den Vorjahren zwar insgesamt verlangsamt, ist im (teil-)stationären Bereich jedoch mit +45.000 (+2,2% ) überdurchschnittlich gewachsen. Zurückzuführen sei dies auf das erste Pflegestärkungsgesetz, das am 1.Januar 2015 in Kraft trat.

Zur Statistik


16.01.2017

Innere Mission fordert "ambulant und stationär"

Die Münchner Innere Mission, die u.a. rund 10 Pflegeheime betreibt, kritisiert das neue Pflegestärkungsgesetz. Auch wenn es für Betroffene viele Vorteile bringe: der hinter den Pflegeleistungen stehende Personalschlüssel bleibe gleich und die Reform insoweit "budgetneutral". Die Stoßrichtung "ambulant vor stationär" sei falsch, vielmehr müßte es heißen "ambulant und stationär". So wünschenswert die eigene Häuslichkeit auch sei, "oft sprechen die Umstände dagegen", so der IM-Geschäftsführer.

 


06.01.2017

Landrat: Heimbewohner leben "in einem besonderen Gewaltverhältnis"

Reichlich Schelte muß der Landrat des niedersächsischen Landkreises Aurich einstecken für seine Äußerung, Bewohner von Pflegeheimen lebten faktisch "in einem besonderen Gewaltverhältnis". Mit diesem Terminus bezeichnen Juristen etwa die Einschränkung des Briefgeheimnisses bei Strafgefangenen. Auch das niedersächsische Sozialministerium widerspricht dieser Auffassung des Landrates.

Vorausgegangen war massive Kritik an der Heimaufsicht des Landkreises, die lange nichts von den teilweise desaströsen Zuständen unter der früheren Betreiberin des Pflegeheims Inselfrieden auf Norderney wußte. Nach Aussage des Landrats gäbe es auch bei allen anderen von der Heimaufsicht kontrollierten Heime des Landkreises kaum Hinweise auf Mängel, weil Angehörige von Heimbewohnern Repressalien für diese befürchteten, wenn sie sich beschweren würden.

 

Sex auf Rezept im Pflegeheim

Das jedenfalls empfiehlt die pflegepolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag und hat die Niederlande als Modell vor Augen. Dort gibt es für Pflegebedürftige bereits die Möglichkeit, entsprechende Dienste sogenannter Sexualassistentinnen unter bestimmten Voraussetzungen (teil-)finanziert zu bekommen. Auch das horizontale Gewerbe scheint Heimbewohner als Zielgruppe ausgemacht zu haben, legen sich doch immer mehr Prostituierte diese (als Beruf ungeschützte) Bezeichnung zu.

In Fachkreisen ist das Thema umstritten: der Pflegeforscher und Professor Frieling-Sonnenberg findet das Konzept "menschenverachtend", die Sexualberaterin für Pflegeheime (gibt es tatsächlich) bezeichnet es als "Segen", sowohl für Heimbewohner als auch Pflegepersonal.


23.12.2016

Zuhause ist es am schönsten, auf Malle sowieso

6 junge Spanier/innen aus Mallorca zogen im Herbst 2012 aus, um im Bergischen Land alte Menschen zu pflegen. Daheim gab`s keine Arbeit. Im Steinbrücker Pflegeheim war hingegen genug zu tun, auch die neue Sprache wollte gelernt sein. Im Frühjahr 2016 war das Experiment beendet, da gingen die letzten der jungen Leute in die Heimat zurück. Wichtigste Ursachen: die eigene Familie fehlte zu sehr und Heimweh.

Das Pflegeheim versucht`s weiter mit ausländischen Pflegekräften, jetzt wird in China gesucht. Dort sollen die Familienbande nicht so eng sein wie in Spanien.

 


25.11.2016

 

Pflegereport 2016 der Barmer GEK erschienen

Der Krankenversicherer stellt seinen aktuellen Report vor. In der inzwischen 9.Ausgabe werden auf gut 230 Seiten die sich abzeichnenden Folgen des Pflegeneuausrichtungsgesetzes, die Entwicklung der Pflegepersonalmarktes sowie die regionalen Versorgungsstrukturen analysiert. Grundlage des Reports sind die Daten der Pflegestatistik 2013 des Statistischen Bundesamtes sowie Daten der gesetzlichen und privaten Kostenträger.

(Zum Report)


09.11.2016

Neue Studie: Demografischer Wandel und Immobilien-Nutzungsarten

Eine neue Studie im Auftrag der Berlin Hyp beschäftigt sich mit den Auswirkungen des demographischen Wandels auf Logistik-, Einzelhandels- und Seniorenimmobilien. Bis 2050 entfällt in Deutschland auf jeden Erwerbstätigen eine Person im nichterwerbstätigen Alter, davon 66% Senioren. Das Angebot an Seniorenimmobilien müßte sich vervierfachen, um wachsendem Pflege-und Betreuungsbedarf gerecht zu werden.

(zur Studie)